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Iryna Gaydukova entzaubert die Grünen

Von MANFRED ROUHS | Iryna Gaydukova aus dem Donbaz (Ukraine) kandidiert auf dem zweiten Listenplatz der Grünen im Saarland für den Deutschen Bundestag. Die attraktive Blondine bereitet ihrer Partei derzeit bundesweiten Kummer durch ein Video, das ihre Kandidatenbefragung unmittelbar nach der Nominierungsversammlung zeigt – eine Befragung zu politischen Themen, bei der in ihrem Fall nicht allzu viel herausgekommen ist. Spott und Häme ergießen sich nun über die Unglückliche und ihre Partei.

Iryna Gaydukova ist erst seit 2018 Mitglied der Grünen, aber schon stellvertretende Vorsitzende des saarländischen Landesverbandes. Hochgewachsene Frauen werden in der Politik gerne in eine vordere Reihe geschoben. Lächeln genügt oft für die Karriere.

Die zunächst naheliegende Annahme allerdings, Iryna Gaydukova sei dumm, ist offenbar irrig. Die Ukrainerin mit deutschem Pass hat in Saarbrücken Betriebswirtschaftlehre (BWL) auf Bachelor studiert und arbeitet als Controllerin bei einem international tätigen Chemiekonzern mit mehr als tausend Angestellten. Das Unternehmen beschichtet Kunststoffe. Die Sprachen, die sie laut ihrem Linkedin-Profil spricht, sind Englisch, Russisch und Ukrainisch. Deutsch steht nicht in der Liste.

Das erklärt einiges, und zwar sowohl über das Einbürgerungsverfahren in Deutschland als auch über die Ursache des aktuellen grünen Selbstdarstellungsdebakels. Die Befragung wäre in englischer oder ukrainischer Sprache wahrscheinlich flüssiger gelaufen.

Es mag angehen, mit minimalen Deutschkenntnissen einer anspruchsvollen Arbeit in einem internationalen Unternehmen nachzugehen. Sich aber politisch zu extrovertieren, wenn man relativ einfache politische Fragen in deutscher Sprache nicht versteht, ist zumindest unklug. Und die Entscheidung, Frau Gaydukova einzubürgern, war möglicherweise voreilig und sollte nochmal in Ruhe überdacht werden.


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und im Internet ein Nachrichtenportal betreibt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und stellt politische Aufkleber und andere Werbemittel zur Massenverteilung zur Verfügung. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.