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Ist die Gesellschaft wirklich nicht gespalten?

Von WOLFGANG HÜBNER | Der neue Kanzler hat erklärt [1], die Gesellschaft in Deutschland sei nicht gespalten. Denn die allermeisten Menschen seien ja inzwischen geimpft. Wenn Olaf Scholz mit so simplen Argumenten den wichtigsten EU-Staat regieren will, kann es ja heiter werden. Denn er hat gleich in zweierlei Beziehung unrecht:

Erstens hat sein Gesundheitsminister gerade verkündet, die Impfung sei erst nach drei Impfungen [2] abgeschlossen. Was bei Lauterbach und den Profiterwartungen der Firma Pfizer übrigens erwarten lässt, dass künftig jährlich noch ein paar weitere Impftermine hinzukommen werden, um das Virus vergeblich zu bekämpfen. Und zweitens ist die Gesellschaft in Deutschland nicht erst seit Corona gespalten – sondern sozial, kulturell, weltanschaulich ohnehin.

Nur verläuft diese Spaltung nicht einfach 50 Prozent so und 50 Prozent anders. Sie kann auch bei einem Verhältnis von zehn gegen 90 oder 25 gegen 75 Prozent existieren. Bei den Massenmedien schreiben und senden zum Beispiel viel weniger als zehn Prozent der Bevölkerung mit rotgrünem Elan unablässig gegen die Erfahrungswelt und die Meinung von weit über 50 Prozent an, ohne jemals Schelte von diesem Kanzler befürchten zu müssen. Hingegen sind die Gegner der fälschlich als „Impfen“ bezeichneten Gentherapien deutlich mehr als zehn Prozent, müssen sich aber als staatlich unerwünschte Minderheit in bislang unvorstellbarer Weise diskriminieren und beschimpfen lassen.

Dabei sind unter dieser Minderheit der Impffreien anteilig besonders viele Menschen, die extrem gut informiert sind und ihre Entscheidung viel besser begründen können als diejenigen, die mehr oder weniger willig den Arm hingehalten haben, weil Angela Merkel,  die ARD-Tagesschau und ihr Chef das für gut halten. Die deutsche Gesellschaft ist also in jedem Fall beim Impfgeschehen qualitativ gespalten, quantitativ allerdings in relevanter Weise auch. Wenn Scholz jedoch am Mittwoch im WELT-Interview kurz nach seiner Vereidigung, bei der er den Nutzen des ganzen Volkes zu mehren und Schaden abzuwenden schwörte, diese Spaltung leugnet, dann hat er gleich zu Beginn seiner Amtstätigkeit einen Meineid geleistet.

Grundsätzlich gilt: Hochkomplexe, dazu noch kapitalistisch organisierte Staaten, ob nun westlich oder östlich, haben vielfach gespaltene Gesellschaften. Das ist auch kein Problem, das die Stabilität der Staaten und ihrer Gesellschaften ernsthaft in Frage stellt. Letzteres ist aber dann der Fall, wenn diese Spaltungen unversöhnlicher Art sind und auch unversöhnlich, also konfrontativ und aggressiv, behandelt werden.

Die Drohung mit einer Impfpflicht für Gensubstanzen, die nachweislich bereits unzählige Opfer und Schäden verursacht haben, ist auf jeden Fall eine politisch betriebene, extrem bösartige Spaltung mit hohem Nachhaltigkeitsfaktor. Wenn Scholz das als Kanzler verantworten will, wird er als Spalter der Nation noch seine Vorgängerin übertreffen. Und das will schon was heißen…

Frage an unsere Leser: Wie ist Ihre Meinung zum Thema „Spaltung“? Ist in Ihrem persönlichen Umfeld ein vertrautes, gemeinsames Weihnachtsfest noch möglich? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen an info@pi-news.net [3] – wir veröffentlichen die besten Zuschriften.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner [4] schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite [5] und seinen neuen Telegram-Kanal [6] erreichbar.

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