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Deutsche Aidshilfe lobt Schülerberater, die Partnern HIV verschweigen

imageDass ein von öffentlichen Geldern bezahlter AIDS-Schülerberater sich offen dazu bekennt, seinen Partnern beim ungeschützten Sex seine HIV-Infektion zu verschweigen, hat PI-Leser spürbar erzürnt. Nun hat die Deutsche Aidshilfe e.V. „Konsequenzen“ gezogen – allerdings genau anders herum als es sich besorgte Eltern erhofft haben mögen. Dieser in Schulen flächendeckend tätige Verband reagiert lobend auf die neu ins Leben gerufene Facebook-Seite „Wir machen’s ohne – Safer Sex durch HIV-Therapie“. Auf dieser Seite erklären Menschen mit HIV öffentlich, dass sie auch auf Kondome verzichten, da eine HIV-Therapie bereits effektiv gegen eine Übertragung schützen könne.

Diese Seite wurde aus Anlass des u.a. von PI öffentlich gemachten Falles des Christian Naumann aus Düsseldorf gegründet und begrüßt ausdrücklich dessen Verhalten, seine beim Geschlechtsverkehr ungeschützten Sex-Partner im Unwissen über seine Krankheit zu lassen.

Zum absehbaren Entsetzen vieler Eltern lobt die Deutsche Aidshilfe e.V. ausdrücklich diese „Selbsthilfe-Offensive“. „Die meisten Menschen wissen noch nicht, dass eine gut wirksame HIV-Therapie auch die Übertragung des Virus verhindert. Menschen mit und ohne HIV nutzen diese Schutzmöglichkeit bereits seit Jahren erfolgreich“, sagt der DAH-Vorstand Manuel Izdebski (Foto oben).

Izdebskis Qualifikation als selbsternannter „medizinischer Experte“ ist PI-Lesern schon aus anderem Zusammenhang bekannt. So empfahl er die „Psychiatrie“-Einweisung von Homosexuellen, die sich vor Homophobie im Islam fürchten.

Skepsis ist nicht nur gegenüber den Ambitionen des Sozialpädagogen Izdebskis als „Psychiater“ angebracht, sondern auch gegenüber seinen gewagten Thesen im Bereich der Fachrichtung „Virenkunde“.

Was der engagierte Schulaufklärer mit „Schutz durch Therapie“ meint, ist medizinisch noch relatives Neuland und hinsichtlich der Sicherheit vor Infektionen entsprechend umstritten. Fasst man Einschätzungen sachkundiger Ärzte zusammen, so ergibt sich ein unsicheres, deutlich skeptischeres Bild.

Demnach können Medikamente eine Ansteckung nur bei Erfüllung äußerst strenger Voraussetzungen ausschließen. Günstigste Prognosen gehen von einem Übertragungsrisiko von zwei Prozent aus, wobei auch hierbei Mediziner in den Medien immer wieder warnen: Die Gefahr einer Ansteckung steige schnell um das Vier- bis Fünffache, wenn z.B. eine andere Infektion vorliege. Bei einem Kondom besteht ein solches Risiko hingegen nicht. Und zu Recht weist jeder Biologielehrer in der Mittelstufe immer wieder daraufhin: Geschlechtsverkehr ohne Kondom ist immer eine „Freifahrt“ für andere gefährliche Krankheiten wie Hepatitis, Syphilis etc..

Auch in der Schwulenszene sind die Thesen von Naumann, Izdebski und Co. höchst umstritten. Das sich als „politisch inkorrekt“ verstehende Blog „gaystream“ forderte vor wenigen Tagen sogar schon Lehrer dazu auf, besorgten Eltern die Freistellung ihrer Kindern vom Unterricht mit solchen AIDS-Verharmlosern zu erlauben.




AIDS-Schülerberater verschweigt Partnern HIV

5 : 7 QuerformatChristian Naumann (Foto) aus Düsseldorf geht für einen steuerfinanzierten Verband regelmäßig in NRW-Schulklassen, um für Toleranz zugunsten von Homosexuellen zu werben. Schon das mag unter konservativen Eltern umstritten sein, tritt an dieser Stelle jedoch hinter dem eigentlichen Skandal zurück. Dass Christian Naumann nicht nur schwul ist, sondern auch bekennend HIV-positiv, mag schon etwas mehr aufhorchen lassen, hat jedoch in vorliegendem Fall ebenfalls nur einen untergeordneten Nachrichtenwert. Nicht einmal die Tatsache, dass der offensive Schwule nach wie vor Geschlechtsverkehr hat, und sogar nicht einmal die weitere Steigerung seines Hedonismus, dass dieser Geschlechtsverkehr ohne Kondom und völlig ungeschützt geschieht, schießt an dieser Stelle den Vogel ab.

Christlich-konservative, aber auch alle sonstigen verantwortungsvollen Eltern von Schulkindern, sollten nun den Atem anhalten: Dieser schwule, HIV-positive und missionarisch in Schulklassen auftretende Christian Naumann, kokettiert unverblümt und skrupellos mit dem Unwissen seiner vielen wechselnden Sexpartner. Diese klärt er nicht (ja, Sie lesen richtig: diese klärt er NICHT) über seine HIV-Infektion auf, sondern lässt sie beim ungeschützen Geschlechtsverkehr routinemäßig ins offene Messer rennen. Angeblich gehe von ihm aufgrund einer „speziellen Therapie“ kein Risiko für Ansteckungen aus, daher bestehe seiner Meinung nach keine moralische Pflicht zur Unterrichtung seiner Sexpartner..

Die öffentlich-rechtlichen Medien schweigen bislang brav und politisch korrekt zu diesem Vorfall. Lediglich Sat.1 hat im Regionalfenster NRW ernsthaft versucht, die Lehrer- und Elternöffentlichkeit darüber aufzuklären, welch egozentrischer „Luststrolch“ und notgeiler Kindergefährder in Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasium seit langer Zeit auf den „ungeschützen“ Nachwuchs losgelassen wird. Und nicht die rotgrüne Landesregierung, sondern die kleine Oppositionspartei FDP war es, die mit einer „kleinen Anfrage“ im Landtag diesen Skandal öffentlich gemacht hat. Verbände der LGTB-Bewegungen einschließlich der Aidshilfe sind mal wieder in Aufruhr wegen des vermeintlichen „Diskriminierungsskandals“.

Eigentlich ist das Land NRW nicht gerade zimperlich bei der „Bekämpfung“ pädagogischer Akteure, die vermeintlich das Kindeswohl und die Qualität des Unterrichts gefährden. Wenn ein schwuler Lehrer die Homophobie von Islamisten kritisiert, war das in der Vergangenheit sogar Anlass für Suspendierungen, die erst durch Gerichtsurteile wieder aufgehoben worden waren (PI berichtete mehrfach). Die Werbung für ungeschützten Geschlechtsverkehr durch HIV-Positive mit unwissenden Sexpartnern scheint die Landesregierung offenbar hingegen nicht als Anlass zu sehen, einem pädagogischen Akteur die Grenzen aufzuzeigen und ihm an sämtlichen Schulen Hausverbot zu erteilen.

An wen kann man an dieser Stelle seinen Protest richten? Als NRW-Eltern z.B. an die Schulen vor Ort! Oder direkt an eine der Bezirksregierungen in NRW, die dort für Schulpolitik zuständig ist. Da der schwule und HIV-positive Christian Naumann aus Düsseldorf kommt, dürften Beschwerden besonders dort richtig am Platz sein.

Kontakt:

Thomas Hartmann, Leiter der Schulabteilung in Düsseldorf

» E-Mail: thomas.hartmann@brd.nrw.de


(Hinweis an unsere Leser: Wir bitten Sie bei Schreiben an die Kontaktadresse, trotz aller Kontroversen in der Sache, um eine höfliche und sachlich faire Ausdrucksweise.)




Hamed Abdel-Samad ermutigt Islamkritiker, ihre Meinung noch deutlicher zu sagen

IMG_9335Die FDP-nahe Friedrich Naumann- und die Rudolf von Benningsen-Stiftung hatten den bekannten Buchautor und Islam-Aufklärer Hamed Abdel-Samad (Foto am 2.April in München) zu einem Vortrag und einer Diskussionsrunde nach Osnabrück eingeladen. Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, dass Islamwissenschaftler der Universität Osnabrück eingeladen waren, zu seinen Thesen Stellung zu beziehen. Nach Auskunft der Veranstalter hätten sie aber eine Diskussion mit Abdel-Samad abgelehnt. Da scheuen wohl einige Islamverharmloser die Konfrontation mit den harten Fakten.

(Von Michael Stürzenberger)

Die Osnabrücker Zeitung zitiert Hamed:

„Viele Muslime in Deutschland betrachten mich als Feind Nr. 1“, sagte der Publizist, der sich selbst als eine Art „Diagnosearzt“ und Aufklärer sieht und die Demokratie für gefährdet hält, „weil sie verweichlicht wird“. Toleranz gegen Intoleranz sei eine Feigheit.

Wie wahr. Damit sind das komplette Polit-Establishment, fast alle Journalisten und sämtliche Kirchenfunktionäre hierzulande eine Ansammlung von Feiglingen. Hamed ermutigt Islamkritiker, weiterhin die Wahrheit auszusprechen, um der drohenden Islamisierung entgegenzuwirken:

Der Deutsch-Ägypter Hamed Abdel-Samad hat Islamkritiker ermutigt, ihre Meinung noch deutlicher zu sagen. Der Autor des umstrittenen Bestsellers „Der islamische Faschismus“ forderte in Osnabrück, den Einfluss der Islamverbände in Deutschland zu stoppen.

Ebenso lehnt Hamed Islamischen Religionsunterricht in Deutschland konsequent ab:

Abdel-Samad forderte ein Recht auf Beleidigung von Religionen. Sie müssten zurückgedrängt werden und gehörten ins Private. Die politische Aufwertung der Islamverbände müsse gestoppt werden. Auch einen islamischen Religionsunterricht in der Schule lehnte Abdel-Samad ab. Stattdessen müsse es Religionskunde geben.

Politiker würden laut Hamed den Islam verharmlosen, da sie die Geschäfte mit Saudi Arabien und Katar nicht gefährden wollten:

Kritik übte der Deutsch-Ägypter an den Politikern, so am früheren Bundespräsidenten Christian Wulff. Nachdem dieser behauptet habe, der Islam gehöre zu Deutschland, hätten die habe es nicht weniger Probleme mit Islamisten gegeben. Generell könnten die Politiker nicht alles sagen, was sie dächten, um Geschäfte mit Saudi-Arabien und Katar nicht zu gefährden.

Daher buckelt auch die gesamte Polit-„Prominenz“ Münchens vor dem Islamzentrums-Finanzierer Katar, im Einklang mit den lokalen Journalisten, die kaum ein kritisches Wort über den Sklavenhalter- und Terrorunterstützerstaat verlieren.

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Den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan schätzt Hamed als extremistisch ein:

Faschistoides Gedankengut sei bereits im Ur-Islam angelegt, behauptete Abedel-Samad. Dies dürfe nicht verharmlost werden. Wenn der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan als gemäßigter Islamist bezeichnet werde, dann sei das genauso falsch wie die Bezeichnung „vegetarischer Metzger“, meinte der Publizist.

Hierzu auch ein Ausschnitt seines Auftritts im Münchner Literaturhaus vom 2. April, in dem er eine enge Verbindung von Erdogan zu den Muslimbrüdern darstellt:

So schließen sich die Kreise: Imam Idriz nahm am 6. Juli des vergangenen Jahres an einer Pro-Erdogan-Demonstration in München teil, Erdogan hat enge Kontakte zu den Muslimbrüdern, Idriz führte Befehle des deutschen Chefs der Muslimbrüder, Ibrahim El-Zayat, aus und möchte den milliardenschweren Unterstützer der Muslimbrüder, Katar, als Geldgeber für sein geplantes Islamzentrum in München haben. Kein Wunder, dass der bayerische Verfassungsschutz Idriz als „trojanisches Pferd von Extremisten“ bezeichnete.

Imam Idriz wird kaum öffentlich kritisiert, Hamed Abdel-Samad hingegen schon. Aus seiner Heimat Ägypten hat er mehrere Todes-Fatwen erhalten, weil er den Islam als faschistisch bezeichnet. Der linke Autor Hannes Bode, der „Islamwissenschaften“ und Geschichte studierte, versucht die Thesen von Hamed zu widerlegen. Sein Artikel erschien Ende Mai in der linken Wochenzeitung „Jungle World“ und wurde am 30. Juni auf dem „Alsharq“-Blog plaziert:

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Bei der antisemitischen Ideologieproduktion al-Husseinis wie bei den meisten von Abdel Samad angeführten Entwicklungen handelt es sich eher um ideologische Reaktionen auf die kapitalistische Moderne – auf krisenhafte Transformationsprozesse in den arabischen Gesellschaften unter kolonialen Bedingungen – als um irgendwelche, in einem „Ur-Islam“ angelegten Faschismen. Denn der identitäre Bezug auf den glorreichen ursprünglichen Islam wäre wohl ebenso wie der Bezug auf die glorreiche arabische Vergangenheit im Sinne der Nationalismustheoretiker Eric Hobsbawm und Benedict Anderson als ‚erfundene Tradition‘ zu betrachten – nicht als die Tradition selbst. Doch hier spricht wieder der islamistisch sozialisierte Autor. Die erfundene Tradition versteht er als Realgeschichte; die Erzählung der Muslimbrüder vom Islam, der identitätslogische Zugriff auf die Religion, ist in seinen Augen gleichbedeutend mit der Religion selbst.

Doch die Muslimbrüder und ihre Ideologie – der „islamische Faschismus“ Abdel Samads – sind und waren Produkte der urbanen Gesellschaft im modernen, zumeist kolonial bestimmten Territorialstaat, vor dem Hintergrund eines gesellschaftlichen und ökonomischen Transformationsprozesses.

Mehr von diesem typisch linksideologischen Geschwurbel bei „Alsharq“. Die historische Zusammenarbeit von National-Sozialismus und Islam

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wird durch die heutige Unterstützung des Islams durch Sozialisten nahtlos fortgesetzt.

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National-Sozialismus und Islam – zwei Seiten einer faschistischen Medaille:

(Kamera: Vladimir Markovic)




Beda M. Stadler: Der religiöse Klimawahn

Beda M. StadlerIch mache mich gerne lustig über Agnostiker: Etwa, sie seien zu feige, sich Atheisten zu nennen. Zu meinem Leidwesen muss nun ich zugeben, Klima-Agnostiker zu sein. Natürlich zweifle ich nicht daran, dass es ein Klima gibt und ich selber nie in der Lage sein werde, zu beurteilen, ob es nun wärmer oder kälter wird. Mein Wissen beschränkt sich derzeit darauf, dass ich sicher bin, von beiden Seiten der Klimadebatte angelogen zu werden.

Ich gehe auch davon aus, dass an der derzeitigen Welt-Klimakonferenz im warmen Katar kein Konsens in Sachen Klima gesucht wird, oder dass ich auf Grund der neuen Erkenntnisse in ein gläubiges Lager wechseln muss. Der Klimagipfel von Doha ist sozusagen die Fortsetzung eines biblischen Szenarios. Am Anfang stand nämlich das Wort: CO2. (Seit im Cicero endlich der rote Mehltau Michael Naumann fort ist, erscheinen ab und zu wieder gute Artikel. Hier die Fortsetzung von Stadler, Foto, ein in der Schweiz bekannter Professor!)




Imam Idriz flunkert bei Münchner SPD

Das „Forum Kirche und SPD“ lud am 10. Oktober Imam Idriz zu einem Vortrag mit dem Thema „Der Islam in Bayern – Hoffnungen und Erwartungen in Religion und Gesellschaft“ ein. Als zusätzlicher Referent war Andreas Renz anwesend, Theologe beim erzbischöflichen Ordinariat München-Freising und zuständig für den „Dialog der Religionen“. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Vorsitzenden der Münchner SPD und Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags, Franz Maget. Wären an diesem Abend keine Islamkritiker anwesend gewesen, hätten sich alle Protagonisten gegenseitig gebauchpinselt. So aber wurde es richtig spannend, denn Idriz wurde von mehreren Seiten in eine Ecke gedrängt, aus der er nicht mehr herauskam.

(Von Michael Stürzenberger)

In seiner Anmoderation stellte SPD-Mann Maget fest, dass wir in Europa „multi-religiös“ lebten, auch in München. Man müsse gut miteinander auskommen und auch etwas voneinander wissen. Es gebe ein „facettenreiches Verhältnis“ zum Islam. Die „Provokationen“ des Mohammedfilms hätten „gewünschte Reaktionen“ in islamischen Ländern ausgelöst.

Bei Moscheebauten rege sich Widerstand. Das geplante „Zentrum für den Islam in Europa in München“ sei „nicht unumstritten“ und es gebe „Unsicherheiten“. Dieser Abend solle „Sicherheit bringen“. Lobend stellte Maget Imam Idriz heraus, der zu Gewaltlosigkeit bei den Protesten gegen den Mohammedfilm aufgerufen habe. Soso – ist das nun etwa doch nicht eine Selbstverständlichkeit bei der Religion des Friedens™?

Idriz beklagte in seinem Vortrag, dass der Islam „zu Unrecht“ mit Terrorismus gleichgesetzt werde. Es dürfe kein Dauerzustand bleiben, dass Moslems sich „ständig rechtfertigen“ müssten. Das Töten sei im Islam schließlich „verboten“, denn in Sure 5 Vers 32 werde ja dargestellt, dass das Töten eines Menschen so sei, als habe man die ganze Menschheit umgebracht.

Idriz verheimlichte seinen Zuhörern natürlich den wahren Inhalt dieses Verses, der das Töten eben nur dann verurteilt, wenn ein Mensch „ohne Grund“ getötet wird und dieser zuvor „kein Unheil“ im Land angerichtet hat. In der Diskussionsrunde zitierte ich den Vers in seiner Gesamtheit und erwähnte, dass Tötungsbefehle gegen Ungläubige elementarer Bestandteil des Korans seien. Außerdem erzählte ich den etwa 40 Anwesenden, dass der damalige Vizepräsident des TSV 1860 München, Ralph Burkei, im November 2008 in Bombay ums Leben kam, als zehn Moslems aus Pakistan, mit Koranversen gedrillt, 174 „Ungläubige“ umbrachten. Franz Maget nickte bei dieser Darstellung, schließlich kennt er die Geschichte genau, da er selber langjähriges Mitglied bei den 60ern und seit 2009 auch deren Vizepräsident ist. Er meinte dazu, wenn man dem Islam unterstellen würde, dass er gewalttätig sei, müsste man ihn dann als Konsequenz nicht auch folgerichtig verbieten? An dieser Stelle gab es zustimmendes Nicken bei einigen Anwesenden.

Meine Frage an Idriz war, ob er seine Botschaft vom „friedlichen Islam“ nicht besser Moslems erzählen solle, um das 1400 Jahre lange Töten im Namen Allahs ein für allemal zu beenden. Er log daraufhin, dass die gemeinsame Botschaft aller Religionen die Nächstenliebe sei. Mohammed wäre „kein Kriegsmann“, sondern „nur ein Gesandter“ gewesen. Er habe sich lediglich „zu verteidigen versucht“. Solche Koranverse, die vom Töten handelten, seien eine „Antwort auf den Bedarf im siebten Jahrhundert“ gewesen, hätten heutzutage aber „keine Bedeutung“ und „niemand“ von den Moslems würden diese als zeitlos gültig verstehen. Seltsam, wie kommt es dann nur zu den fast täglich erfolgenden Morden im Namen Allahs? Idriz beklagte außerdem, dass der Kabarettist Dieter Nuhr im Fernsehen einen solchen Tötungsvers zitiert und damit „vor einem Millionenpublikum eine Religion diffamiert“ habe.

Es war vielen Gesichtern im Raum anzusehen, dass diese Flunkereien nicht mehr geglaubt werden. Idriz ist ohnehin in massiver Erklärungsnot, da er sich sein riesiges Islamzentrum beim Stachus ausgerechnet aus dem arabischen Staat Katar finanzieren lassen möchte, der gleichzeitig islamische Terrorbanden wie Al-Qaida und Taliban unterstützt.

Hierzu war ihm bei der Veranstaltung „Was glauben Muslime“ der Friedrich Naumann Stiftung am 25. September im Amerika-Haus die konkrete Frage gestellt worden, was er vom Wahhabismus halte, ob er mit ihm sympathisiere oder sich distanziere, und wenn ja, warum.

Idriz hatte vor dem versammeltem Publikum von etwa 80 Personen geantwortet, dass die Wahhabiten wie die Salafisten „Extremisten“ seien. Es ist höchst interessant, daß er damit auch die Wahhabiten in Katar, die das „ZIE-M“ finanzieren sollen, als „Extremisten“ bezeichnet. Sobald die Vollzugsmeldung der Finanz-Transaktion aus Katar öffentlich wird, sollte man dem Emir Hamad bin Chalifa Al Thani davon berichten, wie der Empfänger der 30 Millionen Euro über ihn denkt.

Auf der Homepage dieses Emirs findet sich übrigens ein Auszug aus seiner Rede, die er anläßlich der Eröffnung der „Imam Mohammad Ibn Abdul Wahhab“-Moschee am 16. Dezember 2011 gehalten hat:

„We see that the Ummah is now in need of being renovated and inspired by the resolve and experience of the call of Wahhabism in a way that complies with the current age and its developments.“

Al Thani verlangt also, dass die weltweite Gemeinschaft aller Moslems (Ummah) im Sinne des Wahhabismus reformiert und inspiriert werden solle. Kein Wunder, schließlich bekennt sich die politische Elite Katars zum Wahhabismus.

Die Nerven im Idriz-Lager scheinen mittlerweile blank zu liegen, denn auch Rechtsanwalt Hildebrecht Braun verliert zunehmend die Beherrschung. In der Eingangsmoderation zu der Veranstaltung im Amerikahaus beschimpfte er PI als einen „extremistischen“ Blog, der „nur Dreck produziert“. Wer im Publikum zu PI gehöre, solle „gleich gehen, bevor ich ihn rausschmeiße“. Außerdem verglich er PI allen Ernstes mit dem national-sozialistischen Hetzblatt „Der Stürmer“:

„1923 fing der Stürmer in Nürnberg an, veröffentlichte Schmähungen über Juden. Eine Parallele dazu ist PI München.“

Im Vorfeld der Veranstaltung hat er sogar den Islamkritiker Christian Holz (Bild links) angerufen und ihn nach dessen Aussage in einem wüsten Wortschwall gewarnt, bloß nicht zu kommen, da er „unerwünscht“ sei und ihm der Einlass „verboten“ sei. Ich kann bestätigen, dass Christian bei der zwei Tage später stattgefunden Veranstaltung „Die Frau im Islam“ – ebenfalls von Braun moderiert – der Einlass vom Pförtner des Amerikahauses mit der lauten Drohung, die Polizei zu rufen, verwehrt wurde. Hierzu darf man noch erwähnen, dass Christian wegen einer Behinderung auf den Rollstuhl angewiesen ist und auch eine sprachliche Beeinträchtigung hat, weswegen er sich gar nicht laut artikulieren kann. Wenn der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Braun eine solche Frohnatur schon einzuschüchtern versucht, zeigt dies, wie sehr man im Lobbyistenumfeld des Imams Münchhausen Kritik fürchtet.

Mir als Journalisten konnte Braun die Teilnahme an der Taqiyya-Veranstaltung „Die Frau im Islam“ nicht verweigern. Als ich in der Pause mit einer Gruppe von Teilnehmern diskutierte, entblödete er sich nicht, hinzuzukommen und die Anwesenden zu fragen, ob sie wüssten, mit wem sie hier redeten. Ich sei „ein Hetzer“, der sich jeden Tag damit beschäftige, von Morgens bis Abends gegen den Islam „zu hetzen“.

Hierzu entgegnete ich ihm, dass ich lediglich über den Islam aufkläre, was keinesfalls als „Hetze“ zu diffamieren sei. Er aber versuche, die kritische Berichterstattung von Zeitungen zu verhindern, was seine mehrfachen Droh-Anrufe im April dieses Jahres bei der Chefredaktion und der Verlagsleitung der Stuttgarter Nachrichten deutlich bewiesen hätten. Daraufhin wurde er zornig und drohte mir, dass er hier „Hausrecht“ habe und mich „rausschmeissen“ könne.

An dieser Stelle darf man sich durchaus bei der FDP Bayern erkundigen, wie dort ein solch skandalöses Verhalten ihres Parteimitglieds beurteilt wird und ob dies nicht negativ für das eigene Bild in der Öffentlichkeit ist:

» mail@fdp-bayern.de

Zurück zum Idriz-Vortrag bei der Münchner SPD, bei dem er in einer Tour flunkerte. So versuchte er den Genossen weiszumachen, dass es im Islam „keinen Unterschied“ zwischen denen gebe, die an Gott glaubten. Hierzu zog er Vers 136 der 2. Sure heran, der aber in Wirklichkeit aussagt, dass alle Menschen an Allah glauben sollen. Er behauptete auch, ein Moslem sei „das Gegenteil eines bösartigen und gewalttätigen Menschen“, nämlich „friedlich“. Nun, dazu darf ein solcher Moslem aber keine Seite des Korans gelesen haben.

Idriz meinte zu den vielen drakonischen Körper- und Todesstrafen des Islams, dass diese zur damaligen Zeit „menschliche Strafen“ gewesen seien, die „Gott nicht verändern wollte“. Genauso dürfe der Koran „nie verändert“ werden, aber man solle den Korantext „gemäß der Ort und der Zeit interpretieren.“ Die „gesellschaftliche Wirklichkeit“ verlange, dass man „die richtigen Schlüsse“ daraus ziehe. Man bräuchte einen „neuen, aktuellen Zugang“ zur Religion, es müsse eine „zeitgemäße Interpretation“ des Islams erfolgen.

Diese biegsame Auslegung bedeutet natürlich, dass sich der Islam in Minderheitsverhältnissen an die herrschenden Zustände flexibel anpassen solle. Aber was ist los, wenn Moslems einmal in Mehrheitspositionen kommen? Dann können sie ganz legal auf demokratischem Wege das ganze Arsenal an islamischen Regeln und Bestimmungen durchsetzen.

Daher ist es unverzichtbar und zum Überleben der westlichen Zivilisation absolut nötig, den islamischen Verbänden jetzt, wo sie sich noch in der Minderheit befinden, eine schriftliche und zeitlos gültige Verzichtserklärung auf die Scharia abzufordern. Wenn das nicht geschieht, hat zwangsäufig das Verbot wegen Verfassungsfeindlichkeit zu erfolgen. Nur so ist diese brandgefährliche Ideologie zu knacken, und da sind wir wieder bei der richtigen Schlussfolgerung von Franz Maget.

Idriz verweigerte übrigens die Antwort auf die Frage einer Islamkritikerin, was unter dem Begriff „Dhimmi“ im Islam zu verstehen sei. Es war ihm wohl zu gefährlich, den SPD-Leuten zu berichten, wie ihr erbärmlicher Zustand einmal sein wird, wenn der Islam an die Macht kommt und sie dann Menschen zweiter Klasse sind, die sich nur durch das Zahlen einer „Schutzsteuer“ vor der Verfolgung und Tötung retten können.

Interessant ist noch, was der katholische Theologe Andreas Renz in seinem Vortrag von sich gab: Das Verhältnis zum Islam sei „geschichtlich nicht einfach“. Kriege seien „von beiden Seiten“ aus „religiös legitimiert“ worden. Am 11. Oktober 1962 habe bei der katholischen Kirche mit dem 2. Vatikanischen Konzil ein „Paradigmenwechsel“ stattgefunden, bei dem eine „Hochachtung“ vor den Muslimen und die „Gemeinsamkeit des Glaubens an den einen Gott“ formuliert worden sei.

Die katholische Kirche stehe bei der Frage des islamischen Religionsunterrichtes an der Seite des Islams. Nordrhein-Westfalen habe den bekenntnisorientierten Religionsunterricht eingeführt und Hamburg habe einen Staatsvertrag mit dem Islam abgeschlossen. In Bayern sei es noch ein Modellversuch, da die Frage nach dem Träger bisher noch nicht klar beantwortet sei. Die islamische Theologie werde an diversen staatlichen Universitäten wie beispielsweise Münster, Osnabrück, Tübingen und Erlangen gelehrt. Man wolle hierbei den Fundamentalismus verhindern, indem man Imame in Deutschland ausbilde. Ein Problem sei, dass fast alle Moscheegemeinden mit Imamen versorgt würden, die aus dem Ausland kämen und sich nur einige Jahre hier befänden, nicht die deutsche Sprache beherrschten und daher auch nicht auf die Bedürfnisse der hier lebenden Muslime eingehen könnten.

Renz erwarte, dass die organisierten Moslems – etwa ein Drittel aller bei uns lebenden – eine Vertretung wie beispielsweise den Koordinierungsrat schaffen sollten. Die DITIB sei hingegen der verlängerte Arm der türkischen Religionsbehörde und andere muslimische Verbände seien vielfach von Parteien ihrer Herkunftsländer abhängig. Sie sollten eigenständiger werden, ohne dass deswegen der Kontakt zu der Heimat ganz abbrechen müsse.

Ich hatte Renz die Frage gestellt, warum kirchliche Verbände in Deutschland den muslimischen Organisationen in der Frage der Christenverfolgung und – Tötung in islamischen Ländern nicht stärker auf die Finger klopfen würden. Hierzu meinte Renz, dass es wirklich problematische Stellen im Koran gebe, die eine Interpretation verlangten und historisch einzugrenzen seien, so dass sie heute nicht mehr gälten. Bei den Konflikten in islamischen Ländern gehe es aber primär um Machtpolitik und andere Interessen. Wir müssten „diesen Ländern helfen“, auch der arabische Frühling sei „sehr labil“. Aber es stimme, dass eine Vielzahl Christen in den meisten islamischen Ländern verfolgt und diskriminiert würden.

Aber Imam Idriz habe gesagt, dass eine Interpretation des Islams möglich sei, die eine Religionsfreiheit anerkenne. Maßnahmen hierzu seien islamischer Religionsunterricht, die Ausbildung von Imamen in Deutschland und permanentes Einwirken. Man erwarte eine Wechselseitigkeit, dass auch Christen in islamischen Ländern Rechte gewährt werden. Idriz erhebe seine Stimme, wenn etwas passiere, und dies sei vorbildlich. Außerdem betonte Renz, dass „der Islam selbstverständlich zu Deutschland gehört“. Schließlich hätten ja auch die Hälfte der bei uns lebenden Muslime die deutsche Staatsbürgerschaft.

Der Abend bei der Münchner SPD zeigte, dass die Fassade von Idriz auch in der Öffentlichkeit immer mehr Risse bekommt. Indem er bei kritischen Fragen entweder log, auswich oder sie erst gar nicht beantwortete, wurde auch wohlwollenden SPD-Mitgliedern klar, dass er die tabulose Aufklärung über den Islam ganz offensichtlich fürchtet.

Auch aus den Reihen der Münchner SPD kamen im Laufe des Abends zusehends kritische Bemerkungen, etwa zu der „schwierigen“ Kommunikation mit moslemischen Gemeinden, der Funktion Mohammeds als Kriegsherr, der brutalen Scharia und dem „islamic banking“. Dieser Taqiyya-Auftritt von Idriz war sein schwächster, seitdem ich vor knapp 3 Jahren mit der Beobachtung des vermeintlichen deutschen „Vorzeige“-Imams begann. Auch das Misstrauen in der Münchner SPD scheint so langsam zu wachsen. Aber es gibt dort natürlich immer noch haufenweise typische Vertreter des kompromisslosen Gutmenschentums wie die Dame, die es in ihrer Stellungnahme als falsch darstellte, über den Islam kritisch zu reden, da doch die Christen mit den Kreuzzügen so viel Schlimmes angerichtet hätten..

Die Münchner SPD freut sich bestimmt über sachdienliche Hinweise zum Thema Islam & Imam Idriz:

» kontakt@spd-muenchen.de




Die Abschreiber in der „Qualitätspresse“

Während sich linke Journalisten an Plagiaten bei CDU-, CSU- und FDP-Doktorarbeiten aufgeilen, sitzen die größten Abschreiber in der Journaille selbst. Und dabei geht es nicht nur um Artikel, die zu 100% aus Nachrichtenagenturen vollautomatisch übernommen werden, ohne daß überhaupt noch einer hinguckt, was für ein Quatsch da geliefert wird. Nein, eine große Zahl der Hohlköpfe in der „Qualitätspresse“ schreibt gezielt aus dem Internet ab und bastelt sich daraus eigene Stories, ohne Quellen zu nennen, weil ihnen selber nichts einfällt.

Der CICERO bringt hier ein paar Beispiele aus Spiegel, Handelsblatt und anderen. Den schönsten Beweis lieferte anscheinend ausgerechnet Guttenberg. Ein Witzbold hatte in Wikipedia zu Karl-Theodors zehn Vornamen einen elften hinzugefügt.

Am nächsten Tag übernahmen zahlreiche Medien den Falschnamen, darunter Bild, Spiegel Online, Handelsblatt und Süddeutsche Zeitung, sogar mehrere TV-Sender.

Was CICERO angeht, das ist seit dem Weggang der langweiligen, berechenbaren SPD-Pflaume Michael Naumann wieder besser geworden.




Deutsche Regierung nähert sich Muslimbrüdern

Moderate MuslimschwesternOffiziell galten der deutschen Bundesregierung die Muslimbrüder bisher als „Islamisten“, mit denen man nichts zu tun haben wollte. Diese Einschätzung revidiert sich je mehr absehbar wird, dass die Muslimbrüder künftig die führende Kraft in Ägypten sein werden. Denselben Leuten, die bislang zurecht als islamische Extremisten galten, traut man mittlerweile „Interesse an einer demokratischen und freiheitlichen Entwicklung“ zu.

Spiegel-Online berichtet voller stolz auf die „heimlichen Diplomaten“, um die die Welt Deutschland angeblich beneidet:

Öffentliche Gespräche zwischen hochrangigen Diplomaten und islamischen Fundamentalisten sind undenkbar. Doch inoffizielle Kanäle, auf denen deutsche Diplomaten die Muslimbrüder erreichen können, gibt es reichlich.

Gleich vier parteinahe politische Stiftungen aus Deutschland unterhalten seit vielen Jahren Büros in Kairo – und gelten dort als exzellent verdrahtet. …

Diese Freiheiten haben sich deutsche Regierungen in der Geschichte immer wieder zunutze gemacht, entweder um in Krisengebieten Kontakte zu Gruppen herzustellen, mit denen ein offizieller Dialog nicht möglich war, oder um Entwicklungen in ihrem Sinne zu beeinflussen. …

Politiker aus befreundeten Staaten beneiden die Bundesrepublik deshalb um das feine Netzwerk, dass ihre Stiftungen in aller Welt knüpfen. Kein anderes Land verfügt über vergleichbare Institutionen. Die Bundesregierung weiß, was sie an ihren inoffiziellen Botschaftern hat, und fördert die internationale Arbeit der Stiftungen seit 1962 finanziell.

Und so werden in der SpOnSophistik radikalislamische Terrorhelfer zu lupenreinen Demokraten, mit denen man in ihrem Hauptquartier zum Tee zusammen sitzt. Besonders an solchem Tee-Klatsch interessiert scheinen die sogenannten Sozialisten und Liberalen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) räumt inoffizielle Kontakte zu den Muslimbrüdern ein. Ganz ähnlich denkt die Naumann-Stiftung (FDP): „Es wäre keine kluge Haltung, die Muslimbruderschaft in Ägypten vom Dialog auszuschließen.“

Keiner ist so blind, wie der, der nichts sehen will. Worum es sich bei den Muslimbrüdern und ihre auf lange Hand vorbereitete Revolution wirklich handelt, sehen Sie hier in einer Dokumentation aus dem Jahr 2005.

(Spürnase: Daniel Katz)




Betr.: Austritt aus der CDU

Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit erkläre ich meinen Austritt aus der Christlich Demokratischen Union Deutschlands nach 36-jähriger Mitgliedschaft. Ich habe längere Zeit mit mir gerungen, diesen Schritt zu vollziehen, dennoch fällt er mir gar nicht allzu schwer. Ich will Ihnen einige der Hauptgründe nicht vorenthalten.

(Offener Brief von Stephan R.* an die CDU, 11. November 2010)

Nach meiner Einschätzung hat sich die CDU von einer einst werteorientierten, christlich inspirierten und im besten Sinne konservativen Partei längst zu einem Kanzler-Wahlverein der politischen Beliebigkeit und des gesellschaftlichen Mainstream entwickelt, in dem Diskussionen und Debatten um die brennenden Fragen der Zeit nicht stattfinden und nicht erwünscht sind. Die Kanzlerin versucht mit einer unbestreitbaren Begabung, jedes Problem „auszusitzen“ und eigene Akzente sowie jegliche klare Positionierung zu vermeiden. Dass die CDU dabei auf dem besten Weg ist, zur reinen Machterhaltungspartei ohne Credo und Charisma zu werden, ficht sie anscheinend nicht an.

Mehr als übel stößt mir das Agieren der namhaftesten CDU-Repräsentanten in der Sarrazin-Debatte und im Diskurs über die Integrationsproblematik auf. Statt eindeutig Partei zu ergreifen für die Werte westlicher Kultur und Zivilisation und gegen ein sich weltweit und auch mitten in unserem Lande rasant ausbreitendes totalitäres Gesellschaftsmodell mit religiöser Rechtfertigung und dem theokratischen Herrschaftsanspruch des Islam die Stirn zu bieten, beschwichtigen Politiker der CDU und üben sich in willfährigen Unterwerfungsgesten. Selbstverständlich gehört der Islam nicht zu Deutschland. Vielmehr gehört der Islam in seiner dominanten unreflektierten, zu Reform und Selbstkritik unfähigen Form zu den größten Bedrohungen Deutschlands und der freien Welt.

Frau Merkel und die Minister und Amtsträger der Union hofieren dagegen weiterhin den Staat Türkei mit den erklärten Islamisten Erdogan und Gül an seiner Spitze sowie die deutschen Islamverbände von eigenen Gnaden, die genau an jenem Ziel der Islamisierung unseres Landes beharrlich arbeiten, wie etwa Herr Mazyek vom Zentralrat der Muslime, einem Wolf im Schafspelz im wahrsten Sinne des Wortes. Warum sprechen sie dagegen nicht mit wirklich kompetenten, freiheitsliebenden Menschen wie Ralph Giordano, Henryk M. Broder oder der großartigen Necla Kelek, die gerade den Friedenspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung erhalten hat? Mit bewundernswerten, mutigen, authentischen Frauen aus dem türkisch-islamischen Kulturkreis, die uns mahnen und warnen sowie mit Herz und Verstand westliche Werte verteidigen – ich denke etwa an jene Necla Kelek, aber auch an Güner Yasemin Balci, Seyran Ates, Serap Cileli oder Betül Durmaz –, macht sich die CDU offensichtlich nicht gerne gemein. Dabei wäre es eine der vornehmsten Aufgaben der Christlich Demokratischen Union, solche Werte mit Nachdruck zu vertreten. Stattdessen üben sich ihre Bundes-Repräsentanten und auch die Berliner Parteiführung in Kniefällen und überlassen das konsequente Eintreten für die Werte Freiheit, Demokratie und säkularer Staat solchen Frauen, die von den islamischen Sittenwächtern als Apostaten gebrandmarkt werden und mit jeder Zeile und jedem Wort ein wenig mehr um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten müssen.

Selbstverständlich hat Thilo Sarrazin Recht, 85 Prozent seiner Thesen treffen eindeutig ins Schwarze. Statt den Mann eilfertig zu verteufeln und der gesellschaftlichen „Hinrichtung“ preiszugeben, hätte man dessen Buch zum Anlass einer grundlegenden, ehrlichen und ergebnisoffenen Integrationsdebatte machen sollen, in der die Union hätte Akzente setzen können. Dagegen taten sich als reflexartige Sarrazin-Ankläger „der ersten Stunde“ besonders Frau Merkel und Herr Wulff hervor, der sich in seiner niedersächsischen Ministerpräsidentenzeit im übrigen dafür feiern ließ, eine Frau Özkan als Ministerin „installiert“ zu haben, die nicht nur Kruzifixe, sondern auch die Pressefreiheit flugs abschaffen wollte.

Neben Frau Merkel und dem – bei allem Respekt vor dem Amt – nahezu unerträglichen Bundespräsidenten, stößt mir auch die einst von der Kanzlerin berufene Bundes-Integrationsbeauftragte Frau Professor Böhmer (CDU) immer wieder übel auf. In „gutmenschlicher“ Borniertheit redet diese törichte Dame alles schön und „droht“ – wenn es denn gar nicht mehr anders geht – mit millionenschwerer Ausweitung der Integrationsprogramme und zusätzlichen Geschwadern von Sozialarbeitern und Steetworkern. Auf die vielfach brutal-patriarchalischen Familienverhältnisse innerhalb der islamischen Community, gewissermaßen direkt vor unserer Haustür, angesprochen, hat jene Dame bisher stereotyp mit der Floskel von der „Akzeptanz der kulturellen Differenz“ geantwortet. De facto ist diese Haltung der Freibrief für Züchtigung und „Versklavung“ von Frauen und Mädchen in den Familienclans, für Zwangsehen sowie weitere schlimme Dinge, von den genannten Autorinnen minutiös beschrieben, die wir uns in den Denkmustern unserer behüteten Wohlstandswelt nur schwer vorzustellen vermögen. Dies steht in einer Reihe mit der dreisten, desinteressierten Aussage der Grünen-Chefin Roth, wonach die Deutschen „das bisschen kulturelle Unterschiede schon ertragen“ müssten.

Die CDU hätte als dereinst werteorientierte Partei unser auf den Werten westlicher Zivilisation und christlich-abendländischer Kultur basierendes Gesellschaftsmodell nach der Devise „Keine Toleranz den Intoleranten“ mit Nachdruck verteidigen müssen – das Gegenteil ist leider der Fall.

Frau Merkel spricht – nachdem sie wahltaktisch kurzzeitig „Multikulti“ ohne nähere Spezifizierung für gescheitert erklärt hat – bereits wieder von der Bereicherung durch die Zuwanderer, für die wir offen zu sein hätten. Dabei geht sie unredlich vor und vermeidet – übrigens wie die Grünen, denen die CDU allerlei Unsinn bis hin zur bevorstehenden „Klimakatastrophe“ willfährig und unkritisch nachbetet – die Benennung der einzigen echten Problemgruppe, nämlich die türkischen und arabischen Zuwanderer muslimischen Glaubens. Wir haben durch realitätsferne Familienzusammenführungs- und Zuzugsregelungen wahre Heerscharen ungebildeter, nicht integrationswilliger Muslime aus dörflichem Milieu ins Land geholt, die nun in unseren Vorstädten Ghettos und Parallelgesellschaften bilden.

Sie sind direkt in unsere Sozialsysteme eingewandert, und die Repräsentanten der CDU haben dies kritiklos hingenommen und reden heute noch die Problematik schön. Es heißt dann gerne, wir bräuchten noch viel mehr Facharbeiter – als ob gut ausgebildete Fachkräfte gerade aus diesem Milieu gewonnen werden könnten. In Gegensatz dazu sind den meisten Deutschen etwa Menschen aus Fernost wie Koreaner, Vietnamesen, Japaner oder Chinesen als Zuwanderer sehr willkommen, die vielfach hoch qualifiziert und geradezu bildungshungrig sind und nicht von einer verkrusteten Religion und ihren Denkverboten an der geistigen Entfaltung und der Anpassung an neue Lebensbedingungen gehindert werden.

Die CDU und ihre Kanzlerin machen Politik an den Menschen vorbei, die beziehungsweise deren Eltern und Großeltern dieses Land nach dem Krieg unter großen Entbehrungen aus Trümmern wieder aufgebaut haben – Türken gab es damals bei uns im Übrigen so gut wie keine, auch wenn diese teilweise inzwischen sogar schon, von den führenden Köpfen der Union unwidersprochen, Aufbauleistungen aus jener Zeit für ihre Bevölkerungsgruppe reklamieren.

Zudem machen sich die CDU und ihre Kanzlerin, die schon lange nicht mehr meine Kanzlerin ist, zu Protagonisten des sich immer mehr von den Menschen entfernenden Molochs EU, der ihnen die Identität zugunsten eines Orwellschen Konstrukts zu rauben im Begriff ist. Ja man setzt sich eilfertig europaweit an die Spitze jenes Prozesses, der – hoffentlich vergeblich – die Auslöschung nationaler Staaten und Identitäten zum Ziel hat.

Viele Personen aus dem wertkonservativen Milieu wurden inzwischen vergrault – und ich zähle mich dazu. Ein Klima der Heuchelei – auch gefördert von Frau Merkel – hat in weiten Bereichen Einzug gehalten. Wer Farbe bekennt, die Dinge beim Namen nennt und „politisch Unkorrektes“ von sich gibt – und entspricht es auch noch so der Wahrheit – wird verteufelt und ausgegrenzt, wie etwa Frau Steinbach, die ich zu den wenigen Konservativen zähle, die in der Union nicht oder noch nicht eingeknickt sind.

Weite Teile der CDU und ihre Kanzlerin betteln förmlich um eine neue politische Kraft rechts der Mitte, die werteorientiert, freiheitlich und näher am Puls der Menschen dieses Landes ist, die im Übrigen gar nicht so einfältig und affektgesteuert sind, wie die Floskel von den „Stammtischen“ suggeriert. Man kann als wertebewusster Demokrat nur aufrichtig darauf hoffen, dass unsere verkrustete Parteienlandschaft bald Auffrischung erfährt und sich eine wählbare Alternative formiert.

Mit Personen wie Frau Merkel, Herrn Wulff, Frau Böhmer, Frau Özkan, Frau von der Leyen, Frau Schavan, Frau Süssmuth, Herrn Geißler, Herrn Henkel und vielen weiteren kann und will ich jedenfalls nicht länger die Partei teilen müssen – das empfände ich als unzumutbar.

Da ich zudem kaum einen Silberstreif am Horizont erblicke und – außer einigen dem gesunden Menschenverstand geschuldeten Äußerungen der Herren Seehofer und Bouffier – keine signifikante geistige Wende zu erkennen vermag, würde eine weitere Mitgliedschaft in der CDU für mich nur zur Quälerei und seelischen Strapaze werden, die ich mir nicht antun möchte. Ich bitte Sie, mich umgehend aus der Mitgliederkartei zu löschen.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan R.

*Vollständiger Name und Adresse sind der Redaktion bekannt.




Frankfurt: Kelek mit Freiheitspreis ausgezeichnet

Necla Kelek und Alice SchwarzerDie Islamkritikerin Necla Kelek ist am Samstag mit dem diesjährigen Freiheitspreis der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung ausgezeichnet worden. Mit Kelek werde eine Frau geehrt, die die Freiheit gegen jeden Versuch verteidige, sie unter Verweis auf kulturelle und religiöse Traditionen einzuschränken, sagte der Stiftungsvorsitzende Wolfgang Gerhardt bei der Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche.

hr-online berichtet:

Die Publizistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer würdigte in ihrer Laudatio den Mut und die Beharrlichkeit der Preisträgerin, für die „Befreiung“ muslimischer Mädchen, Frauen und jungen Männer einzutreten und etwa Zwangsehen und sogenannte Ehrenmorde anzuprangern. Mit ihren „bitteren Wahrheiten aus der Perspektive der Opfer“ habe Kelek sich zwar viele Feinde gemacht, doch niemals einschüchtern lassen, sagte Schwarzer.

Kelek dankte Schwarzer und anderen dafür, dass sie seit Jahren ein Gesetz gegen Zwangsheirat einforderten. Dass dies jetzt Wirklichkeit werden solle, sei mehr als ein symbolischer Akt. „Es ist die gesellschaftliche Ächtung einer unsäglichen Praxis, bei denen junge Menschen gegen ihren Willen verheiratet werden“, sagte Kelek. Mit dem Gesetz hätten mehrere zehntausend junge Frauen und Männer eine kleine Chance, über ihr eigenes Leben zu bestimmen.

Bereits im Vorfeld der Preisverleihung sagte Kelek über ihre Arbeit: „Manche erschrecke ich sicherlich, viele überzeuge ich auch nicht. Das ist für mich auch ein Punkt, über den ich viel nachdenke.“ Umstritten war sie schon immer, die in Berlin lebende Soziologin Kelek.

Seit erscheinen ihres ersten Buches „Die fremde Braut“ (2005) gilt Kelek in Deutschland als Kronzeugin jener Mahner und Rufer, die es schon immer besser wussten: Multikulti gibt es nicht. Insbesondere die Muslime stehen im Visier der promovierten Soziologin. Ihnen wirft Kelek vor, nicht in Deutschland angekommen zu sein und an traditionellen Rollenmustern festzuhalten.

Viele türkische und muslimische Verbände betrachten sie als Gegnerin. Auch integrierte Deutsch-Türken der dritten Generation kritisieren Kelek wegen ihrer scharfen Angriffe auf den Islam.

Mely KiyakWie zum Beispiel die türkischstämmige Journalistin Mely Kiyak (Foto l.). Sie schreibt in einer Kolumne für die Frankfurter Rundschau voller Hass und Verachtung über die Preisverleihung an Kelek:

Die FDP übergibt Necla Kelek am Samstag den Freiheitspreis. Alice Schwarzer hält die Laudatio. Schamloser kann man das Gebot der Freiheitlichkeit nicht besudeln. Die FDP will normalerweise, dass die Leute denken und glauben sollen, was sie wollen.

Weshalb kriegt Necla Kelek diesen Preis? Sie will doch nicht mehr Freiheit, sondern weniger. Sie will einen starken Papa Staat. Einen mit Haaren auf der Brust und Oberarmmuskeln, dick und rund wie eine Rolle vierlagiges Klopapier. Einen Macho-Daddy-Staat, der sagt, der Islam gehört abgeschafft. Die Muslime gehören abgeschafft.

Wir hatten schon einmal einen Staat, der Menschen anderer Glaubensrichtungen abschaffen wollte. Die FDP hat gerade aus dieser Erfahrung heraus ihr Fundament auf den Liberalismus gebaut. Sie ist für die Gleichberechtigung aller Staatsbürger. Egal welcher Religion. Jedem seine Kirche. Jedem seine heilige Schrift. Wer will, kann auch Aktien anbeten. So verstand ich bislang die FDP.

Ist die FDP nun verrückt geworden?

» leserbrief@fr-online.de

(Spürnase: hänsel)




Deutschland verblödet 2.0

Berlin bestätigt, was Thilo Sarrazin unkorrekterweise ausgesprochen hat und was von der Kanzlerin als dumm bezeichnet wurde: Deutschland verblödet dank Zuwanderung, vom Tagesspiegel korrekt als „soziale Brennpunkte“ bezeichnet. In Berlin schaffen es viele Grundschüler nicht in die dritte Klasse.

Der Tagesspiegel berichtet:

In Berlin wird es offenbar immer schwieriger, den Kindern in den ersten beiden Schuljahren die Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Etliche Bezirke rechnen damit, dass in diesem Jahr noch mehr Zweitklässlern die Versetzung in die dritte Klasse verwehrt wird als im letzten Jahr, als jeder sechste Schüler betroffen war. Besonders alarmierend ist die Lage in den sozialen Brennpunkten Marzahns und Neuköllns, wo an einzelnen Schulen 40 bis 50 Prozent der Zweitklässler verbleiben müssen.

Auch die Gesamtzahlen sind in diesen Bezirken besonders hoch: Der Bildungsstadtrat von Marzahn-Hellersdorf, Stefan Komoß (SPD), erwartet, dass jeder vierte Zweitklässler nicht in die dritte Klasse aufrücken kann. In Neukölln werde die Quote von 17,5 auf 18,3 Prozent steigen, berichtet Stadtrat Wolfgang Schimmang (SPD). Eine steigende Tendenz sehen auch Spandau und Pankow. Mit sinkenden Verbleiberzahlen rechnet bislang nur Charlottenburg-Wilmersdorf. Andere Bezirke haben teils noch keinen Überblick.

Dass keineswegs nur Klassen mit hohem Migrantenanteil betroffen sind, zeigt das Beispiel der Bruno-Bettelheim-Schule in Marzahn-Nord. „Es mangelt an einfachsten Kulturtechniken“, beschreibt die Konrektorin das Grundproblem.

Na, Gott sei Dank! Da sind wir aber froh! Wir haben den Beweis, dass die allgemeine Verblödung nichts mit der Zuwanderung zu tun hat. Vielleicht auch ebenso wenig mit der von Heinsohn beklagten Förderung der Unterschichtmütter?

Manche Schüler könnten nicht einmal eine Schere richtig halten, was auch darauf deute, dass die Kinder nicht regelmäßig in die Kita geschickt würden, obwohl sie dort angemeldet sind. Hinzu komme, dass sich viele Eltern zu wenig um ihre Kinder kümmerten. Im Ergebnis sei es dieses Jahr bei rund 45 Prozent der Kinder nicht gelungen, ihnen in den ersten zwei Schulbesuchsjahren all das beizubringen, was zur Versetzung in die dritte Klasse nötig sei, resümiert Reith, an deren Schule drei Viertel der Familien staatliche Unterstützung beziehen.

Noch schwieriger ist die Lage an der Nord-Neuköllner Regenbogen-Grundschule. Hier hatten die Lehrer 50 von 100 Zweitklässlern attestiert, dass sie nicht in die dritte Klasse versetzt werden könnten. Die Schulräte und das Bezirksamt waren daraufhin derart alarmiert, dass sie sich selbst ein Bild von der Lage machen wollten und um schriftliche Begründungen für jedes Kind baten. Das Ergebnis: Die Entscheidungen der Lehrer wurden rundherum akzeptiert, berichtet Rektorin Heidrun Böhmer, denn die Defizite der Schüler seien offenkundig gewesen.

Die Kinder würden zwar regelmäßig in die Kita gehen, glaubt Böhmer, könnten dort aber nicht ausreichend gefördert werden: Da in den Kitas kaum noch ein Kind Deutsch spreche, seien einzig die Erzieher Sprachvorbilder. Die aber hätten nicht genug Zeit, um sich mit allen Kindern intensiv zu befassen. Im Ergebnis sprächen die Kinder eine „unglaubliche Kiezsprache“, stellt Böhmer fest. Die hohe Zahl der Verweiler verwundert sie deshalb nicht. Früher hätten die Kinder erst mal die Vorklasse besucht, heute blieben sie eben ein Jahr länger in der Schulanfangsphase. Die Rektorin verweist auch auf das Vorziehen der Schulpflicht und den Wegfall der Anfangsklassen für Lernbehinderte. All dies schlage sich in der Arbeit der Grundschulen nieder.

Während Schimmang die Abschaffung der Vorklassen und die Einführung des Jahrgangsübergreifenden Lernens (JüL) beklagt und am liebsten zurückdrehen würden, glaubt sein Parteifreund Reinhard Naumann, dass die Reformen richtig und die „Anfangsprobleme“ überwunden seien. Auch Ute Schröder, Vorsitzende der GEW-Schulleitervereinigung, schätzt die Möglichkeit, Kinder ein drittes Jahr in der Schulanfangsphase zu lassen, was nicht als Sitzenbleiben gewertet werde. Auf diese Weise könnten die Lücken rechtzeitig geschlossen werden, lobt auch Martina Roth von der Hellersdorfer Grundschule am Schleipfuhl, wo etwa jedes dritte Kind die zweite Klasse wiederholt.

Eine Neuköllner Schulleiterin verweist darauf, dass bei ihr eigentlich noch viel mehr Kinder in der Schulanfangsphase bleiben müssten. Das aber sei nicht möglich, weil Platz für die nachrückenden Erstklässler geschaffen werden müsse. Die Schulen in der Umgebung seien „brechend voll – wegen der vielen arabischen Großfamilien im Einzugsgebiet“. Angesichts der großen Unterschiede bei den Verweilerquoten – selbst in Schulen mit ähnlichem sozialen Umfeld – plant die Bildungsverwaltung jetzt eine Konkretisierung der Grundschulverordnung. Damit soll den Lehrern die Argumentation gegenüber den Eltern leichter gemacht werden, wenn sie ein Kind nicht in die dritte Klasse versetzen wollen.

Jaja, immer weiter mit den falschen Rezepten. Am besten passen wir die Schulen an das Niveau der Kinder an…

(Spürnasen: Stefan Sch. und Rüdiger W.)




Sensationelle ZEIT-Recherche!

Michael ThumannVereinzelt begegnet man auch in den Mainstream-Medien noch investigativem Journalismus. So machte sich Michael Thumann (Foto) für die ZEIT auf den Weg in Istanbuls islamischsten Stadtteil Fatih, um selbst herauszufinden, was es mit Israels Unterstellung auf sich hat, die türkische Hilfsorganisation IHH (Insani Yardim Vakfi) bestehe aus „radikalen Islamisten“.

(Von Frieda)

Bunt und spannend, was Thumann in Fatih so erlebt: Frühlingsblüten, Kopftuchfrauen, bärtige Männer, Nussverkäufer, Gebetsteppiche. Aber damit nicht genug: Thumann sucht den Verein auf, „der das mächtige Israel herausgefordert hat“, und konfrontiert einen Verantwortlichen namens Murat Uyar mit unbequemen Fragen – das ist nun wirklich mutig. Wie gut, dass Uyar den Journalisten aus dem Westen beruhigen kann: Man habe zwar schon eine Hamas-Delegation empfangen, aber das sei keineswegs konspirativ gewesen. Man distanziert sich vom Terror al-Qaidas, und Uyars Haltung zum Terror der Hamas entspricht auch nur dem türkisch-muslimischen Durchschnitt: Die Hamas leiste legitimen Widerstand. Natürlich müsse sie dabei versuchen, Zivilisten zu schonen. Waffen habe es nicht an Bord der „Mavi Marmara“ gegeben – auch wenn Thumann dem Vorstand bei Gelegenheit (nach Verstreichen einer Schonzeit, da man ja um die verstorbenen Märtyrer trauere) zumindest den Rat auf den Weg mitgeben möchte, dass „Gewaltlosigkeit die beste Antwort auf das Erscheinen von Soldaten“ sei. Speziell wohl, wenn es sich um unberechenbare und schießwütige Soldaten vom Schlag der IDF handelt, die es sich herausnehmen, einfach so zu „erscheinen“.

Das Ergebnis von Thumanns engagierter Recherche, für die er sich gut und gerne ein bis zwei Stunden lang aus den europäisch-urbanen Quartieren Istanbuls herausgewagt haben mag:

Nimmt man die Bilder und die Eindrücke aus dem IHH-Hauptquartier in Fatih zusammen, ist hier beileibe kein radikalislamischer Verein als Subunternehmer von Hamas zu besichtigen. Es ist ein Hilfsverein und, ja, er wird von konservativen, gläubigen Muslimen getragen. Aber er ist offensichtlich unabhängig.

Da darf uns nun aber ein großer Stein vom Herzen fallen. Es berührt mich ein Stück weit, dass Michael Thumann den Einsatz nicht gescheut hat, einem gläubigen Muslim die Chance zu geben, uns von unseren Vorurteilen zu befreien.

» michael.thumann@zeit.de
» Milli Görrüs – die Mutterorganisation der IHH (Folie von Claudia Dantschke, ZDK, gezeigt auf einem Vortrag der Friedrich-Naumann-Stiftung am 27.5.2010 in Rendsburg)




„Wir wollten die Guten sein“

Mit ungewohnter Offenheit berichtet das ARD-Magazin Panorama vom 21. Januar 2010 über die Bundeswehr und ihren Kriegseinsatz in Afghanistan. Die einfache Wahrheit, PI-Lesern seit langem bekannt, kann nun auch vor deutschen Fernsehzuschauern nicht länger verheimlicht werden.

Der frühere Verteidigungsminister Volke Rühe spricht von der Lebenslüge der Deutschen, die in Afghanistan die Guten sein wollten, während die Bündnispartner die Drecksarbeit machen mussten. General Naumann rügt die von Beginn an irreführenden Sprachregelungen zum Vertuschen der Kriegssituation. Ein betroffener Soldat kommt ebenso zu Wort wie der Gouverneur der vom deutschen Einsatz geschädigten Region Kunduz. Wegen der übertriebenen Rücksichtnahme der Bundeswehr habe sich der islamische Terrorismus in der zuvor vergleichsweise friedlichen Region ausbreiten können, so der Afghane, der sich wünscht, dass die Amerikaner Kunduz übernehmen mögen.

Ein Land, das wie Deutschland erlaubt, dass vorbestrafte Terroristen wie der Blutgreis Ströbele und seine Helfershelfer als „moralische Instanz“ die gewählte Regierung vor sich hertreiben, kann keine Rolle im Kampf für Freiheit und Menschenrechte und gegen islamischen Terror spielen. Solange Deutschland die Feinde der Freiheit im Inneren nicht überwunden hat, sollte es sich von internationaler Politik fernhalten. Interkulturelle Kompetenz bedeutet, die Spielregeln einer fremden Kultur zu verstehen und anzuwenden – nicht, mit romantisierenden Vorstellungen vom friedliebenden edlen Wilden das Leben der eigenen Leute aufs Spiel zu setzen, wie es die Weltsozialpädagogen aller Parteien am Hindukusch getan haben. In der Welt können wir mit diesen Politikern nur Schaden anrichten.