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„Die Maske demonstriert die Macht der Obrigkeit gegenüber dem Untertanen“

Am Donnerstag fand im Düsseldorfer Landtag eine von der AfD-Fraktion beantragte Aktuelle Stunde zum Thema „Lasst die Kinder endlich atmen: Die Masken müssen fallen!“ statt (siehe PI-NEWS-Interview mit Iris Dworeck-Danielowski). Der frühere Leiter eines Gymnasiums, Helmut Seifen (AfD-Fraktion NRW), ist über den andauernden Maskenzwang an Schulen erschüttert und entlarvt in seiner Rede, welchem Zweck die „Atembremse“ wirklich dient:

„Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Überall im Lande kehrt das Leben zurück. Auf den Sportplätzen können die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wieder ihre Mannschaftssportarten ausüben, ja sogar in der Halle ist das wieder möglich, natürlich ohne die atemraubende Maske vor Mund und Nase. In den Biergärten, Eisdielen, auf den Flaniermeilen der Städte: überall bewegen sich endlich die Menschen ohne die Atembremse vor Mund und Nase. Und auch die Regierungschefs, die sich auf dem G7-Gipfel köstlich miteinander amüsierten, lachten und scherzten ohne Mund- und Nasenschutz miteinander.

Aber es gibt eben auch zahlreiche Menschen in diesem Land, die auf solche Erleichterung noch verzichten müssen, die stundenlang, von der Obrigkeit verordnet, mit einer atemraubenden Maske vor Mund und Nase ihrer Arbeit nachgehen müssen. Dazu gehören auch vor allem die Schüler, Schülerinnen, die Lehrkräfte und anderes Personal, das in der Schule tätig ist. Und während sich bei den meisten Menschen Erleichterung breitmacht, dass man endlich wieder frei atmen kann, hat die Obrigkeit kein Erbarmen mit den Kindern und Jugendlichen, sondern zwingt sie weiter hinter die Maske mit fadenscheinigen Begründungen. Denn jeder weiß, dass die pandemische Lage nicht mehr existiert, wenn sie denn überhaupt existiert hat. Die Zahlen geben das schon lange nicht mehr her. Aber diese scheinfürsorgliche Haltung kann sich die Landesregierung erlauben, hat sie doch zahlreiche verängstigte Bürger auf ihrer Seite. Es gibt immer noch zahlreiche Bürger, die das Maskentragen als Vorsichtsmaßnahmen für ein kleines Übel halten. Gestern wurde diese Vorstellung noch vom Fraktionsvorsitzenden der FDP hier im Landtag vorgetragen. Die Bürger haben offensichtlich die täglichen Schreckensmeldungen in den Medien über die Gefährlichkeit der Covid-19-Erkrankung derartig internalisiert, dass ein Teil der Entmündigten ihre Freiheitsgewährungen als Gnadenakt der Regierung mit großer Dankbarkeit annehmen und auf der anderen Seite bedenkenlos grundrechtseinschränkende Maßnahmen für hinnehmbar halten. Das ist auch eine Folge des monatelangen Angstschürens, das ist die Folge einer einseitige Berichterstattung, das ist eine Folge davon, dass die Angemessenheit der Grundrechtseinschränkungen in den öffentlichen Medien nie grundlegend von Fachleuten diskutiert worden ist. Wissenschaftler, welche die Grundrechtseinschränkungen für völlig überzogen hielten und das auch aufgrund ihrer wissenschaftlicher Expertise überzeugend darstellen konnten, wurden nicht gehört oder sie wurden beschimpft, als Coronaleugner diffamiert, in Verbindung mit Radikalität gebracht und zu Aussätzigen erklärt. Darunter befinden sich auch Ärzte, Virologen und Epidemiologen, die jahrzehntelang renommierte Institut gleitet haben. Diese Konditionierung der Bevölkerung hat natürlich ihre Wirkung entfaltet. Wie sehr diese Angst bereits das Denken der Menschen bestimmt, belegt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) vom 06. August 2020. Die Befragten schätzten das individuelle Risiko, an COVID-19 zu erkranken, auf 25%. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit liegt aber bei unter einem Prozent. Die Befragten überschätzen also ihr Risiko an Covid19 zu erkranken nach Bereinigung der Daten mit einem Faktor 20x höher ein als das tatsächlich vorhandene Risiko. Und das, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ist das Ergebnis eines unkontrollierten Alarmismus, der die Menschen in Ängste stürzt und eine Einschränkung von Freiheiten zulässt, wie man ihn sich vor zwei Jahren noch nicht hat vorstellen können. Und deshalb wohl warnen Funktionäre von Lehrergewerkschaften, deshalb wohl laufen in den Schulen hysterische Lehrkräfte herum und bestehen auf die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler und verstoßen damit in eklatanter Weise gegen ihre pädagogische Pflichten.

Da sitzen also die Kinder von morgens sieben Uhr an mit der Maske im Bus, und dann noch anschließend mindestens sechs Stunden in der Schule. Über die Sinnhaftigkeit, den Nutzen und die Erträglichkeit wird nicht mehr nachgedacht. Sondern ohne Rücksicht auf die wahre Gefährlichkeit der Krankheit Covid-19, ohne Rücksicht auf die Erkenntnisse über den Nutzen und den Schaden von Mund-Nasen-Bedeckung und ohne Rücksicht auf die Erkenntnisse, die man aus Studien über das Infektionsgeschehen bei Kindern und jungen Menschen erfahren kann, wird der Maskenzwang einfach verlängert. Und selbst negativ Getestete müssen Masken tragen. Das offenbart den eigentlichen Zweck der Maske. Sie ist zum Geßlerhut unserer Zeit geworden. Sie hält die Notstandslüge aufrecht, simuliert politisches Handeln, vermummt Individualität, verstärkt die Angstpsychose und demonstriert die Macht der Obrigkeit gegenüber den Untertanen.

Hier muss endlich das Parlament energisch einschreiten und das Ministerium in die Pflicht nehmen, diesen Maskenunsinn endlich zu unterbinden. Das Parlament muss endlich zur Kenntnis nehmen, was Wissenschaftler über das Maskentragen und seine Notwendigkeit seriös aussagen.

Bereits am 04. August 2020 haben 190 Ärzte der Ministerin Gebauer in einem offenen Brief dargelegt, welche Schäden der Maskenzwang bei den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften hervorrufen kann. Die Ärzte sprechen in ihrem Brief davon, dass die Masken fundamentale Elemente der Erziehung, des Lernens und der Sozialentwicklung in erheblichem Maße beschneiden. Lernen und Verstehen in diesem Alter gelinge nur durch eine intensive soziale Beziehung zwischen Lehrern und Schülern und den Schülern untereinander. Und deshalb seien die Masken in höchstem Maße lern- und entwicklungsgefährdend. Die jungen Menschen entwickeln Schlafstörungen und Verhaltensstörungen. Dementsprechend füllen sich nun die Sprechstunden von Arzt- und Psychologenpraxen mit einer wachsenden Zahl von Kindern, die bedenkliche Anzeichen der Überforderung zeigen.

Auf die körperlichen Schäden wies bereits eine Leipziger Studie vom 20.07.2020 hin. In ihr wurde deutlich, dass die so genannte kardiopulmonale Leistungsfähigkeit durch Masken signifikant reduziert wird. Die Masken beeinträchtigen die Atmung erheblich durch ihren Atemwiderstand, vor allem das Volumen und die höchstmögliche Geschwindigkeit der Luft beim Ausatmen.

Und was die Leipziger Studie noch gar nicht untersucht hat, das ist die Gefahr, die von der stofflich-chemischen Zusammensetzung der Maske auf den Organismus des Träger ausgeht.

Werden Sie endlich Ihrer Verantwortung gerecht und befreien Sie Schüler und Lehrkräfte vom Unsinn des Maskentragens.“


Im Anschluss an die Rede von Helmut Seifen sprach auch der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dr. Martin Vincentz: