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Was, wenn selbst ein harter Lockdown nicht wirkt?

Von DER ANALYST | Nachdem sich im Frühjahr 2020 die Zahl der Corona-Neuinfektionen in zeitlichem Zusammenhang mit der Verhängung des „harten Lockdowns“ rasch verringerte, sah sich die Politik in ihrer Vorgehensweise bestätigt.

Dem widersprach jedoch der Wirtschaftsprofessor und Ex-Berater der Bundesregierung, Stefan Homburg. Er wies anhand von Statistiken nach, dass die Epidemie schon zum Zeitpunkt der Verhängung des Lockdowns am Abflauen war (PI-NEWS berichtete).

Wen wundert es, dass die verantwortlichen Politiker dieser These nicht folgen wollten und bis heute das Narrativ aufrecht erhalten, der Lockdown hätte im März/April die Ausbreitung des Corona-Virus gestoppt.

Mangelnde Wirkung des zweiten Lockdowns

Jetzt, im Zuge des zweiten Lockdowns, der wegen mangelnder Wirkung von den politisch Verantwortlichen sukzessive verschärft wird, zeichnet sich jedoch ab, dass gegen die Saisonalität von Infektionszahlen kein Kraut gewachsen ist.

In der Herbst- und Winterzeit ist das Wetter nass und kalt, da haben Erkältungsviren Hochsaison. Die Heizungsluft reduziert die Durchblutung der Schleimhäute und trocknet sie aus. Doch nur eine intakte Schleimhaut der Atemwege stellt einen ausreichend sicheren Schutzwall gegenüber Krankheitserregern wie Erkältungsviren dar. Der genaue Wirkungsmechanismus kann hier nachgelesen werden.

Vieles deutet gegenwärtig darauf hin, dass sich die Natur von den Maßnahmen der Politik relativ unbeeindruckt zeigt. Damit stellt sich die Frage, wie die Verantwortlichen reagieren werden, wenn sich abzeichnet, dass selbst ein „harter Lockdown“ nicht dazu geeignet ist, im Spätherbst und Winter die Infektionszahlen auf das gewünschte Maß zu drücken.

Lackmustest für den Lockdown

In Kürze werden wir mehr wissen, denn dieses Mal findet der großangelegte Feldversuch namens „Lockdown“ unter realistischen Bedingungen statt, also in der „heißen Phase“ des Infektionsgeschehens und nicht erst bei dessen Abflauen. Sollte, was zu erwarten ist, selbst der „harte Lockdown“ nicht das gewünschte Ergebnis bringen, dann wissen wir, dass tausende von wirtschaftlichen Existenzen völlig umsonst zerstört wurden, ganz zu schweigen von dem menschlichen Leid, das unsere vereinsamten Alten und jene Erkrankten, deren Behandlung verschoben wurde, erfahren mussten.

Aber was dann? Was kommt dann als nächstes? Was wird die Politik dann ausbrüten? Eine 14-tägige Ausgangssperre inklusive Schließung selbst der Lebensmittelmärkte? Gefängnisstrafen bei Verstößen? Die Bundeswehr auf Straßenpatrouille?

Nichts ist mehr unmöglich in diesem Land.

Jetzt erst versteht der Autor jene Mahner, die nicht müde wurden zu betonen, welch hohes Gut die Freiheit ist. Manche Dinge, die man besitzt, weiß man erst richtig zu schätzen, wenn man im Begriff ist, sie zu verlieren…

Post Scriptum:

Dass irgend etwas hinten und vorne nicht mehr stimmt, zeigen diese beiden Grafiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezüglich der globalen Verbreitung der Influenza-Viren in den Jahren 2019 und 2020.

Man sieht, dass die Grippe ab der 15. Kalenderwoche des Jahres 2020 anscheinend aufgehört hat, zu existieren. Was sagt uns das?