Skandalisierung einer Übersterblichkeit, die es nicht gibt 

Von NADINE HOFFMANN | Kontaktverbot, Bewegungsradius und Impfpflicht durch die Hintertür, daraus speist sich inzwischen der Corona-Irrsinn. Die zum Schaden der Gesellschaft handelnden Akteure haben sich dabei ein Gebäude aus unbrauchbaren Daten und Panikmache aufgebaut, das sie mit Grundrechtseinschränkungen und Bußgelddrohungen aufrechterhalten. Ein Pieks der Realität bringt diese Hysteriehütte zum Platzen.

Von Übersterblichkeit, Millionen Toten und Leichenbergen war bereits im Frühjahr die Rede. Diese Horrormeldungen wurden dann mit der „Zweiten Welle“ erneuert. Was aber wirklich Unheil brachte, war und ist die Politik der Altparteien selbst. Überforderung, Ahnungslosigkeit und Despotismus prägen das Agieren der Bundes- wie Landesregierung. Sarkastisch könnte man sich freuen, dass mit „Corona“ die Grippe ausgelöscht wurde, denn von der hört man nichts mehr. Dabei hat sie stets die letzten Jahre Opfer gefordert, ohne dass ein ganzes Land in den Lockdown-Wahn getrieben wurde.

Es gehört dabei auch zum Kabinett der Corona-Kuriositäten, dass mitten in der Krise Bestattungsunternehmen ihre Mitarbeiter auf Kurzarbeit setzen müssen oder Insolvenz anmelden. Wie kann das sein, wo man uns doch mit Bildern – etwa aus Italien – millionenfache Todesfälle beschwor? Nun, Bestatter sagen in verschiedenen Berichten und Gesprächen, dass sie über das Jahr 2020 verteilt keine signifikante Erhöhung der Sterbefälle zu verzeichnen hatten, über die Monate verteilt seien die Zahlen gleichgeblieben. Auffällig sei jedoch, dass ein großer Teil der Todesscheine, die als Ursache „Corona“ dokumentierten, für Verstorbene aus Senioren- und Pflegeheimen und Krankenhäusern ausgestellt wurden. Wobei es in vielen Fällen keine Autopsie gegeben zu haben scheint. Und dass die Mehrheit dieser an oder mit Corona Gestorbenen über 70 Jahre und älter ist.

Was Bestatter auch berichten ist, dass Pressevertreter gezielt Aufnahmen von „vielen Toten“ machen wollen, um das Narrativ der Regierenden und ihr eigenes zu stützen. Das ist geschmacklos und schäbig, entspricht aber weitgehend einer Medienlandschaft, die aus ihrer Feigheit eine Haltung macht, die in Wirklichkeit eine gebückte, das Einkommen sichernde Rückgratlosigkeit ist. Mit Mitteln wie der Inszenierung gestapelter Toter oder Särge, die die Bürger zur Impfung bewegen sollen.

Und trotz dieser Verbots- und Einschränkungsorgie steigen die Inzidenzen, noch so ein Kuriosum. Die große Gefahr für Ältere entspricht indes wissenschaftlichen Meldungen, zum Beispiel der von Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, der Corona als Erkrankung vor allem betagter Menschen sieht. Das bringt uns zu einem großen Versagen der Altpolitik: Noch immer ist diese Risikogruppe nicht ausreichend geschützt, stattdessen wird die gesamte Gesellschaft herunter reguliert.

Spezielle Einkaufszeiten für Senioren, Taxischeine und Ausflüge von Pflegegruppen würden „den Alten“ in den Heimen ein Stück Würde zurückgeben. Die Politik hat sich jedoch dazu entschlossen, sie vom Leben abzuriegeln. Und so versterben sie nicht im Beisein von Verwandten oder Freunden, sondern alleine. Und gelten dann als „Corona-Tote“ in den Papieren für die Bestattungsunternehmen. Die dann Anfragen erreichen bezüglich einer Übersterblichkeit und nach der Möglichkeit einer entsprechenden Bildstrecke.

Ja, es ist makaber. So makaber wie Bestattungsfirmen, die mitten in der Pandemie in die Pleite rutschen. Oder wie ein Kindergeburtstag, der durch die Polizei aufgelöst wird (hier greift der Staat übrigens durch und riskiert „unschöne Bilder“, es sind ja auch nur die schon länger hier Lebenden).

Diese Corona-Krise zeigt uns nicht nur, wie weit die Altparteien gehen, um ihre Agenda zu festigen, sondern auch, wie wenig wissenschaftlich und vernünftig die Politik agiert. Es ist in Wahrheit eine Krise der Politik. Die deutsche Wirtschaft, die Kultur, das soziale Leben sind weitgehend stillgelegt, die Menschen werden mit Verordnungen malträtiert. Rodelverbot, Kontaktverbot, Tanzverbot. Es ist diese repressive und unsinnige Politik, die verboten sein sollte. Immerhin: Man kann sie abwählen.


(Im Original hier erschienen)