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Uwe Junge verlässt die AfD

Der Ex-Landesvorsitzende der AfD in Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, verlässt die Partei und ruft zur Wahl einer Splitterpartei auf, die kein Mensch kennt.

Von MANFRED ROUHS | Der langjährige rheinland-pfälzische AfD-Landesvorsitzende Uwe Junge und seine Frau Claudia haben wenige Wochen vor der Bundestagswahl ihren Parteiaustritt erklärt. Die Massenmedien greifen begeistert eine Erklärung des Berufssoldaten und früheren CDU-Mitglieds bei Facebook auf, die landläufige und häufig kolportierte Vorbehalte gegen die AfD zu bestätigen scheint: Die Partei radikalisiere sich immer mehr, sie drifte aus dem bürgerlichen Spektrum ab.

Junge nimmt Anstoß an Personen: Gauland, Höcke, Kalbitz und andere sind ihm zu radikal. Und er kritisiert Inhalte: Eine Hinwendung zu Russland, Kritik an den USA und das politische Konzept eines sozialen Patriotismus mag er nicht mittragen. Bei der Bundestagswahl will er die von Bernd Lucke gegründeten Liberal-Konservativen Reformer (LKR) wählen, deren Programm ihn überzeugt hat.

Das mag er tun – aber auf diesem Weg ins Promille-Ghetto wird er nur wenig Gefolgschaft finden. Denn Deutschland hat keinen Mangel an liberal-konservativen politischen Akteuren, die sich mehrheitlich offenbar in den Unionsparteien und bei der FDP gut aufgehoben sehen.

Deutschland braucht eine reformatorische politische Kraft, die sich konsequent demokratisch, aber ohne Kompromissbereitschaft der anhaltenden Massenzuwanderung von Menschen aus fremden Kulturkreisen nach Deutschland entgegenstellt. Das ist die AfD. Und jeder, der dieses Erfordernis nicht erkennen will, ist für die Partei eher Belastung als Hilfe.

Wer die Zuwanderungspolitik der Konsensparteien kritisiert, wird von den Massenmeiden und vom etablierten Politikbetrieb in die rechtsradikale Ecke gestellt. Da spielt keine Rolle, was er sonst noch so erzählt. Wer das nicht tut, wird politisch in Ruhe gelassen – so wie Lucke und seine Promillepartei. Aber er ist auch überflüssig und bleibt in jeder Hinsicht bedeutungslos.

Der Weggang von Uwe Junge und anderen, profilähnlichen Akteuren stärkt die AfD eher als dass er sie schwächt. Denn in einem hat Junge recht: Das politische Diskussionsklima innerhalb der AfD könnte besser sein. Und es wird besser werden, wenn jene gehen, die nicht wirklich etwas zum Besseren hin verändern, sondern mitschwimmen und von den Massenmedien sowie vom etablierten Politikbetrieb anerkannt werden wollen.


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und im Internet ein Nachrichtenportal betreibt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und stellt politische Aufkleber und andere Werbemittel zur Massenverteilung zur Verfügung. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.



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