Der frühere österreichische Innenminister Herbert Kickl wurde am Montag vom FPÖ-Präsidium zum designierten Bundesparteiobmann und damit Nachfolger von Norbert Hofer berufen. Bei einer anschließenden Pressekonferenz (Video oben) erklärte Kickl, ihm sei klar, wie hoch die Latte liege, die ihm die Partei gelegt habe. „Ich bin aber guter Dinge und voller Tatendrang, dass wir das alles erfolgreich gemeinsam bewältigen werden“, so der 52-Jährige. „Und ich werde dieses Projekt in Angriff nehmen, ohne mich zu verbiegen.“

„Alle Unkenrufe im Vorfeld dieser Sitzung sind Lügen gestraft worden, es ist weißer Rauch aufgestiegen, genauso, wie wir es eigentlich von Anfang an erwartet haben. Ich freue mich sehr darüber, einstimmig als Kandidat für den Bundesparteiobmann der FPÖ designiert worden zu sein“, sagte Kickl.

Selbstverständlich habe das letzte Wort der Souverän der Partei, also die Delegierten zum Parteitag, betonte Kickl. „Erst, wenn auch die Delegierten ihre Zustimmung zu dieser Personalentscheidung gegeben haben, werde ich entsprechend an die Arbeit gehen mit einer Mischung aus der notwendigen Demut nach innen hin und der Energie und der Kraft, die es nach außen hin braucht für die politische Auseinandersetzung, die sicherlich in den kommenden Wochen und Monaten sehr intensiv sein wird.“

Kickl bezeichnete es als erstaunlich, wieviel Aufmerksamkeit der Wechsel an der Spitze FPÖ im gesamten politischen Spektrum und in den Medien ausgelöst habe. Dies zeige, dass die FPÖ ein Schlüsselspieler im innenpolitischen System der Zweiten Republik sei, „weil wir in vielen Bereichen völlig anders sind als die anderen Parteien“. Man traue der FPÖ sehr viel Positives für dieses Land zu, eine wirkliche Verschiebung im Kräfteverhältnis dieser Republik im Interesse der Bevölkerung.

Weidel und Chrupalla: Gratulation an Herbert Kickl zur Wahl als Bundesparteiobmann der FPÖ

Die Spitzenkandidaten der AfD, Alice Weidel und Tino Chrupalla, gratulierten Kickl zur einstimmigen Entscheidung des FPÖ-Präsidiums, ihn zum Bundesparteiobmann zu designieren: „Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit mit dem neuen FPÖ-Chef und sehen große inhaltliche Schnittmengen in der politischen Ausrichtung. Sei es in Sachen Einwanderungspolitik oder der Kritik an der Lockdown-Politik in der Bundesrepublik und Österreich. Die AfD und die FPÖ beschreiten einen sehr ähnlichen Weg. Eine noch engere Zusammenarbeit erscheint daher vielversprechend.“ (Quellen: kurier.at, Pressemitteilung AfD)

image_pdfimage_print
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.
Jetzt den PI-NEWS-Telegram Kanal abonnieren!

14 KOMMENTARE

  1. Eine ausgezeichnete Wahl!

    Glückwünsche an Herrn Kickl, dem intellektuellen Kopf und dem rhetorischen Schwert der FPÖ.

    Ich genieße seine Reden.

  2. Die FPÖ und die AfD sind sich völlig einig darin, dass Schmarotzer nicht zu Europa gehören!

    Deshalb müssen vor allem sämtliche islamische Sozialschmarotzer, welche von Merkel angelockt wurden, Europa wieder verlassen!

    Weg mit denen!</b<

  3. Herbert Kickl war als Innenminister großartig.
    In der Funktion müßte er wiederkommen.

  4. „…
    Marie-Belen
    8. Juni 2021 at 08:19
    Eine ausgezeichnete Wahl!

    Glückwünsche an Herrn Kickl, dem intellektuellen Kopf und dem rhetorischen Schwert der FPÖ.

    Ich genieße seine Reden.
    …”
    Er sollte allerdings seine rhetorische Brillanz gut dosiert anwenden – denn sonst besteht die Gefahr des plötzlichen und unerwarteten Ablebens z.B. durch Unfall wie seinerzeit Jörg Haider … oder des Suizids wie eines bundesdeutschen Impfkritikers und Arzt oder der Suizid von der Berliner Richterin Kirsten Heisig – oder ein halbes Dutzend plötzlich verstorbener Zeugen im NSU Prozess

  5. „Weidel und Chrupalla: Gratulation an Herbert Kickl zur Wahl als Bundesparteiobmann der FPÖ*

    Hat Frau Dr Merkel auch gratuliert oder macht ihr das nur bei sehr wenigen ausgewählten Sozialisten?

  6. Kickl ist, wie Strache und Salvini, der linken Clique zum Opfer gefallen. Mutti hat ebenfalls kräftig mitgemischt. Ihr Migrationspakt ist ihr heilig, und Leute wie Kickl, Strache und Salvini hätten ihren Heiligenschein beschmutzt.

  7. Als Kurz-Nachfolger wäre er mir lieber.
    :mrgreen:

    Aber das kommt vielleicht ja noch….

  8. Auch von mir Gratulation an den kompetenten Herrn Kickl.
    Früher war ich auch ein Fan von Norbert Hofer. Der scheint aber genauso geworden zu sein wie Jörg Meuthen.

  9. Wenn sich die FPÖ weiter nach rechts bewegt, statt in der rechten Mittel zu bleiben, wird sie lange nicht mehr (mit-)regieren. Nur Meckern ändert gar nichts!

    DAS muss auch die AfD, bzw. müssen die „Flügel“-Leute endlich begreifen…!

  10. @francomacorisano
    Dann wähl doch Lucke’s Alpha-Partei oder wie die jetzt heißt. Die erfüllt doch alle Bedingungen in idealer Weise. Komisch nur, dass sie keiner wählen mag.

  11. Sowohl Hofer als auch Kickl haben Gutes für Österreich gemacht. Leider haben es die Linken geschafft, durch das Ibiza-Video und durch die Koalition mit den Grünen das Ganze zu zerschießen.

    Sebastian Kurz (ÖVP) übernasert das leider nicht, was die Linken hier aufführen. Das war auch der Grund, warum ich als konservativer ÖVP-Sympathisant eigentlich in letzter Zeit immer (!) FPÖ gewählt habe.

    Die FPÖ hat aber leider intensiv und teilweise unsachlich auf das Corona-Thema gesetzt. Das ist für sie nachteilig. Da gäbe es genug anderen Themen, mit denen sie sich profilieren könnte. Migration. Überwachungsstaat mit Impfpass etc.

    FPö halte ich für gut, nur gefällt mir das „Entfernen“ von Hofer nicht.

Comments are closed.