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Lauterbach kneift

Von MANFRED ROUHS | Beinahe hätte es ab dem 26. Februar in Leverkusen etwas Interessantes zu gucken gegeben. Denn eigentlich wollte Karl Lauterbach, Gesundheitsfachmann der SPD, diesen und einige folgende Tage damit zubringen, in einem Impfzentrum Spritzen zu setzen. Der Mann ist approbierter Arzt und kann sowas. Kameras wären natürlich auch da gewesen.

Aber daraus wird nichts. Bei Twitter macht der 57-jährige Mediziner seinem Ärger Luft und beklagt eine sehr schlimme Bedrohungslage. Seinen Arbeitseinsatz hat er abgesagt, viel Presse hat er trotzdem. Eine Runde Mitleid mit Karl Lauterbach, bitte!

Opferbereit ist er ja schon, der Herr Lauterbach. Er hat selbstverständlich einen Organspendeausweis und wäre also bereit, seine Zähne, seine Augen oder sein Gehirn einem anderen Menschen zu überlassen, falls er sterben würde und die Organe nicht mehr brauchen sollte. Außerdem war er bereit, den derzeit in Deutschland bestehenden Überschuss an Corona-Impfstoffen des Herstellers Astrazeneca um eine Ampulle abzubauen und sich selbst damit impfen zu lassen, um dessen Absatz anzukurbeln. Dass eine Braunschweiger Klinik, deren Fachpersonal mit dem Astrazeneca-Produkt geimpft wurde, 40 Prozent Nebenwirkungen meldete, interpretiert er offenbar positiv. Bedeutet es doch im Umkehrschluss, dass 60 Prozent der Geimpften nicht mit Nebenwirkungen rechnen müssen – also eine deutliche Mehrheit.

Schade, dass Lauterbach ausgebremst worden ist. Man hätte ihn machen lassen sollen. Mehr Schaden als in der Politik hätte er auch im Impfzentrum nicht anrichten können.

Nur eines habe ich nicht verstanden. Der „Tagesspiegel“ meldet: „Nun wird Lauterbach erstmal nicht impfen und geimpft.“ Dass er nicht impft, ist verständlich. Dafür wäre der erforderliche Polizeieinsatz zu groß gewesen, der zudem wahrscheinlich die ganze Klinik lahmgelegt hätte. Aber warum lässt er sich nicht still und heimlich impfen ohne öffentliches Tamtam? Wo doch der Impfstoff so gut ist und in der Mehrzahl der Fälle – unbestritten – keine Nebenwirkungen hat?

Kann mir das jemand erklären?


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und hat die Broschüre Coronazeit – Leben im Ausnahmezustand“ herausgegeben. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig und vermittelt Firmengründungen in Hong Kong.