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Der Schweizer Roger Köppel: Ich bewundere die AfD!

Von PETER BARTELS | Sonntag, der Tag an dem ganz Deutschland unterging? Nicht ganz … Und anders als bei ASTERIX gibt es sogar gleich zwei unbeugsame deutsche Bundesländer: Sachsen und Thüringen! Sie haben den arroganten „Römern“ von Rhein und Elbe erbitterten Widerstand geleistet. Ihr „Zaubertrank“ heißt AfD …

In Sachsen holten die letzten wahren Deutschen sagenhafte 24,6 Prozent aller Stimmen – vor SPD 19,3 und CDU 17,2 Prozent. Vor vier Jahren war der Vorsprung mit 0,1 Prozent vor der CDU noch hauchdünn … Die Obelix-Klatsche für den CDU-„Ostbeauftragten“ Marco Wanderwitz um Chemnitz (sic) herum war mit 23,7 Prozent gegen den AfD-Helden Mike Moncsek (28,9 Prozent) ein weiterer Schluck aus der AfD-Zaubertrank-Pulle. Wie der Obelix-Hammer von AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla in Görlitz mit sagenhaften 35,8 Prozent …

In Thüringen gab der Staatssender DDR1 (MDR) zähneknirschend zu: „Auch in Thüringen wurde die AfD mit 24 Prozent stärkste Kraft vor SPD 23,4 und CDU 16,9 Prozent.“ Vor vier Jahren war die „CDU noch stärkste Kraft gewesen“ … Und noch knirschender: „In der Hälfte aller acht Wahlkreise … konnte die AfD bei den Zweitstimmen einen Wahlsieg einfahren, ebenso bei den Erststimmen“… Tja, auch im Eisenacher Wahlkreis unterlag der CDU-Vertreter Christian Hirte (23,0 Prozent) dem AfD-Kandidaten Klaus Stöber (24,8 Prozent) „direkt“. Wie im Wahlkreis Gotha-Ilmkreis der Thüringer CDU-MdB-Tankred Schipanski mit 15,5 Prozent dem AfD-Mann Marcus Bühl (26,5 %).

Die AfD-Jagd der Merkel-Ferkel

Und dabei hatten die „Merkel-Ferkel“ sich doch den größten Wahlhelfer überhaupt gebastelt, den Landesverfassungsschutz: Diese Merkel-Hiwis stuften die AfD in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt wie bestellt als „Verdachtsfall“ ein, weil sie angeblich „erwiesen extremistisch“ seien. Legen wir das mal auf „Wiedervorlage“… In Gesamt-Deutschland ließ die AfD ein paar Federn, „sank“ um 2,3 auf 10,3 Prozent, also immer noch zweistellig. Sie ist jetzt halt nicht mehr dritt-, sondern „nur“ noch fünftstärkste Fraktion im Reichstag … Je nun, immer noch meilenweit vor den  offensichtlich endgültig an Schwundsucht leidenden SED-LINKEN mit ihren 4,9 Prozent.

Den schweizer Wahlbeobachter Roger Köppel (56) riss es auf der deutschen Ausgabe seiner WELTWOCHE Daily (Video oben) zu Szenenbeifall hin: Meine Bewunderung … Ich habe großen Respekt … Ich kann das alles nicht nachvollziehen … diese Dämonisierung, diese Verketzerung, diese Verleumdung, ich finde das obszön … Das ist Geschichts-Pornografie, wenn man immer wieder diese Nazi-Keule bringt … Ich weiß, was Nazis waren, das hat nichts mit dem zu tun, was heute in Deutschland von Millionen Menschen gewählt wird … Eine groteske Beleidigung dieser Millionen Wähler, die senkrechte Demokraten sind … Die nicht den Parlamentarismus, die Demokratie aus den Angeln heben wollen … Die aber eine Vision der deutschen Politik haben: DAS sind die AfD-Wähler. Und die muß man ernst nehmen, die darf man nicht verketzern!! Ich habe mit vielen Deutschen gesprochen“ … Der Schweizer weiter: „Es ist auch ihnen nicht recht, wie die AfD von den Kartell-Parteien, von den Medien behandelt wird, es beelendet sie (deutsch: kotzt sie an)“ …

Der Goldene Schuss …

Opposition ist immer schwer, aber was sich da gegen die AfD zusammenballt, diese Tsunami-Welle von Anfeindungen und Verleumdungen und Verketzerungen und Verteufelungen … also, das auszuhalten, sich dem auszusetzen, das verdient meinen Respekt. Und da kann ich nur Durchhaltewillen wünschen!“

Und dann der Goldene Schuß mit der Armbrust: „Was wäre jetzt zu tun? Die beste Option wäre eine bürgerliche Koalition zwischen FDP, AfD und CDU … das wäre für die Sache gut, weil diese Parteien sich inhaltlich am nächsten stehen. Aber aufgrund dieser fehlerhaften, linken Mehltau-Politik von Angela Merkel sind die Brücken verbrannt, ist das bürgerliche Lager entmannt, ist diese AfD auszugrenzen, was unter dem sachlichen, politischen Aspekten natürlich falsch ist. Aber okay, andere Länder, andere Sitten. Deutschland erlebt jetzt die Stress-Symptome der Demokratie…“

Majestix Gauland und seine Metusalix Alice

Während der Schweizer Chefredaktor und Nationalrat (Bundestagsabgeordneter) in Ermangelung der „verbotenen“ AfD sich eine Art verbürgerlichter Koalition aus Schwarz, Grün, Gelb seufzt, brachte es der Thüringer AfD-Chef und Wahlsieger Björn Höcke in deutscher Fraktur auf den Punkt: Rennt die (CDU) weiter dem bunten Zeitgeist hinterher, wird sie den Weg der italienischen Christdemokraten gehen, es ist der Weg in die Bedeutungslosigkeit. Wenn sie noch die Kraft hat, sich zu ihren alten Werten zu besinnen, könnte sie allerdings auch für uns koalitionswürdig werden.“

Majestix Gauland und seine schöne Metusalix Alice brauchen keine Angst mehr davor zu haben, dass ihnen irgendwann der Himmel auf den Kopf fallen könnte: So lange es einen „Asterix“ wie Chrupalla gibt, einen „Obelix“ wie Höcke (auch wenn der manchmal scharf wie die goldene Sichel von Miraculix ist) werden seine AfD-Gallier selbst die schrägsten Troubadixe aus Brüssel mundtot machen. Mit oder ohne Knebel!! Und weiter die „Wildschweine“ in der Kartell-Kolchose erlegen …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.