Dirk Nockemann wurde trotz massivem Mitgliederschwund und schlechten Wahlergebnissen wieder zum Landesvorsitzenden der Hamburger AfD gewählt.

Von MANFRED W. BLACK | Die Hamburger AfD hat am Sonntag den bisherigen Vorsitzenden der Partei, den ehemaligen Innensenator der Hansestadt, Dirk Nockemann, in seinem Amt bestätigt.

Nicole Jordan, die mehrfach als führende Kritikerin der bisherigen Vorstandsmehrheit aufgetreten ist, schaffte es nicht, Schatzmeisterin des Landesverbandes zu werden. Auch scheiterte die „Gruppe Jordan“ mit ihrem Antrag, künftig stärker zwischen Partei-Amt und parlamentarischem Mandat zu trennen und einen schärferen politischen Kurs zu steuern.

Gegen „hysterischen Klima-Wahn“

Auf einen groben Klotz gehöre ein grober Keil, rief Nockemann auf dem Parteitag. Damit meinte er die politischen Gegner in den anderen Parteien – und die Klima-Aktivisten hierzulande. Sie verbreiten aus seiner Sicht einen „hysterischen Klima-Wahn“.

Auch in Bezug auf die schwelenden innerparteilichen Auseinandersetzungen nahm Nockemann kein Blatt vor den Mund. Er rechnete scharf mit seinen innerparteilichen Kritikern ab – allen voran mit der AfD-Bezirkspolitikerin Nicole Jordan. Sie hatte als Schatzmeisterin in den neuen Landesvorstand kommen wollen, scheiterte aber in einer Kampf-Abstimmung gegen Peggy Heitmann.

Klare Mehrheitsverhältnisse

Die Mehrheitsverhältnisse auf dem Parteitag waren von Anfang an klar. Zwei Anträge von innerparteilichen Oppositionellen, in Zukunft für eine klarere Trennung von „Amt und Mandat“ Sorge zu tragen, wurden durch eine Mehrheitsentscheidung erst gar nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Diese Anträge beinhalteten teils persönliche Vorwürfe insbesondere gegenüber Wolf und Walczak.

Besonders Krzysztof­ Walczak – er ist Bürgerschaftsabgeordneter und Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion – war von den Antragstellern auch deswegen kritisiert worden, weil er – zusätzlich zu seiner Arbeit im Hamburger Landesparlament und seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Partei in der Hansestadt – gleichzeitig als Assistent für einen Bundestagsabgeordneten sowie einen NRW-Landtagsabgeordneten arbeitet.

Seit 2017 Landesvorsitzender

Schließlich wählten die Parteimitglieder am Sonntagnachmittag den 63-jährigen  Nockemann, der auch Fraktionsvorsitzender der AfD in der Hamburger Bürgerschaft ist, in Wandsbek-Dulsberg mit 78 Prozent der abgegebenen Stimmen erneut zum Landeschef der Partei.

84 der 108 stimmberechtigten anwesenden Mitglieder stimmten – bei einer Enthaltung – für Nockemann, 21 gegen ihn. Zwei Stimmen waren ungültig. Einen Gegenkandidaten hatte es nicht gegeben. Als stellvertretende Vorsitzende wurden die Bürgerschaftsabgeordneten Alexander Wolf und Krzysztof­ Walczak sowie Joachim Körner bestätigt.

Nockemann führt den Hamburger Landesverband seit dem Herbst 2017 und gilt innerhalb der AfD als eher gemäßigter Politiker. Seit vergangenem März ist er zudem alleiniger Vorsitzender der AfD-Bürgerschaftsfraktion; zuvor hatte er sich dieses Führungsamt mit dem Rechtsanwalt Alexander Wolf geteilt.

„Vernünftige, sachgerechte Politik“

Nockemann erklärte zum AfD-Parteitag in einem NDR-Fernsehinterview, er wolle weiterhin eine „vernünftige, sachgerechte Politik“ verfolgen. Einer Pressemitteilung der AfD zufolge sagte Nockemann zur zukünftigen Parteipolitik, der Staat sei „für unsere Bürger da und hat sie nicht in den Würgegriff zu nehmen“.

Es müssten „endlich die Außengrenzen kontrolliert werden – und nicht die rechtschaffenen Bürger beim Alsterspaziergang mit Corona-Kontrollen überzogen werden“.

Der Hamburger Parteitag, der in der Beruflichen Schule für Kommunikation und Medien stattgefunden hat, wurde von größeren Polizeieinheiten gesichert. Gravierende Angriffe der linksextremistischen Antifa auf die AfD, die sonst bei AfD-Veranstaltungen auch in Hamburg an der Tagesordnung sind, blieben dieses Mal offenbar aus.

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16 KOMMENTARE

  1. Ja , schade dass die AFD so sehr mit sich selbst beschäftigt ist , statt sich um die wirklichen Probleme zu kümmern zu können . Zu Vermuten bleibt hier : Es sind Stasi ähnliche Strukturen , von Merkel angewiesen , um die AFD von innen zu zersetzen . Heute ist das nicht mehr Mielke sondern Haldenwang .

  2. Bei den letzten Bürgerschaftswahlen in Hamburg hat die AfD sich die AfD von 6,1 % auf 5,4 % reduziert und damit den Negativtrend bei anderen Wahlen bestätigt. Die Gründe aufzuarbeiten, die dazu geführt haben, wäre sinnvoll, hat aber bisher leider noch nicht begonnen.

  3. Neulich würde er von der Linkspostille
    MOPO gefragt,
    Was er denn gegen die „Rechten“ in seiner Partei machen wollen.
    Er wird also von den Linksmedien nicht als „rechts“ eingestuft.

  4. „Auf einen groben Klotz gehöre ein grober Keil, rief Nockemann auf dem Parteitag. Damit meinte er die politischen Gegner in den anderen Parteien – und die Klima-Aktivisten hierzulande. Sie verbreiten aus seiner Sicht einen „hysterischen Klima-Wahn“.“
    Damit hat Nockemann uneingeschränkt recht – und das sieht nicht nur er so – das sehen viele andere auch so – nur leider sind die so gut erzogen, dass sie sich nicht so gebärden wie diese grün-linken „Blagen“, die, aufgehetzt von GRÜNEN Eltern, Lehrern und den GRÜNEN als Partei. Und hier hätte Nockemann durchaus noch etwa deutlicher und heftiger werden können. Denn gerade die GRÜNEN sind es, die immer wieder versuchen, schon Kindern, die man, wie man weiß, bestens manipulieren kann, (vgl. Hitlerjugend oder aus der Merkel-DDR, die Massenorganisation für Jugendliche in der DDR, Freie Deutsche Jugend, FDJ.
    In ihr wurden die jungen Leute, die vielen Merkels, Bartschs, Henning-Wellsows u. a. zwischen 14 und 25 Jahren ideologisch geschult!), wie sie nebulös behaupten, „Teilhabe“ zu verschaffen. In Wirklichkeit aber geht es dieser Bande nur und alleine darum, ihre geradezu kriminelle Ideologie in die Gesellschaft zu tragen um diese zu zerstören.

  5. Dortmunder Innenstadt Rheinisch Str.
    Ein Jahrzehnte langer Kampf zwischen der Lokalpolitik.
    Die Rechte Partei hatte hier ihr Quartier.
    Ein Haus welches man mit aufgeworfen Farbbeutel Bunt gemacht hat.
    Da mit man die Recht Szenen entfernt hat die Stadt, Oberbürgermeister Sierau, das Haus gekauft und den Rechten gekündigt.
    Unterstützt von Evangelischer Kirche, Katholischer Kirche Gewerkschaften, Lokalpolitik und die Üblichen verdächtigen der Medien.
    Die Rechten sind in Richtung Borsig Platz, in Eigentum, eingezogen Eigentum.

    Eine Bunte Szene konnte sich entwickeln. Dominiert aus dem Arabischen Raum, mit internationalen einsprekellungen.
    Die früheren Einwohner gehen gebückt durch die Straßen.

    Heute erneut Schießerei zwischen zwei Imbissbetrieben.

    Massives Polizeiaufgebot mit Maschinenpistolen im Anschlag.
    Mutmaßung: Macht da der eine Kalbsdöner der ander Schweinsbratwurst ?

    Ein Gewerbetreibender „der Konflikt schwelt schon Länger“. Letztens wäre der Konflikt nur 15 Minuten gewesen.
    Kommentar: >Dann war es ja nicht so schlimm.<
    Es geht auf Weihnachten zu da werden alle nervös.
    Ist aber auch gar nicht, von Machen zu ertragen, dieses vermaledeite Christenfest, das Fest der Liebe.
    Vielleich stellt man auch nur die Verhältniss der Heimat ein. Heimweh nach bleihaltigem Feuerwerk.
    Das ohne Blei in schön fällt wohl Coronabedingt wieder aus.

    Da ist wohl, das nötige, Heimat verbundene, Korrektiv abhanden gekommen.

    Bericht ARD Brisant : 2021.11.221 7:30 Uhr
    Und da hat der Oberbürgermeiste, die ARD gemaßregelt, weil sie im Tatort immer so ein Schlimmes Bild von Dortmund zeichnen. Da holt ihn, die selbst gemache Wirklichkeit ein.

    Es hat Zeiten gegeben da hat man einmal im Jahr das Martinshorn gehört. Mehr Menschen sind es nicht geworden, nur Andere sind es. Integriert und Unerzogen . Ich habe Lange genug gewarnt!

    Schüsse in Dortmund – mehrere Tatverdächtige festgenommen
    https://www.t-online.de/region/dortmund/news/id_91184774/nach-schuessen-in-dortmund-mehrere-tatverdaechtige-bei-grosseinsatz-festgenommen.html

    Personen gehen aufeinander los – Streit eskaliert erneut
    https://www.t-online.de/region/dortmund/news/id_91190660/personen-geraten-in-dortmund-aneinander-erneuter-polizeieinsatz.html

  6. Bedenke 22. November 2021 at 18:36
    Dortmunder Innenstadt Rheinisch Str.

    Unintegriert und Unerzogen soll es heißen!

  7. Ich kann mir nicht helfen, ich mag Nockemann nicht. Mir ist aber auch die hanseatische Mentalität ziemlich fremd.

  8. Wuehlmaus 22. November 2021 at 20:50

    Ich kann mir nicht helfen, ich mag Nockemann nicht. Mir ist aber auch die hanseatische Mentalität ziemlich fremd.

    Mir eher nicht. Die hanseatische Mentalität, gilt auch für das Nachbarbundesland S-H und Nord-Niedersachsen: Vornehm, zurückhaltend, nicht jeder ist gleich Dein Kumpel.
    Die Weltoffenheit, besonders bei den Hanseatinnen, ist ein großes Problem.
    Aber Nockemann ist Behörden-Beamter und darf daher nichts machen denn sonst wird er frühpensioniert.
    In Hamburg müssen AfD-Politiker Angst um ihr Leben haben vor der allmächtigen AntiFa supp. by allen Parteien in der Bürgerschaft (so heisst das ) . „Pimmel“ (das stand alles hier im Forum) ist gradezu ein Paradebeispiel.
    Sehr geehrter Herr Wuehlmaus, sie kommentieren mal wieder ohne die Zusammenhänge zu verstehen.
    Nockemann wurde gewählt und keiner hat’s mitbekommen. Die Partei ist zerstritten. So wie man die AfD kennt.
    Wenn man dann noch als Stadt relativ „reich“ ist (in HH gibt’s nur arm oder reich) und eine Inzi von nur 200 hat lässt’s sichs gut leben in Norddeutschland.
    Aber keine Bange: Die echten ethnischen Norddeutschen sterben aus und andere übernehmen.
    Die Polizei ist großartig, hält dagegen. Die grüne Justiz macht alles kaputt.

  9. @ gonger 22. November 2021 at 23:08

    Wuehlmaus 22. November 2021 at 20:50

    Ich kann mir nicht helfen, ich mag Nockemann nicht. Mir ist aber auch die hanseatische Mentalität ziemlich fremd.

    ————–

    Mir eher nicht. Die hanseatische Mentalität, gilt auch für das Nachbarbundesland S-H und Nord-Niedersachsen: Vornehm, zurückhaltend, nicht jeder ist gleich Dein Kumpel.
    Die Weltoffenheit, besonders bei den Hanseatinnen, ist ein großes Problem.
    Aber Nockemann ist Behörden-Beamter und darf daher nichts machen denn sonst wird er frühpensioniert.
    In Hamburg müssen AfD-Politiker Angst um ihr Leben haben vor der allmächtigen AntiFa supp. by allen Parteien in der Bürgerschaft (so heisst das ) . „Pimmel“ (das stand alles hier im Forum) ist gradezu ein Paradebeispiel.
    Sehr geehrter Herr Wuehlmaus, sie kommentieren mal wieder ohne die Zusammenhänge zu verstehen.
    Nockemann wurde gewählt und keiner hat’s mitbekommen. Die Partei ist zerstritten. So wie man die AfD kennt.

    ———————-

    Sie können es wohl nicht lasen, Sie Lindner-Stiefelputzer!

    Was hat die Aussage, dass ich Nockemann nicht mag und die hanseatische Mentalität ebensowenig, mit einem Nichtverstehen der Zusammenhänge zu tun? Nichts, überhaupt nichts, denn es ist als rein emotionales Statement klar erkenntlich.

    Und Ihre Polemik gegenüber der AfD können Sie Sich auch sonstwo hinstecken. In meiner Gegend ist z.B. die AfD überhaupt nicht zerstritten. Wir verstehen und im Kreisvorstand blendend. Aber wie soll das ein Kubicki-Fanboy begreifen, der Leuten hinter hechelt, die überhaupt keine Inhalte vertreten und deren Hauptproblem es ist, im Bundestag nicht neben der AfD-Fraktion sitzen zu müssen.

  10. Korrektur:

    Wir verstehen uns im Kreisvorstand blendend. Aber wie soll das ein Kubicki-Fanboy begreifen, der Leuten hinterher hechelt, die überhaupt keine Inhalte vertreten

  11. Viel Glück im Amt und herzlichen Glückwunsch aus Berlin an den Herrn Nockemann. In Hamburg als AFD die 5%Hürde zunehmen, ist eine sehr sehr gute Leistung. Für Weicheier, will keine Namen nennen und Jammerlappen will keine Namen nennen, sind das unerreichbare Leistungen.

  12. @ Mr. Wuehlmaus:
    Wir sollte uns mal am Deich treffen oder ansonsten im Wald.
    Leider schafft mein oller Bulli die Kasseler Berge nicht mehr und im ICE nach KS-Willihöhe tobt Corona 😉

  13. Berlin 59 23. November 2021 at 01:00
    Viel Glück im Amt und herzlichen Glückwunsch aus Berlin an den Herrn Nockemann. In Hamburg als AFD die 5%Hürde zunehmen, ist eine sehr sehr gute Leistung. Für Weicheier, will keine Namen nennen und Jammerlappen will keine Namen nennen, sind das unerreichbare Leistungen.

    Sie meinen den Vorgänger. Ein echter Jammerlappen. Ich habe ihn mal persönlich getroffen in einem Lokal in HH-Niendorf (eine harmlose Gegend) aber schon damals schlich die AntiFa um das Restaurant und ich habe den griechischen Wirt gefragt wo der Hinterausgang ist.
    5 % sind für Hamburg eine beachtliche Leistung aber Baumi ist ja drin.

  14. Ich werd’s nicht mehr, ein ehemaliger Innensenator HH
    bei der AfD.

    Ist er noch in der GdP, oder hat ihn der Gewerkschafts-
    Vorstand schon aufgefordert, umgehend die GdP zu verlassen??????????

    Denn das fördert diese Gewerkschaft ja. Aber ich wette, dann
    würde sie mindestens die Hälfte ihrer beitragszahlenden
    Mitglieder verlieren.

    Ich kenne kaum einen Polizeibeamten, der dem ungehinderten Zuzug
    gewaltaffiner Orientalen nicht kritisch gegenübersteht.

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