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„Nation, Volk, Kultur“

Von MARTIN E. RENNER (Rede auf der Landeswahlversammlung der AfD-NRW am Samstag in Siegen) | Meine sehr verehrten Damen, sehr geehrte Herren, liebe Kollegen, liebe Freunde, heute leider nur acht Minuten. Sonst habe ich immer zwei Stunden bei meinen Vorträgen.

Und das ist das, was ich am liebsten mache. Vorträge halten. Die Menschen über das Politische, das Historische, das Kulturelle zu informieren. Und deshalb bin ich in den Kultur-und Medienausschuss im Bundestag gegangen und bin dort auch medienpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion.

Wir müssen das Tief- und Hintergründige der verheerenden Verwüstungen in unserer Politik, in unserer Gesellschaft, in unseren Medien erkennen und benennen können. Und ganz sicher: Kultur ist nicht die Sahne auf der Torte des Politischen, sondern die Hefe im Teig unserer Nation.

Ich hätte Sie jetzt auch mit: „Liebe schon länger hier Lebende“ begrüßen können. So wie die Frau Bundeskanzler es schon mal beliebte zu tun. Diese Sprachverhunzung ist genau das, worum es geht.

Es ist die Distanzierung unserer politisch Hochmögenden der polit-medial-ökonomischen Kaste. Die eine Beutegemeinschaft bilden, und sich – von uns, dem gemeinen Volk – abgrenzen. Und genau dieser Ansatz: „Nation, Volk, Kultur“ ist es, für den ich als einziger, noch verbliebener Gründer der Alternative für Deutschland von Anfang an gekämpft habe.

Das ging schon los, bei dem von mir geschaffenen Namen unserer Partei. Für Deutschland.
Huch… das positioniert und polarisiert doch viel zu stark. Habe den Namen aber dann doch durchgesetzt.

Seit neun Jahren kämpfe ich gegen die international-sozialistisch gewollte Zerstörung Deutschlands. Der Zerrüttung der nationalen Identität. Und die kulturmarxistisch begründete Vernichtung des Eigenen.

Helfershelfer unserer politischen Deutschlandabschaffer dieser aktiv betriebenen Zerstörung sind: Die Europäische Union. Die internationalen Organisationen. Die supranationalen Konstrukte, wie UNO, UNHCR, WHO. Die NGOs. Und. Und. Und.

Und jetzt, seit einigen Monaten sehr stark in den Vordergrund getreten: Das Weltwirtschaftsforum und der unselige Klaus Schwab und sein „Great Reset“.

Alles, was ich hier beschreibe ist nichts Neues, plötzlich ans Tageslicht Gekommenes. Bereits in den 60er Jahren haben das die „Frankfurter Schule“ und ihre Vorbeter Adorno, Marcuse, Fromm in einer Vielzahl von Vorträgen und Publikationen annonciert.

In einer Broschüre des Instituts schrieben sie: „Nimm Ihnen die Identität, schaffe die Nation ab, zerstöre die Sprache, relativiere die Kultur … und schaffe eine neue Gesellschaft mit dem neuen Menschen.“

Und die Alt-68er haben genau diesen Ungeist aufgenommen. Haben es als Brevier beim Marsch durch die Institutionen immer dabei gehabt: Als sie sich an den Hochschulen, den Kirchen, den Verwaltungsstrukturen des Staates, den Kultur-Einrichtungen, den NGOs angedient und hochgeschleimt haben. Und an ihre jetzt aktiven Bübelchen und Mädelchen in den Funktionsstrukturen unseres Landes weitergegeben.

„Deutschland verrecke, Deutschland, du mieses Stück Scheiße, we love Volkstod.“ Das skandieren unsere rot-grün linksextremen Jung-Aktivisten. Und was sagte unsere Frau Bundeskanzler auf dem Kirchentag in Dresden im Jahr 2011: „Wer die Neue-Welt-Ordnung haben will, kommt nicht umhin, Teile seiner Souveränität abzugeben.“

Oh ja; an wen denn? Und wie soll das organisiert werden? Und schon im Jahre 2005 sagte unsere Grande Dame: „Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.“

Und jetzt redet sie von der „großen Transformation“, von der „Neuen Normalität“. Wie ihr Bruder im Ungeist, der Herr Schwab vom WWF. Der unlängst den absolut bestialischen Satz von sich gab: “In zehn Jahren wird niemand mehr etwas besitzen. Und alle werden glücklich sein.“

In Wirklichkeit allerdings meint er: In zehn Jahren werden die Ultrareichen des Big Data, des Big Business, des Big Money alles besitzen. Auf Kosten des Mittelstands. Auf Kosten der werteschaffenden Milieus. Das ist die „Neue Normalität“. Die ist die „Große Transformation“.

Das alles ist neo-marxistischer Neu-Sprech in reinster Form. Klingt ein wenig wie der „Große Sprung“ in China. Innerhalb der maoistischen Kulturrevolution und mit ungefähr 30 Millionen Toten.

Darauf soll also alles hinauslaufen: Der polit-medial-ökonomische Komplex will das Ende unserer nationalen und freiheitlichen Verfasstheit. Wo wir doch alle wissen, dass Demokratie – die Herrschaft des Volkes – des Demos, also des Staatsvolks, bedeutet. Und eine Demokratie kann nur auf dem Boden einer Nation gedeihen.

Es wird schon lange eine neuartige, globalistische, a-nationale Gesellschaft angestrebt. Das geht schon seit Jahrzehnten so. Die Bildung einer neuen Gesellschaft: bunt, divers, arm und im immerwährenden Streit gespalten. Jung gegen Alt. Frau gegen Mann. Immer schon hier Lebende gegen neu Hierhergekommene.

Oben herrschend: das maßgebende Establishment der politischen, der medialen, der funktionalen, der ökonomischen Eliten. Und unten das beherrschte Volk: Wo die Bürger sich ohne Souveränitäts- und Herrschaftsrechte als Systemsklaven zu unterwerfen haben.

Wir leben in sehr bewegten, aber auch hoch gefährlichen Zeiten. Wir sehen tagtäglich die humanitär und hypermoralisch kaschierte Selbstzerstörung unserer Kultur: Auch durch den rasanten Import des Chaos, der Barbarei, der Korruption und der Dysfunktionalität der dritten Welt. Und wer dagegen aufsteht und ankämpft – so wie wir – der wird diskriminiert, tabuisiert und aus dem demokratischen Diskursraum verbannt (Cancel Culture).

Wir haben einen veritablen und existenziellen Kulturkampf zu führen: Es ist ein globaler, ein historischer, ein spiritueller, ein kultureller, ein religiöser, ein pädagogischer, ein intellektueller Kampf. Es geht um nichts weniger als um die Rückeroberung und Wiedergewinnung der „kulturellen Hegemonie“, die die Neo- und Kulturmarxisten in Besitz genommen haben.

Es geht um die „Freiheit des Individuums“ und um das „Selbsteigentum des Menschen“. Beides sind christliche Prinzipien. Der ehemalige marxistische Kampf: „Arbeiter gegen Kapital“ ist Geschichte. Jetzt geht es um die Verhinderung der Ziele der global agierenden Kulturmarxisten:

„Unterdrückendes Establishment gegen das unterdrückte Volk.“ „One-World-Phantasma gegen Nation.“ „Kommandowirtschaft gegen Marktwirtschaft.“ „Knechtschaft gegen Freiheit.“ Und an allen diesen Fronten kämpfe ich.

Und deshalb und dafür bitte ich um Ihre Zustimmung zu meiner Wiederwahl in den Deutschen Bundestag. Weil ich die Visitenkarte des Abgeordneten benötige, um die Organisation unseres Kampfes gerade auch im metapolitischen Raum zu leisten. Um Intellektuelle, Unternehmer, Freigeister, Künstler, Medienleute zu gewinnen, zusammenzuführen und als schlagkräftige Truppe in unserem Kulturkampf zu organisieren.

Ich möchte und ich muss in unserer neuen Fraktion die Entwicklung der „strategischen Kommunikation“ übernehmen. Und ganz am Ende – kein Spaß – möchte ich Bundespräsident werden, damit ich aus diesem Amt heraus die vornehmlich jungen Menschen ansprechen, anleiten und ertüchtigen kann.

Mit dem Ziel: Die Wiederherstellung unseres Deutschlands.

Eines Deutschlands der Kultur, der Wissenschaft, der Literatur, der Philosophie, der Traditionen, des Fleißes, des Fortschritts, der Leistung, des Wohlstands und auch der sozial und mitmenschlich fühlenden und sorgenden Gemeinschaft.

Ich danke Ihnen.


(PI-NEWS-Kolumnist Martin E. Renner wurde bei der Landeswahlversammlung in Siegen am 15./16.5. ohne Gegenkandidaten auf Platz 4 gewählt)