Die stellvertretende Landesvorsitzende der AfD in Brandenburg, Birgit Bessin, hat auf dem Bundesparteitag der AfD in Kalkar einen Antrag zur Aussprache über die umstrittene Rede von Bundessprecher Jörg Meuthen gestellt.

In ihrer Rede übte sie scharfe Kritik: „Wir brauchen eine Führung, die mutig und die freundlich ist“, beides sei bei Meuthen nicht zu erkennen, sagte Bessin. Meuthen habe die Bühne zur Abrechnung missbraucht, womöglich weil er sich mit seinen Vorschlägen für ein Rentenkonzept nicht habe durchsetzen können.

Bessin: „Die Einheit unserer Partei hat oberste Priorität, denn eine gespaltene AfD hat weder jetzt, noch in Zukunft eine Chance. Wir sind Volkspartei, auch dank vieler demokratischer Kräfte draußen auf der Straße.“

Meuthen habe es sich bei seiner Rede mit hunderttausenden Corona-Maßnahmengegnern verdorben. Die AfD müsse aber die Partei sein, die diesen Leuten draußen eine Stimme geben. „Ich werde mir meine Demonstrationsfreiheit nicht nehmen lassen, denn wir sind auch die Verteidiger unserer Grundrechte“, so Bessin.

„Ich war am 18. November mit in Berlin wie viele von euch vielleicht auch. Ich stand neben den Wasserwerfern. Und ich hab gesehen, dass die Menschen dort friedlich waren.“ Und dann unter tosendem Applaus: „Herr Prof. Dr. Meuthen, wenn Sie in Brüssel zu weit weg sind von der Basis, dann sollten Sie öfter mal an der Basis teilnehmen.“

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9 KOMMENTARE

  1. Die Dame redet von Einheit, mit ihrer Rabulistik betreibt sie aber das genaue Gegenteil.
    Zu Einheit werte Dame, gehören auch Disziplin, keine unbewiesene Unterstellungen, zuhören und Verstehen wollen.
    Ihre Rede ist reine Stimmungsmache und Selbstdarstellung.

  2. Vielen, vielen Dank Frau Bessin!
    Ihre Rede hat der AfD den Arsch gerettet. Ich glaube, dass viele Mitglieder der AfD und auch Wähler da draußen Ihr Rede dementsprechend werten!

    Danke Hanns!

  3. @ erich-m: Wenn Sie „die Dame“ durch „Herr Meuthen“ ersetzen, stimme ich zu.

    Der tosende Beifall macht Hoffnung, dass die AfD noch nicht verloren ist.

  4. Heisenberg73 5. Dezember 2020 at 15:15
    erich-m 5. Dezember 2020 at 12:44

    Korrekt.
    ——————–
    Es ist Meuthen, der immer wieder gegen die Einheit der Partei antritt. Er sollte endlich mal lernen, Wäsche, die ihm schmutzig vorkommt, zuhause zu waschen und nicht vor versammelter Presse.
    Er kann ja die Querdenker für Spinner halten, aber sollte dem Mainstream nicht immer diese erstklassigen Vorlagen gegen die Basis der Partei geben. Das ist nicht angemessen für seine Position.

  5. Danke, Frau Bessin, für diese großartige Rede! Wegen aufrechten, integren Menschen wie Ihnen bin ich 2016 in die AfD eingetreten und wegen Menschen wie Ihnen bleibe ich auch in der AfD, gewiss nicht wegen Figuren wie dem mainstreamkonformen Parteispalter Meuthen, dessen baldigen Abtritt ich als große Erlösung empfinden würde. Und ja, spätestens seit seiner hässlichen, dummen und diskreditierenden Rede in Kalkar betrachte ich Herrn Meuthen als meinen Feind. Ich bin nicht in die AfD gegangen, um dort die gruseligen Narrative der Merkel-Regierung in leicht abgemilderter Form wieder vorgesetzt zu bekommen – von einem an de Fleischtöpfen in Brüssel offenbar gut gemästeten Politiker, der sich imer mehr dem politischen Mainstream annähert und anbiedert.

    Lieber Her Gauland, wir haben uns vor gefühlten Urzeiten in Frankfurt/Main kennengelernt, damals waren wir beide noch in der CDU. Ich weiß, dass Sie ein hoch anständiger Mensch sind. Ich bitte Sie, sich mit ihrer ganzen Kraft dafür einzusetzen, dass Herr Meuthen nicht länger Bundessprecher bleibt. Er zerstört die Einheit der Partei und hat – da bin ich mir ganz sicher – nach seinen letzten Entgleisungen nicht annähernd die Hälfte der AfD-Mitglieder mehr hinter sich.

  6. Kerle nee, was für Flüchtigkeitsfehler! Also nochmal:

    Danke, Frau Bessin, für diese großartige Rede! Wegen aufrechten, integren Menschen wie Ihnen bin ich 2016 in die AfD eingetreten und wegen Menschen wie Ihnen bleibe ich auch in der AfD, gewiss nicht wegen Figuren wie dem mainstreamkonformen Parteispalter Meuthen, dessen baldigen Abtritt ich als große Erlösung empfinden würde. Und ja, spätestens seit seiner hässlichen, dummen und diskreditierenden Rede in Kalkar betrachte ich Herrn Meuthen als meinen Feind. Ich bin nicht in die AfD gegangen, um dort die gruseligen Narrative der Merkel-Regierung in leicht abgemilderter Form wieder vorgesetzt zu bekommen – von einem an den Fleischtöpfen in Brüssel offenbar gut gemästeten Politiker, der sich immer mehr dem politischen Mainstream annähert und anbiedert.

    Lieber Herr Gauland, wir haben uns vor gefühlten Urzeiten in Frankfurt/Main kennengelernt, damals waren wir beide noch in der CDU. Ich weiß, dass Sie ein hoch anständiger Mensch sind. Ich bitte Sie, sich mit ihrer ganzen Kraft dafür einzusetzen, dass Herr Meuthen nicht länger Bundessprecher bleibt. Er zerstört die Einheit der Partei und hat – da bin ich mir ganz sicher – nach seinen letzten Entgleisungen nicht annähernd die Hälfte der AfD-Mitglieder mehr hinter sich.

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