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Sonnenkönigin Angela Merkel

Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel fällt nach 16 Jahren im Amt der Ruhestand sichtlich schwer. Auch nach ihrem Ausscheiden stehen ihr immer noch neun Mitarbeiter zur Verfügung. Die Besoldungsstufen für diese Stellen sind üppig bemessen: Zwei B6er, sie verdienen pro Kopf mindestens 10.300 Euro pro Monat. Vier weitere Angestellte auf Basis E11, 12 und 14 sowie A15. Das bedeutet 3.600 bis 7.100 Euro pro Kopf und pro Monat sowie drei niedriger bezahlte Helfer. Dazu gibt es die passenden Büros mit Ausstattung, Dienstwagen usw. – alles auf Steuerzahlerkosten.

Auf Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Jürgen Braun teilte die Bundesregierung zu den neun Planstellen jetzt mit: „Diese wurden nach Einwilligung des Hauptausschusses des Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium der Finanzen gem. § 15 Abs. 1 Haushaltsgesetz 2021 im Kapitel 0412 des Bundeshaushalts (Bundeskanzleramt) ausgebracht.“

Die Mitarbeiter haben die Aufgabe „…die Bundeskanzlerin a. D. fachlich und organisatorisch bei der Wahrnehmung ihrer nachwirkenden, aus dem Amt der Bundeskanzlerin folgenden Aufgaben…“ zu unterstützen. Eine teure Hilfe für eine Ruheständlerin, auf die normale Rentner oder Pensionäre in Deutschland nicht einmal ansatzweise hoffen dürfen.

Auch andere Altkanzler führten bzw. führen eigene Büros. Wenngleich auch niemand so hohe Ansprüche zu haben scheint wie Merkel. Gerhard Schröder beschäftigt heute noch fünf Mitarbeiter, bei den verstorbenen Helmut Kohl und Helmut Schmidt waren es zuletzt jeweils sechs.

Beim AfD-Abgeordneten Jürgen Braun, der die Zahlen ans Tageslicht holte, stoßen die üppig ausgestatteten Büros auf wenig Verständnis. Er sagt: „Die meisten mittelständischen Unternehmer in Deutschland träumen von so einer Personalausstattung. Die Ex-Kanzler bekommen sie natürlich auf Steuerzahlerkosten. Nutzen für die Bürger? Unklar. Mit dieser irren Verschwendung muss Schluss sein.“