In "Postliberal" stellen die Gründer des konflikt Magazins, Erik Ahrens und Bruno Wolters, ihren weltanschaulichen Ansatz für ein zeitgemäßes politisches Denken dar. Das Buch ist soeben als 74. Teil der kaplaken-Reihe im Verlag Antaios erschienen.

„Liberal“ – eine leere Floskel. „Neoliberal“ – ein Kampfbegriff. „Illiberal“ – ein Strichmonster. „Antiliberal“ – missverständlich. Und nun „Postliberal“. Noch so ein Begriffs-Monster? Nein, meinen die beiden jungen Autoren Erik Ahrens und Bruno Wolters in ihrem mutigen Entwurf mit ebendiesem Titel.

Ahrens (Jahrgang 1994!) und Wolters (ebenfalls so jung!) sind die Köpfe hinter dem bis dato kaum bekannten „Konflikt“-Magazin, das es wohl nur online gibt. Sie sind offenkundig trotz ihres jungen Alters schon Machertypen. Und Denker. Jedenfalls sieht man das anhand ihres Textes in der beliebt-begehrten „Kaplaken“-Reihe aus dem Hause Antaios.

Die beiden Autoren zeigen, dass junge, politisch aktive Menschen längst nicht immer nur Klimawüteriche, Links-Apparatschiks oder Dauer-Demonstranten sein müssen. Ganz und gar nicht. Ahrens und Wolters beweisen auf 94 Seiten im handlichen Format, dass die geistig regsame Jugend, die nicht an Denk-Verbote und rot-grüne Irrlehren glaubt, im konservativ-freiheitlichen Lager Zuhause ist!

Und was ist nun postliberales Denken? Die Autoren sagen, dass man damit vor allem zeigen möchte, dass man nicht ins Gestern schaut, wie viele Rechte leider. Nein, sie möchten vorwärts blicken und für die kommenden Generationen Leitlinien eines konservativen Aufbruchs skizzieren. Das gelingt ihnen auch prächtig!

Wichtig ist für den Leser der Einstieg: Kundig erklären beide, wieso „Postliberal“ nicht „Antiliberal“ bedeutet, was ja zweifellos an Zwangs-Kollektivismen erinnern würde. Ihnen geht es um die Freiheit des Denkens, um die Freiheit des Volkes, um die Freiheit des Einzelnen. Dafür räumen sie – sprachlich elegant wie inhaltlich nachdrücklich – die Mythen des linken und links-liberalen Lagers ab.

Sie erweisen sich dabei als äußerst belesen. Aber mit ihrem Wissen wuchern sie nicht nur rum oder inszenieren sich als Neunmalkluge, sondern weisen der demokratischen deutschen Rechten einen Weg – ins Postliberale, Zukünftige hinein.

Behandelt werden dabei essenzielle Themen für uns alle: Grenzen, Sitten, Moral, Gottgläubigkeit. Und das tun sie nicht altbacken, sondern modern und zeitgemäß, ohne in modernistischen Slang zu verfallen. Ein schmaler Grat – und doch haben sie ihn bewältigt.

Natürlich kommt auch die Kritik der aktuellen Verhältnisse nicht zu kurz. Man reibt sich die Augen: So kann also auch Kapitalismuskritik aussehen. Keine dumme Eigentums-Feindschaft. Keine Enteignungs-Fantasien. Kein linkes Revoluzzertum. Vielmehr prägt das kleine Buch eine selten zu sehende konservative Kritik der Entgrenzungsstrategien des ganz großen Kapitals im Zeichen linksliberaler Politischer Korrektheit: Das „Woke Capital“ wird in seine Einzelteile zerlegt.

Und als man schon denkt: „Mensch, schade, kein Great Reset thematisiert?“ … wird man ein weiteres mal positiv überrascht. Auch dieses Corona-lastige Thema wird nicht ausgespart, sondern Tacheles geredet. Aber ohne Schaum vorm Mund, mit viel Wissens-Hunger, mit Leidenschaft und klarer Positionierung. Man kann den jungen Herren nur viel Schaffenskraft auf ihrem steinigen Weg wünschen – konservative Familienpolitik, gemeinwohlorientiertes Wirtschaften und freiheitliches Denken haben zwei neue, „postliberale“ Vertreter gefunden. Zeit ist es ja geworden. Diese Generation ist noch lange nicht verloren.

Bestellinformation:

» Erik Ahrens / Bruno Wolters: „Postliberal. Ein Entwurf“ – hier bestellen
» Den Band gibt es auch im Vorzugspaket mit Götz Kubitschek und Leon Wilhelm Plöcks – hier bestellen

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23 KOMMENTARE

  1. Also eine Neuauflage von Hesses „Das Glasperlenspiel“. Feinzieseliertes Sektierertum mit dem Nutzwert „Wie schön, daß wir mal wieder alles feinzieseliert zerlegt haben.“ Oder: „Hauptsache rabulistisch.“

    Solche Bücher muß es geben, gibt es ja erfreulicherweise auch. Aber der Text liest sich wie der Klappentext des Buchhändlers, eine für Normalos verführerisch eingeseifte Rutschbahn, mal wieder ein weiteres Zeitgeistbuch, nichts Bedeutendes:

    – auch so kann Kapitalismuskritik aussehen
    – konservative Kritik der Entgrenzungsstrategien des ganz großen Kapitals
    – das tun sie nicht altbacken, sondern modern und zeitgemäß, ohne in modernistischen Slang zu verfallen.
    – Wichtig ist für den Leser der Einstieg: Kundig erklären beide, wieso „Postliberal“ nicht „Antiliberal“ bedeutet, was ja zweifellos an Zwangs-Kollektivismen erinnern würde.

    Och nö.

  2. Dann bin ich doch eher Postkonservativ!

    Mit den Liberalen und deren Werten
    verhält es sich für mich ,eher wie
    bei den Hure….!

    Der Meistbietende bekommt deren
    Gunst.
    Hauptsache man kommt irgendwie
    an den Futtertrog.

  3. Sorry, aber diese beiden sind echte Traumtänzer. Wenn man von heute aus nur nach vorne blickt, akzeptiert man stillschweigend die gravierenden Fehler, die seit 2015 gemacht wurden. Das illegale, kriminelle Pack, das Merkel ins Land gelassen hat, muss erst verschwinden, bevor man wirklich in die Zukunft schauen kann, sonst hat sich für dieses Land schon jede Zukunft erledigt. Es bleibt nicht viel Zeit!

  4. Und heute Abend dürfen wir auf Phoenix, 22:15, eine ganze Dreiviertelstunde lang: Annalena Baerbock erleben! „Zu Gast“ bei Eva Lindenau. Die beiden Damen sprechen darüber, wie Annalena „die vergangenen Wochen erlebt hat, wie sie Deutschland verändern möchte, über ihre außenpolitischen Vorstellungen und ihr neues Buch“ (gab es davor schon eins?). Und was sie ihren Schmähkritikern entgegenhält und warum sie ihre Parteitagsrede „Scheiße“ fand:

    https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/annalena-baerbock-zu-gast-bei-eva-lindenau-a-2197815.html

    Bei ihrer Buchpräsentation heute hat sie wieder die Frauenkarte gezogen, Frauen in der Politik hams ja soo schwer, was man auch an Merkel sehen könne… Zwei Wiederholungen.

  5. Dieser „74. Teil der Kaplaken-Reihe“ ist mal wieder so ein wichtigtuerisches Büchlein, das rein gar nichts bewirkt, außer das 94 Seiten Papier sinnlos bedruckt wurden, die dann in einigen Studierstuben auf dem hintersten Regalbrett ungelesen verstauben. Deutschland hat wahrlich ganz andere und viel drängendere Probleme als irgend eine Form der Liberalismus-Kritik. Aber die Broschüre wird es sicher auf die Literaturseiten der „Jungen Freiheit“ schaffen, und das ist doch schon mal was.

  6. Das ist nichts für mich. Ich denke national, völkisch und sozial. Letzteres besonders beim Thema Arbeitnehmerrechte. Die meisten Völker, die ich freiwillig und unfreiwillig kennengelernt habe denken so nur uns wird der Nationalstolz rigoros ausgetrieben. Das Thema Fussi hat sich ja auch am Samstag um ca. 19:45 erledigt. Man sieht kaum noch Autos mit Deutschlandfahnen wie früher und die Frauen tragen auf einmal solche komischen, hässlichen Pluderhosen statt Hot Pants und Miniröcke. Man passt sich eben an, siehe der vorherige Beitragsbaum.
    Ich denke auch daß die Identitären dieses Thema bereits besetzt haben.

  7. Und anderthalb Stunden später, heute um 00:25, sitzt Boris Reitschuster bei „Servus TV“, dürfte interessanter werden, Thema: „Immer mehr Tabus – Haben wir verlernt zu streiten?“. Sollten wir den Österreichern hoch anrechnen, dass sie sich Leute ins Studio holen, die bei uns mittlerweile zu den Geächteten zählen:

    https://www.servustv.com/videos/aa-1q676hwq91w11/

  8. Nach vorn blicken, ist in Ordnung, denn Vergangenheit ist Vergangenheit und nicht mehr zu ändern, viel wichtiger ist, daraus zu lernen und begangene Fehler zu vermeiden, oder abzuschwächen. In der Vergangenheit leben, nicht. Aber ohne die Vergangenheit zu kennen, sie zu verstehen, zu akzeptieren und abzuarbeiten, egal, ob als Individuum, oder als Nation, als Volk, wird es eine schlechte Basis sein für die Zukunft. Die beiden sind noch sehr jung, sie werden noch andere Erfahrungen machen, dann haben sie eine eigene Vergangenheit, die mit der anderer verwoben ist, und dann wird sich ihre Meinung und damit ihre Sichtweise zwangsläufig ändern. Aber grundsätzlich ist es gut, dass sich besondere junge und jüngere Menschen mit der Gegenwart, damit mit der Vergangenheit und Zukunft, alles ist eine Einheit, auseinandersetzen und etwas andere Töne einbringen. Bei dem einen oder anderen aus ihrer Generation mag das auf fruchtbaren Boden fallen. Postliberal, ist mir auch lieber als konservativ, oder zu allem Überfluss auch noch konventionell obendrein. Aber das ist in diesem Land schwierig, da bleibt alles 100 Jahre, wie es ist.

  9. Nur in Deutschland werden Linksextreme als liberal bezeichnet. Oft hört man linksliberal. Dabei sind es Linksextremisten und nichts anderes.

  10. „Generationen Leitlinien eines konservativen Aufbruchs skizzieren.“

    Gute Idee. Jeder kann nur bei sich selbst und im direkten Umfeld etwas anders machen.
    Am besten alle Medien abschaffen und nur noch alternativ informieren.
    Gesund essen.
    Antifa Aufkleber entfernen.
    Unsere Kultur und alte deutsche Literatur bewahren.
    Solche Sachen.

    Das allerwichtigste ist, das wir wieder Zusammenhalt entwickeln und Stolz auf das Eigene.
    Indogermanen haben eine gemeinsame Geschichte.
    https://archive.org/details/diegefiederteschlangequetzalcoatlkukulkanviracochaeinweisserbaertigergottmitblauenaugen

    archive.org/details/thor-heyerdahl-the-white-gods-caucasian-elements-in-pre-inca-peru

  11. Wuehlmaus 17. Juni 2021 at 18:32

    „OT

    Mal wieder was für die Impf-Junkies, namentlich den „Spochtkameraden“ klimbt“
    Also ein anonymisierter Tweet in dem jemand über die Patienten der Nichte berichtet als einzige Quelle! selbst bei @ke11ybender ist das vor 4 Wochen auf Unglauben gestossen.

  12. Weder vor- noch nachliberal.
    Teil 1
    Die Gründung der Bundesrepublik VON Deutschland / – OF Germany / – D‘Allmagne ist keine Staatsgründung gewesen ( Professor Carlo Schmid 1949………. wir haben keinen Staat zu errichten….), sondern die Gründung eines besatzungsrechtlichen Mittels zur Selbstverwaltung der drei besetzten Zonen der Westalliierten (gemäß Art. 43 Haager Landkriegsordnung von 1907, RGBl. v. 1910 S. 147). Deutschland ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs (seit Ende des WKI. 1919!?) kein souveräner Staat mehr, sondern ein militärisch besetztes Gebiet der alliierten Streitkräfte. Mit Wirkung vom 12.09.1944 wurde es durch die Hauptsiegermacht USA beschlagnahmt (SHAEF Gesetz Nr. 52, Artikel 1 §1).
    Die Bundesrepublik Deutschland ist und war nie ein Staat; weder de jure noch de facto und zu keinem Zeitpunkt völkerrechtlich anerkannt (Germany = Feindstaat – bei den UN
    BRvonD = NGO – bei den UN).

  13. Weder vor- noch nachliberal.
    Teil2
    Staatenschlüssel ist für alle Staaten ab 100
    Bundesrepublik VON Deutschland = 000 = NGO!?
    Auch wenn die BRvonD diesen Schlüssel erstellt hat, müsste der Schlüssel für einen ‚Staat‘ BRvonD = 100 sein – oder !? Denn darunter (99<) wäre die Staatenlosigkeit bzw. Nichtstaatlichkeit.
    Gibt es eine andere Erklärung, oder hat sich die BRvonD den Knieschuss verpasst/ verpassen müssen?

    BRvonD = 276 ist der LÄNDERCODE!
    (Beispiel an Dänemark:
    126 = STAATSSCHLÜSSEL
    208 = LÄNDERCODE)

  14. Postliberal?

    Ich dachte aus idenditärer Sicht kommt der Liberalismus nicht gut weg.

    Frei nach Armin Mohler: „Nch 600 Jahren konservativer Herrschaft kann sich eine Gesellschaft 2 Generationen Liberalismus erlauben, dann sind alle Traditionen aufgebraucht…“ oder auch was Manfred Kleine-Hartlage beschrieben hat in „Die liberale Gesellschaft und ihr Ende“; in der liberalen Gesellschaft ist man tolerant…und morgen fremd im eigenen Land (idenditäre Parole), aufgrund des liberalismus und der Aufklärung hat der Westen eine geringe Geburtenrate, bei gleichzeitiger islamischer Masseneinwanderung und hoher muslimischen Geburtenrat (oder ist der Große Austausch etwa eine Verschwörungstheorie?) werden „Liberale“ mal in der Minderheit sein, dann ist Schluß mit „gay pride parades“…because that is something that is offending to muslims.

    Also dies verstehe ich unter „postliberal“.

  15. Nachtrag:
    Frei nach Armin Mohler: „Nch 600 Jahren konservativer Herrschaft kann sich eine Gesellschaft 2 Generationen Liberalismus erlauben, dann sind alle Traditionen aufgebraucht…“ …dann müssen wohl die Regeln des zusammenlebens täglich neu ausgehandelt werden, wie es von einem Zentralrat der Muslimen in Deutschland gefordert wurde.

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