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Die Flüchtlingskatze der ARD

Manchmal sind es nur kleine Dinge, die das große Ganze erhellen, unscheinbar, aber doch aussagekräftig, wenn man genauer hinsieht. So eine Kleinigkeit fiel uns beim Lesen einer ARD-Meldung auf. Sie beschäftigt sich mit den „Flüchtlingen“, die derzeit zwischen den Grenzbefestigungen von Weißrussland und Polen festsitzen.

Man könnte vieles über sie schreiben, zum Beispiel, wie polnische Medien, [1] dass etliche der dort niedergelassenen „Flüchtlinge“ erstaunt feststellten, dass sie hinter der Grenze von Belarus nicht auf deutschem Territorium landeten, wie sie erwartet hatten. Aber das ist nicht der Stil der ARD und auch nicht ihr Sendeauftrag. Den kann man am Titel ablesen („Extrem unmenschliche Umstände“) und an dem, was sie zur Problematik präsentiert – ein Rührstück mal wieder.

Kronzeuge ist ein polnischer Oppositionspolitiker, Francisek Sterczewski, der sich nach eigenen Angaben dort vor dem Ausnahmezustand aufgehalten habe. Der berichtet laut Zitat der Tagesschau [2] folgendes:

„Zuerst wurden diese Leute hinter Fahrzeugen und Zeltwänden abgeschirmt; Motorenlärm sollte sie übertönen, die Kommunikation wurde erschwert. Es geht der Regierung darum, die Menschen zu anonymisieren, ihre Gesichter zu verbergen, um zu sagen, das sind keine Menschen, die unsere Hilfe verdienen. Aber das sind echte Menschen mit wahren Geschichten.“

Echte Menschen, mit wahren Geschichten. So so. Die Tagesschau zitiert ihn weiter mit seinen „wahren Geschichten“:

Darunter sei auch eine schwerkranke 53-jährige Frau, die mit Kindern und Katze vor den Taliban geflüchtet sei, so der Parlamentarier.

Geflüchtet aus Kabul mit Kind und Katze, aber ohne Mann offensichtlich, denn der wird nicht erwähnt. Dazu ist die Dame schwerkrank, war aber die ganze Zeit dann doch so gut beieinander, dass sie sich neben den Kindern auch noch um die Katze kümmern konnte, die mit ihnen geflohen war.

Dankenswerterweise machte auch die Fluggesellschaft keine Probleme. Die Katze brauchte keinen Impfpass, keine Quarantäne und durfte während des Fluges auf dem Schoß der 53-Jährigen oder eines ihrer Kinder sitzen. Die Gangway herunter sprang Mauzi dann sicher froh voraus, nicht ahnend, dass Frauchen und Kindergefährten samt sie selbst im Niemandsland vor Polen landen würden. Sterczewski: „Was ich gesehen habe, übertraf meine schlimmsten Befürchtungen.“

Nun gut, so sehr ins Detail geht die ARD nicht, auch der polnische Oppositionspolitiker nicht und auch nicht die 53-jährige tierliebe und schwerkranke Afghanin. Wir haben hier deshalb unsere Mutmaßungen angestellt, wie es wohl gewesen sein könnte. Eines immerhin haben wir der ARD voraus. Uns ist es gelungen, ein Foto von Mauzi zu bekommen und wir präsentieren es hier exklusiv den Lesern von PI-NEWS. Da waren wir mal schneller als die Tagesschau.

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