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„Theorie der Diktatur“: Anleitung für Globalisten?

Wird der 16. April 2021 als historisches Datum, als Sargnagel der deutschen Demokratie in die Geschichte eingehen? So scheint es zumindest, denn der Bundestag debattiert heute in erster Lesung über eine Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes, mit der der Regierung in Berlin nicht nur weitreichendere Befugnisse eingeräumt würden, sondern auch der Lockdown zum Dauerzustand werden könnte. Sogar im trägen Deutschland regt sich Widerstand, doch es ist ein Franzose, der das dazu passende Buch geschrieben hat. „Theorie der Diktatur“ ist der Titel und zugleich eine Beschreibung dessen, was wir gerade mit eigenen Augen mitansehen müssen.

Onfray, der bekannteste Philosoph Frankreichs

Der Autor Michel Onfray ist beileibe kein Unbekannter. In unserem westlichen Nachbarland machte sich der aus der Normandie stammende Philosoph zuerst als Nietzsche-Kenner einen Namen, später wurde er zu dem, was die Eliten als einen „Populisten“ kennen und fürchten. Onfray ist kein Rechter, er ist kein Linker – er ist vor allem unfassbar clever, wortgewandt und, zumindest in Frankreich, extrem bekannt. In Talkshows, Tageszeitungen, Podiumsdiskussionen und Internetformaten ist er präsent und nutzt seine Bühne, um klare Botschaften an das Establishment in Paris zu senden.

Wenn es nach Martina Meister von der Tageszeitung „Die Welt“ geht, ist Onfray sogar der „bekannteste, erfolgreichste, meistgelesene, der fleißigste und zweifellos verhassteste Philosoph“ in Frankreich.

Onfray ist jedenfalls ein Streiter für Meinungsfreiheit, gegen die „neue“ Debattenkultur, gegen den undemokratischen Zeitgeist, der Frankreich genauso heimsucht wie uns. Als „Theorie der Diktatur“ 2019 in Frankreich erschien, stand Onfray damit im Rampenlicht und musste die Schikanen des Mainstreams über sich ergehen lassen. Verständlich, denn in seinem Buch, das nun erstmals auf Deutsch vorliegt, beschreibt er das Muster, mit dem uns Regierungen und Großkonzerne Schritt für Schritt in die Diktatur führen. George Orwells dystopischer Zukunfts-Roman „1984“? Für Onfray ist der nur die Blaupause dessen, was mit Corona und Infektionsschutzgesetz nur seinen vorläufigen Höhepunkt findet.

Kein Wunder, dass „Theorie der Diktatur“ in Frankreich zum absoluten Bestseller wurde.

Der Fahrplan für den „Great Reset“

Auch wenn sich die Ereignisse aktuell überschlagen, so lässt sich doch schon länger erkennen, was die Regierungen – egal ob in Frankreich oder Deutschland – mit ihren Bürgern vorhaben. Netzdurchsetzungsgesetz, Hate Speech, „Kampf gegen Rechts“, Geschichtsklitterung und Frühsexualisierung – all das passt perfekt ins Schema, das Onfray in dunklen Farben malt. Der Autor beschreibt sieben Bausteine, die den Weg in die Diktatur zementieren. Es sind Puzzleteile, die wir alle kennen.

Der 62-Jährige wird nicht nur wegen dieser messerscharfen Kritik an den Zuständen in unseren „Demokratien“ von den Eliten gefürchtet. Dazu trägt auch bei, dass der Autor vollkommen schmerzbefreit „linke“ und „rechte“ Versatzstücke kombiniert und aufgrund dessen in der breiten Bevölkerung anschlussfähig ist. Auch die Tatsache, dass er keiner Partei zur Treue verpflichtet ist, lässt französische Polit-Strategen schlecht schlafen: Was, wenn Onfray bei den Präsidentschaftswahlen 2022 selbst kandidiert? Alles ist möglich. Das Gerücht macht bereits die Runde.

Auf die Unterstützung des Volkes – also genau des Teils der Bevölkerung, der sich in der Mainstream-Politik kaum repräsentiert sieht – kann Onfray ohne Zweifel zählen. Bereits bei den Gelbwesten-Protesten schlug sich der Philosoph auf die Seite derer, die die Nase voll von der Einheitspolitik hatten und immer noch haben. 2021 ist das Superwahljahr in Deutschland und „Theorie der Diktatur“ das Buch, das wie die Faust aufs Auge passt. Aber 2022 sind auch die Franzosen dran – und dann werden die Karten neu gemischt!

Orbán-Beraterin schreibt exklusives Vorwort

Maria Schmidt.
Maria Schmidt.

Die zunehmende Überwachung des eigenen Volks, Impfpropaganda und der „kurzzeitige“ Entzug der Bürgerrechte sind Themen, die jeden Deutschen und jeden Franzosen etwas angehen. Mit „Theorie der Diktatur“ legt der Jungeuropa Verlag das Buch zur Stunde vor, das es uns ermöglicht, hinter die Mechanismen der Macht zu blicken. Geistiges Rüstzeug ist – neben dem Protest auf der Straße – eine der Grundvoraussetzungen für eine Wende in unserem Land. Niemand weiß das besser als die freiheitsliebenden Ungarn.

Es passt daher, dass ausgerechnet Mária Schmidt ein famoses Vorwort zu Onfrays Werk liefert. Sie ist Leiterin des „Haus des Terrors“ in Budapest, der zentralen Gedenkstätte der Ungarn, die sie auf ewig an die kommunistische Herrschaft bis 1989 erinnern soll. Über lange Zeit hinweg war Mária Schmidt enge Beraterin von Premierminister Viktor Orbán, der als einer der wenigen Staatschefs in Europa noch Widerstand gegen ein globalistisches System leistet. Schmidt weiß also, wovon sie schreibt, wenn sie ein Buch einleitet, das wie kein zweites den Weg in eine totalitäre Diktatur nachzeichnet.

„Theorie der Diktatur“ ist flott geschrieben, aber – mit Blick auf die jüngsten Ereignisse – eine beklemmende, düstere Aussicht auf 224 Seiten. Trotzdem, oder gerade deswegen, lohnt es sich hier, zuzugreifen.

» Das Buch erscheint am 3. Mai 2021 und kann hier vorbestellt werden