- PI-NEWS - https://www.pi-news.net -

Die plötzliche Verlegenheit der Selensky-Fans

Von WOLFGANG HÜBNER | Es steht militärisch nicht gut um die Streitkräfte der Ukraine. Unabhängig von der westlichen Falsch- und Nichtberichterstattung steigt die Zahl der toten und verletzten ukrainischen Soldaten, immer mehr von ihnen geraten in russische Gefangenschaft. Im Donbas droht die nächste, wahrscheinlich schon entscheidende Niederlage nach Mariupol. Hieß es nicht kürzlich aus dem Mund eines hohen amerikanischen Militärs, die russische Armee gehe „auf den Knien“? Und hat nicht erst vor ein paar Tagen Präsident Selensky davon fantasiert, die Ukraine habe die russische Armee „gebrochen“, auch noch für lange Zeit? Und wo sind jetzt jene „Experten“, die durchaus einen Sieg der Ukraine für gut möglich hielten und damit die westlichen Waffenlieferungen für Kiew zusätzlich anstachelten?

Doch es macht keine Freude, mit den Bedenken gegen die idiotische neue Kriegsbegeisterung in Deutschland und hysterische Ukraine-Euphorie Recht zu behalten. Denn es sterben auf ukrainischer Seite gerade so viele junge Menschen, die von einer korrupten Regierungsclique in Kiew skrupellos für eine verlorene Sache geopfert werden. Vom „Helden“ der westlichen Welt namens Selensky ist nicht mehr zu erwarten, dass er endlich Realitätssinn zeigt und der tatsächlichen Lage im Land Tribut zollt. Stattdessen schwadronieren er und seine Kumpane immer noch vom Endsieg und davon, selbst die Krim wieder den Russen zu entreißen. Und keine Rede davon, wie katastrophal die ökonomische Lage der Ukraine (oder was von ihr übrigbleibt) auf unabsehbare Zeit bleiben wird.

Doch in Kiew, das so viele hohe westliche Besucher zu vermelden hat, lebt es sich ja auch noch ganz angenehm, jedenfalls für Selensky und Co. Denn im Gegensatz zu den inzwischen von russischen Truppen besetzten oder teilbesetzten Provinzen im Osten und Süden, deren Bruttoinlandsprodukt zwischen 650 Euro (Luhansk) und 3.162 Euro (Saporischschja) beträgt, beträgt dieses für Kiew 11.096 Euro. Keine andere ukrainische Provinz kommt auch nur annähernd an diese Zahl heran, die davon zeugt, was die Hauptstadt Kiew ist: Der wohlhabende Wasserkopf eines unnötig sehr armen Landes mit vielen intelligenten, gut ausgebildeten Menschen und den fruchtbarsten Böden Europas.

Welch ein Wahnsinn, welch ein Verbrechen, dass so viele junge Männer nun sterben statt ihr Land zu bebauen und wohlhabender zu machen! All die Merz, Strack-Zimmermann, Baerbock oder Hofreiter, die dieses Sterben und Leiden der einfachen Soldaten politisch befeuert haben und immer noch weiter antreiben – wie können diese verachtenswerten Sesselkrieger noch in einen Spiegel schauen?


Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner [1] schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite [2] und seinen Telegram-Kanal [3] erreichbar.

Like

Es „stürmt“ mal wieder im deutschen Blätterwald

geschrieben von libero3.1 am in Altmedien,Lügenpresse | 106 Kommentare

Von MARTIN E. RENNER | Am vergangenen Mittwoch veröffentlichte der Chefredakteur der Rheinischen Post (RP), Moritz Döbler, im Online-Portal der Zeitung einen unsäglichen Hetz-Artikel gegen die Alternative für Deutschland. [4]

Dieser rührig-besorgte Chefideologe Döbler lebt offenbar in hysterischer Sorge um „seine“ Demokratie. Hatten wir schon einmal hier zulande, in dunklen Zeiten. Ein Herr, namens Streicher, publizierte damals im „Stürmer“ und nannte seine Zeitung „Das Deutsche Wochenblatt zum Kampfe um die Wahrheit“.

Also rüstet sich dieser RP-Döbler zum Kampfe um die Wahrheit. Um seine Wahrheit, wohlgemerkt. Doch in Zeiten einer brutal wütenden Wokismus-Pandemie fällt es nicht wirklich auf, wenn sich ein Medien-Mann in leitender Funktion unverblümt ein Nannykleidchen überzieht und seinen Kindergartenkindern die wirkliche und einzig wahre Wahrheit vorgibt, nein, diktiert.

Die AfD – Schmarotzer der Demokratie

So bleibt der interessierte, vielleicht noch unentschlossene Wähler an der Titelzeile des besagten Artikels kleben, welche ganz offensichtlich der rhetorischen Höchstbegabung des Chefredakteurs selbst bedurfte: „Schmarotzer der Demokratie“.

Es folgen einige Zeilen belanglos-dümmlichen Blablas, um die Platzierung des Hass- und Hetz-Artikels in der Rubrik „Landtagswahl NRW“ zu rechtfertigen. Das hätten sicherlich auch die unteren Gehaltsklassen der „Rheinischen Post“ zu Papier bringen können.

Doch dann bricht sich in aller Vehemenz der von uns allen vergessen geglaubte, nein, vergessen gehoffte Ungeist der brachialen politischen Volkserziehung und Volksbevormundung Bahn:

Die AfD habe doch bereits in Schleswig-Holstein die Fünf-Prozent-Hürde verfehlt. Außerdem sei „alles an ihr destruktiv“. Sie habe „im Landtag eigentlich nichts verloren“. Sie mache die Institutionen „verächtlich“, von denen sie doch finanziell „profitiere“ (Abgeordnetendiäten, Wahlkampfkostenerstattung). Sie „lehne die Freiheit ab“ und „profiliert sich als zersetzende Kraft“. Trotz vielleicht einiger „ordentlicher Leute“, die irgendwie in die Partei geraten seien, handele es sich „in Summe … um Schmarotzer der Demokratie“.

„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“

Der Balken im Auge des eingebildeten Chef-Demokraten und des medial „Beauftragten zur gesellschaftlichen Demokratieüberwachung“ zwingt Herrn Döbler (RP) abschließend zur explizit niedergeschriebenen „Bitte“, das Privileg der Wahl doch tunlichst wahrzunehmen – aber bloß „nicht für die AfD zu stimmen“.

So viel zum „stürmischen“ Chefredakteur der RP-Tageszeitung
„für Politik und christliche Kultur“, wie der Untertitel der „Rheinischen Post“ verwirrenderweise postuliert.

Ob der gute Mann schlecht geschlafen oder ob sein Nachthemd Fusseln hatte? Ob er beim Griff zum morgendlichen Müsli die Brille nicht auf – und er versehentlich die Medikamentendose der Schwiegermutter erwischt hatte?

Man weiß es nicht.

Was man aber wissen muss: Hier offenbart ein weiterer Journalist in führender Position sein ungenügendes oder schlicht nicht vorhandenes Verständnis von Demokratie.

Es mag der ideologiesatte Schaum vor dem Mund gewesen sein, der ihm den klaren Blick vernebelte. Jedenfalls hat er seine verbalen Anleihen aus finstersten Zeiten – sei es „Zersetzung“ oder „Schmarotzer“ – nicht bemerkt.

Information darf nicht Indoktrination sein und werden

Statt sich für den erkennbaren Größenwahn, den Wähler dreist bevormunden zu wollen, zu schämen, weiß sich dieser Antiheld des reflektierten Denkens in bester Gesellschaft.

Es wird in den klassischen Medien immer mehr zur Tradition, den Bürger zu bevormunden. Ihm nicht mehr die Informationen zur Meinungsbildung aufzubereiten und bereitzustellen, sondern die Meinung selbst vorzugeben, nein, aufzwingen zu wollen.

Erschreckend daran ist die sichtlich zur Selbstverständlichkeit gewordene Einseitigkeit. Sei es während der gesamten „Pandemie“ oder aktuell in der Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine.

Das freimütige, unverblümt offene Zur-Schau-Stellen der eigenen Parteilichkeit gegenüber der „Neuen Einheitspartei Deutschlands (NED)“, bestehend aus CDU, SPD, FDP und GRÜNEN. Und ganz folgerichtig auch die klare Wahlempfehlung des hier besprochenen schriftlichen Schmierentheaters:

„Wer CDU, SPD, GRÜNE oder FDP stark vertreten wissen will, muss seine beiden Kreuze entsprechend setzen.“

In der Tat macht es in der politischen Praxis keinen nennenswerten Unterschied mehr, bei welcher der genannten NED-Teilparteien man sein Kreuz macht. Im Ergebnis arbeiten sie alle gemeinsam an der zunehmenden Unfreiheit und der kommenden Verarmung des Wählers und Bürgers.

Nur eine Frage der Perspektive

Die klassischen Medien haben längst die Seiten gewechselt. Sie beaufsichtigen und kontrollieren nicht mehr die Regierenden, sondern sitzen längst an der prall gedeckten Speisetafel des Leviathans – und beaufsichtigen und kontrollieren stattdessen den Leser und Bürger. Geben ihm die Leitplanken des Denk- und Sagbaren vor und halten ihn so in Schach.

Genauso und nur so ist der Begriff „Freiheit“ aus der Perspektive des sich selbst überhöhenden und anmaßend Schreibenden des hier besprochenen Pamphlets zu verstehen:

„Ihr Leser, Bürger und Wähler, Ihr habt die Freiheit, unserer Wahrheit zu folgen. Wagt Ihr es, kritische Fragen zu stellen, oder verweigert Ihr euch, so werden wir euch pauschal als Querdenker, Verschwörungstheoretiker, Rechtspopulisten und noch ärgeren Begrifflichkeiten bezeichnen und aus dem öffentlichen Diskursraum verbannen.“

So muss man zu guter Letzt den Spieß umdrehen und zur Conclusio gelangen:

Wer echte Freiheit, wahre Demokratie und einen wirklich herrschaftsfreien Diskurs in einer offenen Gesellschaft möchte, der setzt beide Kreuze bei der AfD.

Herrschaftsfreier Diskurs – auch so eine schöne Worthülse unseres „Jahrtausend-Dampfdenkers“ Habermas. Der aber in Wirklichkeit nie etwas anderes meinte und anstrebte, als „diskursfreie Herrschaft“.

Und genau dafür haben sich die Medien à la „Rheinische Post“ zur Kampfmaschine der europaweit grassierenden Korporatokratie transformiert.


(Martin E. Renner [5] ist Bundestagsabgeordneter der AfD und war Anfang 2013 einer der 16 Gründer der Partei in Oberursel. Seine Kolumne erscheint alle zwei Wochen am Samstag-Abend auf PI-NEWS)

Like

Akif Pirinçci: Wenn der Bewährungshelfer zweimal klingelt

geschrieben von libero3.1 am in Deutschland | 92 Kommentare

Von AKIF PIRINCCI | Das hier [6] fand ich heute Vormittag in meinem Postfach. Wie ihr vielleicht wißt, wurde ich vor einiger Zeit zu vier Monaten Haft, ausgesetzt zu einer Bewährungsstrafe von drei Jahren, verurteilt, weil ich die Klimaexpertin, neuerdings auch Ukraineexpertin, Profi-Talk-Show-Gast, Instant-Heilige und Berufsphraselogin Luisa Neubauer beleidigt haben soll. Hätte ich bei einer heutzutage in Deutschland täglich stattfindenden Gruppenvergewaltigung teilgenommen, hätte das Urteil „Kopf hoch, das Leben geht weiter!“ gelautet.

Die deutsche Justiz, deren Staatsanwaltschafts- und Richterpersonal ganz offensichtlich dem Erbe Roland Freislers huldigt, bedauerlicherweise jedoch immer noch nicht wie ihr Juristengott Todesstrafen verhängen darf, sah sich im Laufe der Jahre außerstande, mir mit vorangegangenen Geldstrafen den Mund und meine Essays über die Horrorclowns und Deutschland-Vernichter in der Politik- und Kulturbranche zu verbieten.

So griff man diktatorisch zum ultimativen Inkriminierungs-Instrument für einen Künstler, nämlich der Androhung von Haft bzw. deren eventueller Vollstreckung. Das wird sich in meinem Führungszeugnis schlecht machen, wenn ich mich demnächst auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden bei der Telekom bewerben möchte.

Nun aber gestaltet sich die Causa Pirinçci zu einer echten Komödie: Ich soll zu einem Bewährungshelfer. Die Frage ist natürlich, was soll der mit mir anstellen? Ich habe keine Drogen verkauft, kein Frauenhandel betrieben – okay, die Sache mit meinen 21-jährigen Kunststudentinnen befindet sich in einer Grauzone – nicht vergewaltigt, niemanden getötet oder jemandem die Fresse eingeschlagen und nix geklaut. Ich habe mein ganzes Leben lang auch keinen einzigen Pfennig oder Cent vom Staat genommen, tue es gegenwärtig nicht und habe auch in der Zukunft nicht vor, es zu tun. Im Gegenteil, ich habe Millionen an Steuern an diesen Drecksstaat gezahlt, damit irgendwelche Freaks und Parasiten fürs Furzen in ihre Sessel und trotz des dreisten Einfliegen-Lassens ihres Nachwuchses in den Urlaub per Bundeswehr-Hubschauer nach wie vor ein Ministergehalt von rund 17.000 Euro monatlich bekommen.

Von was also soll mich der Bewährungshelfer abbringen und mich so in legale Bahnen lenken? Mir eine neue Arbeit besorgen? Den Job des Pornodarstellers traue ich mir durchaus zu, aber auch in diesem Arbeitssegment gibt es diskriminierende Vorurteile gegenüber der Best-ager-Generation.

Die naheliegende Antwort wäre, daß mich der Bewährungshelfer von meiner Profession des Schreibens abbringen sollte. Leider darf er das nicht, denn Artikel 5 des Grundgesetzes besagt: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

Was er aber tun kann, ist, mir durch die Blume zu sagen, wie ich was zu schreiben habe. Aber auch das darf er nicht, siehe oben. Abgesehen davon, daß dieser Typ von Schriftstellerei vermutlich so viel Ahnung haben dürfte wie ich vom Giraffenmelken.

Deshalb habe ich vor, hier künftig eine Rubrik zu installieren, in der ich über jede Sitzung mit meinem Bewährungshelfer berichten werde – en détail! Sobald er irgendwelche Anspielungen auf Meinungslenkung macht, wird es in dieser Rubrik brühwarm und skandalisierend und in aller Ausführlichkeit ausgebreitet, und es wird zum Widerstand aufgerufen. Reichweite ist alles!

Weiterlesen bei der-kleine-akif.de… [7]

Like

Jürgen Elsässer: „Ich bin Deutscher“ – Wie ein Linker zum Patrioten wurde

geschrieben von libero3.1 am in Buch-Tipp | 9 Kommentare

REZENSION von MANFRED KLEINE-HARTLAGE | Was ist eigentlich links, was rechts? Noch in den siebziger und achtziger Jahren war diese Frage relativ leicht zu beantworten. Linkssein hieß so viel wie „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“ Heute bedeutet es das Gegenteil:

Wer heute als „links“ gelten will, darf das Wort „Volk“ nicht mehr in den Mund nehmen (weil das „völkisch“ sei), darf das globale Finanzkapital nicht kritisieren („Antisemitismus!“), muss strikte Zensur gegen Kritiker der herrschenden Klasse und Kriege gegen die Widersacher des amerikanischen Imperiums befürworten und jeden noch so dreisten und noch so totalitären Übergriff des herrschenden Machtkartells gegen die Bürger und Völker, gegen den Frieden und die verfassungsmäßige Ordnung gutheißen.

In einer Situation, in der die Existenz einer herrschaftskritischen Linken nötiger wäre als je zuvor, hat das herrschende Kartell den linken Mainstream kooptiert und korrumpiert: handfest durch Posten, Pöstchen und Subventionen, in subtilerer Weise dadurch, dass er dem unhinterfragten Utopismus der Linken passende Spielwiesen zur Verfügung stellt („multikulturelle Gesellschaft“) und ihre apokalyptischen Sehnsüchte nach Endschlachten („Last Generation“) und Feindbildern („Kampf gegen Rechts“) bedient.

Dass unter diesen Umständen ehemalige Linke scharenweise von der roten Fahne abfallen, liegt somit in der Natur der Sache. Einer der wortgewaltigsten und wirkmächtigsten von ihnen, nämlich der Compact-Herausgeber und Chefredakteur Jürgen Elsässer (65), hat nunmehr einen ebenso kurzweiligen wie erhellenden Lebensrückblick [8] vorgelegt: Der Bogen spannt sich von der Kindheit im ordnungsliebenden Baden der fünfziger und sechziger Jahre über die Jugend als Aktivist und Agitator des Kommunistischen Bundes in den Siebzigern und Achtzigern, die erste journalistische Tätigkeit bei dessen Organ Arbeiterkampf, dann in den Neunzigern und Zweitausendern bei konkret, Junge Welt, Jungle World  und Neues Deutschland bis hin zur Gründung der Compact, die heute die wichtigste Stimme der (nicht nur rechten) Opposition ist.

Elsässer vereint in sich den Vollblutjournalisten und das political animal, und dementsprechend ist seine Autobiographie nicht nur, aber auch ein Geschichtsbuch der Irrungen und Wirrungen, aber durchaus auch der Erkenntnisse und Leistungen, die der deutschen Linken früher gelangen. Wer etwa Elsässers Rückblick auf seine Zeit beim Kommunistischen Bund und dessen undogmatischen Aktivismus liest, lernt en passant einiges darüber, wie Opposition funktionieren kann.

Zugleich ist das Buch das Protokoll der Loslösung des Autors von der Linken und – spiegelbildlich dazu – der Linken selbst von ihrem eigenen früheren Ethos und geistigen Niveau. Diese Passagen sind naturgemäß besonders spannend für Leser, die – wie der Rezensent – einen ähnlichen Konversionsprozess hinter sich haben. Noch in den Neunzigern gehörte Elsässer zur antideutschen Szene und war sogar einer ihrer bekannteren Köpfe. Wie es zur antideutschen Wende eines Teils der Linken kam, schildert er im Rückblick selbstkritisch so:

»Plötzlich waren Zehntausende in Leipzig, Ostberlin und anderswo auf der Straße, die schwarzrotgoldene Fahnen schwenkten und laut riefen: „Wir sind ein Volk!“ (…) Es traf mich wie ein Hammer.

In einer solchen Situation blieben nur zwei Optionen: entweder das gesamte linke Gedankengut einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen und den Ballast abzuwerfen – womit ich aber erst gut zehn Jahre später begann – oder kackfrech zu sagen: „Nicht der Sozialismus ist gescheitert, sondern die Menschen, die ihn loswerden wollen. Das sind nämlich Faschisten!“ Statt zur notwendigen Selbstkritik zu finden, versuchten wir also, mit Schuldzuweisungen an das Volk unsere historische Niederlage zu vertuschen. Am Anfang der antideutschen Bewegung stand eine psychotische Verpanzerung, die unsere zerfallenden Charaktere stabilisieren sollte. Wir, auch ich, hätten uns in Therapie begeben sollen …

Stattdessen gingen wir als Psychotiker in die Offensive. Wie der Patient auf der Couch beim Rorschach-Test in jedem Tintenklecks ein kopulierendes Paar erkennen will und den Psychiater anschnauzt, er solle ihm nicht immer so schweinische Bildchen zeigen, halluzinierten wir in jedes Ereignis das Wiederaufleben des Faschismus hinein. (…) Wir waren im Wahn, aber gerade deswegen auch wie auf Speed.«

Die Erkenntnisse, dass man nicht gleichzeitig anti-imperialistisch und antideutsch sein kann, dass Nationen natürliche Widerscher imperialistischer Weltordnungen sind und Antifaschismus nur zu gut als Leine taugt, an der vermeintliche oder auch Linke ihren Herrchen hinterhertrotten (für deren Gegner sie sich halten, wobei sie die Existenz der Leine in Abrede stellen), reiften bei Elsässer schrittweise und um den Preis der politischen Isolierung auf der Linken.

Nonkonformismus – heutiges Markenzeichen der Ex-Linken

Nonkonformismus, also die Bereitschaft, an einer als richtig erkannten Position auch bei stärkstem Gegenwind festzuhalten, war einst das Markenzeichen der Linken. Heute ist es dasjenige der Ex-Linken und der wenigen verbliebenen oppositionellen Linken. Der linke Mainstream dagegen ist konformistisch. Er ist es aber nicht in dem passiven Sinne, in dem es der brave Bürger ist, sondern im Sinne eines aggressiven Untertanentums, wie es von Heinrich Mann karikiert worden ist. Es ist der Konformismus von Endlösern und Genickschützen im Wartestand.

Elsässers „Compact“ wird von den Linken nicht deswegen als „rechtsradikal“ verbellt, weil sie dies in irgendeinem vernünftigen Sinne wäre, sondern weil sie oppositionell ist und die Linken es nicht sind. Tatsächlich verkörpert „Compact“ eine Erkenntnis: nämlich, dass ein Land, in dem zwischen den Flügeln „Rechts“ und „Links“ auch dann keine Brücken geschlagen werden, wenn es in Gefahr ist, dem Untergang geweiht ist. Die „Querfront“ ist weder ein exzentrischer Wunschtraum noch ein raffinierter rechter Schachzug, wie die Linken in ihrer Paranoia unterstellen, sie ist eine Notwendigkeit.

Leider wird diese Notwendigkeit auch von vielen Oppositionellen nicht eingesehen. Der letzte Teil des Buches, in dem Elsässer die Geschichte der „Compact“ erzählt, ist eine Geschichte der Erfolge, aber auch der Mühe, die es bereitet, den notwendigen Pluralismus einer Opposition zu verteidigen, in der allzu viele Akteure sich voneinander distanzieren, und dies nicht selten aufgrund bauernschlauer taktischer Milchmädchenrechnungen.

Wer nur links ist, ist überhaupt nicht links

Ungeachtet dessen ist der „Compact“-Teil von „Ich bin Deutscher“ [8] unter dem Strich ermutigend. Wenn Elsässer die Stationen der letzten Jahre Revue passieren lässt – Eurokrise, Sarrazin, Pegida, Flüchtlingskrise, Klimawahnsinn, Corona, jetzt die Ukrainekrise –, so wird man daran erinnert, wie sehr der widerborstige Teil unseres Volkes stetig gewachsen ist und seine Schlagkraft mit jeder Krise steigert, in die wir vom herrschenden Kartell gelotst werden. Auch der Ukrainekrieg wird vermutlich kein Gegenbeispiel abgeben. Gut möglich und sogar wahrscheinlich, dass mancher, der sich von der künstlich erzeugten Kriegspsychose der letzten Wochen hat anstecken lassen, in drei Monaten schon ganz anders denkt und sich ärgert, weil er sich darauf besinnt, dass er es besser hätte wissen müssen.

Über die Frage, was links ist und was rechts, kann man lange diskutieren. Wer „Ich bin Deutscher“ [8] liest, wird aber mindestens eine Erkenntnis gewinnen (sofern er sie nicht schon hatte):

Wer nur links (und nicht zugleich ein bisschen rechts) ist, ist überhaupt nicht links. Wer aber nur rechts ist, ohne etwas vom früheren bastillestürmenden Elan der Linken zu haben, ist überhaupt nicht rechts.

Bestellmöglichkeit:

» Jürgen Elsässer: „Ich bin Deutscher – Wie ein Linker zum Patrioten wurde“ – Buch hier bestellen [8]
» Jürgen Elsässer: „Ich bin Deutscher – Wie ein Linker zum Patrioten wurde“ – Hörbuch hier bestellen [9]
» Jürgen Elsässer: „Ich bin Deutscher – Wie ein Linker zum Patrioten wurde“ – DVD hier bestellen [10]

Like

Schröder, geh doch nach „drüben“, eh Moskau!

geschrieben von libero3.1 am in Deutschland | 88 Kommentare

Von PETER BARTELS | Wenn den BRD-Deutschen einst die Wut im Bauch das Gehirn platt machte, weil ihnen am politischen Stammtisch die Argumente ausgingen, pöbelten sie: „Geh doch nach drüben!“ „Drüben“, das war die DDR. Heute pöbelt BILD: „Schröder, zieh doch nach Moskau!“ [11]

Natürlich ist Paul Rotzheimer (37), der oberste Kriegstreiber von BILD, zu feige, es selbst zu sagen. Er legt es sicherheitshalber seinem „Freund“, Vitali Kliiiiitschkooo, Bürgermeister von Kiew, in den Mund. Gegen Ende eines seitenlangen Artikels über ein Interview der New York Times mit Gerhard Schröder souffliert die BILD-Schwuchtel dem abgehalfterten Ex-Boxer: „Angesichts seiner Propaganda für den Kreml fragt man sich, warum Schröder in Hannover wohnt und nicht in Moskau. Wenn er weiter für Mörder arbeitet, kann man nur sagen: Zieh doch nach Moskau!“

Der erfolgreichste SPD-Kanzler aller Zeiten, dem Merkel die ersten zehn Jahre des wirtschaftlichen Aufschwungs für Deutschland verdankte, hatte in besagtem NY-Times-Interview unter anderem gesagt:

Die Kriegsgräuel in Butscha (BILD als Kläger, Richter, Henker – wörtlich: „Putins Kriegsgräuel“) müssten noch „untersucht werden“ … Der Krieg sei zwar „ein Fehler“, aber Putin selbst habe „ein Interesse, ihn zu beenden“ … „Das ist aber nicht so einfach, es gibt noch einiges zu klären.“ … Überhaupt sei „das Bild, das die Menschen von Putin haben, nur die halbe Wahrheit“. BILD weiter im Propaganda-Plot: „Die Reporterin berichtet: Stolz habe Schröder ihr Anekdoten vom Sauna-Gang mit Putin erzählt, ihr Fotos vom lächelnden Putin gezeigt, die er beim letzten Treffen in Sotschi geschossen habe – „während Putin seine Truppen an der Grenze zur Ukraine postierte“.

Goebbels-Juchzer und Freisler-Kreisch

Die BILD-Propaganda – Goebbels hätte gejuchzt – steigert sich zum NS-Richter Freisler-Kreisch:

„Sein üppiges Einkommen aus blutigem Kreml-Geld („fast eine Million Dollar“) – für Schröder ist das kein Problem: „Ich mache jetzt nicht einen auf ,mea culpa‘ (meine Schuld), das ist nicht mein Ding“, sagt er der Korrespondentin, die betont, das Interview sei „bei einer üppigen Menge Weißwein“ geführt worden … Er selbst habe im Zusammenspiel mit Russland „immer den Interessen Deutschlands gedient. Ich tue, was ich kann … Wenigstens einer beider Seiten vertraut mir …“

Schon mal mitten drin im Geifer schnappt BILD weiter nach Propaganda-Pumuckls: „Zuvor hatte bereits SPD-Co-Chef Lars Klingbeil klargestellt, Schröder habe sich „für die falsche Seite der Geschichte entschieden“. Forderungen der SPD-Führung, Schröder solle seine Jobs für Kreml-Konzerne wie Rosneft und Gazprom aufgeben, ließ der Altkanzler unbeantwortet. DAS KÖNNTE SICH RÄCHEN! Schröder muss nun fürchten, wie seine Kreml-Freunde selbst auf die Sanktionsliste von EU und USA zu kommen“ …

Droh und Dräu aber auch, da wird der frühere Brioni-Bonze jetzt aber wirklich zittern vor Angst. Verzweifelt (?) greift BILD auch noch zur schiachen SPD-Suse Saskia Esken, souffliert wieder raunend: „Auch sie will ihn nicht mehr in der Partei! Mit seiner Weigerung, seine Jobs für Kreml-Konzerne wie Rosneft und Gazprom aufzugeben, ist das Verständnis für Gerhard Schröder (78) in der SPD auf Null gesunken. Und jetzt – nach seinem haarsträubenden (also offenbar klugen, glaubwürdigen) Interview mit der „New York Times“ – äußerte sich auch SPD-Co-Chefin Saskia Esken (60). Im „Deutschlandfunk“ am Montagmorgen kritisierte sie ihn deutlich und forderte ihn zum Parteiaustritt auf: „Gerhard Schröder agiert seit vielen Jahren lediglich als Geschäftsmann und wir sollten damit aufhören, ihn als Elder Statesman, als Altkanzler wahrzunehmen … Seine Verteidigung Wladimir Putins gegen den Vorwurf der Kriegsverbrechen ist regelrecht absurd.“ Auf die Frage, ob er aus der SPD austreten solle, antwortet Esken ohne Umschweife mit: „Ja, sollte er.“

Rotzlöffel souffliert Klitschko

Auch Kiews Ex-Klopper und Bürgermeister Vitali Klitschko (50) muss noch mal ran, wieder souffliert ihm der BILD-Rotzlöffel: „Wenn Gerhard Schröder weiterhin Millionen vom Kreml als Kriegsverbrecher-Lobbyist kassiert, sollte darüber nachgedacht werden, ob Schröders Konten eingefroren und er zum Beispiel für die USA auf eine No-Fly-List gesetzt werden kann.“ Und damit ja kein „Putin-Versteher“ auf dumme Gedanken kommt, schreibt der neue STÜRMER auch noch scheinheilig: „Jetzt weiß die ganze Welt, wie tief ein Regierungschef sinken kann:

„Der Ex-Kanzler, der Putins Mann in Deutschland geworden ist“, titelte die „New York Times“. Gerhard Schröder (78, SPD) sei der „Ausgestoßene“ („Pariah“) der deutschen Politik, heißt es im Beitrag der Berlin-Korrespondentin. Etliche haarsträubende Zitate ihres Schröder-Interviews belegen, dass er selbst daran schuld ist … Dass Schröder hauptsächlich der „Ausgestoßene“ der deutschen Kriegstreiber-Lobby ist, verschweigt das Blatt; wahr ist nicht, was womöglich seit Jahren im Donbass wirklich geschah/geschieht, wahr ist, was die „Schlafwandler“ im Generalstab der Etappe wollen. Die Lunte an den Kanonen des 1. Weltkrieg brennt, wenn keiner sie löscht, werden Blitz und Knall nichts übrig lassen von Deutschland und der halben Welt …

Einer fehlt noch? Ja, Grappa-Grufti Franz Josef Wagner [12] (78), der seine bescheidene Journalistenrente seit Jahr und Tag als BILD-Postbote aufbessert. Er labert, lallt:

„Jeder Mensch weiß, was Mord ist … Jemand, dem das Leben heilig ist, kann mit einem Mörder nicht befreundet sein. Schröder und Putin sind nach wie vor befreundet… Das Interview mit der „New York Times“ fand in Schröders Büro in Hannover statt. Viel Weißwein … Schröder ließ sich fotografieren vor seinem Selbstbildnis, als wäre er noch der Staatsmann. Die Villa ist lichtdurchflutet… Er lebt sehr reich … Was ist aus unserem Ex-Kanzler geworden, der nicht mehr weiß, was ein Mord ist…“

Es gibt eine kluge Reporter-Weisheit: „Journalismus ist ein schrecklicher Beruf. Aber immer noch angenehmer als Arbeit“.


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels [13] war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) [14] beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.

Like

Wie lang will die AfD noch bei jedem Thema herumstreiten?

geschrieben von kewil am in AfD,Alternative für Deutschland (AfD) | 73 Kommentare

Von KEWIL | Es ist zum Davonlaufen! Da kriegt die AfD von den herrschenden Altparteien ein knackiges Thema nach dem anderen serviert, mit dem man sich unterscheiden und Wähler einsammeln könnte, und ein ums andere Mal werden diese Diskussionen vergeigt und zum Schaden der Partei endet alles wieder im Streit. Neuer Streitpunkt natürlich Russland und die Ukraine.

Da sagt einer was, der andere redet das Gegenteil und will dem ersten sogar den Mund verbieten. Und das zieht sich hin und her von Ost nach West und rauf und runter von ganz oben in der Bundestagsfraktion bis zu den Austritten einfacher Parteimitglieder in irgendwelchen Ortsverbänden.

Jedes Mal, wenn man sich die hervorragenden Reden der AfD im Bundestag anhört, ist man erstaunt und begeistert. Und es sind ja auch die besten Reden im Bundestag seit einigen Jahren. Warum aber, fragt man sich, gibt es niemand in der Partei, der einfache Kompromissformeln bei strittigen Punkten vorgibt, mit denen alle leben könnten.

Bestes Beispiel das letzte Thema, um Honig saugen zu können: die Impfpflicht und Corona. Warum konnte man nicht gleich sagen, das ist jedem seine Sache. Wer sich als Erwachsener impfen lassen will, kann das natürlich, und wer keinen Piks will, auch gut. Die AfD hält sich da raus und will keine Vorschriften, ist und bleibt aber impfkritisch und fertig.

Und das ginge mit Putin genauso: Die AfD verurteilt den russischen Angriffskrieg in der Ukraine schärfstens, gibt aber auch dem Westen und der NATO eine Mitschuld. Kriege haben meistens eine jahrelange Vorlaufzeit und starten nicht erst am Tag des Einmarsches! Und basta. Damit müsste doch jeder AfD-Abgeordnete und Funktionär leben können, ohne dass man sich bekriegt. Und jedem bliebe damit genügend Freiraum für eigene Akzente.

Im übrigen haben für mich als Westler durchaus die Parteimitglieder im Osten mehr zu sagen und das größere Gewicht. Die östlichen Landtage und die Stimmzahlen im Osten sprechen doch für sich. Wer 25 Prozent der Wählerstimmen holen kann, hat doch das bessere Konzept und die richtigeren Ideen als ein Landesverband im Westen, der bei der nächsten Wahl froh sein muss, wenn er wieder sechs Prozent kriegt.

Jetzt ist endlich der Spalter Meuthen draußen, da erwarten wir Wähler was anderes als diese dauernde Streiterei in der AfD, wie sie aktuell von der Jungen Freiheit [15] beschrieben wird. Schluss damit! Deutschland braucht die einzige echte Oppositionspartei dringend. Es gibt noch Themen genug!

Like

ER ist wieder da: Roger Köppel bei BILD-Talk „Viertel nach Acht“

geschrieben von libero3.1 am in Video | 24 Kommentare

Von PETER BARTELS | Der letzte Gerechte der deutschsprachigen Journaille durfte Dienstagabend wieder mal sagen, was ist. Da konnte „Rotznase“ Ronzheimer einen noch so angeekelten Flunsch aufsetzen. Der Ruf der Zuschauer nach Roger Köppel stopfte ihm das pausbäckige Maul. Zunächst jedenfalls …

Die streng nach hinten geknotete Blondine Nena Schink – seidene Bluse mit Pattentasche, auch die großen Knöpfe in Kriegs-Oliv – rollte dem smarten Schweizer bei „VIERTEL NACH ACHT“ hingerissen den roten Teppich aus: „Und hier Roger Köppel – niemand wird auf Youtube so sehr ersehnt wie er.“

Der frühere WELT-Chefredakteur und heutige Chefredaktor der WELTWOCHE, unermüdlich, unerreicht kluger bis weiser Prediger des Gesunden Menschenverstands auf seiner WELTWOCHE DAILY [16] (Schweizer und internationale Ausgabe wochentags um 6:30 Uhr), war bekanntlich wochenlang „weg“, quasi in den BILD-Gulag verbannt. Grund: Kurz nach Putins Einmarsch in die Ukraine hatte doch dieser Typ aus dem Land der Schweizer Zwerge es gewagt, Amerika und Europa eine gehörige Portion Mitschuld am russischen Krieg in der Ukraine zu geben. Was Paul Ronzheimer (37), dem neuen deutschen Landser der Leberecht Hühnchen-Generation, den PissPot-Helm hochgehen ließ, Kladde: Hier sterben Menschen im russischen Bombenhagel und der Herr Köppel redet von Schuld des Westens!!

Das war’s dann für den vorletzten wirklich noch neutralen Schweizer. Von da an konnte er die irre Kriegstreiberei der BILD-Zeitung, vorneweg immer Ronzheimer, nur noch auf WELTWOCHE DAILY geschmeidig durch das Edelweiß bis (zuletzt) immer robuster geißeln. Nun also seine von den BILD TV-Zuschauern ganz offensichtlich erzwungene Zwangs-Befreiung aus dem BILD-Gulag.

Und Köppel legte wie gewohnt los: „Niemand ist gegen gute Menschen, niemand ist gegen das Gute, aber der Gutmensch redet nur vom Guten, meint aber sich selbst. Und das ist die perfide Technik: Man benutzt Toleranz, scheinbare Wachsamkeit, Empfindsamkeit, um sich damit auf ein moralisches Podest zu stellen, uns Normalsterblichen ein schlechtes Gewissen einzujagen. Ich spüre dann immer, dass ich von Inquisitoren-Gesichtern umzingelt bin, von diesen Schießscharten-Augen, die mit lauernder Einfalt mir versuchen die Worte so im Mund rumzudrehen, damit man mich auf den Grillrost der politischen Korrektheit expedieren kann.“ Nena lächelte irgendwie dankbar…

Die Öku-Lügen der GRÜNEN

Die Runde um Carsten Maschmeyer (Milliardär dank SPD-Schröder), Harald Martenstein („Jeder lügt so gut er kann“), BILD-Polit-Chef Jan Schäfer und eben Roger Köppel arbeitete sich durch die verlogene Moral der Moralisten: Die blonden Rastazöpfchen einer Fridays for Future-Sängerin … Cancel Culture … Kommunismus … Nazismus … SPD-Kanzler Scholz, der nicht nur bei Energie und Rente alles besser weiß … Die Hollywood-Ohrfeige von Will Smith, weil Chris Rock über die Glatze seiner Frau witzelte … Die „Tatort“-Unternehmer, die immer die Mörder (und Schweine) sind … Die Öko-Lügen der GRÜNEN, die einen 200jährigen Märchenwald für 150 Meter hohe Windräder abholzen, die Deutschlands Industrie auch dann nicht retten, wenn man bis 2030 alle acht Stunden ein neues Windrad aufstellen würde, wie Grünschnabel Habeck es vor hat … Und – wie jeden Abend aus Kiew zugeschaltet, Ronzheimer, diesmal von gaaanz hinten. Nena jubelnd: „Paul ist da …“

Tatsächlich: Oliv-Parker, offenes schwarzes Hemd, Blick „beleidigte Leberwurst“ (schließlich war ER ja auch da…). Der First-Kriegstreiber von BILD wichtigtuerisch: „Ich bin gerade eben von einem Interview mit Vitali Klitschko gekommen, dem Bürgermeister von Kiew“; als wenn das Pummelchen außer den Klitschko-Boxern oder dem Präsidenten-Clown je groß was anderes „mitgebracht“ hätte. Paule unwirsch: „Alle reden ja jetzt vom großen Abzug (der Russen) … Dass jetzt der große Frieden kommt … Aber Vitali Klitschko sagt, er komme gerade von der Front und da werde heftig gekämpft … Er glaube der russischen Armee gar nichts … Wir wurden hier nur belogen … 1994, als man die Atomwaffen abgegeben hat gegen eine Sicherheitsgarantie, die dann nichts wert war …“

Nena souffliert: „Paul, Du hast eine These mitgebracht, die Dich ja sehr bewegt…“ Ronzheimer: „So ist es … Ich glaube, wir brauchen nach dem Krieg dringend einen Untersuchungsausschuss, was den Umgang deutscher Politiker mit Russland, Putin, dem Kreml angeht. Und zwar muss untersucht werden, was Frank Walter Steinmeier, der Kanzleramtsminister, Außenminister, jetzt Bundespräsident, dort besprochen hat… Was mit Gerhard Schröder passiert ist … Was Angela Merkel angetrieben hat, so lange, so deutlich hinter Putin zu stehen… Wir brauchen in Deutschland eine neue Aufklärung … Wenn man sich mit Amerikanern austauscht, die fragen immer nur, was war da bloß mit euren Politikern los?“.

Wer Putin mal die Hand schüttelte …

Politchef Jan Schäfer wiegelte ab: „Ich glaube nicht, dass die Parteien da mitmachen würden, außer der FDP, den GRÜNEN hatten doch alle ihre Verbindungen zum Kreml – LINKE, CDU, SPD, AfD.“

Köppel grätscht dazwischen: „Ich würde abraten von solchen Untersuchungskommissionen, das sind  politische Schaukämpfe, Abrechnungen  …  Gerichtshöfe der Moral; jeder der Putin mal die Hand geschüttelt hat, wird dann angeprangert“ … Der „Kriegstreiber“ und nützliche Idiot der ukrainischen Oligarchen und Milliardäre um den Präsidenten-Clown kann sich nicht mehr halten, lässt mit Blick auf den Schweizer finster einen Stein ins Wasser plumpsen:

Das wird dann wahrscheinlich auch unangenehm für einige Journalisten“ … Dann warf er einen flachen Stein hinterher, ließ ihn wie ein Gestapo- oder Stasi-Scherge noch zweimal titschen, um ergänzend zu orakeln: „Wenn man noch einige Titel, Leitartikel raus holt“ … Den Blick dabei immer wieder „zufällig“ Richtung Köppel gerichtet. Als der treuherzig sagt, er sei gegen (solche) inquisitorischen Verfahren, grinst Rotzheimer längst: The Stinkbombe has landed …

Dass der Schweizer an die 800 Jahre langen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland erinnert – geschenkt!! Und als schließlich der nette, leicht verhuschte Herr Martenstein wünscht, dass Deutschland (noch) mehr Waffen liefert, auch noch hofft, dass die Ukraine „diesen Krieg gewinnt“, entspannt sich Ronzheimers Stechblick endgültig. Nena Schink atmet auf: „Das war ein gutes Schlußwort“.


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels [13] war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) [14] beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.

 

 

Like

Mehr als 100 Hausdurchsuchungen wegen „Hass im Netz“

geschrieben von Manfred Rouhs am in Freiheit,Grundgesetz,Grüne,Gutmenschen,Meinungsfreiheit,Meinungsfreiheit,Political Correctness,Politik,Politisch Inkorrekt,Polizei | 73 Kommentare

Von MANFRED ROUHS | Bei mehr als 100 Privathaushalten in 13 deutschen Bundesländern stand am Dienstag die Polizei vor der Türe. Hausdurchsuchung, Razzia: Computer und Laptops wurden beschlagnahmt sowie zahlreiche Datenträger sichergestellt. Den Tatverdächtigen wird nicht nur, aber schwerpunktmäßig, vorgeworfen, Politiker verunglimpft zu haben.

Das ist schnell passiert. Denn „Hasskriminalität“ stellt das in dieser Sache federführende Bundeskriminalamt in Wiesbaden nicht nur dann fest, wenn Politiker und andere Repräsentanten des öffentlichen Lebens mit klassischen Beleidigungen bedacht, sondern auch, wenn ihnen falsche oder verfremdete Zitate in den Mund geschoben werden. „Heise“ berichtet in diesem Zusammenhang [17] über „Falschmeldungen und öffentlich dokumentierte Falschzitate“, die jetzt ins Visier genommen worden sind.

Im vergangenen Jahr war unter anderem die grüne Politikerin Renate Künast gegen solche Zitate zivilrechtlich vorgegangen. Sie hatte, wie der Zensurverein „Correctic“ berichtet [18], Thilo Sarrazin gerüffelt, nachdem er in einem Streitgespräch mit der türkischstämmigen CDU-Politikerin Aygül Özkan deren Namen falsch ausgesprochen hatte. Künast sagte seinerzeit zu Sarrazin:

„Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher sich ihren (Özkans) Namen mal merken.“

Diese Formulierung schliffen Künast-Kritiker ab zu dem Falschzitat:

„Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher mal türkisch lernen.“

Nur wer den Hintergrund kennt, kann die Idee hinter der Veränderung des Originalzitates nachvollziehen. Die veränderte Fassung machte sich aber selbständig und wurde bei Facebook, Twitter und in anderen sozialen Netzwerken von politischen Gegnern der Grünen verbreitet, die offenbar zumindest größtenteils nicht wussten, dass es sich um ein verfremdetes Zitat handelt.

Wer solche Inhalte verlinkt, muss mit einer Hausdurchsuchung rechnen, nachdem im vergangenen Jahr zwei Regelungen des Strafgesetzbuches verschärft wurden, wie „Heise“ zutreffend berichtet:

„Als Grundlage des Ermittlungsverfahrens gibt das BKA den im Frühjahr 2021 neu gefassten Paragraf 188 des Strafgesetzbuchs an. Dieser soll ‚die Beleidigung, die üble Nachrede und die Verleumdung von Personen des politischen Lebens besonders streng unter Strafe‘ stellen. Weiterhin sieht eine weitere Gesetzesnovelle in Paragraf 194 vor, dass Ermittler aufgrund des ‚besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung‘ in besonders schwerwiegenden Fällen ‚öffentlicher Tatbegehung‘ nicht auf die Strafanträge der Betroffenen warten müssten, sondern direkt einschreiten können.“


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs [19], Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt, vierteljährlich die Zeitschrift SIGNAL [20] herausgibt und im Internet ein Nachrichtenportal [21] betreibt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen [22] per Streaming und stellt politische Aufkleber [23] und andere Werbemittel zur Massenverteilung zur Verfügung. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig.



Microsoft Windows



Microsoft Office



Office AppleMac



Software Downloads



Fitowatch Warnung

Like

Hoffentlich die letzte Generation der Wohlstandsverwahrlosung!

geschrieben von libero3.1 am in Deutschland,Video | 167 Kommentare

Von NADINE HOFFMANN | Seit ein paar Wochen verfolge ich das Spektakel um selbsterklärte Aktivisten, die ihren Tag damit verbringen, sich auf den Asphalt zu kleben, um die arbeitende Bevölkerung davon abzuhalten, Steuerkohle zu erwirtschaften, damit es überhaupt noch halbwegs befahrbare Straßen gibt, auf die sich wohlstandsverwahrloste Wirrköpfe legen können. Und ich sagte mir die ganze Zeit, das ist so infantil, dass jeder Kommentar dazu den Unfug nur aufwerten würden.

Nach der peinlich Ich-Ich-Ich-Schauspieleinlage einer grünen Abgeordneten des Deutschen Bundestages aber drängt sich eine Frage in meine Schreibfinger: Sag mal Mädel, was stimmt nicht mit dir? Als säße sie schon 20 Jahre im Parlament, lügt sie ungeniert, fuchtelt wie einst der durchgeknallte Kinski, reiht einen Blödsinn an den anderen raus und, ganz wichtig, findet sich selbst toll dabei.

Es gab Generationen, die mussten was leisten, damit es vorangeht. Die mussten schuften und erst danach machten sie den Mund auf. Das sind übrigens die, die dir, Emilia, den Lebensstandard erarbeitet haben. Haste schon was hervorgebracht außer heißer Luft, die jeden denkenden Menschen im Kopf schmerzt? Nein! Haste nicht. Und das wirklich schlimme an dieser letzten Generation ist, dass sie nicht mal mehr fähig ist zu bemerken, dass sie so rein gar nichts für die Gesellschaft tut, keinen einzigen Beitrag mit Nutzen.

Da fehlt jedes bisschen Reflektionsvermögen, da fehlt jeder Anstand, da ist nur dumme laute Leere.

Was hat diese „letzte Generation“ bisher zu Wege gebracht, außer sich theatralisch auf Straßen fest zu tackern und rotzgörig in die Kameras zu grinsen, dass sie die letzte Generation wäre? Nichts! Nichts haben sie geleistet. Und die Schuld dafür suchen die geistig Verwahrlosten nicht etwa bei sich, die Verantwortung dafür wird auf die geschoben, die den ganzen Laden hier am Laufen halten.

Die letzte Generation, das sind Leistungslose, die im hohen parlamentarischen Hause mit 80er-Jahre Disco-Klamotten von H&M am Rednerpult herumschreien, als stünden sie kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Das sind junge Leute, die sich von Mutti im SUV von Hamburg nach Berlin karren lassen, um Hauptstraßen zu blockieren, als Protest gegen den Individualverkehr. Das sind Langzeitstudenten, die was vom Klima quatschen, ohne auch nur die leiseste Ahnung von Naturwissenschaften zu besitzen. Das ist ne Gruppe von Egoisten und Egozentrikern und Ich-Menschen, die anderen das Leben erklären will, ohne auch nur irgendwas Sinnvolles zu liefern.

Die könnten ja auch Müll sammeln oder im Tierheim Hunde streicheln oder Ingenieurswesen studieren, um Erfindungen zu machen, die den Planeten voranbringen. Aber das machen sie nicht, weil sie es nicht können und nicht wollen und weil es mit Arbeit verbunden ist, mit Blut, Schweiß und Tränen. Und weil sie vermutlich nicht mal wissen, dass es sowas wie Ingenieure und Techniker gibt. Für die werden die Smartphones unter dem Weihnachtsbaum geboren oder zum Geburtstag aus dem Apple-Land ins heimische Kinderzimmer teleportiert, Wohlstand seit dem ersten Atemzug.

Das Beste, was diese letzte Generation für die Gesellschaft tun kann, ist wirklich, dass sie die letzte Generation linksgrün-indoktrinierter Wohlstandskinder ist, die trotzig auf den Boden stampfen, wie Vierjährige vor dem Quengelregal, weil sie das Schokobonbon nicht haben können. Dass es die letzte Generation von Systemprofiteuren ist, die nur auf den eigenen Vorteil aus sind und das mit zwangspathologischen Moralkeulen kaschieren. Die letzte Generation von Leuten, die vorgibt, die Erde retten zu wollen und gleichzeitig Windkraftindustrie im Wald bejubelt. Die letzte Generation unselbständiger Neusprechkopierer, die leistungslos auf einen hoch dotierten Posten gehievt werden möchten.

Lernt erstmal was Gescheites, räumt eure Zimmer und Köpfe alleine auf, macht eure Klos selber sauber, helft der Seniorin über die Straße, ackert, schwitzt, malocht und vor allem: verschont die Gesellschaft von präpubertärer Selbstinszenierung, weil ihr unbedingt Aufmerksamkeit braucht.


(Nadine Hoffmann ist Sprecherin der AfD-Fraktion in Thüringen für Umwelt, Natur- und Tierschutz und Jugendpolitik)

Like

„Bedingt berichtsbereit“: ARD überlässt Ukraine-Berichterstattung der Open Society

geschrieben von Emma Gret am in Lügenpresse | 83 Kommentare

Gerade zu Kriegszeiten wäre es wichtig, möglichst zuverlässige und sachliche Informationen zu bekommen, doch: „Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit“, wie US-Senator Hiram Johnson 1914 feststellte. Gerade die ARD verlässt sich in ihrer Berichterstattung heute fast ausschließlich auf Experten des von George Soros mit 32 Milliarden Dollar [24] finanzierten Open Society Netzwerkes.

Erfahrene Kriegsberichterstatter vom Format eines Peter Scholl-Latour sind bei der ARD gerade Mangelware [25] – jedenfalls berichtet am 1. März in der Tagesschau ARD-Reporter Danko Handrik lieber von der slowakischen Grenze, wo sich auffallend viele Araber und Afrikaner unter den „Ukraine-Flüchtlingen“ befinden. Medieninsider.com [26] nannte die ARD „bedingt berichtsbereit“.

Aus Kiew berichtete die Journalistin Anna Kosstutschenko vom englischsprachigen ukrainischen Auslandssender UATV [27], die sich aus ihrem Badezimmer zuschaltete. UATV gehört dem Oligarchen Ihor Kolomoisky [28], Schutzpatron [29] des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Im ARD-Brennpunkt am Dienstag [30] führte Moderatorin Ellen Ehni ein tränenreiches Interview mit Darya Romanenko [31], Leiterin der zivilgesellschaftlichen NGO „Drukarnia“ aus dem von Kiew besetzten Slawjansk in der Ost-Ukraine. Drukarnia ist Teil des „Deutsch-Russischen Austauschs e.V.“ aus Berlin, das eng mit anderen zivilgesellschaftlichen NGOs [32] zusammenarbeitet und 2021 wegen „ausländischer Einflussnahme“  aus Russland verbannt [33] wurde. Romanenko wurde von der ARD nur als „Mitarbeiterin einer Friedensorganisation“ identifiziert.

Danach kam im „ARD-Brennpunkt“ ausführlich die ukrainische Abgeordnete und ehemalige Bildungsministerin Inna Sovsun [34] zu Wort, die aus Kiew von russischen Spezialkräften berichtete, die angeblich Kinder erschießen. “Immer wenn Putin den Mund aufmacht, lügt er“, so Sovsun: Putin wolle „die Ukraine“ und „die Idee der Demokratie in der Welt zerstören.“

Sovsun ist Mitarbeiterin [34] des Thinktanks CEDOS, das 2020 115.000 US-Dollar von der „International Renaissance Foundation [35]“ von George Soros und 17.000 US-Dollar von der Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen erhielt. 2016 erhielt CEDOS 124.000 US-Dollar von Open Society [36].

Im „ARD-Brennpunkt“ am 28. Februar [37] sprach Moderatorin Ellen Ehni mit Gwendolyn Sasse [38] vom Zentrum für Osteuropa und internationale Studien ZOiS, die über den Geisteszustand von Wladimir Putin spekulieren durfte. Sasse war Assistant Professor an der Central European University von George Soros und traf sich z.B. 2014 für die European Stability Initiative [39] von Merkel-Berater Gerald Knaus mit Goran Buldioski, Leiter des Open Society Think Tank Fund und anderen führenden Köpfen der CEU.

Danach sprach Ehni mit dem Gießener Anwalt Ario Dehghani der Kanzlei Redcliffe Partners, der in der Ukraine lebt. Dehghani arbeitet mit dem „Anti-Corruption Research and Education Centre [40]“ (ACREC) zusammen, das 2017-2020 200.000 US-Dollar von Open Society erhielt.

Am Montag interviewte die Tagesschau [41] Rebekka Krauß vom Verein „Space-Eye Regensburg [42]“, einem Ableger der Open Borders NGO „Sea-Eye“, der im November 2018 vom Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer ins Leben gerufen wurde.

Keine der Interviewpartner wurden als Mitarbeiter von George Soros‘ umstrittener Open Society Foundation gekennzeichnet.

Like

Es ist Krieg und wir lassen uns spalten… – Ein Kommentar

geschrieben von libero3.1 am in Deutschland | 162 Kommentare

Von NADINE HOFFMANN | Ein kluger Kopf fehlt in diesen Tagen, Peter Scholl-Latour. [43] Er konnte bis zur eiskalten Nüchternheit erklären, warum die Dinge so sind wie sie sind. Wobei er wahrscheinlich wegen dieser Rationalität gar nicht mehr in Talksendungen eingeladen werden würde. Er war zu unbefangen inmitten der Moralisten. Sachlich jede Art von Krieg beurteilen und verurteilen, das ist „zu wenig“ im Überbietungswettbewerb der Hobbykriegsreporter.

Doch nicht nur das. Was seit dem Angriff russischer Streitkräfte in der Ukraine in den Sozialen Netzwerken unter dem Mantel der „Aufklärung“ vor sich geht, das sprengt fast das Abarbeiten an und mit Corona. Und vermutlich wird am Ende eine mindestens genau so große Spaltung zu beklagen sein, nur in weitaus mehr Splittergruppen, in die einen, die dort stehen, die anderen, die da stehen, in die, die das Geschichtsbuch hervorkramen und jene, die eine neue Weltordnung befürworten. Man lässt sich wieder spalten.

Und was war mit dem völkerrechtswidrigen Kosovokrieg unter Rot-Grün?

Jeder weiß vom Laptop aus, was tausende Kilometer im Osten vor sich geht. Wirklich, was wissen wir hier in Deutschland denn vom Donbass, was wissen wir über die Seele in Kiew oder Moskau, was wissen wir über Putins Pläne oder von NATO-Stützpunkten? Wir wissen einen Sch… ! Aber das, was wir wissen sollten, was uns vereinen sollte, haben wir vergessen. Dass sich unter einer rot-grünen Bundesregierung Deutschland zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg [44], einer monatelangen Bombardierung beteiligt hat. Unter einer Regierung von SPD und Grünen, genau den Protagonisten, die jetzt mit Schaum vor dem Mund härteste Sanktionen verlangen und mit „Nie wieder“-Schildchen herumstehen. Was sind das nur für Heuchler!

Wir sollten auch wissen, dass Putin in seiner Rede am 25. September im Bundestag [45] in deutscher Sprache Deutschland die Hand gereicht hat und die große Bundeskanzlerin Merkel ihm diese verwehrte. Wir sollten wissen, dass Trump das Rückgrat hatte, sich mit Putin an einen Tisch zu setzen – trotz sich widerstehender Weltanschauungen. Nennt man Dialog auf Augenhöhe am Verhandlungstisch. Respekt! In jedem Staatsoberhaupt steckt auch ein bisschen Platzhirsch, aber genau das ist nötig.

Hypermoralismus bis zur Selbstverleugnung

Wir sollten wissen, dass deutsche Regierungen der letzten Jahre nicht fähig und nicht willig waren, dem Begriff Diplomatie dienlich zu sein. Haben wir die unrühmliche Rolle Steinmeiers vergessen, der neben dubiosen Gestalten auf dem Maidan mitzündelte? Haben wir vergessen, mit welcher Arroganz der Außenministerdarsteller Maas gegenüber dem russischen und US-amerikanischen Präsidenten aufgetreten ist, sollten wir uns nicht vergegenwärtigen, mit welch peinlicher Dummheit Baerbock einen Putin maßregeln wollte und sich nun Biden andient? Für dieses Personal kann man sich nur schämen. Aber wir lassen uns ausgerechnet von diesen Leuten wieder auseinanderdividieren, weil jeder die Wahrheit, die im Krieg zuerst verloren geht, für sich gepachtet hat? Das war`s dann wohl endgültig mit Zusammenhalt.

Überhaupt: Mit welcher Berechtigung spielt sich Deutschland als moralische Instanz auf? Was hat man unternommen, um die Kriegsgefahr zu bannen? Die eigene Bundeswehr zugrunde richten zählt nicht, das ist sozusagen Kollateralschaden der eigenen Wohlstandsverblödung. Das, was nützlichen Idioten jetzt einfällt, ist, eine Erdgaspipeline zu stoppen, denn dann zeigen wir es dem Putin so richtig, wenn die Oma in Pusemuckel im Dunkeln friert. Hypermoralismus bis zur Selbstverleugnung ist offizielles nationales Interesse im Land, genug Leute machen mit. Auch wenn man es sich nicht leisten kann.

Deutsche lassen sich einspannen und aufwiegeln

Und man lässt sich dafür einspannen und aufwiegeln und gegeneinander agieren. Für diese Trümmertruppe unter der Kuppel? Wollt ihr die politischen Versager in Berlin wirklich so leicht davonkommen lassen, mit einem in Blau und Gelb angestrahlten Brandenburger Tor und bekritzelten Pappschildern, nur weil sie jetzt in einem Satz auch mal was Richtiges sagen (und in fünf anderen Sätzen sehr viel Falsches), nämlich, dass es keinen Angriff auf die Ukraine hätte geben dürfen? Ist man hier so einfach zu beeinflussen, zu teilen? Gibt man sich damit zufrieden?

Das ist befremdlich. Genauso befremdlich, wie junge Männer, die ihre Sympathie dafür twittern, für eine „edle Sache“ in den Krieg ziehen. Wenn es so edel ist, warum zieht man dann nicht selber? Warum überlässt man verspritztes Gehirn und literweise Blut, heulende Angehörige und leere Gräber anderen, wenn es so nobel ist? Weil auch ihr Heuchler seid! Vom heimischen Sofa aus kann man ja bequem fordern, dass sich Fremde den Kopf wegschießen lassen sollen. Es ist Krieg und alle twittern drüber, als wäre es ein Abenteuer.

Darf man mal fragen, wo diese Tastaturhelden in den letzten Jahren abgeblieben sind, seitdem es in der Ukraine kracht? Hat die das vorher interessiert oder ist es nur dann interessant, wenn man sich an politischen Großmächten reiben kann, die durchdrehen? Um sich selbst zu erhöhen nach all den Erniedrigungen durch die eigene Regierung, die nun durch verlogene Moral Pluspunkte sammeln will, um vom Versagen abzulenken. Durch eine Regierung, mit der man sich beschäftigen, durch die man sich nicht manipulieren lassen sollte. Und bei all dem Getwitter und Bessergewisse und der ach so tollen deutschen Hypermoral kommt eines mehrfach zu kurz: der Frieden.


(Nadine Hoffmann ist Sprecherin der AfD-Fraktion in Thüringen für Umwelt, Natur- und Tierschutz und Jugendpolitik)

Like