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Friedman – kann ein Jude Nazi sein?

Von PETER BARTELS | Kokser … Puffgänger … Paolo Pinkel … Okay, Schnee von gestern. Wie Hemingway sagte: Ein Mann muß tun, was ein Mann tun muß! Aber muß ein Kommissar zum Mörder werden, um Mörder jagen zu lernen?

“In Sachen Friedman”: Muß ein Jude Nazi werden um “Nazis” zu jagen? Natürlich deutsche Nazis?! Keine MOSLEM-NAZIS, die Juden in Berlin mit dem Ledergürtel die Kippa vom Kopf prügeln … Keine MOSLEM-NAZIS, die vor dem Brandenburger Tor die israelische Fahne verbrennen … Keine MOSLEM-NAZIS, die jüdische Kinder aus deutschen Schulen mobben, quälen, prügeln … In der WELT/N24-Sendung “Studio Friedman” vom 26. April zum Thema „Judenhass in Deutschland – ist er wieder alltäglich?“ (Video der Sendung hier) gab Friedman mal wieder Hitlers obersten Nazi-Richter Freisler. Sobald der brave Israel-Freund Markus Frohnmaier von der AfD den Mund aufmachte, schlug Friedman ihm aufs Maul.

“Antisemitismus bei der moslemischen Bevölkerung” wurde dann tatsächlich widerwillig gestreift. Ganz zum Schluß der SPRINGER(!!)-Sendung. Vorher höhnte Nazi-Jäger Friedman die Juden-Welt dialektisch auf den Kopf. Und der Sozi Helge Lindh apportierte ihm schwanzwedelnd wie ein Hündchen. Nun gut, Friedman kann nichts dafür, dass er so verschlagen guckt wie ein Hütchenspieler … Der SPD-Wauwi aus Wuppertal nicht, dass er wie die Schwebebahn über die Wahrheit gleitet … Aber darf einer, wie Friedman, der das Leben seiner Auschwitz-Eltern (also seins!) einem Deutschen namens Schindler (ja, der mit der Liste!!) verdankt, beim Nazi-Mord an sechs Millionen Juden, bei der ewigen Erbsünde der Deutschen, so unfassbar den Nazi-Richter nachäffen? Brüllend die Wahrheit biegen? Bei Ben Gurion, das “durften” nur die Pharisäer bei Jesus; aus ihrer Sicht vielleicht sogar zurecht. Aber Friedman??

Der gelernte Jurist, CDU-Mann und “Moderator” schert sich einen Dreck. Schon gar nicht, um Regeln und Fairness. Hütchenspieler halt: “73 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz und Adolf Hitler haben Juden wieder Angst in Deutschland zu leben. Der Judenhass wird immer größer, lauter, unverschämter … geistige Brandstiftung und körperliche Gewalt nehmen zu. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden warnt Juden sogar, die Kippa zu tragen. Das ist der Offenbarungseid der Bundesrepublik Deutschland, das Land, das Sie mit der SPD seit Jahren regieren – Herr Lindh, wo waren Sie eigentlich, dass Sie nun so überrascht tun?“

Die SPD-Stupsnase lächelt beflissen: ICH war nicht überrascht … Friedman, beim Sozi natürlich friedlich: Dann hätten Sie doch m e h r tun können?! Lindh überhört die Suggestivfrage, sagt: Das ist ‘n AUFTRAG, jetzt mehr zu tun .. . Friedman: Ach, JETZT ist es ein Auftrag mehr zu tun … Lindh lächelt devot die schiefen Zähne frei: “War IMMER schon ein Auftrag … aber wir leben halt in einer Demokratie, wir steuern nicht von oben durch…” Dann strahlt er wie ein Wahlplakat: Ich kämpfe seit Jahren gegen Rassismus und Antisemitismus (Rassismus natürlich Refugeés welcome).

Hütchenspieler Friedman: „ICH bin der Moderator“

Friedman wendet sich an AfD-Frohnmaier, behauptet: “Auch heute werden Juden von deutschen Rechtsextremisten bedroht und beschimpft, die in IHRER Partei eine Heimat haben … Der rundliche AfD-Mann tapfer: Nein, Rechtsextremisten haben bei uns keine Heimat … Er will auf die Moslem-Nazis kommen: Wir haben aber einen neuen Antisemitismus … Friedman peitscht dazwischen: Moooment, reden wir vom Antisemitismus, den SIE vertreten … Dann zitiert er einen Wolfgang Gedeon, Mitglied der AfD, der laut Friedman gesagt hat: Das Judentum ist der innere Feind des christlichen Abendlandes … Friedman verzieht das Gesicht zur Grimasse: Aber Sie haben keine Rechtsextremen in der AfD …?

Der AfD-Mann: Wir haben 30.000 Mitglieder in der AfD, Herr Gedeon ist aus der Fraktion in Baden Württemberg ausgeschlossen worden … Sie wissen, dass im deutschen Parteienrecht die Hürden für einen Parteiausschluß hoch sind … Und wieder: Wann reden wir über die moslemischen Antisemiten? Jetzt keift der Nazi-Jäger: ICH bin der Moderator, ICH … Der nette freundliche AfD-Mann fast flehend: Darf ich mal einen Satz zu Ende sprechen …?

Nicht, wenn der Nazijäger sich auf der Fährte wähnt: ICH möchte mit Ihnen über den Rechtsextremismus in der AfD sprechen … Frohnmaier wiederholt: Es gibt keinen Rechtsextremismus in der AfD … Jetzt macht Friedman Wasserboarding, zitiert die alte Frau Knobloch mit der Jungmädchen-Frisur: Gedeon ist kein Einzelfall … sondern stellvertretend für eine in der AfD vorherrschende Ideologie. Genickschuß oder Fallbeil, Friedman läßt dem AfD-Mann die Wahl: Stimmt das??

Frohnmaier darf wirklich mal einen Satz zu Ende sprechen

Während der Moderator seine Spickzettel sortiert, apportiert der Sozi aus Wuppertal: Sie haben natürlich recht, ich bin überzeugt (er ‘weiß’ zwar nicht, ‘glaubt’ aber), die AfD nimmt es in Kauf, dass einige antisemitische Vorstöße machen … einige wie Herr Höcke sogar die Axt an die Erinnerungskultur legen … Dann richtet er sich wie ein stramm gescheitelter Falkenführer Richtung AfD-Mann auf, behauptet, die feuchten, dicken Lippen zum Grinsen verzogen: Das ist ganz bewußtes Kalkül… Der AfD-Mann kontert endlich: WIR gehen nicht mit dem Gürtel durch die Straßen … Wir machen keine Kennzeichnungspflicht für israelische Waren, wie Ihre SPD.

Friedman nippt am Kaffeepott, der AfD-Angeklagte darf tatsächlich einen Satz zu Ende sprechen: WIR haben klar gegen den Antisemitismus Position bezogen … WIR haben am Marsch (gegen Judenhass) in Berlin teilgenommen … Sie können nicht eine ganze Partei in Generalverdacht nehmen … Und zum SPD-Männeken: SIE würden ja am liebsten sogar Sarrazin ausschliessen …der Sozi schnappatmet dazwischen: Ich würd mich nicht ärgern… Der AfD-Mann: Frau Merkel hat mit der Grenzöffnung dazu beigetragen, dass der Antisemitismus nicht mehr Springerstiefel und Glatze trägt, in der Regel Mehmed und Ali heißt …

Friedman kneift die Augen zu Schlitzen, gibt den Gönnerhaften: Wir werden darüber berichten … Wird aber gleich wieder zum verschlagenen Hütchenspieler: Sie haben recht, es gibt inzwischen nicht mehr nur Springerstiefel, es gibt elegante Anzüge mit Krawatten … Und zitiert Höckes “dämliche Bewältigung” der Erinnerungskultur, das “Denkmal der Schande” … “belehrt” listig: Er meint das Holocaust-Mahnmal – ist das denn nicht rechtsextrem?? Der AfD-Mann will erklären, Friedman stoppt ihn: Reden wir über Höcke … Der AfD-Mann kapituliert: Wenn Sie über Höcke reden wollen, müssen Sie ihn einladen …

Frohnmaier: Höcke ist nicht mit dem Gürtel durch Berlin gezogen

Friedman noch lauter: Wir (wer WIR, der Richter und sein Sozi-Staatsanwalt?) werden dieses Spiel nicht mitmachen, wir reden über Ihre Partei; also, wenn Höcke “dämliche Bewältigungskultur” sagt – hat er recht oder nicht? Der AfD-Angeklagte: Höcke meinte ein Mahnmal der deutschen Schande… Der Zuschauer denkt: Was sonst ist der Massenmord an sechs Millionen Juden?? Der AfD-Mann will aber nun endlich zu den wirklichen Anti-Juden kommen, den Moslem-Nazis, sagt: Höcke ist nicht mit dem Gürtel durch Berlin gezogen, über die sollten wir reden, nicht diese Scheindebatten führen…

Und so geht es weiter… Der Sozi behauptet tatsächlich: Das Existenzrecht Deutschlands ist, dass wir uns dem Schrecken der Shoah stellen … Der AfD-Mann: Ihre Partei ist (mit der CDU) der größte Importeur des Antisemitismus … Friedman kuschelt mit der Political Correctness: Ich würde die Kippa auch nicht in moslemischen “Communitys” tragen (er meint No-Go-Áreas) … Und fragt heuchlerisch: Gibt es rechtsextremen Terror oder kommt der nur im moslemischen Extremismus vor?

Nur noch Bäätschis statt Brandts in der SPD

Der AfD-Mann wahrheitsgemäß: Ja, aber es gibt eben auch linken Extremismus; ein Drittel der Linken hat extreme Probleme mit Israel! Friedman greint lieber über “Judenwitze” und “geldgierige Juden” … Soziologe Lindh (42) träumt von Willy Brandts Kniefall in Warschau … Jurist Markus Frohnmaier (28) frotzelt: Heute haben Sie nur noch Bäätschis in der SPD…

Nachdem der AfD-Mann gesagt hat, dass in Frankreich schon 40.000 Juden vor den Moslems nach Israel geflüchtet sind, lügt Friedman: Ich habe Ihnen zugehört … Wir kommen wirklich gleich auf die Muslime … Tatsächlich, kurz vor Schluss. Aber Friedman wiegelt ab: Die Moslems haben den Antisemitismus doch mit der Muttermilch eingesogen…

Das reicht Richter Friedman-Freisler offenbar, auf “mildernden Umstände” zu plädieren. Er nippt wieder am Kaffeepott und lenkt nochmal ab: Ihr Peter Boehringer hat gesagt: “Die Merkelnutte läßt jeden rein …” Der AfD-Mann: Mit der Öffnung der Grenzen hat sie Hunderttausende ins Land geholt, die mit einer neuen Form des Antisemitismus dieses Land deformieren … Friedman verabschiedet sich verkniffen: Wir sehen uns nächste Woche wieder … Was soll man einem Juden sagen, der wie ein Nazi deutsche “Nazis” jagt, aber moslemische Nazis übersieht?

Friedman rennt aus Studio ohne Handschlag

Schalom, wir haben trotzdem keine Angst vor Dir…

PS: Gleich nach der “Talkshow” bekam Michel Friedman einen Tobsuchtsanfall. Grund: Der nette AfD-Mann hatte aus dem AfD-Nähkörbchen geplaudert, dem Nazi-Jäger noch mal gesteckt, dass die AfD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg vier Juden(!!!!) als Kandidaten aufgestellt hatte (AfD 15,1 %, SPD 12,7%). Da ist Paolo Pinkel vor Wut geplatzt und grußlos aus dem Studio gerannt. Ohne Handschlag. AfD-Mann Frohnmaier: “Ich hab’s überlebt!”

Har! Har! Har!


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!




Grüne will AfD-Politiker nackig sehen

Die Grünen-Politikerin Franziska Brantner (38) will den  AfD-Politiker Markus Frohnmaier (27) nackig sehen. Jedenfalls oben rum. Während seiner erster Rede im Bundestag rief ihm Frau Brantner dreimal zu, er solle seine Brust zeigen. Der smarte AfDler kritisierte die Zwischenrufe als „sexistisch“, meldet die Bild.

Der grünen Lady ging es offensichtlich um Frohnmaiers Körperschmuck, lässt sich dem offiziellen Protokoll entnehmen. Das erste Mal  rief Brantner, Ex-Lebensgefährtin des Grünen Boris Palmer: „Dann zeigen Sie mal Ihre Brust mit den Tattoos! Zeigen Sie mal Ihre Tattoos!“

Beim zweiten Mal wurde sie schon vertraulich und duzte den Parlamentskollegen: „Zeig Deine Tattoos“. Nach Frohnmaiers Schlusssatz rief sie laut Bild erneut: „Zeig Deine Tattoos! Ich will Deine Tattoos sehen!“

Frohnmaier: „Ich kann den Auszieh-Wunsch von Frau Dr. Brantner verstehen, weil unter den Männern in ihrer Partei ja vor allem die Müsli-Fraktion vertreten ist.“

Der bizarre Tattoo-Wunsch von Frau Brandtner hat offenbar einen ernsten Hintergrund.

Brantner erklärte auf BILD-Anfrage:

„Es geht um ein Tattoo, das in Verbindung steht mit der German Defence League, einer Organisation, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.“

Deren Logo zeigt allerdings kein Lorbeer, sondern eine schwarz-rot-goldene Flagge. Und Frohnmaier versichert, dass der Lorbeer auf seiner Brust sein einziges Tattoo sei. Der Lorbeer sei ein Symbol des Sieges und des Friedens.

Der junge AfDler hat seit dem Vorfall ein leicht mulmiges Gefühl, wenn er abends alleine in den unterirdischen Gängen des Bundestags unterwegs sei. Der Zwischenruf sei, wenn man ihn ernst nehme, „sexuelle Belästigung“. (hg)

https://youtu.be/9wJDLfjvPdI




„Deutschland sollte Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen“

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier wird in den ersten Wochen des neuen Jahres in der Bundestagsfraktion der AfD einen Entwurf für einen Antrag an die Bundesregierung zu den Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu Israel einbringen. In diesem Antragsentwurf wird die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, eine Verlegung der deutschen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu prüfen. PI-NEWS hat zu dem Thema ein Interview mit Frohnmaier, der auch Bundesvorsitzender der Jungen Alternative ist, geführt.

PI-NEWS: Israels Hauptstadt ist seit 1950 Jerusalem. Dort befinden sich das Parlament, das Oberste Gericht, das Außenministerium und der Sitz des Präsidenten und Premierministers. Sie wollen in der ersten Plenarwoche dieses Jahres einen Antrag an die Bundesregierung stellen, der darauf abzielt, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Erst einmal muss aber die AfD-Fraktion diesem Antrag zustimmen. Wie ist dazu die Stimmungslage?

Frohnmaier: Wir werden in den nächsten Tagen innerhalb der Fraktion für den Antrag verstärkt werben und mögliche Bedenken diskutieren. Entscheidend ist, dass die Frage, ob ein Staat sich seine Hauptstadt aussuchen darf, auch im Falle Israels als selbstverständliche Achtung vor der Souveränität befreundeter Staaten verstanden wird, und nicht als Einmischung in den Nahostkonflikt. Ich persönlich bin der Meinung, dass Deutschland Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen soll. Gerade der staatliche Souveränitätsaspekt wird meines Erachtens dazu führen, dass der Antrag auf große Zustimmung in der Fraktion stoßen wird.

Die Bundesregierung hat sich speziell seit ca. 2009 zunehmend israelkritisch verhalten, auch weil sie sich konsequent an die Haltung der EU anpasst. Das geht von der Kennzeichnung israelischer Produkte aus den Gebieten B und C (wo sich alle exportierenden jüdischen Siedlungen befinden) und Ost-Jerusalem, über die fadenscheinige Absage der gemeinsamen Regierungskonsultationen wegen des Siedlungsbaus bis hin zu einem Außenminister, der sich mit per se verleumderischen feindlichen Organisationen trifft und von Israel als einem „Apartheidsregime“ spricht. Die Verbeugung und Kranzniederlegung des Bundespräsidenten am Grab eines arabischen Erzterroristen Arafat rundet den Eindruck von Israelfeindlichkeit nur noch ab. Wird die AfD hier aufklärerisch wirken können?

Die AfD deckt die Verlogenheit und Doppelstandards der Altparteien in allen Politikfeldern auf. Die von der EU ausgedachte Kennzeichnungspflicht ist ein gutes Beispiel dafür, denn selbst wenn man der Auffassung wäre, dass Israel eine illegale Besatzungsmacht ist, gibt es für andere Staaten, denen man Ähnliches vorwirft – zum Beispiel Marokko in der Westsahara, die Türkei in Nordzypern – keine Kennzeichnungspflichten. Da haben die Linken in ihrem Israelhass sich wieder die einzige wehrhafte Demokratie im Nahen Osten herausgepickt. Was die Aufklärungsarbeit angeht: Beatrix von Storch beispielsweise sitzt im Fraktionsvorstand und hat sich auch schon häufiger zu Israel eingelassen. Ich hoffe, dass sich die Fraktion dafür gewinnen lässt.

Sie sind Bundesvorsitzender der Jungen Alternative, die sich sich klar für konservative Werte ausgesprochen hat, z.B. die Beibehaltung des naturgesetzlichen Ehebegriffs allein zwischen Mann und Frau. Wie positioniert sich die Junge Alternative zu Israel und dem Islam. Gibt es hier Berührungspunkte zu den Jungen Liberalen und der Jungen Union? Was dürfen wir in Zukunft von der JA erwarten?

Die JA hat sich in ihrem Programm explizit für das Existenzrecht Israels ausgesprochen und gegen Geldtransfers nicht nur an die Terrororganisation Hamas, sondern auch an die palästinensische Autonomiebehörde. Eine ähnliche deutliche Positionierung von JuLis oder JU wäre mir nicht bekannt. In Sachen Islam teilen wir die Grundhaltung unserer Mutterpartei, dass dieser nicht zu Deutschland gehört. Vor allem nach der muslimischen Anschlagsserie der letzten Jahre in Europa sind wir hier noch bestimmter und lehnen generell die Einwanderung von Muslimen in die Europäische Union ab. So eine Haltung ist natürlich gänzlich unvereinbar mit der Islamversteherei der anderen Jugendorganisationen. Zukünftig wollen wir uns als JA auch weiterhin in die innerparteiliche Debatte einbringen und einmischen. Für 2019 wird die AfD ein Europawahlprogramm zu verabschieden haben. Wenn es nach mir geht, muss da mit einer glasklaren Absage an die derzeitige EU in den Wahlkampf gezogen werden. Die Europäische Union gehört durch eine reine Freihandelszone ersetzt.

Deutschland hat sich in der UN-Vollversammlung gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels ausgesprochen. Welche Rolle spielt nach Ihrer Ansicht dabei die rasante Islamisierung Deutschlands, sichtbar unter anderem an der Judenhass-Demo der Muslime am 10. Dezember 2017 in Berlin?

Auch wenn die zunehmende Islamisierung Europas nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte, die auch bei uns zu einer Ausbreitung des seit 1400 Jahren koranisch gebotenen Judenhasses beiträgt, denke ich, dass für das deutsche Votum gegen Jerusalem in der UN-Vollversammlung vor allem die heftige Antipathie linker Kreise gegenüber US-Präsident Donald Trump ursächlich war. Die EU-Staaten, darunter eben auch Deutschland, versuchen sich seit Trumps Wahl als eine Art moralisches Gegengewicht zur US-Regierung in Szene zu setzen. Es stimmt aber natürlich, dass mit einem weiter steigenden muslimischen Bevölkerungsanteil die Hemmungen, eine antiisraelische Politik zu machen, deutlich geringer werden. In Ländern wie Frankreich, wo Muslime mittlerweile einen noch größeren Teil der Wählerschaft ausmachen als in Deutschland, sind Bekenntnisse gegen Israel für viele Politiker deutlich wichtiger geworden als in der Vergangenheit. Da wird es bei den Altparteien in den nächsten Jahren noch ein böses Erwachen geben. Schon heutzutage können sie in Deutschland in ein beliebiges Brennpunktviertel gehen und die Leute nach ihrer Meinung zu Israel fragen. Nicht selten hören sie, wenn sie überhaupt einmal hinhören wollen, schärfste, teilweise bis zu Vernichtungsphantasien gehenden Israel- und Judenhass von Muslimen, wohlgemerkt in Deutschland.

Die israelische Öffentlichkeit schaut gebannt auf die Jerusalem-Debatte in Deutschland. Könnte es sein, dass die AfD für ihre Pro-Jerusalem-Position in Zukunft von israelischer Seite etwas differenzierter wahrgenommen wird?

Dazu muss die Fraktion erst einmal eine gemeinsame Position entwickeln. Dies könnte dann möglicherweise dazu führen. Es geht dabei aber nicht um Beifall und Anerkennung Dritter, sondern darum, die richtige Politik zu machen.

Viele konservative EU-kritische Parteien haben sich in der Entwicklung der letzten Jahre nicht nur vermehrt pro-israelisch positioniert und geäußert, sondern auch gehandelt. Marine LePen räumte mit dem Antisemitismus in ihrer Partei auf, von Geert Wilders weiß man, dass er Israel sehr aufgeschlossen gegenüber steht. Heinz Christian Strache von der FPÖ, Filip Dewinter von Vlaams Belang und Vertreter der Schwedendemokraten sind 2010 zu einer Solidaritätsreise nach Israel aufgebrochen und haben die „Jerusalemer Erklärung“ verabschiedet, die gegen den fundamentalistischen Islam als neue weltweite totalitäre Bedrohung gerichtet ist. Wird es eine ähnliche Grundsätzerklarung auch von der AfD geben und wird es demnächst auch einen Besuch einer AfD-Delegation in Jerusalem geben?

Ob es eine solche Grundsatzerklärung bzw. einen Besuch einer AfD-Delegation in Jerusalem gibt oder nicht, lässt sich in unserer stark basisdemokratisch geprägten Partei schwer vorhersagen. Ich denke, dass unsere politische Arbeit hier für sich spricht. Wir sind die einzige Partei in Deutschland, die sich gegen Merkels Judenhass-Import und das Verbrennen von Israel-Flaggen stark macht. Das spricht für sich.

Würden Sie eine Kontaktaufnahme mit israelischen Regierungsstellen befürworten, um den Grundstein für eine Zusammenarbeit zu legen?

Auf der Ebene der Mutterpartei ist mir hierzu nichts bekannt. An die Kooperationen im Bereich der Jugendorganisationen, wie sie bereits europa- und weltweit mit konservativen und souveränistischen Gruppierungen bestehen, könnte bewusst angeknüpft und potentielle Partner hierfür in Israel gesucht werden.

Vielen Dank für das Interview, Herr Frohnmaier.




Phoenix-Runde mit Markus Frohnmaier (BV Junge Alternative)

In der letzten Phoenix-Runde des Jahres, am Mittwoch um 22.15 Uhr, ging es nicht nur um das nun bald vergangene Jahr 2017, sondern auch um eine Vorschau auf 2018. Phoenix lud junge Politiker ein, Stellung zu beziehen zu Fragen wie: Welche Schwerpunkte wollen Sie setzen? Vor welchen Herausforderungen steht Deutschland im kommenden Jahr?

Mit dabei war neben Florian Philipp Ott (Bundesvorstand Junge Liberale), Christoph Ploß (MdB CDU, Mitglied Junge Union Hamburg) und Daniela Kolbe (MdB, SPD) auch Markus Frohnmaier (MdB AfD, Bundesvorsitzender Junge Alternative).

Was auffiel: Frohnmaier ließ sich weder von Moderatorin Anke Plättner noch von anderen provozieren. Obwohl Anspielungen darauf, dass die AfD vielfach aus Protest oder von den Abgehängten gewählt würde usw. natürlich nicht ausblieben,  Frohnmaier blieb sympathisch unaufgeregt, konterte gelassen und stets freundlich.

Und auch wenn die Junge Union im Vorfeld in Sachen Familiennachzug größe Töne spuckte, richtig positionieren wollte sich Christoph Ploß dann aber wohl doch nicht. Hier die Zusammenfassung, best of.