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Warum ist diese EM so egal?

Von ACHIM | Dass die Fußball-Europameisterschaft auf ein so spürbares Desinteresse stößt, hat nichts mit Corona zu tun. Die Entfremdung zwischen der „Mannschaft“ und dem Publikum begann schon vor Jahren. Es sind vor allem drei Gründe, weshalb es keinen Spaß mehr macht, dieser „Mannschaft“, die angeblich für Deutschland spielt, zuzuschauen:

1. Ethnoquoten statt Leistung

Sieht man die Mannschaften der westeuropäischen Länder, einschließlich der deutschen Mannschaft, auf dem Platz einlaufen, wird man sofort an die Umvolkungspolitik in diesen Ländern erinnert. Man kann diesen Gedanken angesichts der zahllosen Araber, Türken und Schwarzafrikaner, die sich dort auf dem Rasen tummeln, gar nicht verdrängen. Ganz unwillkürlich denkt man: „Das soll die Mannschaft Frankreichs sein?“ Und damit hat man sofort die Politik im Kopf: die Umvolkung läuft sozusagen immer mit ins Stadion ein. Genau das aber will man nicht beim Fußballschauen: an Politik oder irgendetwas sonstwie Belastendes denken. Man will entspannen und sich am Spiel erfreuen, man möchte von Gedanken des Alltags völlig abschalten. Das ist ja der einzige Sinn und Zweck des Zuschauens beim Sport.

Das Thema Umvolkung verliert sich auch nicht im weiteren Spielverlauf. Denn man weiß ja: Die Mannschaften der westeuropäischen Länder werden heute nicht mehr, wie früher, nach Leistung der Spieler zusammengestellt, sondern nach ethnischem Proporz. Eine rein deutsche Mannschaft wäre heute ein Ding der politischen Unmöglichkeit, selbst wenn tatsächlich nur indigene Deutsche die besten Spieler Deutschlands wären. Immer würde man aus politischen Gründen einen Türken oder Schwarzafrikaner ins Team drücken, damit die Ethnoquote stimmt. Und schießt der Quotentürke dann daneben, denkt man: „Na klar, der Quotentürke, mit einer Auswahl nach Leistung, wie früher, wäre das nicht passiert“. Und schon ist wieder die Politik da, und der Spaß vorbei.

2. Das Problem Gündogan

Die deutsche „Mannschaft“ hat zudem noch das spezielle Problem, dass mit Ilkay Gündogan weiterhin jemand im Team ist, an dem sich das Publikum schon bei der WM in Russland gerieben hat. Wir erinnern uns: Kurz vor der WM fuhr Gündogan mit seinem Kollegin Özil nach Ankara, um vor Erdogan seinen Kotau zu machen und dem Präsidenten der Türkei ein Trikot zu schenken. So kurz vor der WM war das eine klare Geste, wem die persönliche Loyalität gehört und für welches Land das eigene Herz wirklich schlägt.

Ilkay Gündogan.
Ilkay Gündogan.

Man kann Gündogan diese Loyalität zur Türkei auch gar nicht übel nehmen, aber als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft ist so eine demonstrative Geste zu einem solchen Zeitpunkt eine Ohrfeige für das deutsche Publikum, ein klarer Affront. Gündogan hätte man nach dieser Geste sofort aus dem Team werfen müssen. Das wäre die einzige richtige Konsequenz gewesen, um die notwendige Eintracht zwischen Team und Publikum wiederherzustellen.

Stattdessen hat man aber aus politkorrekten Gründen genau dies nicht getan, sondern lieber zugelassen, dass Gündogan zum Schaden des ganzen Teams vom Publikum ausgebuht wurde – eine völlig verständliche Reaktion des geohrfeigten deutschen Publikums. Die emotionale Kälte, teilweise sogar Feindseligkeit des Publikums, die der Mannschaft wegen der Causa Gündogan anschließend in Russland entgegenschlug, hat ganz wesentlich zum frühen Ausscheiden der Mannschaft bei der WM beigetragen. Das alles ist bis heute nicht vergessen, und das alles lebt wieder auf, wenn man Gündogan jetzt wieder über den Rasen laufen sieht: dass der DFB damals lieber die WM riskierte als eine notwendige, aber politisch unerwünschte personelle Konsequenz zu ziehen.

Gündogan mag ein guter Fußballer sein, aber als erklärter Loyalist der Erdogan-Türkei gehört er nicht in die deutsche Nationalmannschaft. Und wenn man ihn dort weiterspielen lässt, wendet sich das Publikum eben von der ganzen Mannschaft ab.

3. Der ständige Missbrauch des Fußballs für politische Propaganda

Politik also schon zum Überdruß beim Anblick der „Mannschaft“, und dazu kommen noch die ständigen „politischen Aktionen“, mit denen uns diese hochbezahlten Spieler auf dem Platz, alles Leute mit Millionengehältern, Villen und Sportwagen, obendrein hochnäsig belehren wollen. Vielleicht müssen sie mitmachen bei diesen Aktionen „gegen Rassismus“ und für allerlei sonstige Themen, die den Politfuzzis bei uns so am Herzen liegen, vielleicht haben sie gar keine andere Wahl: weil man zwar in der „Mannschaft“ bleiben darf, wenn man ausländische Potentaten hofiert, aber nicht, wenn man keine Lust hat, sich als politisches Propagandainstrument missbrauchen zu lassen. Sprich: Nur wer politisch mitmacht, darf mitspielen. Und deshalb knicken sie alle ein, wortwörtlich, bei ihren lächerlichen „Anti-Rassismus“-Aktionen mit einem Knie im Rasen.

Das Publikum will nicht belehrt werden, schon gar nicht von reichen Leuten, und es will beim Fußballschauen auch sonst keine Politik im Kopf, sondern einfach Freude am Fußball haben. Und wenn der Fußball diese Freude nicht mehr bietet, weil sich „die Mannschaft“ von Politikern für deren Zwecke instrumentalisieren lässt – dann sucht sich das Publikum seine Freude eben anderswo.