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Wer „impft“ eigentlich gegen Inflation?

Von WOLFGANG HÜBNER | Das ist bemerkenswert: Die Interessenvertretung der Beschäftigten der Europäischen Zentralbank (EZB) fordert einen automatischen Inflationsausgleich für die Gehälter ihrer nicht gerade schlechtbezahlten, mit allerlei Privilegien überschütteten Schützlinge. Offenbar trauen diese keineswegs den Beteuerungen ihrer Führungsetage, der starke Inflationsschub sei nur von vorübergehender Natur. Und da die Mitarbeiter direkt an der Quelle der EU-Inflationsmaschinerie sitzen, wird an der Berechtigung dieser Forderung schon etwas dran sein.

Dass starke Geldentwertung eine Tatsache ist, kann inzwischen auch der Normalbürger alltäglich feststellen. Einkäufe im Supermarkt oder Tanken reichen vollauf für diese Erkenntnis. Da Deutschland jedoch immer noch vom Corona-Geschehen voll hysterisiert ist und die Systemmedien voll damit zu tun haben, die Panik auch weiterhin zu schüren, wird das hochbrisante Thema öffentlich bewusst auf kleiner Flamme gekocht. In Nachbarländern ist das zum Teil anders, zum Beispiel in Polen. Dort hat die konservativ-soziale Regierung in Warschau ein Programm entwickelt unter dem Namen „Anti-Inflations-Schutzschild“.

Vorgesehen ist die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas für Privathaushalte. Die Kraftstoffsteuer wird zudem für mehrere Monate auf null Prozent gesenkt. Fünf Millionen Familien erhalten staatliche Hilfen, um den Anstieg der Nahrungsmittelpreise auszugleichen. Auch in Frankreich gibt es einige Anstrengung, die Folgen der Inflation für die Bürger zu mildern. Doch in Deutschland tut sich nach der Bundestagswahl, in der dieses Thema faktisch weggeschwiegen wurde, bislang überhaupt nichts. Es ist das Verdienst des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer, Sozialexperte seiner Fraktion, das existenzielle Thema nun wieder nach vorne zu bringen [1].

Seitens der Fraktion fordert der Politiker die Abschaffung der Energiesteuer und der neuen CO2-Steuer sowie die Aussetzung der Umsatzsteuer auf Strom, Gas und Heizöl. Außerdem müsse der steuerliche Grundfreibetrag deutlich angehoben werden, so dass Arbeitnehmern und Rentnern am Ende des Monats mehr Netto vom Brutto verbleibe. Und die EU wird ermahnt, voraussichtlich vergeblich, bei der EZB darauf zu drängen, die Geldentwertung energisch zu bekämpfen. Die neue „Ampel“-Regierung wird sich bei diesem Problem nicht mehr lange totstellen können. Aber noch versucht sie es. Denn, wie der neue Kanzler beteuert, die Gesellschaft sei ja nicht gespalten. Dabei spaltet nichts so brutal und nachhaltig wie Inflation.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner [2] schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite [3] und seinen neuen Telegram-Kanal [4] erreichbar.

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