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Anklage gegen Duisburger Migrantenhelfer

Von MANFRED ROUHS | Der Duisburger Sozialarbeiter Deniz Aksen ist ein stattlicher, der Welt zugewandter Mann. Als er „Germanys Next Topmodel“ Ira Meindl heiratete, schenkte „Cosmopolitan“ diesem gesellschaftlichen Ereignis viel Aufmerksamkeit. Bis vor kurzem war er ein überaus angesehenes Mitglied jenes Teils der besseren Gesellschaft in der Rhein-Ruhr-Metropole, der sich gegenüber der Normalbevölkerung mit der Aura des Guten und der moralischen Überlegenheit abzugrenzen versucht:

Er war Vorsitzender des Duisburger Migrantenhilfe-Vereins ZOF e.V., bei dem öffentliche Geldmittel gut aufgehoben zu sein schienen. Steuergelder an seinen Verein flossen reichlich und Aksen schüttelte – bis Corona etwas anderes gebot – stets gerne die Hände gebefreudiger Duisburger Kommunalpolitiker, die sich ebenso gerne der Hilfestellung für seinen Gutmenschenverein rühmten. Blechen dafür musste der Steuerzahler.

Ja, so kann der Mensch sich täuschen.

Man sieht Deniz Aksen nicht an, dass er ständig viel Geld nicht nur, aber auch für Bordellbesuche benötigte. Vielleicht, weil wir braven Leute uns Männer, die in den einschlägigen Etablissements gegen Bares die Puppen tanzen lassen, noch dicker, älter und hässlicher vorstellen, als es der Akzen jemals gewesen ist. Es mag sein, dass dies ein landläufiger Irrtum ist.

Wie dem auch sei: Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat gegen Aksen Anklage vor der Wirtschaftskammer des Landgerichtes erhoben. Der „Spiegel“ berichtet:

„Der Ex-Vorsitzende von ZOF e.V. wird unter anderem beschuldigt, mehr als zwei Millionen Euro aus der Vereinskasse veruntreut und für Besuche im Bordell, in Restaurants und Luxusboutiquen an der Côte d’Azur, in Las Vegas und Duüsseldorf ausgegeben zu haben.“

Für jeden, der die Region und ihre Polaritäten nicht kennt, sei erläutert, dass für den durchschnittlichen Duisburger das feine Düsseldorf etwa genauso weit weg zu sein scheint wie die Côte d’Azur und Las Vegas, was Aksens Rehabilitation vor der Stadtöffentlichkeit für die nähere Zukunft als nahezu ausgeschlossen erscheinen lässt. Manches wird ja einem Duisburger nachgesehen, aber ein Bordellbesuch in Düsseldorf – das geht eindeutig zu weit!

Irritiert waren die in der Sache tätigen Steuerfahnder über den Umstand, dass Deniz Aksen bis zum Schluss Rückendeckung bei Duisburger Behörden hatte. Beim Finanzamt Duisburg-West und der Oberfinanzdirektion hielt offenbar der eine oder andere Beamte seine schützende Hand über den armen Sünder. „Mehrfach, so die Steuerfahnder, seien sie ausgebremst worden und auf Hindernisse gestoßen, die offenbar den Zweck gehabt hatten, den ZOF-Chef Deniz Aksen zu schützen“, schreibt der „Spiegel“.

Wir dürfen gespannt sein, ob ihn seine alten Kumpels von den Behörden und aus der Kommunalpolitik im Knast besuchen kommen, wenn er einfährt. Denn die Buschtrommel verkündet, dass die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe ohne Bewährung anstrebt. Seine Frau wird ihm im dort wohl keine Hilfe sein. Sie will sich scheiden lassen.


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und hat die Broschüre Coronazeit – Leben im Ausnahmezustand“ herausgegeben. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig und vermittelt Firmengründungen in Hong Kong.