Im November 1976 tritt DDR-Liedermacher Wolf Biermann in der Kölner Sporthalle auf: 13 Jahre vor dem Mauerfall löst sein Auftritt eine Lawine aus.

Von WOLFGANG PRABEL | Eine Reihe von Satirevideos unter dem Label #allesdichtmachen gegen den von Dr. Merkel verhängten Stubenarrest erschüttern und spalten die linke Schickeria und erregen große Aufmerksamkeit. Es ist ein massenwirksamer Tabubruch, wie der Protestbrief gegen den Biermann-Rauswurf vor 45 Jahren. Ein Rückblick, weil die Lage eigentlich schon wieder dieselbe ist:

Wolf Biermann hatte im November 1976 ein Konzert in Köln gegeben, das im Westfernsehen übertragen wurde. Er wurde postwendend ausgebürgert, offensichtlich war das schon lange geplant. Die nächsten Tage gab es eine regelrechte Protestwelle von teilweise linksradikalen Staatskünstlern, wie sie das Honecker-Regime noch nicht gekannt hatte. Einen Tag nach der Ausbürgerung veröffentlichen zwölf bekannte Schriftsteller der Zone, wie Sarah Kirsch, Christa Wolf, Erich Arendt, Rainer Kirsch, Günter de Bruyn, Mathias Geschonneck, Jurek Becker und Stefan Heym einen Brief, in dem es hieß:

„Wolf Biermann war und ist ein unbequemer Dichter (…). Unser sozialistischer Staat (…) müßte eine solche Unbequemlichkeit gelassen nachdenkend ertragen können. Wir identifizieren uns nicht mit jedem Wort und jeder Handlung Biermanns und distanzieren uns von dem Versuch, die Vorgänge um Biermann gegen die DDR zu mißbrauchen. Biermann (…) hat nie (…) Zweifel daran gelassen, für welchen der beiden deutschen Staaten er bei aller Kritik eintritt. Wir protestieren gegen seine Ausbürgerung und bitten darum, die beschlossene Maßnahme zu überdenken.“

Bei der Ostberliner Nachrichtenagentur ADN lief die Erklärung am 17. November gegen 18 Uhr über den Umweg der westdeutschen dpa ein. In den westdeutschen Nachrichten wurde sie ab 19 Uhr als Spitzenmeldung verbreitet. In den nächsten Tagen erklärten sich über 100 Schriftsteller und Künstler mit der Petition solidarisch, es unterschrieben bekannte Personen wie Manfred Krug, Ulrich Plenzdorf, Angelica Domröse, Armin Müller-Stahl und Bettina Wegner. Die Ausbürgerung Biermanns wurde als disziplinierende Abschreckung verstanden, die die engen zugestandenen Freiräume der Kunst bedrohte. Aus Vorsicht und Selbstschutz wurde zwar gegen die Ausbürgerung protestiert, aber auch gegen die Versuche, „die Vorgänge um Biermann gegen die DDR zu mißbrauchen.“ So wie man heute darauf achtet, sich von der AfD und den Querdenkern zu isolieren.

Empörung wurde auch im Zusammenhang mit der Art des Vorgehens gegen Biermann laut. Besonders die Künstler, die etwas älter waren und das erste sozialistische Regime noch kannten, warfen der SED-Regierung vor, daß sie mit der Zwangsexilierung des Liedermachers an die Tradition des deutschen Nationalsozialismus im Umgang mit Andersdenkenden anknüpfte. Stefan Heym sagt in diesem Zusammenhang wenige Tage nach der Ausbürgerung in einem Gespräch zwischen einigen Petenten und dem Chef der Abteilung Agitation und Propaganda, Werner Lamberz, zur Maßnahme gegen Biermann: „(…) daß die Terminologie dieses Artikels wörtlich entnommen ist den Ausbürgerungsdokumenten des nationalsozialistischen Staats (…). Die Ausbürgerung ist eine Nazipraxis.“

In den nächsten Jahren wechselte einer nach dem anderen Petenten in den Westen, nur wenige blieben Landeskinder. Die Wirkung war und blieb für die Führung verheerend. Bis in die Partei hinein reichte die Empörung. Der Staat hatte sich mit Leuten, die auch eine Ausstrahlung nach dem Westen hatten, immer geschmückt und sie zu propagandistischen Zwecken mißbraucht. Diese Schiene war weggebrochen.

Peter Edel.
Peter Edel.

Es gab natürlich auch damals fanatisierte Böhmermänner: Zu den „Kulturschaffenden“, die sich im „progressiven“ Sinne äußerten, gehörte der Schriftsteller Peter Edel, der betonte, er habe die Entscheidung mit Erleichterung aufgenommen und begrüße sie. Gleichzeitig hoffe er, dass sie ernüchternd auf andere wirke. Dabei verwies er auf Freunde Biermanns wie Jurek Becker.

Uwe Berger, parteiloser Lyriker, habe eine solche entschlossene Maßnahme seit langem erhofft, weil damit anderen »Gleichgesinnten« gezeigt werde, wo ihr Spielraum zu Ende ist und die Geduld aufhört. Der freischaffende Rundfunk- und Fernsehautor Horst Ulrich Wendler begrüßt Biermanns Ausweisung. Es sei zukünftig notwendig, die »vielen kleinen Biermänner« unter Kontrolle zu halten, um das Problem endgültig zu lösen. Er behalte sich vor, im Berliner Schriftstellerverband die Frage aufzuwerfen, wie man künftig solchen Leuten offensiv gegenübertreten wolle.

Dr. Werner Neubert, Literaturwissenschaftler, begrüßte Biermanns Ausweisung als eine unbedingte Notwendigkeit. Biermann, der eigentlich hinter Schloss und Riegel gehöre, sei damit noch gut bedient worden.

Der Cheflektor des Verlages »Neues Leben«, Genosse Lewerenz, schätzte gegenüber dem MfS ein, daß Biermanns Ausweisung, die mit dem Ausschluss von Rainer Kunze aus dem Schriftstellerverband im Zusammenhang stehe, eine neue Phase der Kulturpolitik in der Zone einleite, die durch größere Konsequenz und Härte gekennzeichnet sein werde. Das sei unvermeidbar, da sich unter den gegenwärtigen politischen Bedingungen die Partei keine Untergrundbildung und Untergrundliteratur leisten könne. Lewerenz hoffte, daß eine konsequentere Kulturpolitik auch schlagartig andere, jetzt noch schwebende kulturpolitische Fragen lösen werde.

1976 gab es Einzelne, die dem Druck der Genossen nicht widerstanden und widerrriefen, zum Beispiel der Bildhauer Fritz Cremer. Auch wer demnächst ein Engagement haben will, muß Asche auf sein Haupt streuen und bereuen. Der SPD-Politiker und WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin forderte bei Twitter, die Öffentlich-Rechtlichen müßten die Zusammenarbeit mit Schauspielern wie Liefers und Tukur beenden. Heike Makatsch und die anderen haben wohl nicht gewußt, mit welchem religiösen Ernst es in Merkeldeutschland und insbesondere bei der SPD zugeht.

1976 standen 18 Millionen Ossis etwa 63 Mio. Wessis gegenüber. Die Bundesrepublik konnte die Übersiedler spielend absorbieren. Heute stehen 82 Millionen Deutschen nur neun Millionen Österreicher und etwa 8,5 Mio Schweizer gegenüber. Von letzteren nur etwa fünf Mio deutschsprachig, wenn man nicht allzu strenge Maßstäbe an die alemannische Mundart anlegt. Da wird es im Exil für #allesdichtmachen schon etwas eng. Wer rechtzeitig russisch, schwedisch oder polnisch gelernt hat, hat bessere berufliche Perspektiven.

Wie die Sache mit #allesdichtmachen auch ausgeht: Der Ruf der Bundesrepublik als demokratisches oder gar freiheitliches Land ist wieder einmal ruiniert.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Die Stasi ist mein Eckermann“ (Biermann)


(Im Original erschienen auf prabelsblog.de)

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74 KOMMENTARE

  1. Man frage Frau Dr Merkel nach ihren Glücksgefühlen, als dieser System Schädling Biermann endlich die DDR verlassen musste.

    Sie wird eine höchst erstaunliche Antwort geben: Sie kann sich nicht daran erinnern, sie hat den Namen Biermann noch nie gehört. Aus irgendwelchen noch zu erforschen den Gründen hat Frau Dr Merkel ein ausgesprochen schwaches Gedächtnis, dass sie sich an nichts aus der DDR erinnern kann.

    Allerdings reicht das Gedächtnis offensichtlich die Führung der CDU zu übernehmen.

  2. Wer in diesem Land noch etwas herumlabert, dass wir Meinungsfreiheit hätten, muss wohl gehirnamputiert sein. Linksverstrahlte Politiker und Medien wollen uns ihren Willen aufzwingen und jeder, der noch selbst denken kann und seine Meinung äußert, die nicht der Regierungspropaganda entspricht, wird als Nahtzieh abgestempelt. Ich wurde in einem freien Deutschland geboren, das nun zu einer Corona-Diktatur mutiert ist. Dies ist nicht mehr mein Land!

  3. Mit der Ausbürgerung Biermanns erreichte die SED-Führung genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich beabsichtigte;
    Biermann war damals in der DDR nur einem kleinen Kreis Intellektueller bekannt und wurde durch seinen „Rauswurf“ mit einem mal bei der breiten Masse zur Berühmtheit und löste eine unliebsame Kettenreaktion aus, indem viele bedeutende Künstler die DDR verliessen, wie Manfred Krug, Armin Müller-Stahl oder Jürgen Heinrich.
    Nina Hagen erzeugte damals mit ihren ersten schrillen Auftritten im Westen für Ensetzen und Fremdschämen, aber sei’s drum.
    Zurück blieben die linientreuen „Kunst- und Kulturschaffenden“.

  4. Das die vereinigte Linke jetzt schäumt vor Wut, kann ich mir gut vorstellen. Damit sowas nicht noch mal vorkommt, sollten die Genossen vielleicht so eine Art neue „Reichskulturkammer“ gründen, aber vorsichtshalber unter einem anderen Namen, wie wär’s mit „Sozialistisches Künstlerkollektiv“? Dann haben „Abweichler“ von der Staatslinie die Chance zur „Selbstkritik“. Andernfalls geht’s in die schalldichten Verhörräume und anschließend in den Gulag.

  5. Ich stelle mal „politisch lagerübergreifend“ fest, dass nun „jede Seite“ das von ihrem Standpunkt betrachten und auslegen kann. Eines aber ist eine nicht mehr umkehrbare Tatsache: Der Geist der Freiheit ist aus der Flasche und niemand wird ihn dort wieder einsperren!

    Es wird noch viele solche Aktionen und ebensoviele Rückruderaktionen geben, aber dieses Volk teilt sich in Idioten (Merkelisten und Buntisten) und Vernünftige. Und es werden auf Grund der um sich greifenden Unfreiheit und Versklavung immer mehr Vernünftige. Es ist jetzt vollkommen egal, wer für die SED im September neue Staatsratsvorsitzende wird, das Ende der SED ist eingeläutet. Es ist alles nur noch eine Frage der Zeit, die bis dahin Lebenszeit und Geld der freiheitsliebenden Bürger kostet.

    #PI: Bitte verwendet mal nicht den Duktus „Stubenarrest“. Was wir hier seit nunmehr Jahren erleben, ist eine Ghettoisierung unseres Lebens. Wir werden in Zonen eingesperrt und mit Ausgangssperren belegt. Sowas kannte man bisher nur aus den jüdischen Ghettos der Nazis oder chinesischen Uiguren-Gebieten.

  6. @ ghazawat 24. April 2021 at 11:10
    Das Phänomen heißt selektive Amnesie. Man kann sich nur an das erinnern, an das man sich erinnern will. Hätte die CDU nach der Wende besser aufgepasst, hätte sie den SED-Systemlingen niemals ein Amt übertragen. Vera Lengsfeld hat Merkels Start in die gesamtdeutsche Politik glasklar beschrieben. Sie wollte eigentlich in die SPD. Da ihr dort ein Einstieg in eine höhere Position verwehrt wurde und ihr die Ochsentour durch Ortsverbände, Kreisverbände etc. zu langwierig war, ging sie halt zur CDU. Wer sich so verhält hat keinen eigenen Standpunkt und keinerlei Anstand sondern ist ein rücksichtsloser Karrierist, der auch über Leichen geht. Von diesen Qualitäten konnten wir uns in den letzten 16 Jahren wohl deutlich überzeugen.

  7. Wie die Sache mit #allesdichtmachen auch ausgeht: Der Ruf der Bundesrepublik als demokratisches oder gar freiheitliches Land ist wieder einmal ruiniert.

    Ich fürchte eher, daß dieser Ruf – auf betreiben der Merkel-Führung und weiterer linksgrüner Seilschaften – mittlerweile derart ruiniert ist, daß von einem bloßen „Beschädigtsein“ nicht mehr die Rede sein kann. Wenn selbst das russische „böse“ Staatsfernsehen die Vorgänge in Berlin und anderswo thematisiert, in denen eine so genannte Polizei im SA-Stil friedliche Demonstranten erst schikaniert, dann aus selbst erst geschaffenen „Gründen“ heraus per Schlagstock, Wasserwerfern und sogar Panzerwagen mit Räumschilden „auflöst“, wobei selbst vor Kindern und Behinderten nicht mehr haltgemacht wird, kann von einem solchen Ruf wohl nicht mehr die Rede sein. Der Ruf, den diese Bande sich erworben hat, ist mittlerweile ein ganz anderer.

    Bekanntlich hatte der freie Journalist Reitschuster auf die wochenlangen Verurteilungen „weißrussischer zustände“ in Minsk dahingehend reagiert, daß er dazu die „richtigen“ Bilder nachlieferte. Diese „richtigen“ Bilder hatten nur den Haken, daß sie gerade frisch aus Berlin eingetroffen waren und in deutscher Sprache eine ebensolche „Polizei“ bei ihrer „Arbeit“ zeigten wie die, die heuchlerische Demagogen aus ARD und ZDF in Weißrußland gerade verurteilt hatten. Wir erinnern uns noch daran, daß ein politisch korrupter und heuchlerisch-kriecherischer „Bundespräsident“ solche „Helden“ (für die drei solcher Figuren die Platzhalter spielten) vor eigens dazu laufenden Kameras auch noch mit Auszeichnungen garniert hatte.

  8. Die Aktion „Alles dichtmachen“ zeigt, daß auch kritische „Kulturschaffende“ die Folgen der immer stärkeren Einschränkungen der Meinungsfreiheit zu spüren bekommen. So dürften wohl auch immer mehr Leute aufwachen. So ist das eben im einer Diktatur.

  9. Eine Anmerkung noch: Durch solch eine Aktion wie dieses „Dichtmachen“ erkennen wir die Idioten aus diesem Metier besser. Auch dort gibt es eine nicht wieder „kittbare“ Spaltung der Gesellschaft. Dank dieser Aktion können wir jetzt die „Staatskünstler“ besser identifizieren und meiden.

  10. Meinungsmanipulation in Rechtung der Maßnahmen der GroKo u. Interessengruppen die im Fahrwasser dieser sicher auch weit überforderten Regierung, wie sie mit der Coronapolitik von den Medien verstärkt vorgenommen wird, ist eben nicht so leicht zu realisieren, wie sich dies manche Politiker u.a. Regierungs-Fans vorstellen. Etwas Demokratie lebt noch; zumindest sagen vielen Menschen doch ihre Meinung. Doch selbst der kleinste Widerstand gegen die z.T. nicht mehr verstehbaren Maßnahmen der Coronapolitik werden verteufelt u. umgehend in rechte Ecken gestellt. Ein Strickmuster des Aufbaues eines Feindbildes, das dann gut bekämpft werden, funktionierte schon immer. Respekt vor Leuten, die Ihre Meinung sagen, die Aufstehen und Handeln. Schweigende Mehrheiten haben sehr oft die absolute Unfreiheit in Gesellschaften mitgetragen bzw. erst möglich gemacht!

  11. Biermann vs Biedermann Böhmermann…..

    In Hennig-Wellsows (sie ist so ruhig momentan) Pleiteshithole „DDR“ gab es auch Sippenhaft für Regimegegner.
    So wurde der später im Westen erfolgreichen Sängerin Nina Hagen das Schauspielstudium verweigert, weil ihre Mutter Eva-Maria Hagen der Lebensgefährte Wolf Biermanns war.

    Was muss es eigentlich für die Massenmörderpartei SED für einen Imageschaden bedeutet haben, dass viele ausgebürgerte Künstler im Westen Karriere machten und bis auf den Bezirk Dresden abends im damals noch ideologiefreien Westfernsehen über die Mattscheibe flimmerten?

    Übrigens ranken sich immer noch Mythen über den Tod des Politbüromitglieds Werner Lamberz, im Volksmund „LüLa“ (Lügen-Lamberz genannt), weil er wohl für „DDR“-Verhältnisse zu offen war und als Rivale des Massenmörders Erich Honecker angesehen wurde. Er starb 1978 bei einem Hubschrauberabsturz in der libyschen Wüste….


  12. Accuvue 24. April 2021 at 11:26

    Ein Statement von Herrn Biermann würde mich echt interessieren?

    Das legte er im deutschen Bundestag in Richtung „Linkspartei“ hin.

  13. Solange auch diejenigen famosen Schauspieler, die bisher noch nicht zurückgerudert sind, nicht klar benennen, daß das Zahlenwerk, auf das sich das C-Verbrechen stützt, zumindest in dem behaupteten Ausmaß erstunken und erlogen ist, ist alles nichts wert !

  14. Aber eines ist klar: Wenn die SED-Führung 1976 nicht so gehandelt hätte, wäre die DDR früher am Ende gewesen. Dasselbe gilt heute.

  15. obelix99
    24. April 2021 at 11:21

    „Vera Lengsfeld hat Merkels Start in die gesamtdeutsche Politik glasklar beschrieben. “

    Und ich habe immer geglaubt, Frau Dr Merkel wäre mit ihrer Familie ein überzeugter Gegner des Sozialismus gewesen und froh, endlich die SED Herrschaft über die DDR abzuschütteln.

    Und dass alle Versuche, sie in die Nähe zum DDR System zu bekommen, plumpe Fälschungen und zum Scheitern verurteilt sind. Sie ist schon immer eine überzeugte Demokratin und Christin gewesen, die ihr Leben dem Kampf für Freiheit und gegen Bevormundung widmete.

  16. Das_Sanfte_Lamm 24. April 2021 at 11:19
    Mit der Ausbürgerung Biermanns erreichte die SED-Führung genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich beabsichtigte;
    Biermann war damals in der DDR nur einem kleinen Kreis Intellektueller bekannt und wurde durch seinen „Rauswurf“ mit einem mal bei der breiten Masse zur Berühmtheit und löste eine unliebsame Kettenreaktion aus, indem viele bedeutende Künstler die DDR verließen, wie Manfred Krug, Armin Müller-Stahl oder Jürgen Heinrich.
    Nina Hagen erzeugte damals mit ihren ersten schrillen Auftritten im Westen für Entsetzen und Fremdschämen, aber sei’s drum.
    Zurück blieben die linientreuen „Kunst- und Kulturschaffenden“.
    ———–
    Du hast nur eines nicht bedacht: Die Künstler sind für solche Systeme nicht positiv, sondern negativ, was heißt hier „unliebsam“? „Ein Kessel Buntes“ ist das Kunstniveau, das systemstabilisierend wirkt, wie die unsägliche Sendung „Wer weiß denn sowas?“ heute. Die von Dir genannten Künstler sind für die DDR so destabilisierend gewesen wie die 53 von #allesdichtmachen.


  17. Goldfischteich 24. April 2021 at 11:37

    ———–
    Du hast nur eines nicht bedacht: Die Künstler sind für solche Systeme nicht positiv, sondern negativ, was heißt hier „unliebsam“? „Ein Kessel Buntes“ ist das Kunstniveau, das systemstabilisierend wirkt, wie die unsägliche Sendung „Wer weiß denn sowas?“ heute. Die von Dir genannten Künstler sind für die DDR so destabilisierend gewesen wie die 53 von #allesdichtmachen.

    Schwieriges Thema und sicher ein guter Ansatzpunkt für lange Diskussionen;
    Heinz Renhack hatte in einigen Sendungen (live, sonst wären die vorab nie abgenickt worden) Zoten und Witze gerissen, wo man förmlich merkte, wie das Publikum im Saal sich nach rechts und links umsah, ob man gleich zur Klärung eines Sachverhaltes mitkommen muss.
    In der Tat wurden in der DDR beispielsweise DEFA-Filme gedreht (und veröffentlicht) an die man sich heutzutage in den ÖRR und den Filmförderungsabhängigen Produktionsfirmen nicht heranwagen würde (behaupte ich).

  18. Eurabier 24. April 2021 at 11:27

    Was muss es eigentlich für die Massenmörderpartei SED für einen Imageschaden bedeutet haben, dass viele ausgebürgerte Künstler im Westen Karriere machten und bis auf den Bezirk Dresden abends im damals noch ideologiefreien Westfernsehen über die Mattscheibe flimmerten?
    ———–
    Imageschaden? Bei wem?

    Das_Sanfte_Lamm 24. April 2021 at 11:19
    Es wurde von der DDR-Führung nicht (!) das Gegenteil von dem erreicht, was beabsichtigt wurde, sondern genau das, was beabsichtigt war.
    ————-
    Viele Kommentatoren argumentieren hier von unserer Warte aus. Das ist im Fall der Ausbürgerung der DDR-Künstler und der Hetze gegen die 53 Künstler heute so unangebracht wie für die Analyse der Aktivitäten und Operationen der Muslime. In jedem Krimi lernet man von reifen Ermittlern, daß man sich in die Gedankenwelt der Verbrecher versetzen muß, sonst wird’s nichts.

  19. Aber auch hier schon die schizophrenen Stellungnahmen der mit einem Kommunistenchip versehenen Erklärungen . Irgendwie klingt es immer ähnlich wenn es um die Verteidigung einer Ideologie geht . Liefers hat das auch hier wieder klassisch übernommen … Kritik ja und aber , bloß immer die Hintertürchen offen lassen . Dieser SPD – Fuzzi im Fernsehrat ist der neue Mielke ; eigentlich müsste die SPD solch einen Idioten sofort aus der SPD hinauswerfen … ! Ja …. wenn Sie eine wirkliche SPD wäre , doch an solchen Äußerungen erkennt man , die SPD alter Art gibt es nicht mehr , darum steht Sie auch bei 13% mit weiterhin fallender Tendenz . Im Übrigen habe ich das dem Willi Brandt -Haus schon vor über 10 Jahren voraus gesagt ! Geändert hat sich gar nichts zum Besseren im Gegenteil .

  20. Goldfischteich
    24. April 2021 at 11:53

    „In jedem Krimi lernet man von reifen Ermittlern, daß man sich in die Gedankenwelt der Verbrecher versetzen muß, sonst wird’s nichts.“

    Ich versuche mich schon lange in die Gedankenwelt von Frau Dr Merkel hineinzuversetzen. Ich finde nur einen völlig leeren Kopf ohne jede eigene Idee, aber angefüllt mit Fragen wie: „wo ist der nächste rote Teppich?“, „Wo ist meine Panzerwagenkolonne?“, „wie wirke ich?“

  21. Damals waren nur wenige in der DDR für Biermann. Viele aber dagegen. Einige, die sich zunächst für Biermann einsetzten, zogen schnell zurück. Man wollte ja keine beruflichen Nachteile haben. So gesehen hat sich nichts geändert.

  22. @ghazawat 24. April 2021 at 12:03

    Sicher hat Merkel andere Fragen. Wo gibt es wieder Alkohol zu trinken? Was kommt in mein Glas?

  23. Biermann dempfand ich schon früher – und daran hat sich bis heute nichts geändert – als eine Zumutung. Weder war und ist der musikalisch, noch sind seine „Ergüsse“, die er mühsam in zwei drei Gitarrengriffe quält auch nur ansatzweise bedenkenswert; sie sind billige links-bolschewistisch-kommunistische Plattheiten, von einem Menschenmit minderer literarischer Begabung, gegröhlt wurden und werden (soweit er überhaupt noch lebt?).
    Soviel zu Biermann.
    Die mehr als fragwürdige damalige Ausbürgerung Biermanns aus der DDR und die vom DDR-Regime verwendeten rechtfertigenden Floskeln, scheint sich heute in Stil und Diktion, zwar gegendert, inhaltlich von den Nazi-Methoden, die gezielt die Terrorisierung Andersdenker, die dem Regime kritisch gegenüberstanden, nicht geändert zu haben. Auch heute sind alle diejenigen, die dem Regime kritisch gegenüberstehen und dieses hinterfragen, diejenigen Aspiranten für Ausgrenzung bis hin zur Vernichtung der physischen Existenz durch implizites Arbeitsverbot (Garrelt Duin von der SPD, der fordert, „die Öffentlich-Rechtlichen müßten die Zusammenarbeit mit Schauspielern wie Liefers und Tukur beenden“ – damals hieß es, kauft nicht bei Juden!). Stellvertretend für die Steigbügelhalter, die“ sogen. Künstler aller Coleur, sei der Verfasser des unsäglichen „Liedes“ „…Oma ist ’ne Umweltsau“, erwähnt.
    Bleibt wütend festzustellen, dass dank Merkel, der SPD, der GRÜNEN und einer mehr als untertänigen fragwürdigen elite Deutschland auf dem besten Weg in ein totalitäres Staatswesen i- oder „schrumpfsarkastisch“ ausgedrück, wie regimegläubige Untertanen behaupten, Deutschland auf dem Weg aus dem Wahnsinn in den Abgrund ist!

  24. Schlimm ist nicht, dass die SED … äh, die SPD-Genossinnen-und-Genossen ein Auftrittsverbot fordert, denn in einem freiheitlichen Staatswesen sollte jeder die Freiheit haben auch den größten und menschenverachtenden Unfug zu sagen; er entzaubert sich intellektuell und moralisch ja nur selbst dabei. Schlimm ist, dass die Genossen die politische Macht haben, ihre Acht durchzusetzen. Das zeigt, dass wir eben nicht in einem freiheitlichen Staatswesen leben, sondern in einer totalitären Demokratur-Missgeburt.

  25. Schlimm ist nicht, dass die SED … äh, die SPD-Genossinnen-und-Genossen ein Auftrittsverbot fordern, denn in einem freiheitlichen Staatswesen sollte jeder die Freiheit haben auch den größten und menschenverachtenden Unfug zu sagen; er entzaubert sich intellektuell und moralisch ja nur selbst dabei. Schlimm ist, dass die Genossen die politische Macht haben, ihre Acht durchzusetzen. Das zeigt, dass wir eben nicht in einem freiheitlichen Staatswesen leben, sondern in einer totalitären Demokratur-Missgeburt.

  26. Es ist nicht zu fassen; jetzt versucht Laschet auch noch auf diesen Zug zu springen!

    .
    „“ICH STEHE DAZU“

    Liefers reagiert auf Diffamierungen und Kritik an #allesdichtmachen

    Jan Josef Liefers trat in zwei Fernsehsendungen auf, um zur Kritik an der Aktion „allesdichtmachen“ Stellung zu beziehen. Überraschende Unterstützung erfährt er von Armin Laschet.“

    https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/jan-josef-liefers-kritik-reaktion-allesdichtmachen/

  27. Ich könnte mich jedesmal kaputtmachen, wenn die wirklichen (und oft bezahlten) Hetzer und Spalter von Hetze und Spaltung reden, wenn sie sich dem diktatorischen System verbunden fühlen. Ebenso, wenn wirklich dumme und verblende Demagogen und Schranzen mit ihrer Einheitshaltung von sich selbst den gesunden Menschenverstand zuschreiben und den Selberdenkern, denjenigen, die hinterfragen und Kritik wagen, selbigen absprechen.

    Mit den derzeitigen Verantwortungsträgern für die Geschicke von Millionen in diesem Land haben wir die Idioten zu den Leitern und Wärtern einer großen Freiluftirrenanstalt gemacht und die Klugen zu deren Insassen!

    Man schaue sich doch an, wer auf welchem Posten sitzt und wie irrational und ideologisch, wie auch macht- und geldgeil gesteuert diese agieren!

    Von der Bundesnotbremsenkanzlerin bis zum Polizeibüttel und Propagandaschreiberling, alle arbeiten nach dem Prinzip mafioser oder sektenähnlicher Strukturen. Der Doofmichel, der auch hier teilweise in diesem Forum glaubt, dass Wahlen die „schärfste Waffe der Demokratie“ ist, der gat es noch immer nicht begriffen, dass eine Diktatur aus demokratischen Verhältnissen entsteht und es ab einem bestimmten Punkt keine Rückkehr gibt, außer durch einen gewaltsamen Umsturz!

    Die Väter des GG haben nicht umsonst den Artikel 20 GG entsprechen definiert:

    Art. 20

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) 1Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. 2Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    Selbstverständlich sind die Machthaber bemüht, das GG für ihre Ziele zu mißbrauchen und werden den Absatz 4 unter harter Strafe stellen. Das fürchtet der Michel und wartet bis zum St. Nimmerleinstag auf bessere Wahlergebnisse, so wie im „demokratischen“ Arbeiter- und Bauernstaat.

    Art. 20

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) 1Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. 2Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    „Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten.“ (KurtTucholsky)

  28. Stabstelle im FHQ „ReichsNachrichtenDienst“ (RND) informiert das Volk:

    „Der gelobte Lanz:
    Wie Markus Lanz zum profiliertesten Polittalker des Landes wurde
    …In der Corona-Krise aber, so beobachtet unser Autor Imre Grimm,
    wurde seine ZDF-Talkshow zum wichtigsten politischen
    Erklär- und Entzauberungsforum in Fernsehdeutschland.
    …spiegelt seine Sendung präzise den deutschen Zeitgeist….“
    HAttps://www.rnd.de/medien/der-gelobte-lanz-wie-markus-lanz-zum-profiliertesten-polittalker-des-landes-wurde-NFZ34AUNFNEIFOQRAVFAEDEXM4.html

    Wenn der Bock den Gaertner auszeichnet…

  29. Biermann war aus der DDR entfernt, aber er landete beim verhassten Klassenfeind, der ihm liebend gern eine Plattform bot für weitere Kritik, die Biermann auch nutzte. Was also hat die DDR erreicht? Nicht viel, soweit man das sehen kann. Auch die 40 Jahre Diktatur haben die Bürger der DDR nicht davon abgehalten, 1989 das Regime friedlich zu Fall zu bringen. Wenn man dies auf heute überträgt, lassen sich Parallelen feststellen. Am Ende wird, wann auch immer das sein wird, dieses Regime stürzen, ob friedlich, oder nicht. Kein Imperium, keine Diktatur haben für ewig Bestand.

  30. Ein kurzer Nachtrag. Die Ausbürgerung Biermanns war zwar ein Skandal, aber sie unterscheidet sich doch gegenüber heutigen fragwürdigen Bemühungen, unliebsame Kritiker am Merkelschen System zu disziplinieren dahingehend, daß die seine Existenz damals nirgendwo wirklich gefährdete, hatte Biermann, der durchaus zu den Privilegierten gehörte und daher „reisen“ durfte, doch längst eine eigene westdeutsche Wohnadresse. Nur weiß das bis heute kaum jemand, und nur wenige haben bemerkt, daß ihr seine eigenen Verbitterungen feiernder „Held“ sich längst einem ebensolchen System angedient hat wie demjenigen, das ihn damals aus dem Lande warf.

    Biermanns Tiraden gegen die AfD ähneln auf obszöne Art denen der SED, die die damals den DDR-Dissidenten angedeihen ließ. Aber nicht alles, was sich als „Bürgerrechtler“ verkauft, ist wirklich auch einer. Das galt vor 1989 wie auch im Jahre 1989 selber, und es gilt erst recht danach. Die allermeisten waren und sind (nicht nur) aus meiner Sicht auch heute noch Opportunisten. Merkel ist eine davon, und es ist bezeichnend, daß diese machtgierige Person ausgerechnet im Dunstkreis von Stasi-Seilschaften über einen Rechtsanwalt Schnur (Demokratischer Aufbruch DA) bis hin zur Familie de Maizere mit weitreichenden Stasi-Verstrickungen in die CDU gelangt war, nachdem die SPD sie, die statt sich hochzuarbeiten sofort ein hohes Amt anstrebte, nicht haben wollte.

  31. Die Linken offenbaren jetzt ihr größtes Problem, nämlich die Verfolgung ihrer ideologischen Ziele und die reale Welt, die nicht mit sozialistischen Drangsalierungen funktioniert. Ein Widerspruch in sich, den kluge Alt-Linke wie Gysi und Wagenknecht längst erkannt haben.

    Die Linke können ihre sozialistischen Experimente nur mittels Diktatur durchsetzen und aufrechterhalten. Sie glauben in ihrem Wahn, dass ihnen das durch Umerziehung der Massen (der Kritiker und Realisten) gelingt. Dabei greifen sie zu immer extremeren Mitteln und Methoden, man braucht nur in die Weltgeschichte schauen.

    Leute, wie die hier aufmüpfigen Künstler sind durchweg Linke. Sie stolpern jetzt genau über diesen Widerspruch, weil sie die Zuspitzung ins Extreme spüren. Einem Tukur und Liefers nehme ich es durchaus ab, dass sie die eingeschlagene diktatorische Richtung boykottieren wollen, auch wenn sie weiterhin gläubige Marxisten bleiben.

    Ähnlich ist es mit Wagenknecht. Die Linke steht vor ihrer Spaltung! Sie fordern einerseits die Demokratie, gleichzeitig bekämpfen sie dogmatisch Andersdenkende und Sozialismusverweigerer.

    https://youtu.be/IRFeltARl9c

    https://youtu.be/0UoKJ4btOuk

  32. „Erneut Probleme mit der Meinungsfreiheit – Tendenz steigend!
    Die Äußerungen sind in keiner Weise schlimm, man muss die Ansichten nicht teilen –
    aber die Akteure „kaltstellen“ wollen?
    Ein Zeichen dafür, dass uns als Gesellschaft das -nicht selbstverständliche!-
    Recht auf Meinungsfreiheit wichtig ist, wäre die Entlassung
    des Meinungspolizisten und WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin.
    Dieser forderte bei Twitter, die Öffentlich-Rechtlichen müssten
    die Zusammenarbeit mit Schauspielern wie Liefers und Tukur beenden.
    SOLCHE Personen, besonders in diesen Funktionen sind ein riesiges Problem,
    sie beschädigen das Vertrauen in unsere Grundwerte
    und spalten unsere Gesellschaft.“

    Drittmeist geteilter Kommentar in „DIE ZEIT“

  33. 53 Biermänner? Nee, keiner einer hat das künstlerische wie persönliche Format eines Martin Biermann zu dieser Zeit. Erst recht nicht die erbörmlichen Zurück-Kriecher.

    Wir erleben eher eine neue Hexenjagd auf alle, die den öffentlich-rechtlichen Meinungsmatsch verlassen und sich eine eigene, abweichende Meinung bilden. Mit staatlicher Forcierung, wie bei McCarthy.

  34. Ich unterstelle nicht allen Polizisten und Ordnungsamtmitarbeitern kriminelles und asoziales Verhalten gegenüber friedfertigen Bürgern. Dennoch werden wir tagtäglich Zeugen solcher vorgenannten Verhaltensweisen. Um diese Verbrechen eines Tages vor Gericht bringen und die Täter ihrer gerechten Strafe zuführen zu können, müssen wir Beweismittel sammeln & sichern, Namen und Angaben zu den Tätern ermitteln, dokumentieren und für die rechtliche Aufarbeitung bereitstellen.

    Aus dem Grunde: Filmt Polizeigewalt gegen Bürger. Notiert euch deren Dienstmarkierungen, Fahrzeugkennzeichen, Einsatzdaten etc. … und wenn ihr von solch einem polizeilichen Gewalttäter in der Nachbarschaft Kenntnis habt, notiert diese Angaben. Wenn der Rechtsstaat wieder hergestellt ist und die Aufarbeitung dieser Verbrechen gegen Menschen- und Bürgerrechte beginnt, dann stellt diese Unterlagen in Kopie den neuen Ermittlungsbehörden zur Verfügung. Kein Gewalttäter darf entkommen.

    Die Verfolgung dieser Verbrechen beginnt bereits heute! Jetzt legen wir den Grundstein dafür, diese Verbrecher vor Gericht zu bringen. Geht davon aus, dass das Merkel-Regime seine Kalfaktoren schützt. Also müssen WIR JETZT aktiv werden.

    #Frieden
    #Freiheit
    #Demokratie

  35. Tom6224. April 2021 at 12:42

    Volle Zustimmung!

    Biermanns Hass gilt nur der SED, nicht aber der Linken. Er ist auch ein Linker geblieben.

    Hätten die SED-Genossen ihn einfach gewähren lassen, wäre seine Kritik an diese sicherlich sanfter ausgefallen.
    Er bezieht sich ja auch eher auf die Stalinisten und sicherlich glaubt er noch immer an die „besseren Linken“. Der damalig fiese Umgang mit ihm ist es auch, der ihn grollen lässt.
    Wäre er ein echter Dissident, würde er heute das Maul aufreißen und den aufmüpfigen Künstlern zur Seite springen, was eine sehr große mediale Wirkung hätte. Er hat ja nichts zu verlieren.

    Man hört aber nichts….

  36. HGS 24. April 2021 at 12:07
    Biermann empfand ich schon früher – und daran hat sich bis heute nichts geändert – als eine Zumutung. Weder war und ist der musikalisch, noch sind seine „Ergüsse“, die er mühsam in zwei drei Gitarrengriffe quält auch nur ansatzweise bedenkenswert; sie sind billige links-bolschewistisch-kommunistische Plattheiten, von einem Menschen mit minderer literarischer Begabung, gegrölt wurden und werden (soweit er überhaupt noch lebt?).
    Soviel zu Biermann.
    —————-
    Eben! Ich fand Wolf Biermann schon immer drittklassig. Und da meint einer, es hätte außer ein paar Fans in der DDR jemanden gejuckt, daß der ausgebürgert wurde? Im Gegenteil! Das gilt heute mit alleiniger Ausnahme von JJL alias Professor Börne ebenso für die restlichen 52 mutigen Künstler.

    Wo Wolf Biermann abgeblieben ist? Fragt mal in der Bürgermeisterei von Banyuls-sur-mer nach, ob es ihn da noch gibt. „In Südfrankreich, in Banyuls sur mer am Fuß der Pyrenäen findet der Weltbürger Biermann einen Ort für seine Suche nach Heimat.“ https://www.vorwaerts.de/artikel/jung-geblieben-weltenkind-wolf-biermann-70 Das ist ein Kaff, von dessen Existenz in der Regierung von Paris kaum einer weiß.

    Hier ist eine Perle seines kritischen Geistes zu bewundern: https://www.welt.de/politik/article1337090/Wolf-Biermann-lobt-die-promovierte-FDJlerin.html Das könnte man glatt als Nr. 54 von #allesdichtmachen nehmen.

  37. Goldfischteich 24. April 2021 at 12:57

    HGS 24. April 2021 at 12:07
    Biermann empfand ich schon früher – und daran hat sich bis heute nichts geändert – als eine Zumutung. Weder war und ist der musikalisch, noch sind seine „Ergüsse“, die er mühsam in zwei drei Gitarrengriffe quält auch nur ansatzweise bedenkenswert; sie sind billige links-bolschewistisch-kommunistische Plattheiten, von einem Menschen mit minderer literarischer Begabung, gegrölt wurden und werden (soweit er überhaupt noch lebt?).
    Soviel zu Biermann.
    —————-
    Eben! Ich fand Wolf Biermann schon immer drittklassig. Und da meint einer, es hätte außer ein paar Fans in der DDR jemanden gejuckt, daß der ausgebürgert wurde? Im Gegenteil! Das gilt heute mit alleiniger Ausnahme von JJL alias Professor Börne ebenso für die restlichen 52 mutigen Künstler.
    […]

    Ich hatte es damals im Osten als Kind miterlebt, wie er plötzlich, übrigens dank der Westmedien, zu Berühmtheit gelangte.
    Bis dahin kannte ihn in der DDR auf gut deutsch: keine Sau.
    Später wurde Stephan Krawczyk 1988 ebenfalls in den Westen abgeschoben und man versuchte ihn, als zweiten Wolf Biermann zu feiern, für ihn wurde zur Hauptsendezeit um 20:15 Platz eingeräumt um ein Livekonzert zu übertragen.
    In einem Feuilleton hieß es nach dem Konzert: „Erich, nimm ihn zurück“.

  38. Goldfischteich24. April 2021 at 12:57

    Das_Sanfte_Lamm24. April 2021 at 13:11

    ++++++++++++++

    Das zu Biermann gesagte unterschreibe ich voll und ganz. Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass Leute wie Biermann starke Rückendeckung aus dem damals noch antikommunistischen Westen bekam. Durch seine Ausbürgerung hatte er quasi auch seine Freiheit bekommen. Jeder andere Ossi hätte das sicherlich nicht als Nachteil empfunden… 😉

    Dennoch sollten wir hier die kritischen Künstler nicht niederschreiben. Immerhin zeigen sie ihr Gesicht, haben keine Rückendeckung von „drüben“ und müssen sich jetzt der Inquisition der BerufsantifaschiststernchenInnen aussetzen und werden von Berufsverbot bedroht.

    Mögen sie sich bisher auch vom linken Mainstream indoktriniert, von den pöhsen Rechten usw.. distanzieren wollen, so distanzieren sie sich genau genommen von einem propagandistisch aufgeblasenem Phantom, den die Linken zu ihrer eigenen Selbstdarstellung immer benötigen, egal mit welchen Kampf ergriffen sie ihre Gegen überziehen.

    Sie hatten (und haben) sichtbar und medienwirksam gehandelt, was man ihnen hoch anrechnen sollte, ein Nadelstich gegen das System Merkel und mehr Wert, als bequemes, gefahrloses, besserwisserisches Kommentieren auf Internetseiten…. 😉

  39. Ich sehe die ständigen Vergleiche zu Mauerschuss- und Vogelschiss-Zeiten als überflüssig, wenn nicht sogar schädlich an.

    Klar ist, dass wir wiederum in Richtung einer Diktatur steuern.

    Wenn sich der Corona-Nebel irgendwann verzogen haben wird, werden wir in einer klimawahnsinnigen, von GrünInnen angeführten EU-Digdatur ((C) = Digitale Diktatur) aufwachen.

    Deindustrialisiert, Soja-Tofu-Dreck oder Insekten fressend, mit Radwegen größer als heutige Autobahnen.

    Noch nicht einmal Esel werden wir haben, um unser Elend durch die Gegend zu ziehen, die werden von Chinesen zu Gelatine verarbeitet und als Heilmittel verwendet. Aus Afrika sind sie schon fast verschwunden.

    Im Moment laufen Finish-Arbeiten, die Abschaffung des Bargelds wird der entscheidende letzte Schritt sein.

  40. W. Biermann: Du laß dich nicht verhärten, in dieser harten Zeit (1968)

    ruhig mal wieder reinhören!

  41. @Barackler24. April 2021 at 13:28

    Das ist hier aber das Thema!

    #allesdichtmachen erinnert an Biermann-Rauswurf vor 45 Jahren

  42. stefan buehler 24. April 2021 at 11:23

    „nicht mehr verstehbaren Maßnahmen der Coronapolitik werden verteufelt u. umgehend in rechte Ecken gestellt.“

    Die „rechte Ecke“ – was soll das sein? Offensichtlich befinden sich da Meinungen und Persönlichkeiten aufrechten Charakters und Verstandes für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, im Gegensatz zu links. Wo ist das Problem, zur „rechten Ecke“ zu gehören?

  43. Barackler 24. April 2021 at 13:28

    Ich sehe die ständigen Vergleiche zu Mauerschuss- und Vogelschiss-Zeiten als überflüssig, wenn nicht sogar schädlich an.
    […]

    Es macht zwar ungeheuren Spaß, über Geschichte zu diskutieren, allerdings sind in der Tat historische Vergleiche im Allgemeinen eine untaugliche Art der Argumentation, da sie in den meisten Fällen gefühlsbasierend und mitunter sogar unzutreffend sind.

  44. Ob dieser Held im Görlitzer Park auch so diensteifrig arbeitet?

    https://www.youtube.com/watch?v=XZw2RpV1cT4

    Scheint so als isser geil auf eine Beförderung, oder er erwartet vom Bundesgrüßaugust die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für seinen heldenhaften Fronteinsatz.

  45. Bald werden wir neidisch auf die chinesischen Feier- und Reisebiester mit ihren schicken Verbrenner-SUVs und ihrer freiheitlichen Gesellschaft schielen.

    Wenn eine chinesische Reisegruppe kommt, werden die Dodos großräumig ausgesperrt und alles erstmal schön desinfiziert. Zum Abendessen gibt es Rinderfilet und Riesling. Dabei werden schenkelklopfend Langnasen-Witze erzählt.

  46. Weiß eigentlich irgendjemand hier, wie man sich bei journaiitenwatch.com anmelden kann? Ich habe einen WordPress- Account und kann den auf verschiedenen Blogs nutzen. Aber komischerweise nicht bei Journalistenwatch.

    Interessanterweise hat journalistenwatch.com auch keine Anleitung, darüber wie man sich denn anmelden könnte. Vielen Dank dem, der mir sagen kann wie, warum ich mich da (nicht) anmelden kann.
    (ich will PI nicht verlassen, aber ab und zu gäbe es auf journalistenwatch.com mal Unklarheiten zu kommentieren.

    Heut z.B. wird die Vorzugs-Behandlung Geimpfter in Gaststäten und Märkten beschrieben. Das Wort Märkte ist sehr unklar und beunruhigend.

  47. Barackler 24. April 2021 at 13:38

    Bald werden wir neidisch auf die chinesischen Feier- und Reisebiester mit ihren schicken Verbrenner-SUVs und ihrer freiheitlichen Gesellschaft schielen.

    Wenn eine chinesische Reisegruppe kommt, werden die Dodos großräumig ausgesperrt und alles erstmal schön desinfiziert. Zum Abendessen gibt es Rinderfilet und Riesling. Dabei werden schenkelklopfend Langnasen-Witze erzählt.

    Also man kann über Chinesen sagen, was man will, aber neben Russen sind Chinesen DAS Volk schlechthin, das verrückt nach deutscher Kultur und Geschichte ist, fast schon wie der Junkie nach der Nadel – wie ich schon zweimal erleben durfte.

  48. Vielleicht mal was Aktuelles. Hier sollten ja laut CDU OB Tausende sterben. Geschafft haben wir angeblich bisher 62. 1000/62 = ungefähr 16.
    D.h, dass es hier noch 16 Jahre Corona geben wird.

  49. Biermann war noch nie anspruchsvoll. Texte sind einfältig und prollig. Auch musikalisch konnte er nie viel bieten. Daher wird diese Person überschätzt.

  50. @ AU 13:32

    Sie können von mir aus über Biermann sinnieren, so lange Sie wollen. Ihr Recht.

    Sie werden mir aber nicht das Recht nehmen können, darauf hinzuweisen, dass wir auf etwas völlig Neues zusteuern, was es noch nicht gegeben hat.

    Da ist mir eine Randfigur wie Biermann völlig egal.

    Es geht um totale Überwachung, KI, Social Scoring usw.

    Davon abgesehen:

    Wie sah es mit der Inneren Sicherheit in beiden deutschen Diktaturen aus?

    Gab es da auch schon Alte, die in den Müllkästen nach Brauchbarem suchen mussten?

    Wurde die systematische Verblödung vorangetrieben?

    Könnte ich fortführen.

  51. Die GEZ-und Mainstream-Journaille versucht die Aktion dadurch zu diskreditieren, weil die AfD die Aktion gut fand. Und wie suggestiv GEZ-Blondie Rakers den Liefers befragt hat.

    Eins hat die Aktion deutlich gezeigt, nämlich, wie verkommen Meinungsfreiheit ist: Du sollst nur noch die Meinung haben dürfen, die Andere Dir erlauben.

  52. @Barackler 24. April 2021 at 13:58

    Stasi war früher. Mit den heutigen Mitteln wäre Mielke glücklich. Gesichtserkennung wird u.a. in China verwendet zur Überwachung. Dagegen war die Technik bei der Stasi noch nichts.

  53. Zusatz zu Barackler 14:06:

    Sind Sie sicher, dass es keine Japanesen waren? Ich kann die jedenfalls nicht unterscheiden.

  54. Barackler 24. April 2021 at 14:12

    Zusatz zu Barackler 14:06:

    Sind Sie sicher, dass es keine Japanesen waren? Ich kann die jedenfalls nicht unterscheiden.

    Chinesische Reisegruppen sind an der schieren Masse erkennbar 🙂

  55. Barackler24. April 2021 at 13:28

    Ich sehe die ständigen Vergleiche zu Mauerschuss- und Vogelschiss-Zeiten als überflüssig, wenn nicht sogar schädlich an.

    (…)

    ++++++++++++++

    Das sehe ich so nicht, im Gegenteil!

    Das ist ja gerade die Basis der Linken, die Gräueltaten des verbrecherischen SED-Regimes herunterzuspielen, zu relativieren und vergessen zu machen. Im Gegenzug wird der ewige Schuldkult zum NS eingefordert. Dabei haben die Meisten von uns den real existierenden Sozialismus persönlich erlebt (egal ab direkt im Osten oder indirekt im Westen).

    Die Vergangenheit sollte die Schule für die Zukunft sein, um Fehler nicht zu wiederholen. Aber ein Großteil der Deutschen ist zu bequem, sich mit der DDR-Geschichte und somit der NS-Nachfolgediktatur zu befassen und daraus die richtigen Lehren zu ziehen.

    Im konkreten Fall geht es um Biermann und Liefers, beide aus der DDR und Liefers sprach sogar auf der großen Demo 1989 auf dem Alexanderplatz.

    https://youtu.be/IRFeltARl9c

  56. Biermann-Effekt scheint der Barbara-Streisand-Effekt der DDR gewesen zu sein. Gepaart mit der Geltungssucht der Geausbürgerten ging der Schuss im Kalten Krieg nach hinten los.

    Da die Kunst- und Kulturschaffenden der BRD sich aber auch bei aller Feindschaft der Politischen Klasse nur schwer ausbürgern lassen (Selbst wenn, wohin?), bleibt es wohl nur beim lauten Totschweigen. Und große Geltungssucht wird nicht befriedigt werden können.

  57. Biermann war ein in der Wolle gefärbter Kommunist, der sogar in die ‚DDR‘ ausgewandert ist, um dieser menschenfeindlichen Haßideologie zu frönen. Dort angekommen fand er es allerdings nicht so toll, auf den kapitalistischen Luxus verzichten zu müssen. Da maulte er dann herum und wurde wieder hinausgeworfen. Von der Terrorideologie „Marxismus“ ist er jedoch nie abgerückt. Solche linksextremen Typen sollten auf PI keine Bühne bekommen!

  58. Das habe ich mich schon seit langem gefragt: Wo bleibt Biermann mit seiner großen Schnauze? Als Lautator zu diesem Leo-Baeck-Preis hat er die Uckermärkerin vollgeschleimt, obwohl er wissen mußte, daß sich Kommunisten nie, nie, niemals ändern! Und jetzt? Nachdem dieses Monster die Grenzen für moslemische Invasoren weit aufgerissen ließ, hat man von diesem A…h auch keinen Mucks gehört und heute nach der Ermächtigung? Ja er ist schon 84 und ob er noch geistig gesund ist, ist nicht bekannt. Doch Eva-Maria Hagen, Nina Hagen – wo sind die? Es gibt noch viele ehemalige (Promi)Ostdeutsche, die nun endlich lautstark ihr Entsetzen zum Ausdruck bringen müßten!
    Ich bin auch alt, aber trotzdem geht mir die Zukunft unserer Heimat nicht am A…h vorbei.

  59. @ Barackler 24. April 2021 at 14:12

    Sind Sie sicher, dass es keine Japanesen waren? Ich kann die jedenfalls nicht unterscheiden.

    Die sind doch ganz leicht zu unterscheiden:
    Sind sie höflich, zuvorkommend und bei Unsicherheit stets bescheiden und aufrichtig lächelnd, dann sind es Japaner.
    Rempeln sie rücksichtslos alles und jeden an, rotzen bei jeder Gelegenheit und schlimmer als Fußballer*Innen überall auf die Erde, schlürfen schmatzend Fledermaussuppe mit gerösteten Würmern/Kakerlaken und verschlingen mittels zweier einzinkiger Gabeln ihr Hunderagout, dann sind es Chinesen.
    Das ist Rassismus? Von wegen! Das ist meine – noch sehr verhaltene – Rache für Corona! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

    Don Andres

  60. Biermann war und ist ein Vollidiot (ohne jegliches Talent) und …

    obendrein noch ein A-Kriecher der ERIKA …

  61. Diesen Kotzbrocken wollte die DDR nicht einmal seinen Schergen in den Stasi-Gefängnissen zumuten.

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