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Holm: Waren Sie beim Schreiben des Antrags sternhagelvoll?

Dieses Land ist energiepolitisch aus den Fugen geraten. Und es wird noch dramatischer, wenn die Grünen am Steuer sind! Wer mit der grünen Verbotspartei regieren will, wird selber zur Verbotspartei. Wer mit den Öko-Sozialisten gemeinsame Sache machen will, der holt sich den Sozialismus wieder ins Land und wird zum Deutschland-Abschaffer. Daher gilt: Nur wer Blau wählt, verhindert Grün! (Rede von AfD-MdB Leif-Erik Holm am 24.6. im Bundestag)




„Mathe soll jetzt rassistisch sein!“

Von MANFRED ROUHS | Es gibt Sachen, die glaubt man einfach nicht, wenn man sie liest. Sie erscheinen nur als Übertreibung vorstellbar oder als Karikatur. „So blöd kann doch keiner sein“, denkt man sich – und doch: der Irrsinn ist Wirklichkeit.

So werden nun allen Ernstes Lehrer in den USA im Dienste des Anti-Rassismus dazu angehalten, ihre Schüler nicht mehr nach der richtigen Lösung von Rechenaufgaben zu fragen. Das Spektakel nennt sich „woker Aktivismus“. Und die Idee dahinter ist folgende:

In der Vergangenheit hat sich immer wieder herausgestellt, dass mehr weiße als farbige Schüler Rechenaufgaben richtig lösen. Dadurch entsteht eine rassistische Schieflage. Die farbigen Schüler werden offenbar durch die Aufgabenstellung benachteiligt. Also sollen Lehrer, soweit sie nicht als Rassisten angeprangert werden wollen, ihren Schülern – auch im Mathematikunterricht – gefälligst keine Rechenaufgaben mehr stellen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Der Denkansatz beruht auf einer „Critical Race Theory“.

„Bild“ schreibt dazu:

„Diese Theorie geht davon aus, dass der in der Kolonialzeit entstandene Rassismus in jedem noch so banalen Aspekt des Lebens verankert ist. Das geht so weit, dass man selbst die Mathematik für ungültig – da ‚nicht objektiv‘ – erklärt, weil sie von weißen Kolonialherren erschaffen wurde.“

In afrikanischen Sprachen gibt es beispielsweise den Ansatz, „viele Gazellen“ von „wenigen Gazellen“ zu unterscheiden. Der Kolonialherr dagegen will es genau wissen und fragt beispielsweise, wie viel fünf Gazellen plus sieben Gazellen sind. Und er ist engstirnig darauf festgelegt, als einzig richtige Antwort „zwölf Gazellen“ zu akzeptieren, obwohl doch „viele Gazellen“ durchaus auch eine sehr schöne Lösung wäre.

Wie werden sich „Woker Aktivismus“ und die „Critical Race Theory“ künftig auf ein Architekturstudium in den USA auswirken? Werden dann z.B. Häuser nicht mehr mit einer bestimmten Zahl von Ziegelsteinen, sondern mit „vielen Ziegelsteinen“ oder mit „wenigen Ziegelsteinen“ gebaut? Und wie sicher wohnt es sich in Häusern, bei deren Planung nicht rassistisch hin und her gerechnet worden ist?

Wer läuft über die erste von „woken Aktivsten“ konstruierte Brücke?

Vielleicht ja Bill Gates? „Bild“ schreibt: „Die Bildungsinitiative, die die Empfehlung herausbrachte, wird mit 1 Million Euro von der ‚The Bill and Melinda Gates Foundation‘ unterstützt.“


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und im Internet ein Nachrichtenportal betreibt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und stellt politische Aufkleber und andere Werbemittel zur Massenverteilung zur Verfügung. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.




Ungarn – das Wunder von München!

Von PETER BARTELS | Jesus sagte: „Der Glaube kann Berge versetzen…“ Die Ungarn haben den Himalaya gleich platt gemacht! Sie haben wie David den arroganten Regenbogen-Goliath „La Mannschaft“ mit einer Steinschleuder besiegt. Auch wenn sie ihm nicht den Kopf abschlagen konnten, weil Goretzka wie einst Helmut Rahn aus „dem Hintergrund“ kam…

Das „Wunder von Bern“ hat sich wiederholt. Diesmal in München. Und diesmal total anders herum: Nicht die vom Krieg vernichteten Deutschen um Fritz Walter besiegten in einer Regenschlacht die damals „Unbesiegbaren“ Ungarn um Ferenc Puscás. Diesmal waren es die „Zigeunerbarone“ um Adam Szalai, die in der Regenschlacht von München die „Deutschen“ um Leroy Sané (Vater Senegal), Serge Gnabry (Vater Elfenbeinküste), Ilkay Gündogan (Vater Türkei), Antonio Rüdiger (Vater Senegal) in Grund und Boden rammten. Ja, jaaa, alles „Deutsche“, alle sogar in Deutschland geboren: Essen, Stuttgart, Gelsenkirchen, Berlin – deutscher geht nicht!! Aber allen wurde von Klein auf das „Deutsche“ vergellt und verstellt.

Nicht nur durch die Gene an sich, vor allem, weil sie ihre später vergoldeten Beine zwangsläufig ein halbes Präge-Leben lang unter Papas Tisch stellen durften/mußten. Wie Angela Merkel ihre Stampfer unter den Tisch des von Hamburg in die DDR „geflüchteten“, kommunistischen Pfarrer-Vaters … Und so verachtete sie später prompt das deutsche Fähnchen nach dem Wahlsieg, bekam sie Zitteranfälle, wenn die deutsche Hymne erklang … Bewegt einer, wie der rabenschwarze Masken-Rüdiger auch nur die Lippen, der hübsche Sané fast noch weniger, der nette Gnabry irgendwie; nur der bärtige Gündogan scheint  endlich „Blühe deutsches Vaterland“ aus dem Hals zu singen … Nicht so inbrünstig, wie die Itaker, aber immerhin, er singt …

„Lamborghini-Legionäre“

Und hier liegt der Hase auch schon im Pfeffer. Der schweizer Wilhelm Tell alias Roger Köppel seufzte neulich über die schweizerischen „Lamborghini-Legionäre“ in etwa: Egal, woher Ihr kommt, Balkan, Armenien, Südamerika, jetzt ist auch der „kleine Hulk“  Xherdan Shaqiri (Vater Albaner) Schweizer, also singt gefälligst die schweizer Hymne! Und heute sagte er in seiner täglichen WELTWOCHE Daily-Predigt des Gesunden Menschenverstands Richtung Manuel Neuers „Regenbogen-Armbinde der guten Gesinnung“: „Sowas  gab’s schon mal in Deutschland, von 1933 bis 1945; muß ich jetzt wieder mein Gewissen aussen tragen?“ Höflicherweise unterließ er zu sagen, dass die Juden bei den Nazis sogar einen gelben Stern tragen mußten … Er sagte auch nicht, dass der Hitler-Gruß damals nichts anderes war, als der heute erzwungene „Toleranz“-Kniefall vor dem Spiel. Das schwule Regenbogen-Stadion wurde mit Ach und Krach verhindert, wie Wolfgang Hübner auf PI-NEWS zurecht verächtlich schrieb …

Die Ungarn kämpften in München wie einst die Deutschen um Sepp Herberger in Bern für Ehre und Vaterland. Auch unsereiner kann sich daran erinnern: Als Elfjähriger vor dem Volksempfänger eines Schusters im alten Römerlager Oberaden, wo der kleine Flüchtlings-Fresssack untergebracht war, weil Mutter sein Brüderchen Uwe in der Marienklinik Lünen zur Welt brachte. Hier mußte „Peterle“ seine Bratkartoffeln mit endlosem Huflattich-Stechen „verdienen“. Und eben auch das „Wunder von Bern“ mit Herbert Zimmermann am Volksempfänger: “Aus dem Hintergrund müßte Rahn kommen … Tooor! Tooor!! Tooor!!! Halten Sie mich für verrückt, Deutschland ist Weltmeister …“

Das Wunder von Bern 1954: Der Spielführer der deutschen Nationalmannschaft Fritz Walter mit dem WM-Pokal.

„Herr, segne die Ungarn“

Unsereiner ahnt, wie der ungarische Reporter in München das ungarische Tor bejubelt … das 2:1 womöglich mit Tokajer ertränkt hat … Und wie er nach dem Tor aus dem „Hintergrund von Goretzka“ genauso weinte wie András Schäfer (22), Schütze des zweiten Ungarn-Tores, hemmungslos nach dem Abpfiff. Und auch dem alten weißen Mann schoß das Wasser in die Augen, als „danach“ die ungarischen Spieler gemeinsam mit den ungarischen Fans und Fahnen a capella voller Inbrunst noch mal die ungarische Hymne sangen:

Herr, segne den Ungarn / Mit Frohsinn und mit Überfluss / Beschütze ihn mit deiner Hand / Wenn er sich mit dem Feind schlägt / Denen die schon lange vom Schicksal nicht verschont / Bring ihnen eine bessere Zeit / Denn dies Volk hat schon gebüßt / Für Vergangenes und Kommendes.“

Ferenc Kölcsey hat diese Hymne 1823 geschrieben. Sie wird noch heute nach jedem Gottesdienst gesungen. Die Ungarn von ViKtor Orban gehen tatsächlich noch in die Kirche…

„Weiter! Und keiner weiß, warum“

Unsereiner weiß (natürlich) nicht, wer Europameister wird, vielleicht sogar die laufenden Geldschränke, die Dusel-Deutschen aus Löws/Bierhoffs Regenbogen-Reich. Viel lieber wären unsereinem die „Pavarottis aus Italien“ (Roger Köppel). Oder die bunten Söhne der Grande Nation, die machtvoll die kriegerische Marseillaise schmettern. „Europameister der Herzen“ sind schon jetzt die wunderbaren, tapferen Zigeunerbarone aus Ungarn! Weltmeister der Schlagzeilen ist nach dem Ungarn-Triumph und der Regenbogen-Schmach schon jetzt BILD: „WEITER! Und keiner weiß, WARUM!“


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.




HallMack: Rentenberatung nur für Geimpfte

„Hallo liebe Zuschauer und herzlich willkommen zu den Kurznachrichten 23/06. Vielleicht könnt ihr euch ja noch erinnern, dass so diverse Politiker gesagt haben, dass es niemals in Deutschland eine Impfpflicht geben wird. Und im Prinzip stimmt das ja sogar, denn er ist gezwungen, sich impfen zu lassen. Es sei denn du willst in Ravensburg deine Rente beantragen, denn im Renten-Regionalzentrum in Ravensburg kriegst du nur einen Termin, wenn du geimpft oder nachweislich von einer Infektion genesen bist. Es wird sogar ausdrücklich erwähnt, dass ein gültiger PCR-Test oder Antigen-Schnelltest nicht zu einem Besuch berechtigt…“ (Weiter im Video von „Hallmack, dem Gorilla aus der Pfalz“. Wer seine neuesten Satire-Clips nicht verpassen will, sollte seinen Youtube– und Telegram-Kanal abonnieren)




Von wegen Remis: Ungarn moralischer Sieger!

Von WOLFGANG HÜBNER | Deutschland, das hat sich in den letzten Tagen in erbärmlichster Weise gezeigt, ist ein total verhetztes, von Gesinnungswahn besessener Staat geworden. Das Regenbogen-Vorspiel zur EM-Partie der in Antifa-Schwarz gekleideten DFB-„Mannschaft“ gegen die leidenschaftliche ungarische Nationalmannschaft wird als ein schändliches Kapitel multimedial konzertierten sportpolitischen Missbrauchs in Erinnerung bleiben.

Und dieser Missbrauch ging einzig und allein von einer aggressiven „Öffentlichkeit“ in Deutschland aus. Aber die tapferen Ungarn haben in München, von der Nationalhymne vorm Anstoß bis zur stolz gemeinsam mit ihren Fans gesungenen Nationalhymne nach Abpfiff, diesen Missbrauch bis auf die Knochen blamiert. Wer so aus dem Turnier ausscheidet, kehrt als stolzer Sieger heim.

Und umgekehrt: Wer auf diese Weise und unter diesen Umständen eine Runde weiterkommt wie die Antifa-„Mannschaft“, der darf nicht auf Sympathien all derer hoffen, die neben ihrem Herz auch noch Verstand und Anstand besitzen. Es geht nicht darum, den mehr oder weniger gesinnungspolitisch instrumentalisierten jungen deutschen Spielern einen Vorwurf zu machen. Vielmehr geht es  gerade aus patriotischen Gründen darum, sich klar zu distanzieren von dem widerwärtigen Eifer, selbst ein so freundschaftlich verbundenes Land wie Ungarn anlässlich eines Fußballspiels die moralisierende Anmaßung des neudeutschen Buntismus erzieherisch spüren zu lassen.

Ausgerechnet der von korrupten Vorgängen und Strukturen gezeichnete DFB samt joachim Löw haben sich, am Spieltag noch zusätzlich angestachelt von Bundeskanzlerin Merkel, dieser Anmaßung nicht nur nicht widersetzt, sondern die Verteilung von Regenbogenfähnchen auch noch gefördert. Zur Ehrenrettung der meisten Zuschauer in der Münchner Arena sei aber erwähnt, dass zur Enttäuschung des übertragenden ZDF dann doch Schwarz-Rot-Gold unter den deutschen Fans klar dominierte. Daran änderte auch der Regenbogen-Flitzer auf dem Spielfeld nichts, ein „Held“ ganz nach dem Geschmack des herrschenden Irrsinns.

Die DFB-„Mannschaft“ ist eine Runde weiter und muss nun nach London zu den britischen Kniebeugern. Wenn sich Neuer & Co. nicht dazu verleiten lassen, vorm Anpfiff ebenfalls nieder zu knien, könnten sie wenigstens sportlich als auch politisch noch ein positives Zeichen setzen. Aber bis dahin wird es schon einige Anrufe aus Berlin gegeben haben. Ich habe von 1954 (als Knirps) bis in die Gegenwart alle großen Turniere am Fernseher oder live verfolgt. Wenn die „Mannschaft“ am nächsten Dienstag um 18 Uhr dann auch noch in die Knie geht, ist für mich das Spiel in London aus, bevor es beginnt.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen neuen Telegram-Kanal erreichbar.




Zweiter Weltkrieg – vier Schauplätze

Die Debatte um Alexander Gaulands Bundestags-Rede zum deutsch-sowjetischen Kriegsausbruch schlägt weiter hohe Wellen. Bei PI-NEWS wurde bereits Götz Kubitscheks Beitrag zum Thema wiedergegeben. Neben der politischen Frage (ist so eine Rede noch Diplomatie oder schon fast Anbiederung?) muss man natürlich auch die Fundamente berühren: War das wirklich ein deutscher Überfall auf die friedlich schlafende Stalin-Diktatur?

Die politische Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Der Standpunkt kann da abweichen. Ob man in der AfD ist oder nicht. Ob man aus dem Westen kommt oder aus dem Osten. Ob man sich für Außenpolitik interessiert oder nicht. Und so weiter. Die fundamentale historische Frage jedoch, ob es ein „Überfall“ war, ein „Präventivkrieg“ – das wäre ja wohl das Ergebnis unvoreingenommener Forschung.

Nun haben wir aber das Problem, dass zu diesem Thema nur einseitig in den Massenmedien, aber auch in den Universitäten, veröffentlicht wird. Deutschland hat aus dem Nichts Sowjetrussland überfallen, dieses war überrumpelt, klarer Fall. So scheint es. Dr. Stefan Scheil, Historiker aus Rheinland-Pfalz, ist da anderer Meinung.

Scheil hat einen „Viererpack“ an historischen Gegenmeinungen vorgelegt, die es in sich haben. Wobei „Gegenmeinungen“ hier bedeutet: Er forscht entgegen der gängigen Grunderzählungen. Er sucht jene Dokumente, Belege und Vorfälle, die die Geschichte nicht mehr so Schwarz-Weiß erscheinen lassen.

Angeführt werden die vier Büchlein im preiswerten und doch ansehnlichen Westentaschen-Format durch das entscheidende Thema: War der Angriff auf die Sowjetdiktatur ein Überfall? Scheil meint: Nein! Und er versucht es kundig zu belegen. Gewiss: Man darf auch andere Ansichten dazu bewahren. Aber wer die Gegenargumentation nicht hört, der kennt eben nur einen Teil der Wahrheit.

Und da die GEZ-Medien, die offizielle Geschichtspolitik oder auch der Schulunterricht uns nur diesen einen Teil der Wahrheit anbieten, muss man selbstständig und frei für sich selbst entscheiden, ob man anderslautende Argumente und Fakten ebenfalls kennenlernen will. Als mündiger Bürger fällt die Entscheidung da nicht schwer, oder?

Ein weiterer Band von Scheil, der selbstverständlich in diesem Vorzugs-Paket enthalten ist, nennt sich „Polen 1939“. Auch dies ist sehr wichtig für das Verständnis des Weltkrieges. Denn Polens Politik – selbst Berlin wurde von vielen Militärs als polnische Stadt beansprucht! – tat auch das Ihrige zum Waffengang. Das wird ebenso ausgeblendet wie Stalins Griff nach Warschau und Stalins Wunsch nach der kommunistischen Welt-Republik. Hätte er die etwa friedlich erreichen wollen?

Daneben schaut sich Scheil noch die Eskalation auf dem Balkan an, wo Italiens Alleingänge die deutschen Positionen ins Wanken brachten. Und er leistet eine Übersicht zur Kriegsausweitung in Skandinavien. Ein Aspekt der Kriegsforschung, der ansonsten nicht nur zu kurz kommt, sondern meist völlig ausgeblendet wird.

Also: Wer über Gauland und vielleicht auch Chrupallas Moskau-Reise, Hitler und Stalin, Kriegsschuld und Kriegsverantwortung nachdenken möchte, bevor er mitdiskutiert – der sollte bei den ausgezeichneten Bändchen des Antaios-Verlages zugreifen, solange es noch geht.

Welche Meinung man dann vertritt, bleibt jeder mündigen Persönlichkeit selbst überlassen. Aber bevor man urteilt, sollte man eben alle Perspektiven überdenken und prüfen. Scheil bietet hierfür etwas, was die offiziöse Geschichtsschreibung nicht leisten kann, darf und will. Hierfür sollte man ihm dankbar sein.

Bestellinformation:

» Stefan Scheil: Viererpaket Zweiter Weltkrieg – hier bestellen




Ausweg aus dem Finanzkapitalismus sollte personale Marktwirtschaft sein

Von PROF. EBERHARD HAMER | In den letzten Jahrzehnten vor der Jahrhundertwende herrschten die 300 Familien der Welthochfinanz. Sie bestimmten mit ihrem Privatkapital und ihren Banken nicht nur die Wohlstandsströme der Welt, sondern auch die Regierungen. Sie hatten sich dafür weltweite Organisationen wie die Weltbank, den IMF (International Monetary Fund), die UNO u.a. geschaffen, mit deren Hilfe sie aufsässige Regierungen zügelten (Argentinien, Ecuador, Syrien, Irak, Iran) oder gegen ihr Finanzsystem aufsässige Regierungen vernichteten (Mubarak, Gaddafi). Da ihnen auch die wichtigsten Privatmedien gehörten und die Staatsmedien zu Diensten sein mussten, konnten sie auch Regierungen, welche ihnen nicht die Bodenschätze (z. B. Öl) freiwillig abgeben wollten oder die ihre Vorherrschaft nicht anerkannten (Putin, China) weltweit zu „Feinden der Demokratie“ oder sogar zu Terroristen erklären. Selbstverständlich bestimmte die Hochfinanz auch die mächtigste Regierung der Welt (USA) nach ihrem Willen (Deep State) und über diese die Satellitenregierungen einschließlich der Opposition in den Kolonien (Grüne).

Die Herrschaft des Finanzkapitals sollte weltweit bedeuten, dass Wirtschaft, Gesellschaft und Politik nur zugunsten des internationalen Finanzkapitals gesteuert werden sollten. Dazu dienten ein theoretischer und ein praktischer Weg:

Das Finanzkapital monopolisiert durch Globalisierung

Als Freiheitsfortschritt wurde die Globalisierung zugunsten von vier Freiheiten der Globalkonzerne verkauft: Weltweite Freiheit des Kapitals, der Produkte, der Dienstleistungen und der Arbeitskräfte. 30 Jahre lang wurde uns die Globalisierung als Heilsweg zur Freiheit gepriesen, bis wir merkten, dass sie nur den weltweiten Kapitalkonzernen zugutekam, dagegen den national-souveränen Demokratien, dem lokal gebundenen Mittelstand und der individuellen Freiheit der Bürger massiv schadete.

Praktisch errichtete das Globalkapital unter dem Vorwand globalisierter Freiheit globale Monopole wie z. B. Amazon, Facebook, Google und den die Weltspionage digital monopolisierenden amerikanischen Geheimdienst, aber auch die Monopolisierung der Lebensmittelproduktion durch Saatgut- und Spritzmittelmonopole (Monsanto) oder die Monopolisierung der Kultur und öffentlichen Meinung durch das Großkapital (political correctness).

Aus der engen Verzahnung zwischen Hochfinanz und politischer Führung in den USA ist ein Dollarimperium errichtet worden, durch welches die internationalen Finanzorganisationen, der amerikanische Staat oder das Privatkapital fast 200 Ländern der Erde so hohe Kredite aufgedrückt hatten, dass die Länder wie Kolonien praktisch nur für Zins- und Amortisationsleistungen an ihre Kreditgeber arbeiten und ihnen gehorchen mussten. Als nun die Provinzen immer mehr Geld für immer üppigere Sozialtransfers aufnahmen, geriet deren Zahlungsfähigkeit in Krisen, welche nicht nur einen Bankrott der Darlehensempfänger, sondern auch der Darlehensgeber (Banken, internationale Organisationen, Zentralbanken) herbeizuführen drohte. Da aber die Hochfinanz nicht nur das private Bankwesen, sondern auch die Zentralbanken beherrschte und mit eigenen Leuten besetzt hatte, konnten Zusammenbrüche des Finanzimperiums durch „Staatshilfen“ sowie durch illegale Übernahme von Staatskrediten durch die Zentralbanken, also durch Geld drucken, Schuldenexplosion und Aufweichen des Währungssystems, vorübergehend gelöst werden. So hat die Hochfinanz durch Verschuldungsorgie, durch Staatskredite, Geldvermehrung und Währungsaufweichung vorerst weiteren Boom halten können. Um die Finanzprobleme aus dem privaten Bankensystem zu verlagern, wurde in der wachsenden Finanzkrise den Staaten samt Notenbanken die Rolle des „Retters letzter Instanz“ zugeschrieben. Die Pandemie hat diesen Trend verstärkt und den Staaten bisher vom Freiheitsgebot der Bürger versperrte Handlungs- und Restriktionsmöglichkeiten zugespielt. Der Staat schränkt inzwischen sogar die Grundrechte widerspruchslos ein, rettet Unternehmen oder gleich die ganze Wirtschaft, gibt dabei gigantische Summen aus und maßt sich sogar an, ganze Branchen vorübergehend von der grundgesetzlichen Gewerbefreiheit auszuschließen (Lockdown).

Inzwischen hat die Vorstellung eines rettenden oder intervenierenden Staates in den USA und Europa Konjunktur. Statt „Big Money“ herrscht nun „Big Government“ mit immer größerer Macht, immer größeren Budgets, immer größeren Herrschaftsansprüchen, aber auch immer größerer Zustimmung solcher Bevölkerungskreise, die nicht vom Markt, sondern von Transferleistungen leben, sich also nicht in wirtschaftlicher Leistung, sondern in unproduktiven gesellschaftlichen Funktionen und in der neuen Öko-Religion austoben. Obwohl alle sozialistischen Staaten und Verwaltungswirtschaften bisher an Unproduktivität gescheitert sind und obwohl die Privatisierungsforschung nachgewiesen hat, dass viele staatliche Leistungen ein Drittel unwirtschaftlicher produziert werden als privat und obwohl Wirtschaft und Gesellschaft unter der wachsenden Gesetzesflut und Bürokratisierung ächzen, soll wiederum der Staat als Erfüller ideologischer Ziele und zur Lösung der unlösbar gewordenen Finanz- und Umweltprobleme dienen.

Warum nicht personale Marktwirtschaft?

Die Herrschaft des internationalen Monopolkapitals hat durch Schuldknechtschaft Elend und Leid in die Welt gebracht. Die Herrschaft der öffentlichen Funktionäre war aber – wie alle sozialistischen Spielarten vom nationalen bis zum internationalen Sozialismus gezeigt haben – nicht besser und hat ebenfalls zu Unfreiheit, Ausbeutung der Leistungsträger und Sozialfeudalismus geführt.

Sowohl der Finanzkapitalismus als auch der Staatskapitalismus sind eigentlich mit Demokratie nicht vereinbar, sind Herrschaftssysteme von oben nach unten, nicht wie Demokratie Kontrollsysteme von unten nach oben.

Quelle: „Wer ist Mittelstand?“, Hannover 2021, S. 9/10.

Wer wirklich im Sinne von Demokratie und Grundgesetzlich garantierter Menschenwürde nicht Wirtschaft für das Kapital, sondern für Menschen und Politik nicht für Funktionäre, sondern ebenfalls für freie Menschen will, darf eigentlich die Systeme von Finanz- und Staatskapitalismus nicht anstreben, in denen es um die 300 Kapitalistenfamilien der Welt oder um die öffentlichen Politfunktionäre geht, sondern muss ein System dezentraler Selbstverantwortung wie das von Demokratie und Marktwirtschaft anstreben, also kein Feudalsystem für die Oberschicht oder für die Funktionäre der Unterschicht, sondern ein individuelles Freiheitssystem, wie es die Mittelschicht verlangt und trägt.

Unsere Wirtschaftswissenschaft ist am Modellbild der Kapitalgesellschaften ausgerichtet, sieht das Management als neutralen „dispositiven“ Faktor und den Zweck der Unternehmen in der Gewinnmaximierung. Wir haben aber nur vier Prozent echte Kapitalgesellschaften. 96 Prozent unserer Unternehmen sind Personalunternehmen, denen es nicht um Rendite für das Kapital, sondern um Leistung „mit Menschen, für Menschen, durch Menschen“ geht. Die vom Autor begründete Mittelstandsökonomie hat dargelegt, dass diese Personalunternehmen wesentlich andere Bedingungen, Grundsätze, Funktionen und Arbeitsweisen haben als Kapitalgesellschaften, dass sie aber andererseits auch unser Wirtschaftssystem des Wettbewerbs tragen und dass der Mittelstand zu 80 Prozent nicht nur die Lasten unseres Staates, sondern auch die Subventionen an die Konzerne und Sozialleistungen an die Unterschicht trägt.

Ebenso ist nur der Mittelstand Träger des chancengleichen Wettbewerbs. Die Oberschicht will Machtwirtschaft statt Marktwirtschaft, die Unterschicht Sozialwirtschaft statt Marktwirtschaft. Dass wir immerhin noch eine zu 60 Prozent durch Mittelstand dominierende Marktwirtschaft mit funktionierendem Wettbewerb haben, hat uns den funktionierenden Arbeitsmarkt, den Wohlstand der gesamten Gesellschaft, die hohen Sozialleistungsmöglichkeiten und das Höchstmaß bürgerlicher Freiheit in den vergangenen Jahrzehnten beschert.

In der Pandemie hat nun dagegen ein internationales Bündnis von Hochfinanz und Politfunktionären

  • die Freiheit der Bürger mit brutalen rechtswidrigen Eingriffen zu manipulieren und zu beschränken begonnen,
  • ganze mittelständische Branchen unnötig und willkürlich ausgeschaltet,
  • dagegen die internationalen Konzerne mit Milliardenbeträgen subventioniert
  • und unter dem Vorwand des Helfers Sozialmachtbefugnisse an sich gerissen.

Wir stehen also wiederum in einer Wende, in welcher weltenrettende Politfunktionäre den Staat zum eigenen Vorteil und zum Nachteil der Bürger zentralisieren und die gesellschaftlichen Bedingungen diktieren wollen. Da diese Weltenrettung wie jede Religion unbeweisbar und unbewiesen bleibt, wird sie als notwendiger Weg verkauft, auch wenn sie in den wirtschaftlichen Abgrund und in persönliche Unfreiheit führt.

Die Pandemiemaßnahmen werden zeigen, dass mehr als eine Million Mittelständler an falschem Staatshandeln zugrunde gehen werden, dass falsche grüne Heilspropheten ihre Öko-Diktatur zu Lasten des Mittelstandes durchsetzen wollen, dass also die Überlebensfreiheit und Wohlfahrtsbedingungen der Massen unseres Volkes in höchster Gefahr sind.

Wir haben früher immer gefragt, warum unsere Eltern Hitler geschehen lassen haben. Sie haben es vorher nicht erkannt.

Dieses Mal wissen wir, wohin die Ideologien der Zerstörung der Wirtschaft, unserer persönlichen Freiheit und der Öko-Diktatur führen. Wenn die Mehrheit des Volkes dennoch wiederum diesen Weg wählt, können sich die Wähler später über den Absturz unseres Wohlstandes und den Verlust unserer demokratischen Freiheiten durch wieder herrschenden Staat nicht beklagen.


Prof. Eberhard Hamer.
Prof. Eberhard Hamer.

PI-NEWS-Autor Prof. Dr. Eberhard Hamer (*15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.