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Elmar Brok will „Krebsgeschwür“ Werteunion entfernen

Von CANTALOOP | Lange hat man nichts mehr von ihm gehört, dem angeblichen CDU-“Urgestein“ aus dem EU-Parlament in Brüssel. Von 1980 bis vor kurzem saß er als „Nachrücker“ dort – gewissermaßen wie festgewachsen. Er verkörpert wie wohl kaum ein anderer Politiker seiner Zeit genau diese Art von Phänotyp des schmierigen und unglaubwürdigen Kameralächlers, dessen nichtssagende und inhaltslose Aussagen stets an den jeweils wehenden Zeitgeist gekoppelt sind. Ein Zweckopportunist ersten Ranges, fett gemästet vom jahrzehntelangen, üppigen Salär, plus Spesen und Reisegebühren. Ein begonnenes Studium hat er nie abgeschlossen. Aktuell meldet er sich zu Wort, um seine eigenen Parteifreunde gnadenlos in die Pfanne zu hauen.

Elmar Brok wörtlich:

„Hab heute Morgen das Interview des Vertreters der Werteunion gesehen. So etwas darf man gar nicht zulassen. Wenn man solchen Leuten den Finger gibt, nehmen sie die ganze Hand [..] ist wie ein Krebsgeschwür. So etwas muss man vornherein mit aller Rücksichtslosigkeit bekämpfen, damit ein solches Krebsgeschwür nicht in die Partei hineinkriechen kann.“

Was für eine Kampfrhetorik. Die Werteunion sei ein „Krebsgeschwür“, das man bekämpfen müsste, bevor es sich überall ausbreiten würde. So der werte Herr Brok im Wortlaut, anlässlich eines TV-Interviews. Sie sehen mittlerweile also auch Abweichler innerhalb ihrer eigenen Partei als Gegner an, diese sich selbst als „modern“ empfindenden CDU-Granden unter Merkels eiserner Knute. Und sondern ständig positive Bekenntnisse in Richtung ihrer Chefin ab, um stets und ständig ihre unterwürfige Ergebenheitshaltung zu bekunden. Die Frage, warum es denn überhaupt eine Werteunion bzw. AfD gibt, wird selbstredend nicht gestellt. Das ist ebenso tabu wie auch jede Kritik an ihrer Gott-Kanzlerin. So gehen also „Machtsicherungsmethoden“ in der BRD 2020.

Die Kanzlerin und ihre Getreuen

Noch ein weiterer No-Name-Speichellecker, witternd auf seine Chance, bringt sich aktuell mit deftigem Kameradenbashing in Stellung. Der unscheinbare Saarländer MP Tobias Hans lässt verlautbaren:

Ich empfinde die Werteunion als Beleidigung für jedes CDU-Mitglied. Wir als CDU-Mitglieder haben Werte, unsere Politik ist auf Werten aufgebaut, deshalb braucht es keine Werteunion.

Einmal mehr: Die klassische „Wir-und-die“-Sprache, ein ausgrenzendes Stilmittel, wie direkt aus der Agitprop-Mottenkiste von Ulbricht. Eines kritischen und demokratischen Geistes absolut unwürdig.

Auf was für einem Weg seid ihr nur, ihr ehemaligen Unions-Garanten für Wohlstand, Frieden und Sicherheit? Zu einer jämmerlichen Blaupause eurer Selbst seid ihr geworden. Eine linkstransformierte, erbärmliche Horde von beliebig austauschbaren Klatschhasen, ängstlich, feige, heimtückisch und obrigkeitshörig, fast wie zu des Kaisers Zeiten. Möge der gerechte Wind des Wandels euch irgendwann hinwegfegen.




Elmar Brok: Die Pfeife des Jahres!

Von PETER BARTELS | Er sieht aus wie ein Pfeife … Er redet wie eine Pfeife … Er ist die Pfeife des Jahres! Und bei der EU sitzen viele Pfeifen rum… Immerhin: Elmar Brok war mal „Pfeifenraucher des Jahres“. Vielleicht sieht er deshalb mit 72 wie 102 aus …

Was allerdings eine Beleidigung für jeden ordentlichen Bruyere- oder Meerschaum-Schmaucher ist; das CDU-Männeken aus Bielefeld wäre sogar für „Schwarzer Krauser“ oder „Bahndamm-Schattenseite“ eine Zumutung gewesen. Vom Machorka, dem russischen Bauern-Tabak der Kriegsheimkehrer, ganz zu schweigen … CDU-Knick-Auge Elmar saß während der Terror-Morde in Straßburg im EU-Parlament rum. Und wurde am Tag danach von Merkels Zwangs-Funk wie ein Kriegsheld gefeiert. Henryk M. Broder hat das auf ACHGUT gewürdigt, wie es besser kaum geht, Überschrift: „Mein Name ist Elmar, und ich lasse die Terroristen nicht gewinnen!“ O-Ton Broder:

„Eine der bräsigsten und seifigsten Gestalten, welche die deutsche Politik seit Erich Mende hervorgebracht hat, ist der CDU-Politiker Elmar Brok. Er gehört seit 1980 ununterbrochen dem Europäischen Parlament an und ist damit das dienstälteste Mitglied eines Hohen Hauses, das wie ein Wanderzirkus zwischen Brüssel und Straßburg pendelt, tausende von Marketendern und Marketenderinnen in seinem Gefolge“ …

„Nach fast 40 Jahren als Berufspolitiker ergeht es Brok so wie Luis Trenker, der seit seinem ersten Film ‚Berg des Schicksals‘ immer nur Bergsteiger und Bergführer spielen musste, bis er nicht mehr zwischen seinem Leben und seinen Rollen unterscheiden konnte. Die Liste der Ämter, die Brok innehatte oder noch innehat, ist lang. Beinahe ebenso lang ist das Verzeichnis der Ehrungen, die ihm zuteil wurden, wobei der Pfeifenraucher des Jahres ihm am ehesten gerecht wurde“… PI-NEWS sieht das differenzierter, siehe oben!! Broder ungerührt weiter:

„Er sei, so hört man es immer wieder, ‚einer der einflussreichsten Politiker‘ des Europäischen Parlaments, eine Behauptung, die ebenso belegt ist wie die, dass es ein Leben nach dem Tode gibt. Jedenfalls ist er einer der präsentesten – oder sagt man meistpräsenten? – Angehörigen der Brüssel-Straßburger Nomenklatura …“

„So war es nur eine Frage von Stunden, bis Brok die Gelegenheit bekam, zum Attentat von Straßburg Stellung zu nehmen, in seiner Eigenschaft als Überlebender. Zum Zeitpunkt des Anschlags, erzählte er im DLF (DEUTSCHLANDFUNK), sei er noch „im Parlament gewesen“. Es war ein ganz normaler Tag mit einem unerwarteten Ausklang, Achtung, jetzt O-TON das ELMAR:

„Wir hatten Debatte weiterhin, bis spät in den Abend, und hörten dann, was passiert ist und dass das Parlament abgeschlossen ist, dass wir nicht mehr das Parlament verlassen durften. Wir haben uns dann im Parlament bis spät in die Nacht aufgehalten und konnten dann schließlich weit nach Mitternacht erst auf eigenes Risiko das Parlament verlassen und zu unseren Hotels gehen. In der Innenstadt war sogar der Zugang höchst problematisch und wurde nur möglich durch Polizei, die die Kollegen dann in die Hotels gebracht haben“.

Jetzt wieder der restlos ergriffene Broder: „Auf eigenes Risiko!! Das ist ein Punkt, der in der Berichterstattung zu kurz gekommen ist. Der Attentäter hatten es offenbar auf die Abgeordneten abgesehen, die sich bis spät in die Nacht im Parlament aufhalten mussten und die Festung erst weit nach Mitternacht und nur auf eigenes Risiko verlassen konnten, derweil das Les Plaisirs Gourmands längst geschlossen hatte“ … Broder keuchend weiter:

„Auf die Frage, ob und wie der Anschlag sein ‚persönliches Sicherheitsgefühl‘ verändert habe, antwortete Brok (wieder O-TON): „Ich glaube, man muss auch zur Tagesordnung ein Stückchen übergehen, weil man sonst das nicht erträglich findet. Wenn man das als ständige Bedrohung betrachtet, dann ist Leben, glaube ich, nicht möglich und dann haben die Attentäter auch gewonnen.“

Broder erst gnädig im Passiv: „Deswegen werde er um neun Uhr im Parlament wieder sein, wie vorgesehen.“ Dann wieder brutal Elmar im O-Ton:

„Denn: Wenn wir das anders machten, hätte ja der Terrorismus gewonnen. Gerade wir Politiker müssen doch zeigen, dass wir dann das normale Leben weiterführen und uns durch diese Terroristen nicht das Leben vergraulen lassen“ …

Broders Fazit: „So viel Zivilcourage hätte man dem Pfeifenraucher des Jahres nicht zugetraut. Die erste Pflicht eines Europa-Abgeordneten ist es (also), nach einem Terroranschlag das normale Leben weiter zu führen, als wäre kein Terroranschlag passiert, und sich das Leben nicht vergraulen zu lassen. Das ist vorbildlich! Daran sollten sich die Feiglinge aller Couleur ein Beispiel nehmen, die noch nicht begriffen haben, dass man ein Stückchen zur Tagesordnung übergehen muss und die Abgeordneten in ihrem heroischen Kampf gegen den Terror nicht alleinlassen darf. Weder in Brüssel noch im Straßburg, nicht einmal in Bielefeld-Heepen.“

Dann die Krönung: „Herr Ober, noch eine Runde Chateau Cheval Blanc für alle! Und die Rechnung an das Büro Brok, Allée du Printemps, B.P. 1024, F-67070 – Strasbourg Cedex, France.“

PI-NEWS ergänzt höflich: Der Bordeaux Cheval Noire, St. Emilion, ist auch nicht schlecht, Elmar: Sechs Flaschen, Last Minute, Amazon, 106 Euro. Curd Jürgens liebte diesen Grand Vin A.C. bis zuletzt. Obwohl er ihn selbst bezahlen musste …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!