Zum Scheitern verurteilt: Die CDU will Steuerbegünstigungen für Mitarbeiteraktien, um einen „breiten Vermögensaufbau an Produktivvermögen bei der Bevölkerung“ zu erreichen.

Von PROF. EBERHARD HAMER | Unter der Überschrift „Neuer Wohlstand für die Mittelschicht“ lobt die WELT ein CDU-Positionspapier mit dem Titel „Mitarbeiterkapitalbeteiligung und Aktienkultur verbessern – Teilhabe am Wohlstand sichern“.

Mit Recht haben offenbar auch die CDU-Abgeordneten inzwischen gemerkt, dass das „reiche Deutschland“ privat arm ist, dass der durchschnittliche Bundesbürger nur 18.000 Euro habe und nur 40 Prozent Wohneigentum. In den angeblich armen Ländern wie Italien und Spanien ist dies doppelt so hoch – deshalb müssen sie auch über die EU 380 Milliarden Euro Geschenke auf Kosten der deutschen Steuerzahler bekommen.

Zweite falsche Erkenntnis: Wohlstandszuwachs gelinge am besten mit unternehmerischen Beteiligungen, allen voran mit Aktien.

Konkret will die CDU Steuerbegünstigungen für Mitarbeiteraktien. So soll ein „breiter Vermögensaufbau an Produktivvermögen bei der Bevölkerung“ erreicht werden. Auch bei Unternehmensgründungen sollen die Mitarbeiter sich frühzeitig „am künftigen Weltmarktführer beteiligen, zum Beispiel auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz“.

Im internationalen Vergleich sei die Zahl der Aktionäre in Deutschland mit rund zehn Millionen zu gering und müsse durch gezielte Förderungen gestärkt werden, denn „ein breit gestreutes Portfolio von Börsenpapieren bringe langfristig den besten Wertzuwachs“. Zur Förderung der Aktienkultur gehöre auch die Ablehnung der von der SPD gewünschten Finanztransaktionssteuer, „da sie vor allem Kleinanleger und die private Altersvorsorge in Deutschland belasten würde“.

Die Absicht ist lobenswert, aber ohne wirkliche Sachkenntnis:

  1. Das Ziel „Wohlstand für alle“, durch die Beteiligung breiter Bevölkerungsschichten am Produktionsvermögen zu erreichen, ist so alt wie die CDU und zu Erhards Wirtschaftswunderzeiten auch gelungen. Schon immer sind dazu Versuche gemacht worden, von denen die meisten gescheitert sind, weil sie die menschlichen Schwächen oder betriebswirtschaftlichen Grundsätze vernachlässigt hatten:
  • Schon der Erfinder der „Lagerente“, der Sozialreformer Johann Heinrich von Thünen, hat 1848 seine Knechte und Mägde eigentumsmäßig an seinem Gut Tellow beteiligt und scheiterte, weil die Mitarbeiter Gewinnauszahlung statt Investitionen verlangten.
  • Der Unterzeichner selbst hat eine Mitarbeiterbeteiligung schon bei Gründung eines mittelständischen Produktionsbetriebes versucht. Er ist ebenfalls gescheitert, weil die dauernd als Arbeiter im Betrieb tätigen Mitarbeiter meinten, ihr Leistungsanteil sei höher als der des Konzeptgebers, Planers, Kapitalgebers und betriebswirtschaftlichen Kontrolleurs, dessen Leistung die Arbeiter nicht einschätzen konnten und deshalb minderbewerteten.
  • Es gibt aber auch positive Beispiele, wie die Mitarbeiterbeteiligung bei Bosch u.a. – meist bei großen oder sogar Konzernunternehmen.
  1. Das Mittelstandsinstitut Niedersachsen hat sich mit den Formen der Mitarbeiterbeteiligungen intensiv beschäftigt und festgestellt,
  • dass es zwei Arten der Mitarbeiterbeteiligung gibt: die Kapitalbeteiligung und die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter.

Eine Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter ist nur möglich und sinnvoll bei Kapitalgesellschaften. Hier kommt die Kapitalbeteiligung in der Praxis in der Regel indirekt vor, dass die Mitarbeiter über eine eigene Gesellschaft Eigentum am Unternehmen erwerben (indirekte Kapitalbeteiligung). Dies ist das Erfolgsgeheimnis von Bosch und anderen erfolgreichen Beteiligungsmodellen.

Wir haben aber unter unseren 3,5 Mio. Gewerbeunternehmen zwar über 700.000 Kapitalgesellschaften, davon aber 531.000 Kleinstkapitalgesellschaften – meist „unechte Personalunternehmen“, in denen nur eine Familie Kapitalinhaber und zugleich Geschäftsführer ist. Nur 43.000 unserer Kapitalgesellschaften haben über 50 Beschäftigte. Für diese sechs Prozent käme also überhaupt nur die Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung in Frage.

  • Eine Grunderkenntnis der Mittelstandsökonomie war, dass die mittelständischen Personalunternehmen inhaberbestimmt sind. Nicht das Kapital, sondern die Unternehmerperson ist die entscheidende Größe mittelständischer Personalunternehmen. Ist der Inhaber gut, wächst das Unternehmen. Wird der Inhaber schwach, wird auch das Unternehmen schwach[1]. Wenn aber nicht das Kapital die Qualität des Unternehmens bestimmt, sondern eine Person, ist eine Teilbarkeit dieser Person nicht denkbar. Nur in Kapitalgesellschaften haftet das Kapital, in Personalunternehmen aber die Person. Nie hat es funktioniert, wenn einer haften, die anderen aber bestimmen sollen. Mittelständische Personalunternehmen sind deshalb für eine Substanzbeteiligung nach umfangreichen Forschungen des Mittelstandsinstituts Niedersachsen ungeeignet.

94 Prozent aller unserer Unternehmen scheiden also für den Vorschlag einer Substanzbeteiligung aus.

  1. Funktioniert haben eigentlich nur Beteiligungsmodelle mit Gewinnbeteiligung. Größtes Beispiel ist VW mit seinem Weihnachtsgeld. Aber auch Millionen mittelständischer Unternehmen und sogar freiberuflicher Praxen beteiligen inzwischen ihre Mitarbeiter jährlich am Gewinn. Die Problematik dieser Form der Beteiligung liegt nur darin, ob ein Rechtsanspruch entsteht oder nicht. Gibt es einen Rechtsanspruch (bei Dauer), kann Gewinnbeteiligung in Wirtschafts- oder Unternehmenskrisen existenzgefährlich werden. Die meisten mittelständischen Unternehmer haben deshalb nur freiwillige Gewinnbeteiligungsmodelle.

Der Vorschlag einer Mitarbeiterkapitalbeteiligung kann deshalb allenfalls für eine kleine Unternehmensminderheit gelten, welche die Vermögensbildung nicht entscheidend beeinflussen und ist eher politische Parole als tatsächlich umsetzbar.

Auch die Vorstellung, dass unsere Arbeiter sehr viel vermögender seien, wenn sie auch Aktien statt Lohn bekämen, wird in der Krise entzaubert werden. Eine Aktie ist nämlich kein Sachwert, sondern ein Spekulationswert. Die derzeitige Aktienblase beweist, dass die Bewertung der Aktien mit dem Wert der Unternehmen wenig zu tun hat, sondern allein spekulativ begründet ist. Wenn jetzt bald in der Rezession die Aktienkurse wie die Geldwerte zusammenfallen, werden alle Aktienbesitzer nominelle Verluste erleiden, die mit dem Prinzip „Wohlstand für alle“ nicht vereinbar sind.

Im Übrigen gehören 70 Prozent unserer DAX-Firmen mehrheitlich ausländischen Spekulationsfonds, die die Kurse dieser Firmen nach eigenem Nutzen und mit oft dubiosen Methoden manipulieren. Will man die Mitarbeiter in deren Hände fallen lassen?

Widersinnig ist auch der CDU-Vorschlag, die Transaktionssteuer abzulehnen. Es bessert unsere Aktienkultur nicht auf, wenn die internationalen Monopolisten in den Steueroasen weiter nicht besteuert werden können und dürfen, während unsere mittelständischen Inhaberbetriebe die höchsten Steuern der Welt zu zahlen haben – also deren Last mittragen müssen.

Der CDU-Vorschlag ist also gut gemeint; ihm fehlt aber Sachkenntnis und Realisierbarkeit. Hätte Ziemiak irgendein Examen bestanden, hätte er dies wissen können.


Prof. Eberhard Hamer.
Prof. Eberhard Hamer.

PI-NEWS-Autor Prof. Dr. Eberhard Hamer (* 15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.

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25 KOMMENTARE

  1. Genau DAS ist das Problem:

    Hätte Ziemiak irgendein Examen bestanden, hätte er dies wissen können.

    …..und nicht nur Herr Ziemiak!!

    Wie sagte Herr Detlef Spangenberg (MdB) in einem Interview vor einigen Tagen:

    Zitat: „Soviel unfähiges Volk habe ich mein ganzes Leben noch NIE gesehen, wie seit meinem Einzug in den Deutschen Bundestag“……und ich muss ihm Recht geben…:-(

  2. Mit der Geschichte wird die CDU bei den Linken ohnehin keinen Blumenstrauß gewinnen. Denn das „muss“ natürlich heißen: Mitarbeiter/innenbeteiligung!

  3. Die Ziele sind nicht der Wohlstand für alle. Man sollte einmal google bemühen und nach der neuen Geldordnung suchen.

  4. AfD-Krise: Höcke kündigt für Samstag „strategische Rede“ an. COMPACT-TV überträgt live.

    Nach Spaltervorstoß von Parteichef Jörg Meuthen am vergangenen Wochenende auf dem Parteitag in Kalkar tritt Höcke am 5. Dezember in Höxter auf.

    Das vergangene Wochenende zeigte den Riss in der AfD auf: Auf dem Parteitag in Kalkar attackierte Jörg Meuthen Teile der eigenen Partei in aggressiver Weise – und watschte im gleichen Atemzug auch noch die Querdenken-Bewegung ab. Dieser Mann will die AfD möglichst schnell regierungsfähig machen – und alle, die das nicht so sehen, möglichst schnell draußen haben. Der Aufschrei von der Basis war beträchtlich und erinnerte an die Stimmung, die dem Sturz von Frauke Petry oder Bernd Lucke vorausging – aber Meuthen konnte sich knapp halten und alle Abstimmungen mit hauchdünnem Vorsprung gewinnen.

    Einer, der sich in Kalkar nicht zu Wort meldete, war der Frontmann des aufgelösten Flügels, Björn Höcke. Er will nun den kommenden Samstag für eine strategische Antwort nutzen – der Kreisverband Höxter in NRW hat ihn eingeladen. Der Saal mit 600 Plätzen ist längst ausgebucht – Corona-bedingt ist der Einlass auf 150 Personen beschränkt worden. COMPACT-TV ist live dabei und sendet vermutlich ab 15.30 Uhr, auf jeden Fall mit Redebeginn um 16.00 Uhr.

  5. .

    Prof. Hamers Fern-Universität in Fächern Betriebs-/ Volkswirtschaft hier auf Pi
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    1.) Jeder Artikel ein Volltreffer.

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  6. Viele Millionen illegaler Ausländer werden sich wahrscheinlich nur noch mit Gewalt abschieben lassen.
    Diese Ausländer, vor allem die Islamisten, dürften inzwischen sehr gut bewaffnet sein, auch mit Schußwaffen.
    Viel besser als die deutsche Bevölkerung!
    Folglich wird es hier zum Bürgerkrieg kommen.
    Das ist für mich so sicher wie das Amen in der Kirche oder das Geblöke von Minaretten!
    Dauert nicht mehr lange!

  7. Eine Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter am Unternehmen macht auch nur dann Sinn, wenn das gesamte Kapital damit auch im Unternehmen bleibt und die Kapitaleigner alle Mitarbeiter sind. Denn die Spekulationen mit großem Kapital, wie sie derzeit an allen Börsen weltweit zu beobachten sind, lassen eine stabile Kapitalbasis und damit eine berechenbare Anteilsgröße nicht zu. Was sollte ein Mitarbeiter eines Unternehmens davon haben, wenn er eigenes Geld in das Unternehmen seines Arbeitgebers steckt, wenn die Kapitalgröße des Unternehmens fremdbestimmt ist?
    Und wie eine gutgemeinte Mitarbeiterbeteiligung massiv in Schieflage geraten kann, ist gerade bei VW zu beobachten, wo zwischen Vorstand und Personalrat ordentlich um die Macht gestritten wird.
    Bei entsprechenden Rahmenbedingungen kann die Mitarbeiterbeteiligung ein ansprechendes Modell der Kapitalanlage für die Mitarbeiter des Unternehmens sein. Nur müssten diese Rahmenbedingungen so ausgerichtet sein, dass beide Seiten verlässlich damit leben können. Und genau das ist derzeit in vielen Fällen eben nicht der Fall!

  8. Mitarbeiterbeteiligung – klingt gut, für wirtschaftlich gesund gewesene Zeiten.
    Aber jetzt ? schnuppert es nach Spielcasino, die Kohle ist futsch, falls die Firma pleite geht. Also keine „Teilhabe am Wohlstand“, sondern Enteignung. Achso, das Geld ist dann nicht weg, es haben nur andere. Die übliche Umverteilung von unten nach oben. Irgendwie muß ja der Arbeitsesel weiter gerupft werden. Aber es hat jeder selber einen Kopf zum Nachdenken, bei dem so eine Entscheidung in der Firma ansteht. Es gibt einen schönen Spruch, man wird so schnell über den Tisch gezogen, daß man die Reibungshitze noch als Nestwärme empfindet …

  9. Dem Durchschnittsmichel fehlen i.d.R. die notwendigen Kenntnisse, um mit Aktienivestments erfolgreich zu sein. Diese Kenntnisse werden in keiner Schule vermittelt, müsste aber eigentlich ebenso zur Allgemeinbildung gehören, wie volskwirtschaftliche Kenntnisse. Das ist von der politischen Kaste aber nicht gewünscht. Der Durchschnittsmichel soll dumm und arm bleiben, damit er besser beherrschbar ist.

    Die wichtigste Regel beim Aktieninvestment ist neben Risikostreuung Langfristigkeit. Mindestens 10 Jahre Haltedauer, besser länger. Wer vor 30 Jahren in eine Handvoll DAX oder Dow Werte investierte, erlangt eine Durchschnittsrendite zwischen 8 und 10% pro Jahr. Selbst wenn er bei jährlichen Käufen immer zu den Jahreshöchstkursen eingestiegen ist.

    https://www.comdirect.de/inf/indizes/detail/chart.html?timeSpan=1D&ID_NOTATION=20735#timeSpan=SE&e&

    Und ja, Aktien sind auch Sachwerte, weil dem Aktieninhaber ein Teil des Betriebsvermögens gehört. Die Bewertung schwankt naturgemäß. Das ist bei Rohstoffen und auch bei Immobilien nicht anders. Bei Immobilien sieht es nur nicht jeden Tag. Das ist für ängstliche Menschen ein Vorteil.

  10. 1. Immer wenn der Staat beteiligt ist kommt nur Mist dabei heraus.
    2. Jeder der sich beteiligen will kann das doch, niemand hindert ihn daran.
    3. Selbst wenn der Staat wider erwarten etwas Sinnvolles in dieser Richtung unternimmt, ein paar Jahre später werden die Gesetze wieder geändert („reformiert“) und man steht wieder als „Depp“ da.

    Jeder der sich bei wichtigen Dingen auf den Staat verlässt ist ein unheilbarer Narr.
    Viele Entscheidungen (Währungskrisen, Kriege, Revolten, Bankenzusammenbrüche usw.) hat der Staat überhaupt nicht in der Hand, da bewegen sich größere Räder.
    Der Staat verspricht also etwas, was ihm gar nicht gehört oder wo er gar keinen Einfluss darauf hat.

  11. Von Mitarbeiterbeteiligung halte ich wenig. Jeder mag da seine eigenen Erfahrungen gesammelt haben. Aktien sind zwar Sachwerte, aber letztlich auch nicht greifbar, wenn es „den Bach runter geht“.

    Ich stehe auf diesem Standpunkt:
    Beteiligung am eigenen Unternehmen – ob mini oder maxi – das ist optimal.
    Jeder Mensch, der etwas kann – ob primär akademisch oder primär praktisch, das ist nicht entscheidend – sollte sich nach Möglichkeit (bei unbedingt vorhandenem Unternehmergeist) selbstständig machen. Auch Solo-Selbstständige oder kleine Zweier-Teams (z. B. in der Rechtsform GbR) können sehr erfolgreich sein.

  12. Tja, und auf deine „Gewinne“ kannst du bei Auszahlung Spekulationsteuer und Sozialabgaben zahlen.
    Der Unternehmer nimmt dann dein Geld zun zockt im Casino damit herum bis es weg ist, du hast keinen Einfluss wo er investriert.
    Alles Mummpitz und Betrug.
    Wer schon älter ist wird sich nocht an die T-Aktie und die Werbung mit Manfred Krug erinnern.
    Da hat die Masse auch Lehrgeld bezahlt.

  13. Könnte man nicht einfach die (steuerlichen) Freibeträge aus Aktienbeteiligungen massiv anheben? Vielleicht sogar jedem Bundesbürger ein gebührenfreies Aktiendepot bis zu einer bestimmten Höchstsumme spendieren? Dazu noch einen unpfändbaren (aber dann auch nicht beleihbaren) Grundstock?
    Bin kein Finanzfachmann, aber dann wäre schon der Besitz einer einzigen Aktie, egal welchen Unternehmens (gern beschränkt auf Unternehmen mit Sitz in Deutschland), durchaus interessant für jedermann.

  14. 18_1968
    4. Dezember 2020 at 12:15
    Könnte man nicht einfach die (steuerlichen) Freibeträge aus Aktienbeteiligungen massiv anheben? Vielleicht sogar jedem Bundesbürger ein gebührenfreies Aktiendepot bis zu einer bestimmten Höchstsumme spendieren?
    ++++

    Genau!

    Ich verlange ein Respekt-Depot!

    Finanziert natürlich von den illegalen Ausländern hier!

    *hüstel hüstel*

    Schön, dass die illegalen Ausländer uns Deutsche mit Depots reich machen wollen! 🙂

    Na ja, O. K. bin gerade im falschen Film.

  15. Das finde ich gut.

    Dann bekommt der Arbeiter und Angestellte endlich Einsicht in die geschäftlichen Unterlagen und erfährt, an wen ein Teil seiner Beteiligung, bespielsweise als Berater- und Lobbyistenhonorare, denn so geht.

    Denn der arbeitende und angestellte Miteigentümer hat dann ja wohl ein Recht darauf, zu erfahren, ob er ein totes Pferd reitet und ob er sich schnellstmöglich eine neue Investition suchen muss.

    Und natürlich weiss ich, dass die Vorstände einen Teufel diesbezügllich erlauben werden.

  16. erich-m 4. Dezember 2020 at 11:59

    „Wer schon älter ist wird sich nocht an die T-Aktie und die Werbung mit Manfred Krug erinnern.

    Hehe – ein Paradebeispiel, wie dummen Michels ein Unternehmen zum völlig überhöhten Preis verkauft werden kann. Ich habe damals allen in meinem Bekanntenkreis dringend abgeraten, da einszusteigen. Warum ausgerechnet Telekomm kaufen? Es gibt tausende andere Aktien, um die nicht so penetrant geworben wurde. Allein diese penetrante Werbung, war der Hauptgrund, da auf keinen Fall einzusteigen, denn woher sollen zukünftige Käufe für weitere Kurssteigerungen sorgen, wenn alle ihr Geld für T-Aktien ausgegeben haben? Ich habe damals zu meinen Bekannte gesagnt: Das wird der größte Flopp der letzten 50 Jahre.

    „Da hat die Masse auch Lehrgeld bezahlt.“

    Ob die Masse wirklich was gelernt hat, wage ich zu bezweifeln. Eher haben sie Berührungsängste bekommen. Da zeigt sich das Hauptdilemma, dass die breite Masse in Sachen Aktieninvestments von Tuten und Blasen nicht den blassesten Schimmer hat.

    Und das ist auch politisch gewollt, wie ich weiter oben schon schrieb. Ein einziges Büchlein von André Kostolany mit 150-200 Seiten könnte da schon erhebliche Abhilfe schaffen. Alles nötige Wissen zusammengepresst würde sogar nur auf ein paar A4 Seiten passen. Sich das Bisschen anzueigenen, selbst dafür scheint die breite Masse zu bequem und lässt sich in Finanzangelegenheiten lieber weiter vera*schen und auspressen.

  17. Dieser Vorschlag kommt bestimmt von BlackRock Merz. Der hat doch schon vor einiger Zeit gesagt, dass die Deutschen ihre Renten durch Aktien sichern sollen. Für mich ist das völlig inakzeptabel, eine Rente durch Spekualtionsgeschäfte zu sichern. Die Zocker warten doch nur darauf, dass das gemeine Volk richtig in die Aktien einsteigt. Dann können sie die Börse wieder crashen lassen wie 2008.
    Eine Finanztransaktionssteuer ist sehr wichtig. Sie soll sich aber auf die großen Absahner konzentrieren und nicht auf den kleinen Mann.

  18. Gibt es überhaupt eine Definition für den Begriff „Wohlstand“ ?
    Die berüchtigte Schere klafft immer weiter auseinander.
    Jemand, der den Cent dreimal rumdrehen muß, versteht unter „Wohlstand“ sicherlich etwas anderes als ein vom Steuerzahler gut versorgter Staatsdiener.
    Wie es aussieht, wird es in nicht allzu ferner Zukunft bei vielen Leuten darum gehen, die elementarsten Lebensbedingungen zu sichern, als da wäre ein Dach überm Kopf/heizbare Behausung, der Witterung angepaßte Kleidung sowie ausreichende Ernährung.

  19. Hat der Finanzexperte der CDU, Ziemiak, eigentlich schon gesagt, um wieviel die Beiträge zur gesetzlichen Rente dann sinken sollen?
    😉

    Hat er nicht, wird er auch nicht, denn diese Geldquelle wird die Regierung weiterhin anzapfen.

    Vielmehr wird dieses Rentenprivatisierungsgesetz „Gute Renten-Gesetz“ , alternativ auch „Ziemiak-Rente“ nennbar, dann auch wieder nur eine Enteignung durch die Hintertüre und ein Waschen der klebrigen Politikerhändchen in Unschuld, wenn das Realrentenniveau – nicht nur wegen der chronischen EUroschwäche – weiter sinkt.

    Dann sind halt wieder „Die Märkte“ dran schuld,- was ja auch Sinn ergibt, denn so einen „Markt“ kann man weder vor ein Gericht stellen, noch zu Schadensersatzzahlungen verurteilen und schon garnicht kann man so einen „Markt“ mit Dreschflegeln vertrimmen und aus dem Reichstag werfen.

  20. Der boese Wolf 4. Dezember 2020 at 13:09
    erich-m 4. Dezember 2020 at 11:59
    „Wer schon älter ist wird sich nocht an die T-Aktie und die Werbung mit Manfred Krug erinnern.
    ——————————
    Wenn Börsenspekulation einfach wäre, gäbe es keine Bauarbeiter, Müllfahrer, Fließbandarbeiter, Bürokaufleute.

  21. Wird eh bald keine Mitarbeiter mehr geben, der Herr Ziemiak soll sich an die künstliche Intelligenz, an den Algorythmus, den Roboter oder den Billiglöhner im Ausland wohin die Produktion verlagert wird wenden, die werden sich freuen.

  22. .

    ( Prof. Hamer, urteilen Sie nicht (!) so streng: Causa Ziemiak )

    .
    _____________________________________________________________________
    Ziemiak guckt ständig so, wie ein Kleinkind beim Defäkationsschmerz.

    .

    Mit so einer Physiognomie ist ein Uni-Examen UNBESTEHBAR.
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    .

    1.) Bezogen auf den mündlichen Teil des Examens (egal, welches Fach).

    2.) Prof. Hamer, bitte haben Sie Nachsicht mit dem durch eine Laune der Evolution „gehandicapten“ Ziemiak.

    3.) Es reicht aber für ihn als Bundestagsredner, wo er das Plenum spiegelt.

    .

  23. Es ist interessant zu beobachten, wie gerissen das DDR-Personal bei der Herstellung des „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ vorgeht. Voraussetzung ist natürlich die Ausschaltung jeglicher Kritik der Massenmedien – wie geschehen -, die dazu übergegangen sind, jede negative Kritik als Hass, Hetze und im günstigen Fall als Verschwörungstheorie zu brandmarken, obwohl sie selbst 24 Stunden am Tag nichts anderes tun. Frau Merkel ist die ungeheure Gewinnerin der Coronapandemie, in deren Verfolg große und systemrelevante Unternehmen Steuermilliarden erhalten haben. Nachdem der erste Jubel verklungen war, tauchte gezielt aus der 2. Reihe die Forderung nach entspr. Mitsprache des Staates bei Unternehmensentscheidungen auf. Ziel waren natürlich lukrative Pöstchen für verdiente Parteimitglieder und Verschiebebahnhöfe (!) für ausrangierte Mandatsträger, wobei sogen. Aufsichtsratsposten enorme Zugkraft haben. Ziel ist die staatliche Überwachung des freien Unternehmertuns und letztlich die Zerstörung der sozialen Marktwirtschaft durch Überführung in die staatliche Planwirtschaft. Interessant ist, dass der freiheitlich-demokratische-parlamentarische Widerstand aus dem Osten kommt, der bisherigen DDR, weil sich vermutlich dort die Leute sagen „Dafür haben wir unser Leben nicht riskiert und sind auf die Straße gegangen“. Für die Firmen wird eine geschenkte Zwangsbeteiligung der Arbeitnehmer den Rückzug der internationalen Pensionsfonds bedeuten und die grundsätzliche Entwertung von Firmenbeteiligungen wie Aktien, wobei sich die beteiligten Arbeitnehmer dabei selbst in den Hintern gebissen hätten. Bezahlt die Mitarbeiter anständig und lasst sie über das, was ihnen der Staat netto noch übergelassen hat, selbst entscheiden.

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