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Laschet verstößt den Mittelstand

Von PROF. EBERHARD HAMER | CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat wie Merkel keinerlei ökonomische Vorkenntnisse und wurde deshalb auch von der Wirtschaft – sogar von dem Wirtschaftsflügel der CDU – als Gefahr für Wirtschaft und Wohlstand angesehen.

Eigentlich hätte er in seinem Kompetenzteam deshalb Wirtschaftsexperten und vor allem Mittelstandsexperten wie Carsten Linnemann präsentieren müssen, er hat aber nur Friedrich Merz, der nicht die Wirtschaft, sondern das Großkapital repräsentiert und versteht. Immerhin ist er langjähriger Angestellter des internationalen Großkapitals.

Bisher hat Merz auch nicht erkennen lassen, dass er die Sorgen und Nöte oder gar die Strukturen und Besonderheiten der 96 Prozent mittelständischen Personalunternehmen unserer Wirtschaft verstanden hätte. Bislang haben diese ihn nicht interessiert, sondern war dies das Feld des Mittelstandsvorsitzenden Linnemann.

Linnemann hatte sich aber bei Merkel unbeliebt gemacht, weil er aus Mittelstandssicht richtige und notwendige, aus Sicht der Kanzlerin aber zu freche Kritik an der mittelstandsfeindlichen Wirtschaftspolitik Merkels geübt hat. Wer für den Mittelstand kämpft, macht sich nicht nur bei den Gewerkschaften, sondern auch beim Großkapital unbeliebt, also auch bei den von einer der Randgruppen gestellten Politikern.

Dass Laschet aber keinen Mittelstandsrepräsentanten in sein Kompetenzteam geholt hat, war ein Kardinalfehler. Denn die anderen Parteien haben ihm dieses Feld offengelassen:

  • Die frühere Mittelstandspartei FDP ist voll in die Hand und den Einfluss des internationalen Großkapitals geraten und wird entsprechend finanziert. Nur der Schäffler-Flügel ist noch glaubhafter Mittelstandsrepräsentant.
  • Die SPD hat aus ihrer engen Gewerkschaftsbindung nie etwas mit dem selbständigen Unternehmer anfangen können, sieht ihn wie Marx immer noch als „Ausbeuter“, hat jedenfalls keinerlei Mittelstandsbezug.
  • Die Grünen stammen zwar überwiegend aus dem angestellten Mittelstand, wollen aber nicht dessen Zukunft sichern, sondern mit wirklichkeitsschädlicher Ideologie die Welt retten.
  • Unter den Linken hat Sahra Wagenknecht den Mittelstand entdeckt, dabei aber die Zustimmung ihrer Partei verloren, die nach wie vor mittelstandsfeindlich ist.
  • Die AfD war eine Gründung von Wirtschaftsprofessoren, die sehr wohl um die Bedeutung des Mittelstands wussten. Mit den Themen Überschuldung und Migration war die Mittelstandsfokussierung in den Hintergrund getreten, wird aber durch neue Kandidaten wie Joachim Wundrak wieder in das Parteizentrum rücken.

Ein Mann wie Carsten Linnemann wäre der glaubhafteste Kandidat für den Mittelstand in der CDU-Mannschaft gewesen. Gerade ihn auszuschließen, wird die CDU viele Mittelstandsstimmen kosten.

„Dass ohne die Mittelschicht keine politische Mehrheit zu bilden ist und umgekehrt die Vernachlässigung der Mittelschicht zum Verlust politischer Macht führt, hängt heute allein schon mit der zahlenmäßigen Stärke des Mittelstandes zusammen: Fünf Millionen Selbständige und acht Millionen Mitglieder des angestellten Mittelstandes ergeben einen „gesellschaftlichen Mittelstand“ von 13 Millionen Haushalten“.

„Zählt man noch die Ehe- und Lebenspartner (vier Millionen Selbständigenhaushalte plus fünf Millionen angestellter Mittelstand) sowie die Kinder beider Gruppen (drei plus sechs Mio.) und die Rentner dieser Mittelschicht (eine Mio. aus dem selbständigen Mittelstand und acht Mio. aus den Angestellten) hinzu, gelangt man zu einer Gesamtzahl von 40 Millionen Menschen, die dem selbständigen und angestellten Mittelstand zugerechnet werden können (von 82 Millionen).“

„Wahlberechtigt sind nur die deutschen volljährigen Einwohner, also nur 61,5 Prozent von 82 Millionen, so dass die Mittelschicht im deutschen Wählerpotenzial allein schon statistisch eine Mehrheit hat. Hierzu kommt aber noch ein unterschiedliches Wahlverhalten innerhalb der Bevölkerungsschichten. Die Angehörigen der Mittelschicht nehmen mehr an Wahlen teil als Angehörige der Unterschicht, so dass inzwischen die Mittelschicht nicht nur die Mehrheit der Wahlberechtigten, sondern eine noch deutlichere Mehrheit der Wähler ausmacht.“

Wahlen werden also heute in der bürgerlichen Mittel gewonnen oder verloren.

Das Mittelstandsinstitut hat in früheren Untersuchungen mehrfach nachgewiesen, dass Mittelstandspolitik nicht mit Geldgeschenken und Subventionen gemacht wird, sondern mit Vertrauen. Die Selbständigen und der fremdverantwortliche Mittelstand wollen nicht Bestechung, sondern Freiheit. Sie wollen eher noch Bürokratieentlastung als Steuerentlastung. Sie wollen nicht nur Vertrauen in ihr Geschäft, sondern sie wollen auch Politiker, welche den Mittelstand ernst nehmen, denen sie vertrauen können, die den Mittelstand selbst repräsentieren. Die FDP hätte dies mit Frank Schäffler dokumentieren können, die Linken mit Sahra Wagenknecht, die AfD versucht es mit Joachim Wundrak. Der bekannteste Mittelstandspolitiker war aber bisher schon Carsten Linnemann, der das Vertrauen des Mittelstandes, nicht aber das Vertrauen seiner Parteifunktionäre genießt.

Es war ein Fehler, diesen Mittelständler nicht nach vorne zu stellen. Die CDU wird es büßen.


Prof. Eberhard Hamer.
Prof. Eberhard Hamer.

PI-NEWS-Autor Prof. Dr. Eberhard Hamer (*15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.




London macht Ärmelkanal für Migrantenboote dicht

Von MANFRED ROUHS | Die konservative britische Innenministerin Priti Patel hat die Küstenwache ihres Landes angewiesen, Migrantenboote im Ärmelkanal mit Kurs auf Großbritannien künftig nach Frankreich zurückzusenden. Dafür hatte sie sich zunächst rechtliche Rückendeckung geholt, wie britische Medien mitteilen.

Seit Anfang 2021 sollen bereits rund 13.000 Menschen über den Kanal nach Großbritannien gekommen sein. Das berichtet der „Spiegel“. Dabei handelt es sich aber offenbar lediglich um eine grobe Schätzung: Wer den britischen Patrouillenbooten entwischt und womöglich Kontakte in Großbritannien hat und deshalb für seine Unterbringen nicht auf behördliche Hilfe angewiesen ist, taucht in keiner Statistik auf.

Folgerichtig steht auch die Wirksamkeit der jetzt angeordneten Maßnahmen in Zweifel. Viele Wirtschaftsflüchtlinge sprechen keine andere Fremdsprache als Englisch. Für sie bleibt Großbritannien deshalb ein attraktives Ziel – und sie werden kreativ nach Möglichkeiten suchen, die britische Seeblockade zu umgehen.

Bis zum 8. September hatten Paris und London über eine einvernehmliche Regelung verhandelt, die illegale Überfahrten von der Kanalküste ins Vereinigte Königreich verhindern sollte. Der aktuelle Schritt der britischen Regierung ist offenbar eine Reaktion auf das Scheitern dieser Gespräche. Boris Johnson hat bereits angekündigt, „jede mögliche Taktik, die uns zur Verfügung steht“, anzuwenden, um den Zustrom von Armutsmigranten vom Festland zu stoppen.


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL herausgibt und im Internet ein Nachrichtenportal betreibt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und stellt politische Aufkleber und andere Werbemittel zur Massenverteilung zur Verfügung. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.



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Abler: Merkel hat das Leuchten des „C“ zum Erlöschen gebracht

Der ehemalige CDU-Politiker Eugen Abler, vielen Lesern bestens in Erinnerung durch seine mutigen Merkel-kritischen Reden auf CDU-Parteitagen, hat vor kurzem ein Buch mit dem Titel „Verrat am C“ geschrieben (PI-NEWS berichtete). Darin beschreibt der Ravensburger sehr anschaulich und aus jahrelanger eigener Erfahrung die von Angela Merkel eingeleitete Metamorphose der CDU zu einer zeitgeistlichen, orientierungslosen Linkspartei. Im PI-NEWS-Interview schildert Abler, was ihn zu diesem Buch bewogen hat.

PI-NEWS: Herr Abler, Sie sind im August 2020 nach 43 Jahren Mitgliedschaft aus der CDU ausgetreten. Blutet Ihnen trotzdem etwas das Herz, dass die CDU kurz vor der Bundestagswahl in den Umfragen so schlecht dasteht?

Eugen Abler: Auch wenn ich nicht mehr Mitglied der CDU bin, bin ich über die miserablen Umfragewerte erschüttert, weil das die Gefahr einer Rot-Grün-Roten-Regierung bedeutet. Zwar ist der Linksruck der CDU, initiiert durch Angela Merkel, in den letzten Jahren erheblich gewesen, nichtsdestotrotz würde unsere Gesellschaft unter Führung der SPD einen massiven Linksdrall erfahren. Ich bin über die Entwicklung sehr besorgt. Hoffentlich ereilt die CDU nicht das Schicksal der italienischen Democratia Cristiana.

Es gibt aber viele, die sagen: Genau dieses Schicksal muss die CDU ereilen, damit in Deutschland wieder bessere Politik gemacht wird…

Diese Annahme halte ich für sehr gefährlich. Wer würde denn diese Lücke füllen? Wer soll denn bessere Politik machen? Wer die Hoffnung auf die linken Parteien, also die SPD, die Grünen und Linken setzt, hat den Ernst der Lage nicht erfasst. Wo ist deren Wertefundament?  Wir brauchen eine werteorientierte Politik, eine Politik aus christlicher Verantwortung, wenngleich eine solche Orientierung auch bei der CDU leider nur noch rudimentär vorhanden ist.

Die AfD könnte Ihrer Ansicht nach diese Lücke nicht füllen?

Aus meiner jetzigen Beobachtung heraus nicht. Wer das Programm der AfD heute liest, findet zwar viele Positionen, die die CDU vor 25 Jahren vertreten hat. Die AfD muss sich aber einem Reinigungsprozess unterziehen, wenn sie eine größere Rolle in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft spielen will. Von einigen Mitgliedern geäußerte rechtsnationale Provokationen, eine oft unangemessene Schärfe im Ton und interne Querelen verhindern ein größeres Gewicht im politischen Alltag.

Sie haben jetzt ein Buch über ihre Ex-Partei mit dem Titel „Verrat am C“ geschrieben. Wie kam es dazu?

Nach meinem Austritt hatte ich zunächst nicht die Absicht. Nach einigen Wochen kam Peter Hahne auf mich zu und regte an, „ein Büchlein“ über meine politische Vergangenheit zu schreiben. Nach reiflicher Überlegung waren es schließlich vier Gründe, die mich zusagen ließen. Erstens: Der Lebensschutz war und bleibt mir wichtig. Ich wollte mit meinem Buch den im Mutterleib getöteten Kindern eine Stimme verleihen, auf diesen Skandal hinweisen. Zweitens: Aus Rückmeldungen nach meinen Parteitagsauftritten wusste ich, dass viele Menschen dankbar sind, wenn jemand einer konservativen Meinung öffentlich eine Stimme gibt. Auch für diese Menschen wollte ich schreiben. Drittens: Ich wollte der CDU eine Hilfestellung zur Selbsterkenntnis leisten, sie (die CDU) in einen Spiegel über die Sündenfälle der Vergangenheit blicken lassen. Viertens: Es sollte ein Zeugnis für christliche Werte, das heißt für Gottes Ordnung werden.

Nun könnte man argumentieren: Das Thema ist schon durch das Buch des früheren CDU-Generalsekretärs Volker Kauder „Das hohe C – Politik aus dem Christlichen Menschenbild“ abgedeckt?

Jetzt wird es interessant. Auf der einen Seite Volker Kauder, ein Spitzenpolitiker der CDU, der ein Buch über „Das hohe C“ schreibt und ich, der über lange Zeit den schleichenden Verlust von christlichen Werten in der Union beklagt und dies an vielen Beispielen in meinem Buch „Der Verrat am C“ belegt. Jedenfalls weiß ich, dass ich für meine Begründung viele Anhänger habe. Vom Verrat am C habe ich übrigens auf mehreren Parteitagen gesprochen und wurde dabei immer bestärkt. Der Leser möge sich selber ein Urteil bilden.

Ihre Merkel-kritischen Reden auf den CDU-Parteitagen wurden von den Delegierten regelmäßig mit Argwohn und Ignoranz bestraft. Wie empfanden Sie das?

Die Ignoranz wurde dadurch am deutlichsten, wenn bei meinem Redebeitrag durchweg fast alle Mitdelegierten aus unserem Wahlkreis den Saal verlassen haben. Ich hatte mich aber schnell daran gewöhnt. Es gab aber sehr viele positive, anerkennende und ermunternde Rückmeldungen. Im Netz gab es jeweils Tausende Kommentare. Als Stichprobe habe ich mal 30 davon gelesen. Davon waren ca. 70 Prozent positiv, der Rest ablehnend bis verächtlich. Tausende Likes zeigten ein ähnliches Bild. Sehr positiv waren die Rückmeldungen, die mich per Mail erreichten, etwa 200 an der Zahl. Aus fast allen Mails klang großer Dank, Anerkennung und Wertschätzung heraus nach dem Motto: Gott sei Dank ist da noch einer, der Klartext redet und den Mut hat, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Im persönlichen Gespräch gab es im Alltag ebenfalls viel Anerkennung für mich.

Noch einmal zurück zu Ihrem Buch „Verrat am C“. Was ist Ihr Hauptvorwurf an die CDU gerichtet?

Die CDU ist von Angela Merkel im Kielwasser des Zeitgeistes nach links geführt worden und hat damit das Leuchten des „C“ zum Erlöschen gebracht. Die Umsetzung der Genderideologie, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare, die Ehe für Alle, der nicht mehr thematisierte Lebensschutz, die Frühsexualisierung der Kinder und die Einführung eines Dritten Geschlechts sind Themen, die christlichen Grundwerten diametral entgegenstehen. Die CDU trägt den Namen des C, das für christlich steht. In der Politik der CDU steht zwar das C drauf, es ist aber nicht in ihrer Politik enthalten. Diesen Vorwurf kann ich der CDU nicht ersparen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Abler.

Sehr gerne.


Bestellmöglichkeit:

» Eugen Abler: „Der Verrat am C“ – hier bestellen




„Helfen Sie mit, die AfD aus dem Deutschen Bundestag zu verbannen“

Pünktlich zum Wahlkampf bringt der von der Bundesregierung mit 13 Millionen Euro im Jahr finanzierte „Zentralrat der Juden“ ein parteipolitisches Manifest heraus, um die israelfreundlichste Partei Deutschlands, die AfD, ohne Beweise als „antisemitisch“ zu diffamieren. Im Schlusssatz des Aufrufs heißt es: „Wählen Sie am 26. September 2021 eine zweifelsfrei demokratische Partei und helfen Sie mit, die AfD aus dem Deutschen Bundestag zu verbannen!“

Zum Traktat des Zentralrats der Juden in Deutschland gegen die AfD erklärt Artur Abramovych, Vorsitzender der JAfD (Juden in der AfD):

„Es überrascht nicht, dass der Zentralrat sowie Verbände, die unter seinem Einfluss stehen, wie schon im Vorfeld der letzten Bundestagswahl, gegen die AfD Stellung beziehen. Die Verantwortlichen an der Spitze des Zentralrats können sich ein solches Verhalten nur deswegen erlauben, weil sie durch die undemokratische Struktur ihrer Organisation intern keinen Widerstand befürchten müssen. Die Basis in den jüdischen Gemeinden denkt völlig anders. Sie hält den linken und muslimischen Antisemitismus für weitaus gefährlicher als die beispielsweise den sicherlich geschmacklosen aber letztendlich nur vereinzelten Missbrauch des gelben Sterns auf Coronaskeptiker-Demonstrationen. Der Aufruf des Zentralrats ist somit reine Augenwischerei. Den Juden in Deutschland ist damit mitnichten gedient.“

Dimitri Schulz MdL, Vorstandsmitglied der JAfD, ergänzt: „Bezeichnenderweise haben an diesem Aufruf praktisch nur jüdische Organisationen teilgenommen, die vom Staat finanziert werden. Unabhängige jüdische Organe wie die Monatszeitung „Jüdische Rundschau“ und konservative jüdische Verbände wie Chabad Deutschland sind nicht vertreten, und das ist auch kein Wunder. Denn es liegt nicht im Interesse der Juden in Deutschland, dass die etablierten Parteien ihre oftmals israelfeindliche Politik ohne jedwede ernstzunehmende Opposition durchboxen können. Die AfD ist die einzige Partei in Deutschland, die diese Politik wirklich kritisiert.“

„Mit Initiativen u.a. für das Verbot der Hisbollah, der antisemitischen BDS-Bewegung, zur Abschaffung der diskriminiereden Kennzeichnungspflicht jüdischer Produkte aus dem Westjordanland, hat die AfD mehr für den Schutz jüdischen Lebens getan als jede andere Partei im deutschen Bundestag“, so die stellvertrende Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag Beatrix von Storch. „Wir rechnen daher bei jüdischen Wählern mit einem starken Zuspruch für die AfD und daran wird auch der vor der Wahl lancierte Aufruf von Funktionären wenig ändern.“

Der deutsch-israelische Autor Chaim Noll sprach am 24. Juni zur AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag und wies darauf hin, dass es in keinem anderen Land der Welt einen sogenannten „Zentralrat der Juden“ gebe: „Der Zentralrat ist eine beispiellose Einrichtung, die es in anderen Ländern nicht gibt, und die auch im Judentum unbekannt ist. Das ist eine von der Bundesregierung finanzierte, staatliche Institution, zur Verwaltung der Juden des Landes. Das gibt es sonst nirgendwo. Das ist die eigentliche Tragik der Juden in Deutschland, dass sie hier diesem Regime unterworfen sind. In anderen Ländern sind die jüdischen Gemeinden autonom.“

 

 




Boris Reitschuster: Wie Spahn heuchelt, mogelt und spaltet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Mittwoch auf der Bundespressekonferenz einmal mehr die übliche Corona-Propaganda verkündet. Dem Journalisten Boris Reitschuster sind dabei einige Ungereimtheiten aufgefallen und er hat weite Teile der Aussagen von Spahn und des Leiters des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, analysiert und kommentiert. Reitschusters Conclusio: „Manchmal traute ich offen gestanden meinen Ohren nicht.“ Aber schauen Sie selbst…

 




Florian Willet: „Wie uns die Parteien über den Tisch ziehen!“

„Führung bedeutet, die Leute so über den Tisch zu ziehen, dass sie die Reibung als Nestwärme empfinden“: Haha, der war nicht schlecht!

Aber mal ehrlich – läuft es in der Politik nicht ziemlich genau so? Gerade vor der Bundestagswahl sollte man sich noch einmal klarmachen, mit welchem Instrumentenköfferchen unsere Damen und Herren Politiker zu Werke gehen.

Florian Willet ist Verhaltensökonom, Rechtswissenschaftler und Kommunikationspsychologe. Sein Interesse gilt der Meinungsbildung. Wie funktioniert sie? Welchen Verzerrungen unterliegt sie? Wann, warum, und inwiefern haben wir es mit „Machtpolitik“ zu tun, wenn der Wähler derweil dabei denkt, es gehe um eine Art fairen, demokratischen Interessenkonflikt? Wer wird weshalb eigentlich als „Verschwörungstheoretiker“ etikettiert?

Willet (übrigens nicht nur Mitglied im Hochbegabtenclub Mensa, sondern auch Pressesprecher des Sterbehilfevereins Dignitas) entzaubert in „Wie uns die Parteien über den Tisch ziehen!“ den parlamentarischen Trickkasten in 31 schlagkräftigen Kapiteln. Seinem Buch ist ein Aphorismus von Norbert Bolz vorangestellt: „Je geringer die politische Kompetenz, desto größer der moralische Anspruch.“

Dieses Diktum gilt es nun zu beweisen – indem die perfiden Mechanismen der Politikmaschinerie (und hier bleibt von links bis rechts kein Auge trocken!) bloßgelegt werden. Willet kommt sämtlichen Psychotricks der Demokratieindustrie auf die Spur: Von „Moralkapitalismus“, dem „Basta!“-Diktum (Gerhard Schröder) und den „Gerechtigkeitsjahrmärkten“ über „Zahlendeutungshoheit vergrößern“ bis hin zu den Stichworten „Gegenargumente als unzulässig erklären“, „Populismus unterstellen“.

Doppeldoktor Willet erklärt, wie Indoktrination und Manipulation funktionieren. Die Mechanismen sind gar nicht mal kompliziert, wenn man sie einmal aufgezeigt bekommen hat. Aber dann denkt man noch mal neu nach…

Willets Buch ist bereits in der zweiten Auflage erschienen. Das dürfte an der einzigartigen Vorstellung dieser Trickkiste liegen.

» Florian Willet: „Wie uns die Parteien über den Tisch ziehen! Ein Blick in die machiavellistische Trickkiste“ – hier bestellen.




Söders größter Fehler

„Wer zuckt, verliert“ – diese Lebensweisheit bewahrheitet sich gerade wieder einmal am Beispiel Markus Söders.

Von ROLAND | Hätte Markus Söder nach seiner verlorenen Kanzlerkandidatur die CSU von der Union abgespalten und wäre mit der CSU bundesweit angetreten, drohte uns jetzt nicht die rot-grün-rote Kommunistentruppe. Söders CSU hätte es womöglich auf 20 Prozent geschafft, Laschets CDU auf rund zehn Prozent. Aber das hätte immer noch gereicht für insgesamt 30 Prozent für CSU und CDU, vermutlich sogar mehr, und hätte Söder die Kanzlerschaft gesichert – voraussichtlich in einer halbwegs bürgerlichen Koalition aus CSU, FDP und CDU.

„Wer zuckt, verliert“ – diese Lebensweisheit bewahrheitet sich gerade wieder einmal am Beispiel Markus Söders. Da sitzt er nun als Randfigur eines Spiels, das er ganz leicht hätte selbst bestimmen können, und kann nur ohnmächtig zusehen, wie Armin Laschet die Kanzlerschaft für die „Union“ verliert. „Wer wagt, gewinnt“ – auch diesen Spruch sollte sich Markus Söder als Ritter trauriger Gestalt über sein Bett hängen.

Das Schicksal einer politisch so windigen Person wie Markus Söder sollte eigentlich niemanden kümmern. Aber als Folge von Söders Zaudern droht uns nun Rot-Grün-Rot – und damit eine für Deutschland äußerst gefährliche Regierung.

Na klar: Armin Laschet ist ein Politiker, der seine Karriere ausschließlich seiner Katzbuckelei vor dem CDU-Präsidium verdankt. Aber der am 26. September drohende Verlust der bürgerlichen Mehrheit in Deutschland – CDU, FDP und AfD hatten bis vor kurzem in allen Umfragen immer eine deutliche Mehrheit – und die Machtübernahme des kommunistisch-sozialistischen Lagers wird nicht allein die Schuld von Armin Laschet sein.

Auch Markus Söder trifft Mitverantwortung: Als politischer Stratege hat er völlig versagt. Als Machtmensch muss man Niederlagen in Siege verwandeln, man muss Chancen sehen, die sich bieten und nach ihnen greifen – ohne falsche Rücksichtnahme. Söder hätte daher nach der Niederlage gegen Laschet sofort die CSU aus dem Verbund der Union abspalten und mit der CSU im Alleingang bundesweit antreten müssen: Nie war die deutschlandweite Zustimmung zu einer von der CDU unabhängigen CSU spürbarer mit Händen zu greifen als im Moment der Niederlage Söders gegen Laschet.

Armin Laschet galt an der Basis immer als Kandidat des Establishments, nie gab es in der Partei wirkliche Unterstützung für diesen unbeliebten Mann. Markus Söder hätte nach der arroganten Entscheidung des CDU-Präsidiums gegen ihn und für Laschet nur mit den Fingern zu schnippen brauchen, und eine hochmotivierte CDU-Basis hätte deutschlandweit mit wehenden Fahnen in das Lager der CSU gewechselt. Statt jetzt von München aus eingeschnappt belanglose Weisheiten von sich zu geben, würde Söder im aktuellen Wahlkampf im Triumph von Stadt zu Stadt eilen und von der übergelaufenen CDU-Basis überall mit offenen Armen empfangen werden. Der Rest-CDU unter Laschet wären wahrscheinlich nicht einmal mehr genug aktive Mitglieder geblieben, um die eigenen Wahlkampfstände zu besetzen.

Die CSU ist nicht weniger heuchlerisch als die CDU, sie hat jeden Unfug Angela Merkels mitgetragen, murrend zwar, aber sie hat es getan – das ist durch nichts zu entschuldigen. Aber die CSU hat zumindest noch einen Hauch an bürgerlicher Glaubwürdigkeit, sie ist nicht gar so grünisiert und sozialistisch wie die CDU, sie pflegt zumindest noch Ansätze innerparteilicher Diskussion. Bei aller berechtigten Skepsis: All dies hätte Deutschland in einer CSU-geführten Bundesregierung immerhin besser getan als die uns nun drohende linksgrüne Kommunistentruppe.

Wenn Deutschland am 26. September an das rot-grün-rote Lager fällt, ist dies vor allem ein Versagen Armin Laschets und der hinter ihm stehenden Merkel-Clique. Aber es ist auch ein Versagen Markus Söders, der die Gunst seiner Stunde nicht erkannte – zum Schaden des ganzes Landes.