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Biden fängt mit Bomben an

Von KEWIL | Fünf Wochen hat es gedauert, bis der neue US-Präsident Joe Biden natürlich auch in Syrien hineinbomben musste. Wie das Pentagon erklärte, handle es sich um einen Vergeltungsschlag für eine Rakete im Irak, bei der ein Mitarbeiter eines US-Unternehmens getötet und ein US-Soldat sowie Verbündete verletzt worden seien.

Wieviele Menschen Joe Biden in Syrien ins Jenseits gebombt hat, ist unbekannt. Bei dem Angriff waren nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 22 pro-iranische Milizen getötet worden. Aber so genau will es keiner wissen. Es ist nicht einmal bekannt, von wem die Rakete im Irak stammt, es gibt eine Vielzahl von (islamischen) Terrorgruppen und deren Unterabteilungen.

Und es ist natürlich auch nicht bekannt, auf wen die USA in Syrien gebombt haben. Sie wissen es wohl selbst nicht, aber es gehört zu ihrem Recht, dass die Länder und Hoheitsgebiete Iran und Syrien einfach zusammengemixt werden. Alles ist eins – und eigentlich gehört die ganze Welt den USA.

Nur bringt Washington nie etwas zustande, schon gar keinen Frieden, weder in Afghanistan, im Irak, in Syrien, im Iran oder sonstwo. Zugegeben hat auch Trump einmal in Syrien hineingebombt, aber er war sehr zurückhaltend und hat als einziger Präsident seit langem keine Kriege geführt oder gar angefangen, im Gegenteil. Es war deutlich, dass er die US-Truppen aus der ganzen Welt möglichst nach Hause holen wollte.

Nun hat der militärisch-industrielle Komplex in den USA wieder Oberwasser. Mit dem 78-jährigen demenz-verdächtigen Joe Biden glauben viele, ein leichtes Spiel zu haben. Russland wurde wieder einmal großmächtig übergangen und gerade noch fünf Minuten vor dem Angriff gewarnt.

Schon vor zwei Wochen hatten die USA wieder Bomber gegen Russland nach Norwegen verlegt, momentan fängt ein Zoff mit den Saudis wegen dem ermordeten Jamal Kashoggi an. Es ist alles im Fluss. Nur, wer glaubt, dass Sleepy Joe die Fäden in der Hand hält? Angeblich wollen Bidens eigene Parteifreunde, die Demokraten, ihm die alleinige Macht über den Einsatz von Atombomben entziehen, weil sie nicht glauben, dass er durchblickt. Kamala Harris, die linke Vizepräsidentin, steht in den Startlöchern.