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„Mathe soll jetzt rassistisch sein!“

Von MANFRED ROUHS | Es gibt Sachen, die glaubt man einfach nicht, wenn man sie liest. Sie erscheinen nur als Übertreibung vorstellbar oder als Karikatur. „So blöd kann doch keiner sein“, denkt man sich – und doch: der Irrsinn ist Wirklichkeit.

So werden nun allen Ernstes Lehrer in den USA im Dienste des Anti-Rassismus dazu angehalten, ihre Schüler nicht mehr nach der richtigen Lösung von Rechenaufgaben zu fragen. Das Spektakel nennt sich „woker Aktivismus“. Und die Idee dahinter ist folgende:

In der Vergangenheit hat sich immer wieder herausgestellt, dass mehr weiße als farbige Schüler Rechenaufgaben richtig lösen. Dadurch entsteht eine rassistische Schieflage. Die farbigen Schüler werden offenbar durch die Aufgabenstellung benachteiligt. Also sollen Lehrer, soweit sie nicht als Rassisten angeprangert werden wollen, ihren Schülern – auch im Mathematikunterricht – gefälligst keine Rechenaufgaben mehr stellen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Der Denkansatz beruht auf einer „Critical Race Theory“.

„Bild“ schreibt dazu:

„Diese Theorie geht davon aus, dass der in der Kolonialzeit entstandene Rassismus in jedem noch so banalen Aspekt des Lebens verankert ist. Das geht so weit, dass man selbst die Mathematik für ungültig – da ‚nicht objektiv‘ – erklärt, weil sie von weißen Kolonialherren erschaffen wurde.“

In afrikanischen Sprachen gibt es beispielsweise den Ansatz, „viele Gazellen“ von „wenigen Gazellen“ zu unterscheiden. Der Kolonialherr dagegen will es genau wissen und fragt beispielsweise, wie viel fünf Gazellen plus sieben Gazellen sind. Und er ist engstirnig darauf festgelegt, als einzig richtige Antwort „zwölf Gazellen“ zu akzeptieren, obwohl doch „viele Gazellen“ durchaus auch eine sehr schöne Lösung wäre.

Wie werden sich „Woker Aktivismus“ und die „Critical Race Theory“ künftig auf ein Architekturstudium in den USA auswirken? Werden dann z.B. Häuser nicht mehr mit einer bestimmten Zahl von Ziegelsteinen, sondern mit „vielen Ziegelsteinen“ oder mit „wenigen Ziegelsteinen“ gebaut? Und wie sicher wohnt es sich in Häusern, bei deren Planung nicht rassistisch hin und her gerechnet worden ist?

Wer läuft über die erste von „woken Aktivsten“ konstruierte Brücke?

Vielleicht ja Bill Gates? „Bild“ schreibt: „Die Bildungsinitiative, die die Empfehlung herausbrachte, wird mit 1 Million Euro von der ‚The Bill and Melinda Gates Foundation‘ unterstützt.“


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und im Internet ein Nachrichtenportal betreibt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und stellt politische Aufkleber und andere Werbemittel zur Massenverteilung zur Verfügung. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.