1

Annalena Baerbock: Die Frauenquote schlägt zurück

In der Welt der Grünen, die geprägt ist von Verboten, Vorschriften, Regeln und kollektiven Zwängen, muss ein geeigneter Mann eben zur Seite weichen, wenn eine ungeeignete Frau den Posten für sich haben will – die Frauenquote verlangt das so.

Von MARCUS | Robert Habeck war der bessere Kandidat, aber den Job kriegt eine Frau. Wir kennen dies aus unserem Berufsalltag: fähige Männer werden von unfähigen Frauen zur Seite gedrängt, weil das Management Angst hat, es bekäme sonst die Keule angeblicher Frauenfeindlichkeit zu spüren. Also kriegt die Frau den Job, auch wenn sie den Job nicht kann.

Sympathien für Robert Habeck sind hier sicher fehl am Platz. Er ist ein ökokommunistischer Extremist, der kein bisschen weniger radikal denkt als der Rest seiner Partei. Er ist ein totalitärer Fanatiker, der vom allmächtigen Staat träumt und dessen Verständnis von Demokratie stark an die Pseudodemokratie der DDR erinnert: In Habecks Denken sind die Menschen nicht frei, sondern Untertanen eines orwell’schen Systems. Wer was wie sagen darf, regelt der Staat.

Aber als Kanzlerkandidat seiner Partei hätte er einiges vorzuweisen gehabt: Sehr viel stärker als Annalena Baerbock wurde Robert Habeck seit Jahren gezielt vom Staatsfernsehen zum bekanntesten Gesicht der Grünen aufgebaut. Er fehlt in kaum einer Talkshow und wirkt dort mit seinen niedlichen Wuschelhaaren äußerlich telegen, durch seine gemütliche Art kommt er vor allem bei Frauen gut an. Er kann Sätze zu Ende sprechen, auch wenn diesen meist inhaltliche Präzision fehlt. Mangelnde Durchdachtheit im einzelnen ersetzt er durch die große strategische Geschichte. Das alles kommt an bei einem eher oberflächlichen Fernsehpublikum, das nicht viel nachdenken, sondern vor allem unterhalten werden möchte.

Annalena Baerbock hingegen ist als Kandidatin eindeutig die schwächere, mittlerweile fast schon tragikomische Figur. Vor ihrer Nominierung war sie in Talkshows seltener als Habeck zu sehen, aus gutem Grund: Ihre Sprache ist verwaschen und vernuschelt, sie bricht teilweise mitten im Wort ab, man hat von ihr noch nie einen Gedanken gehört, der nicht fast genauso im Parteiprogramm steht. Kreatives, selbständiges Denken ist ganz offenbar nicht ihre Stärke, was sich auch in ihrem schwachen Lebenslauf wiederspiegelt. Sie wirkt wie eine verwöhnte Bürgertochter, die als vorlautes Plappermäulchen halbwegs glatt durch die Schule kam und seither im Berufsleben eher herumstrauchelt. Ihr Mangel an grundlegender Bildung („Kobalt“ – „Kobold“) ist bereits heute legendär, fachliche Zusammenhänge geraten bei ihr selbst bei einfachsten Themen regelmäßig durcheinander. Ihre einzige Qualifikation scheint letztlich nur ihr halbwegs vorzeigbares Äußeres zu sein: Sie macht eine gute Figur und hat ein jung gebliebenes, hübsches Gesicht, wirkt aber gerade dadurch in der stark von femininen Neidgefühlen geplagten weiblichen Wählerschaft der Grünen auch indirekt als Konkurrentin.

Aber in der Welt der Grünen, die geprägt ist von Verboten, Vorschriften, Regeln und kollektiven Zwängen, muss ein geeigneter Mann eben zur Seite weichen, wenn eine ungeeignete Frau den Posten für sich haben will – die Frauenquote verlangt das so. Und da offenbar keine andere Frau bei den Grünen weniger nuschelig sprechen kann oder in Sachfragen auch nur einen Deut kundiger ist als Baerbock, hat eben sie Habeck per Quote zur Seite geschoben und es so an die Spitze geschafft.

Zum Glück funktioniert die Welt nicht so, wie sie sich die Quotenregler in den Schaltzentralen der Grünen vorstellen: In der wirklichen Welt zählen letzten Endes eben doch Fähigkeiten und Kompetenzen. In einem System mit Negativauswahl, das aus irgendwelchen Gründen dem Schlechteren dem Vorzug vor dem Besseren gibt, sind am Ende alle Verlierer.

Als politischer Gegner wünscht der Autor den Grünen aber auch in Zukunft möglichst viele Frauenquoten!