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Schorndorf: Antifa greift Israel-Laden an

In der Nacht auf Samstag kam es in der Gottlieb-Daimler-Straße im baden-württembergischen Schorndorf zu einem Farbanschlag auf das Wohn- und Geschäftshaus von Franz Laslo, Mitglied der AfD-Fraktion im Gemeinderat. In einem Selbstbezichtigungsschreiben der sogenannten „Antifa“ bekennen sich Linksextremisten zu dem antisemitischen Anschlag auf das jüdisch-orientalische Geschäft, berichtet Stadtrat Lars Haise auf Facebook.
Mehrere Christbaumkugeln, die mit roter Farbe gefüllt waren, trafen auf die Fassade des Gebäudes, in dem Franz Laslo seit vielen Jahren seinen jüdisch-orientalischen Laden „BeitShalom“ betreibt. Käuflich zu erwerben gibt es dort unter anderem jede Menge ausgezeichneter Produkte aus Israel. Laslo ist AfD-Mitglied und Israelfreund, da er viele Jahre dort verbracht hat.
„Da offener Antisemitismus selbst in linken Kreisen mittlerweile eher selten freimütig nach außen gezeigt wird, versteckt man sich dort hinter sogenannter „Israelkritik““, schrieb Lars Haise. „Dass man gezielt jüdische Geschäfte und Einrichtungen angreift, hat sich aber für die Linksextremisten nicht geändert.“
Für Franz Laslo ist es nicht der erste Anschlag, der auf sein Gebäude verübt wird. Der Zeitungsverlag Waiblingen (ZVW) umreißt in seiner Berichterstattung zu dem neuerlichen Angriff auch die weiteren schändlichen Taten, die den Laden in der Schorndorfer Altstadt bereits trafen. 2017 fielen mehrere Schüsse auf das Schaufenster des Geschäfts. Nur ein Jahr später gab es eine weitere Schaufensterattacke mit einem schweren Hammer. Kurz darauf beklagte Laslo einen verbalen Angriff, in dessen Folge er auch angespuckt wurde. Der mutmaßliche Täter der Spuckattacke wurde jedoch freigesprochen.
Franz Laslo sprach davon, dass sich der „links-motivierte Terror in Schorndorf längst etabliert hat“. Die Bilder von dem feigen Anschlag maskierter „Antifa“-Schlägertruppen auf den AfD-Landtagskandidaten Stephan Schwarz am einem Wahlkampfstand am 20. Februar gingen um die Welt. Fünf Verdächtige wurden aufgegriffen, aber kurz darauf wieder freigelassen. Seitdem fehlt es an jeder weiteren Erfolgsmeldung.
Der Linksterror zieht in Schorndorf zwischenzeitlich eine lange Spur, die schon bei der Kommunalwahl 2019 begann. Vergangenes Jahr wurde das Restaurant „Remstalstuben“ von Linksextremisten aufgesucht. Vorausgegangen waren zum damaligen Zeitpunkt Demonstrationen der gewalttätigen „Antifa“ unter der Schirmherrschaft des „Offenen Antifaschistischen Treffens Rems-Murr“ (OATRM) gegen den Gastwirt, der für alle anderen demokratischen Parteien seine Tore öffnete und trotz aller Diffamierungsversuche standhaft blieb. Anschließend wurde der Wirt „besucht“, wie es im „Antifa“-Sprech heißt, und Sachbeschädigungen verübt.
Die Lokalpresse war bisher nicht bereit, das linksextreme Netzwerk im Rems-Murr-Kreis vernünftig zu durchleuchten, so AfD-Stadtrat Lars Haise, obwohl ihnen umfassende Recherchen vorliegen müssen. Im Gegenteil werden die Täter regelmäßig durch die Lokalpresse als „Aktivisten“, „Protestler“ oder „Demonstranten“ verharmlost. Körperliche Übergriffe auf AfD-Mitglieder werden für gewöhnlich als „Pöbeleien“ oder „Rangeleien“ ins Lächerliche gezogen. Außerdem bedient sich die Lokalpresse regelmäßig an Bildmaterial eines linksextremen „Journalisten“, wie beispielsweise bei den Protesten vor den „Remstalstuben“.
Es musste erst ein Landtagskandidat ins Krankenhaus geprügelt werden, dass in Schorndorf der Welt-Journalist Marcel Leubecher darüber berichtete: Nachdem der linke Landtagskandidat Patrick Exner laut Staatsschutz zudem unter Tatverdacht stand, AfD-Wahlplakate zerstört zu haben, resümierte Leubecher: „Die Antifa-Gruppe OATRM bildet unter anderem mit dem vom Landesverfassungsschutz als „extremistisch“ eingestuften Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart (AABS) die Vereinigung ‚Zusammen gegen Rechts‘ (ZgR). An diesem Zusammenschluss sind auch Exners Linke-Verband Rems-Murr, die lokale SPD-Nachwuchsorganisation Jusos sowie die örtliche IG-Metall beteiligt, deren Räumlichkeiten in Waiblingen das ZgR-Bündnis nutzt.“
Die sogenannte „Antifa“ ist im Rems-Murr-Kreis nicht „nur“ ein loser Zusammenschluss von „engagierten Jugendlichen“, sondern erhält – so die Recherchen der „Welt“ – auch Unterstützung durch Gewerkschaften, Parteien und nicht zuletzt der Jugendorganisation der SPD, den Jusos Rems-Murr. Einmal monatlich treffen sie sich im Gewerkschaftshaus in Waiblingen. Am 1. Mai 2021 demonstrierte der DGB gemeinsam mit der „Antifa“ mit kommunistischen Transparenten, auf denen Hammer und Sichel abgebildet waren. Ein Symbol, unter dem weltweit schon über 112 Millionen Menschen (Stand 1997 laut „Lexikon der Völkermorde“) mit ihrem Leben bezahlt haben und es immer noch tun.
Ein Blick ins Lexikon der Völkermorde hilft hier erhellend weiter. Dort heißt es: „Unter keiner Weltanschauung wurden in der Menschheitsgeschichte größere Megatötungen vollzogen als unter Regierungen, die sich dem Marxismus bzw. dem wissenschaftlichen Sozialismus verpflichtet fühlten.“
„Es ist höchste Zeit, eine klare Distanzierung linker politischer Parteien und Gewerkschaften von der gewaltbereiten linken Szene einzufordern“, so Lars Haise auf Facebook. „Dazu gehört auch, dass die IG Metall in Waiblingen nicht mehr länger ihre Räumlichkeiten für die Organisation extremistischer Umtriebe zur Verfügung stellt. Kulturschaffende, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, sollten ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und unserem Grundgesetz ablegen müssen, um Gelder zu erhalten. Zu diesem klaren Bekenntnis zu unserer Verfassung und unseren Rechtsstaat passt dann nicht, an Kundgebungen von gewaltbereiten Linksextremisten mit eigenen Transparenten teilzunehmen. Die SPD, auch in Schorndorf, muss ihr Verhältnis zu diesen „engagierten Jugendlichen mit etwas rauer Sprache“ (Sabine Reichle, Ortsvorsitzende SPD Schorndorf) klären. Vor allem, wenn diese jetzt noch nicht einmal mehr davor zurückschrecken, einen Laden anzugreifen, in dem jüdische Produkte verkauft werden. Oder ist für die Schorndorfer SPD Antisemitismus salonfähig, wenn er von links kommt?“