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Warum die grüne Klimapolitik scheitern wird

Um Wirtschaft, Verkehr, Gebäude und Energiegewinnung "klimaneutral" zu machen, müssten zwischen 2015 und 2050 geschätzte 2150 Milliarden Euro in Deutschland aufgewendet werden.

Von WOLFGANG HÜBNER | Das Gerede von „Klimaneutralität“ ist leicht dahingesagt, um das gutgläubige Publikum für dieses Ziel zu begeistern. Doch ausgerechnet die treibende politische Kraft dabei, die Grünen, haben nun das Ergebnis einer von ihnen in Auftrag gegebenen Studie vorliegen, die für große Ernüchterung sorgen muss. Denn um Wirtschaft, Verkehr, Gebäude und Energiegewinnung „klimaneutral“ zu machen, müssten zwischen 2015 und 2050 nicht nur geschätzte 2150 Milliarden Euro in Deutschland aufgewendet werden, sondern es besteht dafür auch ein hoher Bedarf an Arbeitskräften: 2030 schon 439.000, 2035 dann bereits 767.000. Das große Problem: Die deutliche Mehrheit davon muss hochqualifiziert sein.

Laut der nach FAZ-Angaben noch unveröffentlichten Studie wird 40 Prozent des Arbeitskräftebedarfs auf Berufsgruppen entfallen, in denen schon jetzt ein Mangel an Fachkräften, Spezialisten und Experten besteht. Dabei erwarten die Grünen noch einen weit höheren qualifizierten Arbeitskräftebedarf, weil in den Berechnungen der Studie weder die Landwirtschaft, noch Forst- und Abfallwirtschaft berücksichtigt sind. Ungeachtet dieser Probleme schwärmen Grüne wie deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender Oliver Krischer vom „Jobmotor Klimaschutz“. Allerdings müssten unverzüglich sowohl im Handwerk als auch an den technischen Hochschulen die Weichen entsprechend gestellt werden: „Sonst haben wir in 15 Jahren einen hohen Bedarf an Fachkräften, aber nicht die entsprechend qualifizierten Leute.“

Und woher sollen die trotz der negativen demografischen Entwicklung hierkommen? Nach Meinung der Grünen durch Berufs- und Branchenwechsel von Arbeitskräften, verbunden mit umfangreichen Qualifizierungsprogrammen. Zudem sollen steigende Erwerbstätigkeit von Frauen und Senioren und  – wie könnte es anders sein – mehr Einwanderung helfen. Abgesehen von der völlig unklaren Finanzierung der billionenteuren „Klimaneutralität“: Eine sowohl schrumpfende, alternde als auch zunehmend beruflich weniger qualifizierfähige Bevölkerung wird nicht in der Lage sein, diesen Kraftakt zu schaffen.

Schon jetzt hat Deutschland immer weniger Ingenieursnachwuchs für Fahrzeug- und Motorentechnik, auch ein Resultat der Klimapropaganda. Geht das so weiter, müssen Verbrennungsmotoren, eine deutsche Weltspezialität, demnächst aus China eingeführt werden. Die FFF-Schulschwänzer aus (bislang) sozial abgesicherten Elternhäusern streben jedenfalls allermeist keine MINT-Studiengänge an, sondern irgendwas mit Medien oder Gendern. Doch immerhin schön, dass die Grünen eine Studie bezahlen müssen, die ihre Pläne als völlig unrealistisch entlarvt.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.