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So schleusen türkische Behörden Illegale nach Deutschland

Von MANFRED ROUHS | Ein „grauer Pass“ gibt türkischen Behörden die Möglichkeit, auf dem kleinen Dienstweg und ohne die bürokratische Hürde der Beantragung eines Visums einzelnen türkischen Staatsbürgern die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Beim „grauen Pass“ handelt es sich um einen behördlichen Dienstausweis, der bescheinigt, dass der Inhaber im Auftrag der ausstellenden Gemeinde in Deutschland bestimmte Aufgaben erfüllt. Der deutsche Zoll erkennt solche Dokumente seit Jahren an.

Jetzt aber reift die Erkenntnis, dass damit offenbar – wer hätte das gedacht? – ein umfassender Missbrauch betrieben worden ist. Insbesondere ostanatolische Gemeinden sehen sich dem Verdacht ausgesetzt, die begehrten Dokumente schlicht an jeden zu verkaufen, der dafür Geld auf den Tisch legt. Ein „grauer Pass“ soll 6000 bis 8000 Euro einbringen. In einem Fall habe eine Reisegruppe als Gegenleistung für 20 „graue Pässe“ einen gebrauchten LKW auf den Hof der Behörde gestellt, berichtet die „Welt“.

Türkische Unternehmen in Deutschland schreiben den Angaben zufolge gelegentlich Einladungen zu phantasievoll erfundenen Veranstaltungen in Deutschland an ihre Landsleute, für deren Teilnahme sodann türkische Kommunen die erforderlichen Dienstausweise ausstellen. Die Treffen finden nie statt. Selbst in Coronazeiten fiel offenbar vielen braven deutschen Behördenmenschen nicht auf, dass es sich dabei um Phantasieereignisse gehandelt hat. In anderen Fällen sind Einladungen deutscher Firmen dem Vernehmen nach offenbar schlicht gefälscht worden.

Manche orientalischen Beamten treiben also offenbar im lukrativen Umfang Schindluder mit Briefen und Siegeln, die von deutschen Behörden für voll genommen werden und Türken den Weg nach Deutschland ebnen, die ansonsten nur als Touristen für ein paar Wochen hätten einreisen dürfen. Damit hat ja nun wirklich niemand rechnen können, oder?


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und im Internet ein Nachrichtenportal betreibt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und stellt politische Aufkleber und andere Werbemittel zur Massenverteilung zur Verfügung. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.