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Roth gewinnt Rechtsstreit gegen Tichy und Broder – vorerst

Von CANTALOOP | Die Grünen-Politikerin und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth darf dem Blogbetreiber Roland Tichy weiterhin vorwerfen, dass sein Geschäftsmodell auf Hass und Falschmeldungen beruht. Das hat das Landgericht Stuttgart am Donnerstag so entschieden.

Der Prozess, bei dem Roth persönlich nicht anwesend war, erfreute sich dennoch hoher Besucherzahlen. Sie wurde vom Kreuzberger Medien-„Experten“, taz-Begründer und Ströbele-Adlatus Johannes Eisenberg vertreten, während Tichy auf Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel vertraut. Letztgenannter legte auch umgehend Berufung ein. Somit sollte sich die schillernde Grüne vielleicht noch nicht zu früh über ihren vermeintlichen Sieg freuen.

Roth agitiert mit voller Unterstützung des linken Medientrosses

Anlass des Ganzen: Claudia Roth, die im Austeilen bekanntermaßen noch nie zimperlich war, ging auch mit dem Journalisten-Urgestein Henryk M. Broder und dessen Blog „Achse des Guten“ in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen hart ins Gericht. Sie unterstellt auch diesem Publizisten, den sie schon aus einer TV-Sendung eigens wieder ausladen ließ, in veröffentlichten Artikeln ausschließlich Hetze und Verleumdungen zu verbreiten. Und macht damit einmal mehr deutlich, wie sehr sie und ihresgleichen die gegenöffentliche Blogger-Szene und generell freie Medien verachten.

Laut Begründung des Gerichtes handelte es sich „um eine substanzarme Meinungsäußerung. Diese sei zudem im Rahmen des politischen Meinungskampfes erfolgt, an dem sich Tichy mit Veröffentlichungen auf seiner Online-Plattform beteilige.“

Als „substanzarme Meinungsäußerung“ gelten Roths impertinente Einlassungen also. Irgendwie passend. Es geht demzufolge in die zweite Runde. Interessant in diesem Zusammenhang ist sicher noch die Einschätzung des Medienanwalts Steinhöfel:

„Anders als bei einer Meinungsäußerung müsste Frau Roth bei einer Tatsachenbehauptung den Wahrheitsbeweis antreten“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Das hätte sie bereits in der ersten Instanz nicht annähernd vermocht. Nach Beratung mit seinem Mandanten habe er entschieden, „umgehend“ Berufung einzulegen.

Man darf also gespannt sein, wie dieser Disput, auch vor der neuerlichen Dämonisierung aller konservativ-liberalen Werte und Ansichten durch einen überaus mächtigen System-Medienblock, über dessen Rückendeckung sich Claudia Roth nach wie vor sicher sein kann, weitergeht.




Video: Broder und Kubitschek bei „Talk im Hangar 7“

Es ist immer wieder ein Vergnügen, der linken und antifaschistischen Blase dabei zuzusehen, wie sie ausläuft. Ein Nadelstich reicht für gewöhnlich.

Diesmal sticht die Einladung, die Götz Kubitschek vom österreichischen Sender Servus TV für das Gesprächsformat „Talk im Hangar 7“ erhalten hat. Es wird um die Frage gehen: „Neue Rechte. Wie groß ist die Gefahr?“„Neue Rechte. Wie groß ist die Gefahr?“.

Als Gäste geladen sind unter anderem der Publizist Henryk M. Broder, der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier und – Antaios-Verleger Götz Kubitschek.

Anlaß der Runde ist das Attentat von Christchurch und die Spende des Attentäters an Martin Sellner, den sicherlich europaweit bekanntesten Identitären. In der Programmvorschau heißt es:

Wie sollen wir mit neuen Rechten Bewegungen umgehen? Sind sie für unsere Demokratie wirklich gefährlich? Wie glaubhaft ist die Distanzierung der FPÖ, die in der Vergangenheit rege Verbindungen zu den Identitären pflegte? Wie einflussreich ist der Verein, dem Experten 300 Unterstützer attestieren? Wie wollen die neuen Rechten unsere Gesellschafft verändern? Sind die Warnungen berechtigt oder handelt es sich um reine Panikmache?

Kurzum: Es sollen Sachverhalte und Einschätzungen geklärt werden, und zwar mit einem der Mitteln, die einem Fernsehsender zur Verfügung stehen – mit einem Gespräch. Daß dabei mit Kubitschek (verantwortlicher Redakteur unserer Zeitschrift) ein tatsächlich einflußreicher Kopf der neuen Rechten Rede und Antwort stehen soll, ist ein Beweis für die Normalität, für deren Rückkehr unter anderem er selbst seit Jahren arbeitet.

Der „Talk im Hangar 7“ findet am Donnerstag, den 4. April, statt, er wird in Österreich live übertragen und in Deutschland um 23.35 freigestellt (und zwar hier, aber Achtung: Wer sich mit deutscher IP-Adresse einwählt, landet immer auf der deutschen Servus-Seite. Österreicher kommen zum live-Stream).

Weiterlesen auf sezession.de…




Henryk M. Broder: „Deutschland ist ein Irrenhaus!“

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Henryk M. Broder lieferte bei der Podiumsdiskussion „Islamischer Antisemitismus“ am 13. Februar 2019 in Wien viele auf den Punkt gebrachte Aussagen, die von den 700 Zuschauern im randvoll gefüllten Kursalon mit großem Applaus bedacht wurden. Er ließ sich auch durch die teils provozierenden, teils vor naiver Unwissenheit über den Islam nur so strotzenden Fragen des Moderators Rainer Nowak nicht aus der Ruhe bringen. Der Chefredakteur und Herausgeber der österreichischen Zeitung „Die Presse“ disqualifizierte sich bereits mit seiner ersten Frageformulierung zu Broders Umarmung durch die AfD-Fraktionssprecherin Alice Weidel (Video oben).

Die oft heftiges Kopfschütteln auslösende Diskussionsmoderation Nowaks führte wieder einmal deutlich vor Augen, wie weit die politkorrekte linksliberale Medienlandschaft von den Fakten zum Islam entfernt ist und wie immer wieder geradezu krampfhaft versucht wird, diese in weiten Teilen totalitäre Ideologie in Schutz zu nehmen.

Broder stellte klar, dass es das Problem der Islamisierung gebe, auch wenn die Zahl der Moslems an den Gesellschaften Österreichs und Deutschlands noch nicht die zehn Prozent überschritten hat. Denn der Islam würde trotzdem die gesellschaftliche Diskussion beherrschen, beispielsweise durch die Existenz einer Islamkonferenz, die in Deutschland vom Innenministerium geleitet wird. Dies würde bereits kennzeichnen, wie groß die Probleme seien.

So komme auch der Motor des heutigen Antisemitismus von moslemischen Arabern und höre auf den Namen Islam. Broder nahm sich Kulturrelativierer wie den Kardinal Reinhard Marx vor die Brust, der die Bezeichnung „christliches Abendland“ ablehnt, da es andere ausgrenze. Dies entsetze sogar ihn als säkularen Juden, denn damit würde ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Identität aufgegeben. Zudem werde der Minimalkonsens dessen, was gemacht werden dürfe und was nicht, in Mitteleuropa verschwinden. Es finde eine Entgrenzung auf allen Gebieten statt. Die Aufhebung geographischer Grenzen habe auch zu einer Aufhebung mentaler Grenzen geführt. Deutschland sei ein Irrenhaus, und wenn man es überdachen könnte, wäre es eine geschlossene Anstalt.

Ein Land, das nicht in der Lage sei, einen Flughafen zu bauen, werde auch nicht in der Lage sein, die Migration vorauszuberechnen. Damit sei man völlig überfordert, und so komme jetzt der Anfang einer Lawine, die noch das Schlimmste für uns verspreche.

Auf Toleranz gegenüber dem Islam angesprochen meinte Broder, dass er intolerant sei, da es keine Toleranz gegenüber Intoleranz geben könne. Er stellte in dem Zusammenhang auch die Frage, wie die islamische Welt mit ihren Dissidenten umgehe, beispielsweise mit Salman Rushdie, Ayaan Hirsi Ali und seinem Freund Hamed Abdel-Samad. Habe es irgendwo eine Massendemo gegen die Todesfatwa zu Rushdie gegeben, ein Asylangebot einer moslemischen Gemeinde für die ebenfalls mit dem Tod bedrohte Ali oder eine massive Distanzierung von der Ermordung Theo van Goghs? Nein, aber er habe es selber erlebt, dass moslemische Zirkel die Ermordung von Goghs gut fanden.

Es gebe im Islam keine Tradition des Widerwortes und des Widerstandes, dafür aber eine Kultur der Gewalt. Der Islam sei nicht die Religion, die den runden Tisch und den Dialog auf Augenhöhe erfunden habe. Es gebe zwar aufgeklärte Moslems, die gute Kritik an islamischen Sitten und Gebräuchen übten, aber sie riskierten dabei ihr Leben.

Damit ist viel über das Wesen des Islams gesagt. Leider ist Henryk M. Broder einer der ganz wenigen, die in der entweder hochgradig feigen oder völlig unwissenden Mainstream-Medienszene die Tatsachen aussprechen.


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger
PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Islamkritik muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: CZ5406000000000216176056, BIC: AGBACZPP. Oder bei Patreon.




Video: Henryk M. Broder zu Gast bei „Talk im Hangar 7“

Wenn man Protagonisten des deutschen Non-Mainstreams im Fernsehen sehen will, muss man immer öfter zum privaten österreichischen Sender Servus TV zappen. Dort war zum Beispiel am 25. Januar Michael Limburg zu Gast, um – in Deutschland undenkbar – unaufgeregt über das Klima zu diskutieren (PI-NEWS berichtete).

Eine Woche später wurde AfD-Chef Alexander Gauland zum Thema „Rechtsstaat in Gefahr“eingeladen. Und auch heute Abend um 22.15 Uhr (Livestream hier!) ist mit Henryk M. Broder jemand im „Talk im Hangar 7“ zu Gast, den man in deutschen Talksendungen nur noch selten erlebt.

Broder hat sich bei den Linksgrünen in schwere Ungnade gestürzt. In kürzester Zeit und jüngster Vergangenheit gab er nicht nur der AfD-Fraktion im Bundestag, sondern auch der FPÖ die Ehre seiner Anwesenheit und seiner stets den Punkt treffenden Rhetorik (Video dazu hier).

Fast um die Sache rund zu machen, ist er heute Abend beim österreichischen Sender Servus TV zu sehen. Auch wenn die Linksbunten das gerne so darstellen, Broder lässt sich nicht instrumentalisieren und noch weniger verbiegen, aber er ist ein Garant für klare Worte, die stets den Kern der jeweiligen Sache treffen und das ohne sich der political correctness zu ergeben.

„Talk im Hangar 7“ schreibt zur heutigen Sendung:

Der Messermord in Dornbirn ist weit mehr als ein tragischer Kriminalfall, er ist längst ein Politikum. Im Fokus stehen dabei das Asylgesetz, das Fremdenwesen und auch ein mögliches Versagen der Behörden. Für FPÖ-Innenminister Herbert Kickl steht fest: „Unser derzeitiges Asylsystem schützt die Täter, nicht aber die Bürger vor Gewalttaten“. Die Regierung will deshalb massiv an den Asylgesetzen schrauben, und dabei notfalls auch Konflikte mit dem EU-Recht in Kauf nehmen. Menschenrechtler und die Opposition warnen vor einer gefährlichen Aushöhlung des Rechtsstaates und verweisen darauf, dass Taten wie in Dornbirn nicht durch härtere Gesetze verhindert werden können.

Zeigt gerade dieser Mord an einem Vorarlberger Beamten das sicherheitspolitische Dilemma des Staates? Müssen wir einfach akzeptieren, dass gegen einen vorbestraften Asylwerber zwar ein Aufenthaltsverbot ausgesprochen werden kann, dieser, wenn es ihm gelingt illegal einzureisen, aber erneut das Recht auf ein neues Asylverfahren hat? Und dass er selbst bei einem negativen Asylbescheid aufgrund der geltenden Rechtsprechung nicht abgeschoben werden kann, weil ihn das Heimatland nicht zurücknimmt oder weil ihm dort Verfolgung droht?

Sind wir machtlos gegenüber derartigen Gewaltexzessen? Und zu welchen Veränderungen sind wir gesellschaftlich bereit? Und müssen wir das öffentliche Sicherheitsinteresse der Bürger höher gewichten als die individuelle Gefahr für Leib und Leben?

Neben Henryk M. Broder sind die heutigen Gäste

  • Karoline Edtstadler, Staatssekretärin im Innenministerium, ÖVP
  • Irmgard Griss, ehem. Höchstrichterin und Nationalrätin, NEOS
  • Wilfried Ludwig Weh, Asylanwalt

Als Moderator fungiert der politisch recht objektive Michael Fleischhacker – kein Vergleich zu den linksgrünen deutschen Moderatoren von Plasberg, Maischberger, Will und Illner. Schalten Sie also ein um 22.15 Uhr bei Servus TV (Livestream hier!).




Video: Podiumsdiskussion in Wien über islamischen Antisemitismus

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Die Nachfrage ist enorm: Mit 700 Zuschauern ist die Veranstaltung im Kursalon des Stadtparks in Wien bereits restlos ausgebucht. Kein Wunder bei dem wichtigen Thema „Islamischer Antisemitismus“ und den hochkarätigen Gästen: Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache, der im Mai des vergangenen Jahres angekündigt hatte, den politischen Islam in Österreich verbieten zu wollen; der jüdische Publizist Henryk M. Broder, der dafür bekannt ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen; die Ex-Moslemin Laila Mirzo, die den Islam scharf kritisiert, im Dezember ihr erstes Buch „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim“ veröffentlichte und es im Interview mit der „Achse des Guten“ auf die kurze Formel brachte: „Terror ist die Botschaft“; und schließlich der Soziologe, Politikwissenschaftler und Buchautor Dr. Michael Ley, dessen neues Werk „Tötet sie, wo Ihr sie trefft – Islamischer Antisemitismus“ der Anlass für diese Podiumsdiskussion ist.

Ley hat sich in den vergangenen Jahren als einer der klarsten Kritiker des Islams in Österreich gezeigt. In Talksendungen wie „Hangar 7“ von Servus TV brach er die Regeln der Politischen Korrektheit und benannte die Gefahren, die durch die Ausbreitung des Islams in Europa entstehen. Im Jahr 2015 hatte er dies in seinem Buch „Der Selbstmord des Abendlandes – die Islamisierung Europas“ auch deutlich beschrieben.

In seinem neuen Buch bezeichnet Michael Ley Koran und Sunna als „theologisch-politische Kampfschriften gegen alle anderen Religionen bzw. Nicht-Gläubigen“. Dies sollte auch bei dieser Diskussion in Wien klar herausgestellt werden: Dass der Hass in den islamischen Schriften natürlich nicht nur Juden trifft, sondern auch Christen und alle anderen Nicht-Moslems. Der Begriff „Antisemitismus“ sollte künftig eigentlich nicht mehr verwendet werden, denn schließlich sind auch Araber Semiten. Es wäre zielführend, wenn sich künftig der Begriff „Islamischer Judenhass“ etablieren würde.

Wikipedia nennt Ley „einen bedingungslosen Verfechter der Aufklärung“, für den „der orthodoxe und der radikale Islam eine Geißel der Menschheit“ sei. Wie auch der Historiker Egon Flaig bezeichnet Ley den Scharia-Islam als „die schlimmste Gefahr für Demokratie und Menschenrechte im 21. Jahrhundert“. Nur ein Islam ohne Scharia sei mit den Menschenrechten vereinbar.

Die mit Sicherheit spannende Podiumsdiskussion, zu der ich mich auch als Besucher angemeldet habe, kann im Livestream auf der Facebookseite des österreichischen Bundesministeriums für Öffentlichen Dienst und Sport angesehen werden.


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger

PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Islamkritik muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: CZ5406000000000216176056, BIC: AGBACZPP. Oder bei Patreon.




Kein Knoblauch, kein Schwefel: Jude Broder bei der AfD!

Von PETER BARTELS | Bordeline Journalismus? Fiction mixt Faction! Deutsche Meister: Die Spiegelbarone! … Broderline-Journalismus? Fakten, Ironie, Satire und Sarkasmus. Weltmeister: Henryk M. Broder! Nathan, der Weise  war bei der AfD …

Er hielt eine Rede. 14 Minuten. Es roch weder nach Knoblauch noch nach Schwefel, wie er sich hähmisch feixend sorgte. Nur nach Witz und Weisheit. Es war die Rede des Jahres. Die g a n z e Rede … unbedingt … h i e r: „Guten Abend, meine Damen und Herren, vielen Dank für die Einladung.“

Die WELT vorab:

„Die AfD-Fraktion im Bundestag hatte Broder am 29. Januar zu einem Vortrag eingeladen. „Trotz der Bedenken meines Anwalts und meiner Frau“, so Broder, habe er die Einladung angenommen.

Henryk M. Broder vorab:

„Vor meiner Rede ist ein Foto entstanden, auf dem zu sehen ist, wie Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, mich umarmt. Dieses Bild ist von der AfD in den sozialen Medien verbreitet worden. Es wäre richtig gewesen, sich der Umarmung zu entziehen. Als Journalist sollte man auf Distanz zu Politikern und Politikerinnen achten. Es gibt freilich keinen Grund, aus dieser Umarmung weitergehende Schlüsse zu ziehen. Ich bitte um Entschuldigung und gelobe, bei der nächsten Gelegenheit vorsichtiger zu sein.“

Stichworte im Stakkato:

Klimawandel –  so neu wie die ewige Abfolge von Winter, Frühjahr, Sommer und Herbst. Wirklich neu ist nur, dass das Klima zum Fetisch der Aufgeklärten geworden ist, die weder an Jesus noch an Moses oder Mohammed glauben … Chesterton: Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie allen möglichen Unsinn …

AfD und Broder

Sie wollten sehen, ob jemand, der so gut wie ich schreiben kann, ebenso gut reden kann – in der Höhle oder auch Hölle der braun getupften Löwen, in der Schlangengrube der Reaktion, im Darkroom der Geschichte. Und ob ich wirklich so sympathisch bin, wie ich im Fernsehen immer rüberkomme.

AfD und Knoblauch-Juden

Einige von Ihnen mögen vielleicht noch nie einen leibhaftigen Juden in natura gesehen haben und warten nun darauf, dass sich der Raum mit dem Geruch von Knoblauch und Schwefel füllt.

Broders To-do-Liste

… die ich gerne vor meinem 75. Geburtstag abarbeiten möchte, stehen noch: Besuch in einem Swinger-Club …  Reise zum Mittelpunkt der Erde … Fahrt in der Transsibirischen Eisenbahn mit Florian Silbereisen als meinem persönlichen Butler …

AfD stand nicht drauf

Ein Besuch bei Ihnen stand nicht auf meiner Liste, ich habe die Einladung trotzdem gerne angenommen, wann bekommt ein Jude schon die Gelegenheit, in einem Raum voller Nazis, Neo-Nazis, Krypto-Nazis und Para-Nazis aufzutreten?

Walter, der Brückenbauer

Broder will, wie von Präsident Steinmeier gewünscht, Versöhner sein: Ich beurteile die Menschen nicht nach Herkunft, Hautfarbe oder Religion, sondern danach, ob sie andere Meinungen gelten lassen… Tolerant bis an die Grenze der Selbstverleugnung, aber keine Toleranz den Intoleranten, die mir das ewige Leben im Paradies versprechen, oder einen Logenplatz in der Hölle …

Political Correctness

Keiner weiß, was der Begriff bedeutet. Eine leere Kiste, in die jeder reinlegen kann, was er für böse, beleidigend, gefährlich hält, was den „sozialen Frieden“ bedrohen könnte, wobei dies – der soziale Friede – wiederum etwas ist, das nicht dem Frieden dient, sondern die Meinungsfreiheit bedroht.

 „Negerküsse“

Können wir nicht mehr kaufen, der Sarotti-Mohr heißt jetzt „Magier der Sinne“. Schlimmer, viel schlimmer finde ich, dass man in holländischen Supermärkten keine „Jodenkoeken“ (Judenkuchen) mehr findet, eine Spezialität aus Mürbeteig, die Ende des 19. Jahrhunderts von einem jüdischen Bäcker erfunden wurde. Die „Jodenkoeken“ heißen jetzt „Dutch Cookies“, werden bis nach China exportiert… Mag politically correct sein, ich nenne es trotzdem kulturelle Enteignung. Ich will meine Jodenkoeken wiederhaben!

Kardinal Marx

Unsäglich intolerabel  ist Kardinal Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Er sagte neulich, man sollte den Begriff „christliches Abendland“ nicht verwenden, denn er sei „ausgrenzend“. Noch ärgerlicher: Niemand widersprach, wofür diese Äußerung steht: für eine präventive Unterwerfung. Nun könnte es mir als Juden egal sein, wie ein Kardinal Europa definiert und welche semantischen Übungen er unternimmt, um nicht in den Verdacht zu geraten, er würde „ausgrenzen“. Demut? Das Gegenteil: Hochmut und Heuchelei. „Seht her, wie tolerant wir sind! Wir beanspruchen nicht einmal unsere Geschichte für uns!“

Broders Ausgrenzung

Ich bin noch nie zu einer Eucharistie-Feier eingeladen worden. Werde ich ausgegrenzt?  Dschungelcamp? Nicht mal eine Antwortet. Ein klarer Fall von Ausgrenzung. Und was ist mit den vielen Prälaten, Vikaren, Kaplanen und Diakonen in der katholischen Kirche, die es nicht zum Kardinal geschafft haben? Ausgrenzung??

Von Hamstern und Menschen

Auch in der Natur findet ständig Ausgrenzung statt. Ein Hamster hat keine Wahl, auch wenn er lieber  Gazelle wäre, Mitleid mit allen Giraffen, die von einem Leben als Delphine träumen … Politische Korrektheit setzt da ein, wo die Realität endet, bei den inzwischen über 70 Gender-Optionen, bei der ziemlich witzigen Behauptung, Mann und Frau seien keine biologischen Tatschen, sondern „soziale Konstrukte“, heute das und morgen das.

Gut und richtig …

Homosexualität entkriminalisiert … Vergewaltigung in der Ehe kein Privileg des Ehemannes sondern Straftat …. Kinderehen verboten  ohne Rücksicht auf kulturellen Hintergrund … „Nazi-Schlampe“ darf nicht mit dem Freifahrtschein Satire belohnt werden … Man legt die Füße nicht auf den Tisch, man rülpst nicht beim Essen, und man nennt die zwölf schlimmsten Jahre der deutschen Geschichte nicht einen „Vogelschiss“… Es muss ein No-Go für jeden Deutschen sein, der kein Jude, kein Zigeuner, nicht schwul ist und keine Angehörigen hat, die von den Nazis verfolgt wurden.

Keine Predigt, aber …

Der Umgang mit Ihrer Partei ist alles andere als fair. Als Ihr Bremer Kollege Magnitz niedergeschlagen wurde, haben zwar alle die Tat verurteilt, in manchen der Distanzierungen wurde aber auch darauf hingewiesen, dass diejenigen, die Wind säen, damit rechnen müssen, Sturm zu ernten. Wie Frauen, die eine gewisse Mitschuld haben, wenn sie sexuell belästigt werden, weil sie zu kurze Röcke tragen.

Der häßliche SPD-Karst

Das Recht auf freie Meinungsäußerung kennt keine „richtigen“ und keine „falschen“ Meinungen.

Es gilt auch für Geschmacklosigkeiten, wie den Griff in das Plumpsklo des SPD-Abgeordneten Johannes Kahrs. Er riet Ihnen, in den Spiegel zu schauen, damit Sie sehen, wie hässlich Sie sind. „Hass macht hässlich!“, rief er Ihnen zu mit der Unschuld eines Menschen, der selbst keinen Spiegel daheim hat. Ich war sprachlos und wartete, vergeblich, auf einen Ordnungsruf des Parlamentspräsidenten.

GRÜNER Holocaust

Gestern, einen Tag nach dem Holocaust-Gedenktag, wurde im Deutschlandfunk der grüne Europa-Abgeordnete Michael Cramer interviewt – über den Klimawandel und die Schadstoffe in der Luft. Dabei sagte Cramer: „Dass man unterschiedliche Positionen hat, das gehört dazu. Es gibt Leute, die leugnen den Holocaust. Es gibt Leute, die leugnen, dass Feinstaub und Feinstaubpartikel und CO2 und Stickoxide gesundheitsschädlich sind, das gehört dazu.“ Ich versuche, mir vorzustellen, was in diesem Lande los wäre, wenn jemand von Ihnen so etwas gesagt hätte. Ich wäre unter den Ersten, die über Sie hergefallen wären.

GRÜNER Volksgerichtshof

Die einen leugnen den Holocaust, die anderen das Klima. Nun warte ich darauf, dass Klimaleugnung ebenso unter Strafe gestellt wird wie die Leugnung des Holocaust, und freue mich schon auf die erste Verhandlung eines Grünen Volksgerichts unter dem Vorsitz von Michael Cramer.

Helene, Florian – jeder instrumentalisiert jeden

Als ich einem alten Freund sagte, dass ich heute bei Ihnen auftreten würde, machte er ein Gesicht, als hätte ich ihm gebeichtet, dass ich vom Handel mit Drogen lebe. „Du wirst doch nur instrumentalisiert“, sagte er, „weißt du es nicht?“ Natürlich weiß ich es. Und wissen Sie was? Es ist mir wurscht. Heutzutage instrumentalisiert jeder jeden. Die „Bild“ Helene Fischer, Helene Fischer Florian Silbereisen, Florian Silbereisen seine depperten Fans, die ihm nachreisen. Sie instrumentalisieren mich, und ich instrumentalisiere Sie. Wenn es keinen Shitstorm gibt, ist es gut, wenn es einen gibt, ist es noch besser.

Kurz und schmerzlos: Vielen Dank für die Einladung. Ich wünsche Ihnen die Kraft und den Mut, sich selbst infrage zu stellen.

Schalom allerseits!


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!




Der Tag, an dem Lengsfeld und Broder Merkels Meute entlarvten…

Von PETER BARTELS | Es war der Tag, auf den 65.000 Bürger … Wähler… gewartet hatten. Es wurde die Stunde der Schande für die Demokratie: Vera Lengsfeld und Henryk M. Broder entlarvten Merkel und ihre schwarz-rot-grüne Meute. Am Ende blieben nur noch Scham. Aber auch Sieg …

SCHAM … über einen Petitionsausschuss-Vorsitzenden namens Marian Wendt (34), der wie der Verwalter einer Schublade voller Wattebäuschchen umständlich und langatmig in die Runde schwuchtelte, was die „Petitenten“ alles nicht dürfen. Einmal fünf, ansonsten nicht länger als eine Minute reden, zum Bleistift. Mit echauffierter Bürokraten-Bräsigkeit klimperten die Augendeckel des CDU-Softies aus Nordsachsen dann durch die Brille: „Bitte keine Beleidigungen der Abgeordneten, Herr Broder… Wir sind hier im Petitionsausschuss …“ Ssso, aber auch!!

• Henryk M. Broder, ganz früher Redakteur beim SPIEGEL, heute Herausgeber von „ACHGUT“ (auch ohne Papier der längst bessere SPIEGEL). Dieser „Beistand“ von Vera Lengsfeld hatte u.a. gewagt, zu sagen: „Leider fehlt mir die Zeit, in zwei Sätzen Ihren Unsinn zu widerlegen, den Sie hier bringen … Was Sie ‚Unfrieden‘ nennen ist Demokratie …“

SCHAM … über eben die von Broder entblätterte Manuela Rottmann (46), GRÜNES stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss. Wie ein Homunculi aus SED-Richterin Hilde Benjamin und Nazi-Richter Roland Freisler schüttelte die Dohle in Schwarz immer wieder die schwarze Strähne aus dem Gesicht, sah die beiden Petitenten an, wie die erstaunte Äffin den Astronauten, der irrtümlich zur falschen Zeit auf dem falschen Planeten gelandet war: Sie können sogar sprechen?? Dann der wohlwollende, Interesse heuchelnde Blick der Psychiaterin im „Kuckucksnest“: „Ich verstehe nicht ganz, was Sie meinen: Es soll flächendeckend kontrolliert, aber keine Mauer gebaut werden … Wenn man mit dem Selbstbewußtsein hier auftritt, wie’s die Petitenten tun, dann finde ich, ist das ein bißchen wenig hier zu sagen, so wie’s ist, gefällt es uns nicht …“

• Vera Lengsfeld (66), von ihrem Stasi-Ehemann für die SED bespitzelt, Bürgerechtlerin, Ex-GRÜNE, Ex-CDU, jetzt Bloggerin (vera-lengsfeld.de), hatte für die Petition 65.000 Unterschriften von Bürgern gesammelt. Wähler, die nicht mehr hinnehmen wollen, dass Merkel Grenzen und Sozialkassen von Millionen Raubameisen aus Arabien und Afrika fluten und leer fressen lässt. Im Petitionsausschuß wiederholte sie: „Wir sind n i c h t gegen Flüchtlinge, die vor Krieg und Terror fliehen“. Aber die 65.000 mit ihr (in Wahrheit sechs Millionen, wahrscheinlich längst zehn Millioen) wollen eben
• n i c h t 95 Prozent Terroristen, Verbrecher und Vergewaltiger, die hier dank Merkels CDU/CSU, SPD, GRÜNEN und SED-LINKEN immer noch freien Eintritt und freie Entfaltung haben…

SCHAM … über die eilfertigen Nickesel von CDU, SPD und GRÜNEN, die unisono säuselten: Wir von der Regierung geben doch unser Bestes. Die Kriminalität geht zurück … Es kommen viel weniger „Schutzsuchende“ … Auch die „Zurückweisungen“ steigen erfreulich… Eine etwas ältliche, aber ängstliche Blondine hub an: „Nach Griechenland konnten wir drei (3!!!) Zurückweisungen vornehmen, nach Spanien keine (Null!!)“ … Prompt merkelte ein Dr. Günter Krings (CDU) von Merkels-Meute energisch dazwischen: „Wir haben weitere Zurückweisungen …“

Interview von Michael Mross (MMnews) mit Vera Lengsfeld nach der Anhörung im Petitionsausschuss:

Nach Spanien sogar Null „Weitere“?!? Für uns Klippschüler: Null ist auch eine mathematische Größe, also irgendwie eine Zahl. Wenn auch eine gaaanz kleine, eine Null eben … Dann aber klotzt der Merkel-Mathematiker energisch mit Adam Riese weiter: „Nach Österreich haben wir sogar 12.000 Zurückweisungen!“ … Donner und Doria!! Kaum ist der junge Austria-Kanzler da (den Mutti nicht mag), geht alles, was bisher ewig lang dauerte, kurz und schnell…

Und so merkelte sich der Petitionsausschuss eine kleine Ewigkeit weiter. Lengsfeld und Broder wurde das Wort abgeschnitten oder doch regelmäßig säuselnd ermahnend („Sie haben schon 34 Sekunden überzogen!!“) aus dem Konzept gebracht. Die Parteien soufflierten sich gegenseitig mit staatstragender Miene die schöne, neue Welt dank der „Schutzsuchenden“ zu. Zwischendurch störte mal einer von der AfD tapfer mit Fakten: „500.000 Flüchtlinge, die nicht abgeschoben werden …“ Aber die Demokratie-Darsteller hatten ihre Rolle gespielt. Lengsfeld und Broder, zwei wirkliche Demokraten, hatten sie glatt an die Wand gespielt. Broder auf den fürsorglichen Hinweis, die anwesenden LINKEN würden aus Protest keine Fragen stellen: „Mit der SED hätte ich sowieso nicht geredet …“

Wetten, dass … Merkels Meute nächsten Sonntag um 18 Uhr in Bayern die Welt der Wähler wieder nicht verstehen wird, wie einst Erich Mielke, der Ober-Stasi, der in der Volkskammer greinte: „Aber ich liebe Euch doch alle …“ Und wetten, … dass keiner von Merkels Schriftleitern am nächsten Tag schreiben wird: Wir haben verstanden!


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!




Broder verzichtet auf Voß-Preis

Von BEOBACHTER | Der Publizist und WELT-Autor Henryk M. Broder verzichtet auf den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur und Politik, mit dem das Nordseebad Otterndorf an der Niederelbe alle drei Jahre Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ehrt.

Kleinkariert, provinziell, partiell hinterfotzig: So kann man die Kampagne aus Kreisen von SPD und Grünen im Kreis Cuxhaven bezeichnen, die Broder in den vergangenen Wochen seit Bekanntgabe seiner Nominierung in die rechte Ecke stellten, um ihr fragwürdiges Ziel der Ablehnung zu erreichen. Die Grünen fühlten sich erinnert an die auf Bundesebene geführte Debatte um den Echo-Preis, der vor kurzem zwei Rappern mit antisemitischen Texten verliehen wurde. Ferner nahmen sie Bezug auf die „Gemeinsame Erklärung 2018“, die von Broder mitunterzeichnet wurde und als Petition am Mittwoch erfolgreich an die Bundestagsverwaltung übergeben.

Ein SPD-Mitglied des Stadtrats von Otterndorf sagte laut NDR: „Broder ist ein Brandstifter und er spaltet die Gesellschaft. Und das ist nicht im Sinne von Johann Heinrich Voß. Er lässt nahezu an keinem Menschen etwas Gutes. Das ist dermaßen verletzend! Er entblößt Menschen und verletzt sie. Das kann ich nicht gutheißen. Das hat auch nichts mit einem Voß-Preis zu tun.“

Zu guter Letzt mischte auch noch die Weser-Elbe-Sparkasse mit, die den mit 10.000 Euro dotierten Preis bisher unterstützt hatte, jedoch dieses Mal nicht. Deshalb musste Otterndorf für das Preisgeld selbst aufkommen.

Broder selbst reagierte auf die Anfeindungen konsequent und ehrenhaft. Er wolle sich keiner Kampagne aussetzen, gegen die er sich nicht wehren könne, sagte er der Cuxhavener Zeitung.

Charakter und Haltung zeigten nach Broders Verzicht auch der WELT-Herausgeber Stefan Aust, zugleich Jury-Sprecher des Voß-Preises, und der Otterndorfer Stadtdirektor Harald Zahrte. Aust: „Ich habe großes Verständnis für seine Entscheidung und finde es zugleich bedauerlich, dass ein kritischer Journalist derartig diffamiert wird.“ Auch Zahrte zeigte Haltung für Broders Entscheidung. «Wir respektieren es sehr, dass er durch sein Handeln einen Schaden von dem Voß-Preis abgewendet hat.» Die Entscheidung für Broder bereue er nicht. Auch Johann Heinrich Voß sei ein streitbarer Schriftsteller gewesen und habe provoziert.

Michael Klonovsky, Vera Lengsfeld und Henryk M. Broder am Mittwoch bei der Übergabe der Petition „Erklärung 2018“ an den Deutschen Bundestag.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 2000 alle drei Jahre verliehen. Er ist nach dem Dichter Johann Heinrich Voß (1751–1826) benannt, der sich als Übersetzer der homerischen Epen „Ilias“ und „Odyssee“ einen Namen machte. 2015 war er an den damaligen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gegangen.




Cuxhaven: Grüne lehnen Henryk M. Broder als Preisträger ab

Von LUPO | Die Cuxhavener Grünen lehnen den renommierten Publizisten Henryk M. Broder als Preisträger 2018 des bekannten Johann-Heinrich-Voß-Literaturpreises ab. Noch irrer: sie fühlen sich erinnert an die momentan auf Bundesebene geführte Debatte um den Echo-Preis, der vor kurzem zwei Rappern mit antisemitischen Texten verliehen wurde.

Man liegt nicht fern, wenn man die skandalöse Forderung der Grünen mit der Bücherverbrennung in Nazi-Deutschland vergleicht. Mittendrin die Grünen, die sich als lupenreine Demokraten gerieren, und selbst nicht merken, dass sie selbst zu üblen Bücherverbrennern mutieren.

Wie sonst soll man es bezeichnen, wenn der Cuxhavener Grünen-Vorstand mit Elke Roskosch-Buntemeyer, Wolfgang Steen und Christel Tecker die Preisverleihung an Broder ablehnt, „weil dieser sich als Erstunterzeichner einer Erklärung gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aussprach, indem er Vorurteile aufnahm und die Situation im Inneren Deutschlands als vollkommen unsicher darstellte“. So steht es in den Cuxhavener Nachrichten zu lesen.

Die durchgeknallten grünen Tugendwächter, die im Cuxhavener Stadtrat mit vier von 40 Abgeordneten vertreten sind, nehmen Bezug auf die „Gemeinsame Erklärung 2018“, die von der Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld initiiert wurde. Im knappen Erklärungstext heißt es: „Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“

Zu den 34 Erstunterzeichnern gehören u.a. Henryk M. Broder, Uwe Tellkamp und Thilo Sarrazin. Die Mitte März gestartete Erklärung hat inzwischen 150.000 Unterzeichner und soll als Massenpetition beim Bundestag eingereicht werden mit der Maßgabe, dass die von Recht und Verfassung vorgesehene Kontrolle der Grenzen gegen das illegale Betreten des deutschen Staatsgebietes wiederhergestellt wird.

Daran stoßen sich die Cuxhavener Grünen. Die Zeitung berichtet:

Der grüne Kreisvorstand unterstützt die Protestnote einiger Otterndorfer und Osterbrucher Bürger (Anke Allers, Gabriele Brand-Hartwich, Dirk Hartwich und andere), die ausführlich darstellen, dass Broder weder für Würde und Anstand noch für Menschlichkeit stehe. „Die geplante Preisverleihung in Otterndorf erinnert an die momentan auf Bundesebene geführte Debatte um den Echo-Preis“, so der grüne Kreisvorstand. „Die Stadt Otterndorf hat sehr wohl noch Zeit, den Entscheidungsprozess für Broder zu überprüfen und die Entscheidung der Jury nicht zu akzeptieren. Otterndorf sollte nicht mit rassistisch begründeten, menschenverachtenden Äußerungen in Verbindung gebracht werden.“

Der „Welt“-Kolumnist Broder, der zu den herausragenden deutschen Journalisten gehört, nimmt es gelassen. Auf der „Achse des Guten“ erklärte er am Donnerstag, dass er nicht „Paule der Seemann aus Cuxhaven“ sei und spielte damit auf einen Songtext von Georg Kreisler an. Kreisler bringt darin in aphoristischer Form zum Ausdruck, dass in Deutschland der Fisch vom Kopf her stinkt und es nur keiner merkt. Bei den Grünen in Cuxhaven scheint es besonders stark zu stinken. Es liegt jetzt an den Bundesgrünen, den parteiinternen Gestank umgehend zu tilgen.




Broder: Waren die National-Sozialisten nicht Linksextremisten?

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | In dem Achgut.Pogo-Video „Fünf Minuten Rechtskunde mit Henryk M. Broder“ spricht der bekannte Publizist zunächst über den geradezu wahnhaften „Kampf gegen Rechts“, in dem jede nicht-linke Meinung in diesem Land gebrandmarkt und geächtet wird. Wer sich kritisch über die Flutung unseres Landes mit Millionen kulturfremder Menschen äußere, sei automatisch „rechts“ und damit aus der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen.

Diese totalitär anmutende linke Einstellung, die heutzutage Mainstream ist und sich zu einem regelrechten Meinungsfaschismus entwickelt hat, führt zu dem nächsten Gedanken Broders, der nicht neu ist und schon in den 70er und 80er Jahren unter Historikern und Politikern rege diskutiert wurde: Waren die National-Sozialisten wirklich „Rechtsextreme“? Sind Sozialisten nicht eher Linksextreme?

Diese Frage muss gerade in der heutigen Zeit erneut erörtert werden, in der jährlich 100 Millionen Euro in diesen „Kampf gegen Rechts“ gepumpt und regelmäßig dazu missbraucht werden, konservative demokatische Patrioten zu bekämpfen – auf der Straße, in den Betrieben, Schulen, Universitäten, Parlamenten und sogar den Kirchen.

Viele führende National-Sozialisten schätzten sich selber als Linke ein. Beispielsweise Joseph Goebbels, der sich im Jahre 1926 noch als „deutscher Kommunist“ sah und 1933 dem „Petit Parisien“ in einem Interview erklärte, daß die Deutsche Revolution das Gegenstück zur Französischen sei. 1931 schrieb er in “Der Angriff”, der Gauzeitung der Berliner NSDAP:

„Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke. Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“

In seinem Buch „Der Nazi-Sozi“ aus dem Jahre 1932 finden sich weitere entlarvende Formulierungen:

„Wir sind Antisemiten, weil wir Sozialisten sind.“
 
„Wir werden den bürgerlichen Klassenstaat zertrümmern“

In seinen Tagebüchern findet sich in Teil 1, Band 1 auf Seite 27 seine Überzeugung aus dem Jahre 1924:

„Die Inflation. Tolle Zeiten. Der Dollar klettert wie ein Jongleur. Bei mir heimliche Freude. Ja, das Chaos muß kommen, wenn es besser werden soll. Der Kommunismus. Judentum. Ich bin deutscher Kommunist.“

Goebbels hatte den Gedanken an das Kollektiv tief verinnerlicht:

„Sozialist sein: Das heißt, das Ich dem Du unterordnen, die Persönlichkeit der Gesamtheit zum Opfer bringen. Sozialismus ist im tiefsten Sinne Dienst. Verzicht für den Einzelnen und Forderung für das Ganze.”

Adolf Hitler bekannte in seiner Rede zum 1. Mai 1927:

„Wir sind Sozialisten, wir sind Feinde der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung für die Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit ihren unlauteren Gehältern, mit ihrer Auswertung eines Menschen nach Reichtum und Besitz, anstatt Verantwortung und Leistung, und wir alle sind entschlossen, dieses System unter allen Bedingungen zu zerstören.”

1934 verkündete er ebenfalls in seiner Rede zum 1. Mai:

„Der Hammer wird wieder zum Symbol des deutschen Arbeiters und die Sichel zum Zeichen des deutschen Bauern werden.”

Am 24. Februar 1945 äußerte der Nazi-Führer bei einer Tagung der Reichs- und Gauleiter:

„Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde.“

Hitler diente in der Anfangszeit seines politischen Wirkens 1919 mit einer roten Armbinde den Kommunisten, wie es der Historiker Joachim Fest in seiner Biographie des Nazi-Führers auf Seite 122 beschreibt. In dieser Zeit studierte Hitler deren Methoden genau, wie er später berichtete:

„Ich habe vom Marxismus viel gelernt. Diese neuen Mittel des politischen Kampfes gehen ja im wesentlichen auf die Marxisten zurück. Ich brauchte nur diese Mittel zu übernehmen und zu entwickeln und hatte im wesentlichen, was uns not tut.“

Die Ähnlichkeit von Nazi- und Sowjet-Plakaten sind nicht zu übersehen:

Ganz offensichtlich kopierte Hitler nicht nur die Kampfmethoden der Kommunisten, sondern auch das Sozialistische in ihrer Programmatik, denn kein Geringerer als Willy Brandt stellte 1932 fest:

„Das sozialistische Element im Nationalsozialismus im Denken seiner Gefolgsleute muss von uns erkannt werden.“

Der Holocaust-Organisator und SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann schrieb in seinen Memoiren:

„Meine gefühlsmäßigen politischen Empfindungen lagen links, das Sozialistische mindestens so betonend wie das Nationalistische.“

Historiker bestätigen diese Einschätzungen, beispielsweise Arnulf Baring:

„Das ganze Gerede davon, es gäbe sozusagen eine ernsthafte rechtsradikale Bedrohung… Ich frage Sie: waren die Nazis rechts? Das halte ich für einen Grundirrtum, übrigens auch von Ihnen. Die Nazis waren nicht rechts, die Nazis waren eine Linkspartei!“

Oder Götz Aly, der in seinem Buch „Hitlers Volksstaat“ das sozialistische Handeln der Nazis beschreibt:

„Das Nazi-Regime hat die Deutschen korrumpiert – mit sozialen Wohltaten, mit Aufstiegschancen für den kleinen Mann, mit einer als gerecht empfunden, weil nach oben umverteilten Steuerpolitik, mit Bereicherungsmöglichkeiten aus fremdem Eigentum, mit der Lizenz zum Beutemachen, mit der Aussicht auf Sieg und damit Tilgung aller Schuld.“
 
„Die vielen Anleihen des nationalen Sozialismus aus dem linkssozialistischen Ideenvorrat ergaben sich schon aus den Biographien der Beteiligten. In der Endphase der Weimarer Republik hatten nicht wenige der späteren NS- Aktivisten kommunistisch-sozialistische Erfahrungen gesammelt.“

Auch Joachim Fest verortet den National-Sozialismus eher links als rechts:

„War Adolf Hitler ein Linker? Manche guten Gründe sprechen dafür, dass der Nationalsozialismus politisch eher auf die linke als auf die rechte Seite gehört. Jedenfalls hatte er Zeit seines Bestehens mit dem Totalitarismus Stalins mehr gemein als mit dem Faschismus Mussolinis.“

Führende CSU-Politiker haben diese Diskussion Ende der 70er Jahre öffentlich geführt. So sagte Franz Josef Strauß in seiner Rede auf dem CSU-Parteitag am 28. September 1979 in München:

„Wir werden auch nicht schweigen in dieser Auseinandersetzung, denn schließlich war der Nationalsozialismus auch eine Variante des Sozialismus, und seine große Schwungmasse hat er nicht von dem Strandgut des Ersten Weltkrieges, von den Freikorps, vom verarmten Mittelstand oder vom Bürgertum bezogen. Seine Schwungmasse hat er von den Millionen Sozialisten bezogen, die der SPD damals als Wähler davongelaufen sind.“

Der damalige CSU-Generalsekretär Edmund Stoiber pflichtete ihm bei:

„Ich habe die Diskussion angefangen. Das Erstaunen in der Öffentlichkeit, als Franz Josef Strauß in Essen diese linken Chaoten als beste Schüler Himmlers bezeichnet hat, war der Ausgangspunkt. Es ist eine hochinteressante Sache, die gemeinsamen Wurzeln zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus freizulegen. Die Grenzen sind fließend, und Nationalsozialisten waren nun einmal in erster Linie Sozialisten“.

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Friedrich Zimmermann ergänzte:

„Bei den Nazis sind außerordentlich viel sozialistische Züge zu finden.“

Alfred Sauter, damals Landesvorsitzender der Jungen Union (JU) Bayern, schrieb im Bayernkurier:

„Die Jusos, Judos und sonstige Kommunistenspezies“ sind kriminelle Gestalten, denn sie imitieren auch mit erkennbarer Lernfähigkeit und schneller Auffassungsgabe Methoden der SS und SA sowie der übrigen Nationalsozialisten vor und nach der Machtergreifung im Jahre 1933. Nationalsozialisten waren eben auch und vor allem Sozialisten.“

Erika Steinbach frischte diese Diskussion am 31. Januar 2012 in Reaktion auf eine „Aktion gegen Rechtsextremismus“ der Adenauer-Stiftung auf, indem sie twitterte:

„Die NAZIS waren eine linke Partei. Vergessen? NationalSOZIALISTISCHE deutsche ARBEITERPARTEI…“

Auch unter den bisher über 55.000 Zuschauern des Achgut.Pogo-Videos wird über diese Einordnung diskutiert:

Die National-Sozialisten waren keine Rechten. Es gab natürlich Rechte die mit dem National-Sozialismus sympathisierten, die waren aber deshalb noch lange keine National-Sozialisten. Victor Klemperer z.B. bezeichnete seine Freunde, bei denen er seine Tagebücher versteckte, als „rechtsstehend-antinationalsozialistisch“. Dass National-Sozialismus rechts war, wird erst seit 1968 propagiert, vorher waren Sozialisten links.“
 
„Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen den internationalen Sozialisten und den nationalen Sozialisten.“
 
„Die Nazis waren alles andere als Rechts. Sie waren und sie sind Sozialisten. Ergo, Nationalsozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (NSDAP).Etwas anderes zu behaupten ist Geschichtsrevision was wirklich zum Kotzen ist. Und als Christ bin ich nach Meinung einiger hier in den USA ein White Supremacist. So ein Blödsinn!“
 
„Broder ist auch schon aufgefallen, dass die Nazis sich nicht als rechts bezeichneten, gegen das Parlament und die dem Wort zugrundeliegende Sitzordnung waren und viele ihrer Ideen vom parasitären Klassenfeind (schon bei Marx bei den Juden vermutet) knallhart auf den Sozialismus zurückgehen. Warum jetzt Leute, die in der Tradition von Thatcher, Netanyahu und Reagan stehen, Nazis seien, wissen nur die Linken.“
 
„Das, was früher die Nazis wahren, sind heute die Linken. Sozialist bleibt eben Sozialist.“

Die Wiedergegründete Weiße Rose vermittelt seit ihrer Gründung am 7. Juli 2012 sechs Kernbotschaften, in denen die Nazis ebenfalls links verortet sind. Daher ist die heutige Unterstützung des faschistischen Islams durch linksextreme Gruppierungen eine konsequente Fortführung des damaligen Nazi-Islam-Paktes:

1. Der National-Sozialismus war eine linke Bewegung
 
2. Islam und National-Sozialismus haben viele ähnliche Bestandteile
 
3. Der Islam ist vom Wesen her eine faschistische Ideologie
 
4. Der Pakt zwischen Islam und National-Sozialismus war daher folgerichtig
 
5. Auch heute wird der Islam von linken Bewegungen unterstützt
 
6. Die Nazis sind wieder da, sie nennen sich heute „Antifa“

„Rechts“ bedeutet konservativ, wertebewusst, demokratisch, patriotisch, gesetzestreu, verfassungskonform und gewaltfrei zu sein. Der Rechte setzt auf den Individualismus und lehnt den gleichgeschalteten Kollektivismus ab. Die Steigerung „Rechtsextrem“ kann niemals sozialistisch sein. Der Begriff „Rechts“ wurde durch den unsäglichen „Kampf gegen Rechts“ geradezu dämonisiert und muss daher unbedingt wieder als eine absolut berechtigte politische Strömung legitimiert werden.

Zwischen National-Sozialisten und International-Sozialisten sind auch heute in einigen Politikfeldern Gemeinsamkeiten zu beobachten. Die natürlich auch vorhandenen deutlichen Unterschiede führten damals wie heute zu heftigen Auseinandersetzungen, die man gewissermaßen als Bruderkrieg ansehen kann. So ist der National-Sozialismus als eine Variante des Linksextremismus einzuordnen.




Film von Henryk M. Broder: Der ewige Antisemit

Am Mittwoch (8.11.) lief im Bayerischen Rundfunk um 22.45 Uhr der Film „Der ewige Antisemit“, der sich anlehnt an das gleichnamige Buch von Henryk M. Broder aus den 80er-Jahren. Protagonist des 80-minütigen Films ist demzufolge natürlich Henryk M. Broder, aber auch der belgische Schriftsteller Leon de Winter und der Publizist Hamed Abdel-Samad kommen prominent zu Wort. Hier weitere Infos zum Film auf Achgut und hier ein Interview mit Broder dazu in der „Jüdischen Allgemeinen“.




Erste liberale Moschee: Gipfeltreffen auf Socken

Treffen in der "Liberalen Moschee" in Berlin: Broder, Samad und Ates (v.l.).

Von PETER BARTELS | Ein Jude, ein Moslem und eine Muslima haben sich in einer Berliner Moschee getroffen. Sie wollten nicht beten. Sie wollten nur reden. Miteinander. Zwölf Personenschützer, deutsch: 12 Leibwächter! mußten ihr Leben beschützen…

Deutschland, Anno Domini 610? Nein, Deutschland, im Jahre des Herrn, 2017. Der Jude heißt Henryk M. Broder, der Moslem Hamed Abdel-Samad, die Muslima Seyran Ates. Treffpunkt: Die Ibn Rushd Goethe Moschee, „Untermieter“ einer protestantischen Kirche, irgendwo in Berlin.

Henryk M. Broder, grau, klein, weisses, weites Hemd, kurze Ärmel, weisse Socken. Seit er nicht mehr für den SPIEGEL schreibt, ist er berühmt. Talkshows, eine erstaunlich erfolgreiche TV-Autoreise in einer verplüschten Klapperkiste (Beifahrer Hamed) quer durch Deutschland … Ein anspruchsvoller bis aggressiver Internet-Blog namens „Achse des Guten“. Videos mit Broder auf YouTube haben 30.000 … 60.000 … 100.000 Zuschauer. Alles Renner. Die meisten sind begeistert.

Abdel-Samad, auch nicht groß, schwarzes Polohemd, dunkle Socken. Studium in Kairo: Englisch, Französisch, Japanisch, Politik in Kairo… Lehrstuhl für Islamwissenschaft, Uni Erfurt … Institut für Jüdische Geschichte und Kultur, Uni München. Bücher wie „Mein Abschied vom Himmel“ … „Der islamische Faschismus“ … „Mohamed – Eine Abrechnung“ … Bestseller. Seit „Islam-Faschismus“ bedroht ihn eine Todes-Fatwa – jeder darf ihn umbringen, wo immer er ihn trifft, Tag und Nacht…

Seyran Ates, kein Kopftuch, graues Kurzhaar, wadenlanges, irgendwie grünliches Kleid, schwarze Leggins, graues Jäckchen, dezent geschminkt; liebenswerter, kluger Muttchen-Typ. Türkische Kurdin aus Istanbul, deutsche Rechtsanwältin (Straf- und Familienrecht). Bücher: „Der Multikulti-Irrtum“ … „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution“ … „Warum ich Deutschland lieben möchte“ …

Imame geifern, wie Goebbels es nicht besser konnte

Ihr letztes Buch – „Selam, Frau Imanin: Wie ich in Berlin eine liberale Moschee gründete“ – ist Anlass und Grund für das denkwürdige Dreier-Treffen. „Selam“ heißt übrigens laut Duden „Hallo!“ Und genauso locker war das Treffen der Drei auf Socken. Jeder umarmte jeden. Bussi-Bussi à la Münchner Schickeria. Es wurde ein knapp 20 Minuten langes Video, kurzweilig, wie Pilsken, Korn und Kippe nach Schalleke:Dottmund.

Immer wieder eingeblendet, moslemische „Männer“. Imane (?) mit Bart und ohne Bart, die geifern, keifen und auf deutsch knüppeln, wie Göbbels es nicht besser konnte. Oder das GRÜNE Zottelhaar Hofreiter, wenn er den Diesel verteufelt, der LINKE Porschefahrer Klaus Ernst den Kapitalismus.

  • Eine Art Islam-Jesuit, Camouflage-Outfit: „In der Religion gibt’s keine Frauenrechte … Die Männer sind den Frauen überlegen“… „Die Führerin (dieser liberalen Moschee in Berlin) ist die faschistische Feministin Seyran Ates“ … „Oder, wie ich sie jetzt immer nennen werde: Seytan (Teufel)“ …“Was hat diese unterentwickelte Gestalt sich dabei gedacht, Namen und Personen zu nennen, welche die Ansicht vertraten, dass eine Frau weder führen, noch das Gebet leiten darf?“ … „Da Allah den Mann vor der Frau bevorzugt hat, kann eine Frau logischerweise keine Führerin sein…“

Gott ist immer logisch. Auch wenn er nie was sagt… Menschen in seinem Namen lügen …

  • Ein anderer, macht auf Wanderprediger Pater Leppich, höhnt suggestiv im Türken-Slang: „Im liberalen Islam ist alles möglich? … Da kann man auch beten ohne Kopftuch …? Ach, komm, äääh, ganz im Ernst, liebe christlichen Terroristen, seid Ihr Euch nicht langsam zu schade dafür, dass Euch die halbe Welt auslacht? In der Türkei lacht sich jeder kaputt … Ich lach mich tagtäglich kaputt, als ich diese „Freitagstags-Predigt“ gesehen habe …“. Die Tüddelchen macht der hähmische Herr im weissen Hemd mit je zwei Fingern in die Luft: “Nicht, weil’s ne Frau ist … weil’s einfach von vorn bis hinten lächerlicher Schwachsinn ist … Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass sie jetzt wie Martin Luther (einst die katholische Kirche) den Islam reformieren könnte…?“

Der Papst schickte damals auch gleich die Inquisition. Obwohl’s nix nützte, wie die Promille-Pastorin jeden Sonntag in „Bild am Sonntag“ beweist …

Halal-Sex-Shop in Amsterdam

Jedenfalls geht’s im Berliner Dreier-Gipfel milde aber munter weiter. Beispielsweise: In Amsterdam gibt es jetzt sogar einen Halal-Sex-Shop! Die Erotik-Etablissements in Medina und Mekka wurden aber dementiert …

  • Seyran weiß „von Prostituierten, dass die moslemischen Männer oft bitten, heirate mich für eine Stunde‘. Und dann machen sie eine „Zeit-Ehe“ für eine Stunde, dann ist das nicht …“ Broder ergänzt zynisch aber zahm: “Ist er (der gekaufte Sex) halal“. Gut Deutsch: Keine Sünde mehr…
  • Wie bis vor kurzem das Schächten der Schafe mit Schmerzspritze, das w a r Sünde. Aber seit (deutsche, vormals wahrscheinlich christliche) Richter erlauben, die Kehle der Schafe ohne Betäubung durchzuschneiden (Halsschlagader, Speise- und Luftröhre!), ist Ruhe im Schlachthaus: Die Hammel liegen in Reih und Glied Richtung Osten (Mekka). Dann blöken und bluten sie, bis sie tot, aber halal sind. Und kein NABU, kein BUND, keine Vier Pfoten, nicht mal die GRÜNEN meckern. Inshallah!! Kultur seit 1400 Jahren.

Warum die Moslems in Deutschland Sturm laufen gegen die liberale Moschee in Berlin? „Weil wir eine Gefahr sind“ … „Weil die Leute (im Islam) die Nase voll haben“ … „Die schweigende Mehrheit (im Islam) schweigt nicht mehr“ … Die liberalen Moslems kommen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich“ … Sie wollen „Humanismus, Aufklärung, Menschenrechte u n d Gleichberechtigung“.

Broder legt, wie meistens, den Finger in die Wunde: „Warum brauchen zwei Menschen, die nichts verbrochen haben, außer, dass sie ihre Meinung gesagt haben, Personenschutz?“ Seyran setzt einen drauf: „Weil ich mich für die Frauenrechte einsetze.“ Und klagt: „Warum gehen die Feministinnen, die Genderistinnen (Broder wirft ein: “und die Linken“) dafür nicht auf die Straße?“ Dann „bellt“ noch der unvermeidliche GRÜNE-Greis aus Wien: “Bei der um sich greifenden Islamophobie werden wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen … aus Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.“

Alter schützt vor Torheit nicht. Nicht mal vor Aristoteles, Augustin, Allah …