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Euro 7-Norm – größter Jobkiller in der deutschen Industrie

Von CANTALOOP | In Brüssel und Berlin wird seit geraumer Zeit an einer für herkömmliche Verbrennungsmotoren nicht mehr zu erreichenden Abgas-Norm getüftelt – der „Euro 7“.

Ein bürokratisches Konstrukt sondergleichen, fernab von realen Bedingungen – und jenseits einer vernünftigen technischen Umsetzbarkeit. Kein Wunder, denn hier entscheiden bekanntlich Soziologen, Lehrer und Juristen über technische Fragen und Möglichkeiten, anstelle von fachkundigen Entwicklern und Ingenieuren.

Obgleich das kraftstoffbetriebene Automobil europaweit immer noch das Verkehrsmittel Nummer eins ist, gleichsam zuverlässig, günstig und universell einsetzbar, gedenken unsere Brüsseler Bevormunder dessen weitere Verbreitung maßgeblich einzuschränken. Um diese 2025 dann endgültig zu stoppen. Brisantes am Rande: wie lange Altfahrzeuge im Bestandsschutz noch betrieben werden dürfen, ist bislang noch nicht hinreichend geklärt.

Elektrofahrzeuge als technologischer Umbruch

E-Mobilität soll demnach die von oben verordnete Fortbewegung der Zukunft sein. Im gleichen Atemzug werden in Deutschland jedoch die sichersten und leistungsfähigsten Kraftwerke der Welt abgeschaltet und verschrottet. Windmühlen, Solarpanels und Biomasse sollen die Bürger in Zukunft voranbringen – ganz gleich, wie teuer, störanfällig und flächenvernichtend sich dies auch darstellt.

Nun meldet sich in dieser Angelegenheit ein renommierter BMW-Gewerkschafter zu Wort, der aufgrund seiner Ausbildung als Wirtschaftsingenieur vermutlich tiefere Einblicke in Industrieangelegenheiten und ökonomische Finessen besitzt als so manch ein namhafter politischer Entscheidungsträger. Manfred Schoch, seines Zeichens dienstältester Gesamtbetriebsratsvorsitzender der deutschen Automobilindustrie, schätzt die Zukunftsentwicklung abseits der bewährten Technik alles andere als rosig ein.

Ein paar Zahlen verdeutlichen die Ansicht des Experten. Nach derzeitiger Lage sind annähernd fünf Millionen Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit der Automobilindustrie verknüpft. Sollte auch nur ein Drittel dieser Beschäftigungsverhältnisse von den zutiefst marktverändernden Brüsseler Maßnahmen betroffen sein, so würde dies „einen Rumms geben, wie es Deutschland noch nicht gesehen hat“ – so Schoch wörtlich. „Wenn die Politiker hier den Hebel umlegen, wird es zappenduster im Lande“, lautet demzufolge seine düstere Schlusseinschätzung.

Zero-Emission: Die Realität wird fortan in Brüssel verordnet

Tatsächlich wird es wohl nicht ganz so schlimm kommen wie es der Gewerkschaftsmann sieht. Dennoch steht ein massiver Schwund von Wohlstand und Wertschöpfung zu befürchten. Gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass hierzulande ausschließlich auf E-Mobilität gesetzt wird, während gleichzeitig allen anderen zukunftsträchtigen High Tech-Entwicklungen wie beispielsweise E-fuels oder auch Wasserstoff- beziehungsweise Brennstoffzellen-Antrieben, nur wenig subventionsfähige Entwicklungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Einmal mehr: sozialistisch anmutende Eindimensionalität und realitätsfernes Wunschdenken – wie in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen eben auch. Zudem wird hier wohl das Ende der großen traditionellen Automobilhersteller deutscher Provenienz eingeläutet. Ökonomen reden hier von einer sogenannten „disruptiven Innovation“.

Ob also dieses von wohlversorgten Brüsseler Bürohengsten ersonnene Zukunftskonzept einer ausschließlich elektrischen Mobilität hierzulande auch tatsächlich realisierbar ist, wird sich noch weisen. Sollte in Bälde nicht massiv in Ladeinfrastuktur, umweltfreundliche Speichertechnik und gleichwohl in bezahlbare Strompreise investiert und geforscht werden, so wird der Zukunftsverkehr wohl eher ein Privileg von gutverdienenden Beamten, Parteifunktionären und deren gutsituiertem Umfeld sein – und die breite Masse wird schauen müssen, wie sie zurechtkommt.