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Ende der Corona-Notlage? Spahns eigennütziger Rohrkrepierer

Von WOLFGANG HÜBNER | Laut Medienberichten soll Bundescoronaminister Jens Spahn in einer nicht öffentlichen Runde geäußert haben, die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ könne am 25. November 2021 beendet werden. Er oder seine Helfer haben sogleich dafür gesorgt, diese Information öffentlich zu machen.

Manch einer unter den vielen Millionen von Maskenzwang und Impfdruck geplagten Bundesbürger freut sich bestimmt schon über diese Neuigkeit. Das ist verständlich, aber auch mehr als voreilig. Denn die Macht,  diese „epidemische Lage“ für beendet zu erklären, hat nicht der bald aus dem Amt scheidende Spahn, sondern nur der Bundestag mit entsprechender Mehrheit. Und selbige hat sich bekanntlich am 26. September geändert.

Dass der unvermeidliche Corona-Fundamentalist Karl Lauterbach von der künftigen Kanzlerpartei SPD Spahn sofort widersprochen hat, besitzt durch das Wahlergebnis ganz anderes Gewicht als zuvor. Es ist deshalb sehr unwahrscheinlich, noch vor der Regierungsbildung eine Mehrheit im Bundestag für die Aufhebung der „epidemischen Lage“ zu finden.

Das weiß selbstverständlich auch Spahn. Der hat sowieso ganz anderes im Sinn: Für den Machtkampf um die CDU-Führung will er sich von seinem größten Ballast befreien und als der Mann dastehen, der bereit ist, das böse Corona-Spiel zu stoppen.

Verlieren kann er dabei nicht. Wird es politisch verhindert, die repressiven Maßnahmen zu beenden, kann er behaupten: Zumindest ICH habe es doch gewollt. Kommt aber überraschend auch die neue Mehrheit zu dem Schluss, Lauterbach und Co. nicht länger zu beachten und macht der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ zum 25. November oder einem zeitnahen anderen Datum ein Ende, kann Spahn für sich lauthals in Anspruch nehmen, die Initiative dazu gemacht zu haben.

Kurzum: Eine typische Win-Win-Situation. Man wird eben nicht im Amt mehrfacher Immobilienmillionär, ohne dieses Spiel so perfekt zu beherrschen wie Herr Spahn!


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite und seinen neuen Telegram-Kanal erreichbar.