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Flächendeckender Blackout: Was kann ich tun? – Teil 2

Von EUGEN PRINZ | Im ersten Teil dieses Artikels, in dem es um die Vorsorgemaßnahmen geht, die jeder für den Fall eines Blackouts treffen sollte, haben wir uns zunächst damit beschäftigt, wie den Primärfolgen eines solchen Stromausfalls begegnet werden kann.

Viel gravierender sind jedoch die sekundären Auswirkungen. Die Vorsorge für den Ausfall der Versorgung mit Trinkwasser, Benzin, Heizöl und Erdgas, wurde bereits im ersten Teil besprochen. Im folgenden widmen wir uns dem Themen Lebensmittel, Medikamente und den inneren Unruhen, die das Land im Falle eines Blackouts erschüttern werden.

Auch zu Beginn des zweiten Teils wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieser Artikel nur einen groben Überblick über die Thematik geben kann, da eine detaillierte Abhandlung den Umfang eines Fachbuches erfordert.

Lebensmittelversorgung

Die Lebensmittelversorgung wird im Falle eines Blackouts wesentlich schneller zusammenbrechen, als sich das der brave Schlafmichel vorstellen kann. Supermarktkassen brauchen Strom, um zu funktionieren. Gleiches gilt meistens auch für die Eingangstüren solcher Läden. Und ohne Personal geht es auch nicht. Es muss zur Arbeit erscheinen, was in dem allgemeinen Chaos, zweifelhaft ist. Man denke nur an die ausgefallenen Ampelanlagen und den damit verbundenen Zusammenbruch des Straßenverkehrs. Aber spätestens dann, wenn die Lastwägen aus Spritmangel nicht mehr fahren und Marodeure wie Heuschrecken über die Läden hergefallen sind, bleiben die Regale leer. Ebenso die Mägen jener, die sich nicht auf einen solchen Fall vorbereitet haben.

Maßnahmen:

Neben dem Vorrat an Trinkwasser benötigen Sie natürlich auch einen Lebensmittelvorrat. Dass auch bei der Lagerung eines solchen die Hausbesitzer aufgrund des besseren  Platzangebotes im Vorteil sind, versteht sich von selbst. Doch auch Wohnungsmieter und die Besitzer selbst genutzter Eigentumswohnungen brauchen nicht zu verhungern, denn es gibt „Emergency Food“, auf Deutsch: Notfallverpflegung. Diese Produkte sind sehr kompakt, brauchen wenig Platz und sind für Personen ab sechs Monaten geeignet. Mit heißem Wasser kann daraus ein Kinderbrei hergestellt werden. Die Rationen decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen und enthalten alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe. Dass  sich das Essvergnügen nach dreiwöchigem Dauergenuss solcher Produkte nicht mehr auf hohem Niveau bewegt, liegt auf der Hand. Es werden aber auch Pakete mit abwechslungsreicheren Gerichten angeboten, diese sind jedoch bei halber Mindesthaltbarkeit etwa doppelt so teuer. Ihre Entscheidung!

In diesen Krisenzeiten können sich jene glücklich schätzen, deren Ehefrau noch die alten hausfraulichen Künste beherrscht, wie zum Beispiel das Einkochen. Derartig behandelte Lebensmittel halten Jahre und eignen sich sehr gut für die Vorratshaltung. Man muss sie nur immer wieder verbrauchen und durch neue ersetzen. Auch Konserven halten in der Regel deutlich länger, als das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum suggeriert. Nudeln, Zucker, Kaffee und H-Milch sollten den Notvorrat ergänzen. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Für wie lange bevorraten?

Damit sind wir bei der Frage, für welchen Zeitraum man vorsorgen sollte. Das lässt sich nur sehr schwer beantworten. Das Minimum sind nach Ansicht des Autors etwa vier Wochen. In der „Prepper„-Szene sind Lebensmittelvorräte für ein Jahr und mehr keine Seltenheit.

Medikamente

Die regelmäßige Versorgung mit dringend benötigten Medikamenten ist besonders für chronisch Kranke von größter Bedeutung. Deshalb empfiehlt es sich, auch hier einen Vorrat anzulegen. Insulin für Diabetiker und Blutdruckmittel für Hypertoniker seien als zwei Beispiele von unbedingt erforderlicher Vorratshaltung genannt. Schmerztabletten und Verbandsmaterial gehören auch in die Notfallapotheke. Daneben sollte sich noch jeder seine Gedanken machen, wo bei ihm die gesundheitlichen Schwachstellen sind und entsprechend mit Medikamenten vorsorgen.

Absolutes Chaos und Gewalt auf den Straßen

Die Menschen in unserem Land wurden so sozialisiert, dass sie eine ununterbrochene Stromversorgung als Grundrecht, ja als Naturgesetz betrachten. Ohne jetzt eine entsprechende Umfrage gemacht zu haben, würde der Autor schätzen, dass sich höchstens 10% der Bevölkerung auf eine derartige Krise vorbereitet haben.

Daher werden Sie im Falle eines Blackouts erleben, wie Menschen innerhalb kürzester Zeit aus Verzweiflung jede Gesetzestreue ablegen. Stellen Sie sich hunderttausende von Menschen in den Ballungsgebieten auf engstem Raum vor, die realisieren, dass hier gerade eine bisher nie dagewesene Katastrophe stattfindet und der Kühlschrank leer ist. Und wenn diese Menschen dann einen Blick aus dem Fenster werfen, sehen sie, dass die ersten Hungernden bereits auf dem Weg zum Supermarkt sind, um sich dort einzudecken. Doch der hat zu. Was dann passiert, zeigt das Beispiel New York:

Am 13. Juli 1977 um 21.36 Uhr fiel in New York für 25 Stunden der Strom aus. Bereits nach kurzer Zeit kam es zu zahlreichen Plünderungen durch marodierende Banden und Unruhen in der Bevölkerung. In Teilen der Stadt konnte die öffentliche Ordnung nicht mehr aufrechterhalten werden. Die Polizei nahm knapp 3.800 Personen fest. Mehr als tausend Mal musste die Feuerwehr ausrücken, um Brände zu löschen, die Randalierer gelegt hatten. Und das – wohlgemerkt – nach einem Blackout, der nur lächerliche 25 Stunden dauerte. Man mag sich gar nicht ausmalen, wie es nach einer Woche ohne Elektrizität aussehen würde. Man mag nicht, aber man sollte, damit man vorbereitet ist.

Marodierende Horden

Die Lebensmittelmärkte werden innerhalb kürzester Zeit aufgebrochen und leergeräumt sein. Was den verzweifelten Menschen dann noch bleibt, sind die Wohnhäuser, in denen noch Lebensmittelvorräte vermutet werden. Aufgrund ihrer Herkunft aus Krisengebieten werden Teile unserer Neubürger in dieser Beziehung möglicherweise eine deutlich niedrigere Hemmschwelle haben, als die indigene Bevölkerung. Auch darf bei einigen der jungen Männer aus den Fluchtländern eine höhere Gewaltbereitschaft vermutet werden, als das bei den autochthonen Deutschen der Fall ist. Deshalb gilt es, nach außen jeden Eindruck zu vermeiden, dass in diesem Haus etwas zu holen ist. Ein Gebäude, in dem noch Licht brennt, sticht wie ein Leuchtturm aus dem Meer unbeleuchteter Häuser heraus. Deshalb ist Verdunkelung angesagt, wie in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs. Es versteht sich von selbst, dass Türen und Fenster fest verschlossen werden und man sich sehr gut überlegen sollte, ob man die Haustüre öffnet, wenn jemand klopft. Auf das Thema Selbstverteidigung soll hier nicht eingegangen werden. Da kann sich jeder Leser selbst seine Gedanken machen.

Gewissensentscheidungen

Der Verfasser weiß von einer „Prepper-Familie“, die sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber gemacht hat,  wer im Krisenfall mitversorgt wird und wer nicht. Das Ergebnis: Nur die Kernfamilie (Vater, Mutter, Kinder) erhält Wasser und Lebensmittel. Eltern, Schwiegereltern und Geschwister bleiben ausgeschlossen. Nachbarn sowieso.

In der Tat ist es keine schlechte Idee, schon vorher darüber nachzudenken, was Sie tun werden, wenn nahe Verwandte oder unmittelbare Nachbarn an Ihre Tür klopfen und um Wasser und Lebensmittel nachsuchen. Geben Sie diesem Ansinnen nach und dauert der Blackout länger, kann Sie Ihre Gutherzigkeit in große Schwierigkeiten bringen. Bleiben Sie hart und ist der Strom am nächsten Tag wieder da, haben Sie Feinde fürs Leben. Eine schwere Entscheidung.

Klüger ist es, schon vorher mit Nachbarn, mit denen Sie sich gut verstehen, Kontakt aufzunehmen und zu prüfen, ob man sich zusammentut und gemeinsam auf einen Blackout vorbereitet. Hier können Synergien entstehen, die allen zugute kommen. Und sollten Sie verlacht werden, dann fällt es Ihnen im Krisenfall wenigstens nicht mehr so schwer, „Nein“ zu sagen.


Eugen Prinz im Mai 2019 auf dem Kongress der Neuen Medien in Berlin.

Eugen Prinz kommt aus Bayern und schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Der Fachbuchautor und Journalist ist dem traditionellen bürgerlichen Konservatismus zuzurechnen. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015.
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Die Erfindung des “moderaten Islam”

Der folgende Artikel ist am 24.08.2010 in der Online-Ausgabe der National Review erschienen. Der Autor, Andrew C. McCarthy, ist ein Islamkritiker mit einer interessanten Biographie. Er war einer der Bundesanwälte, die den „Blinden Scheich“, Omar Abdel Rahman (Foto), nach dem ersten Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 1993 anzuklagen hatten. Damals war McCarthy der Ansicht, es mit einem Verrückten (kook) zu tun zu haben. Dessen Aussagen waren so voller Hass und beinhalteten derartige Aufrufe zu Gewalt, dass McCarthy zunächst der Ansicht war, es müsste ein Leichtes sein, den Scheich als jemanden zu entlarven, der missbräuchlich behauptet, gemäß seiner Religion zu handeln. Das jedoch sollte sich – man ahnt es – als Trugschluss erweisen.

McCarthy, den man somit als (anfänglich) gutwilligen Betrachter des Islam sehen muss, sollte schon bald feststellen, dass, was immer der Scheich sagte oder gesagt hatte, von der islamischen Lehre gedeckt ist. Er vermochte es einfach nicht, ihm einen „Irrtum“ oder eine „falsche Interpretation“ nachzuweisen. Doch das war erst der Beginn McCarthys Reise in die Gedankenwelt der Religion des Friedens™. Im Laufe der Jahre wurde McCarthy zu einem Kenner des Islam und veröffentlichte zuletzt das Buch „The Grand Jihad: How Islam and the Left Sabotage America“.

Anlässlich der Debatte um die Ground Zero-Moschee hat sich McCarthy nun erneut in die Debatte eingemischt und verdeutlicht in einem lesenswerten Beitrag, dass es zwar moderate Muslime gibt, aber keinen moderaten Islam:

Den moderaten Islam erfinden – dies kann nicht geschehen, ohne dem etablierten Islam und seiner Scharia-Agenda entgegen zu treten.

„Der Säkularismus kann in einer islamischen Gesellschaft niemals allgemeine Anerkennung finden.“ Dies schrieb keiner dieser hitzigen Islamophoben, die von CAIR (Anmerkung PI: amerikanischer Islamverband ) und der Professionellen Linken angeprangert werden. Ganz im Gegenteil: Es war Scheich Yusuf al-Qaradawi, spiritueller Führer der Moslembruderschaft, und ein Günstling der saudischen königlichen Familie. Er stellt diese Behauptung in seinem Buch How the Imported Solutions Disastrously Affected Our Ummah (Wie die importierten Lösungen unsere Ummah auf verheerenden Weise beeinflussen), von dem ein Auszug vor nur wenigen Monaten in der Saudi Gazette veröffentlicht wurde. Dies war Quaradawi, der „progressive“ Moslemintellektuelle, dem vom aufkeimenden Islamic-Studies Programm der Georgetown Universität vielgeliebten. Wie bei Harvard wurde bei Georgetown mit zweistelligen Millionenbeträgen saudischer Petrodollars Unterwerfung erkauft. In dem daraus resultierenden Feuereifer, Amerikaner über den Islam zu beruhigen, schafft es die Universität irgendwie, über Qaradawis Fatwas hinweg zu sehen, die zum Töten amerikanischer Truppen im Irak und Selbstmordattentaten in Israel aufrufen. Qaradawi, so sagen sie uns, ist ein „gemäßigter“. Tatsächlich ist es so – wie Robert Spencer stichelt – wenn Sie sagen würden, Islam und Säkularismus könnten nicht koexistieren, würde Sie John Esposito, Georgetowns Haupt-Apologet, als Islamophoben bezeichnen. Doch wenn es Qaradawi sagt, kein Problem – laut Esposito ist er ein „Reformer“.

Und er ist nicht nur irgendein Reformer. Ein anderer Qaradrawifan, Feisal Rauf, der ähnlich „gemäßigte“ Imam hinter dem Ground Zero Moscheeprojekt, erzählt uns, Qaradawi sei auch die „bekannteste Autorität in Rechtsfragen der gesamten heutigen moslemischen Welt.“

Hier liegt Rauf zweifellos richtig. Man sollte sich bewusst sein, dass diese einflussreichste aller islamischen Stimmen, dieser Förderer der islamischen Enklaven, die die Bruderschaft im ganzen Westen formt, davon überzeugt ist, dass islamische Gesellschaften niemals den Säkularismus akzeptieren können. Immerhin ist der Säkularismus nicht weniger, als die Rahmenbedingung, durch die der Westen die religiöse Freiheit verteidigt, aber den Glaubensgemeinschaften politische und rechtliche Autorität verweigert.

Es lohnt sich auch zu begreifen, warum Qaradawi sagt, dass Islam und Säkularismus nicht koexistieren können. Der Auszug aus seinem Buch fährt fort:

Da der Islam ein umfassendes System von Gottesdienst (Ibadah) und Gesetzgebung (Scharia) ist, bedeutet die Akzeptanz des Säkularismus die Aufgabe der Scharia, eine Leugnung der göttlichen Anleitung und ein Zurückweisen von Allahs Vorschriften. Es ist in der Tat eine falsche Behauptung, dass die Scharia den Anforderungen der Gegenwart nicht genügt. Die Akzeptanz eine Rechtsprechung, die von Menschen entworfen wurde, bedeutet einen Vorrang des begrenzten Wissens und der begrenzten menschlichen Erfahrung gegenüber der göttlichen Führung. „Sagt! Wisst Ihr es besser, als Allah?“ (Koran 2:140) Aus diesem Grund ist der Ruf nach Säkularisierung unter den Moslems Atheismus und eine Zurückweisung des Islam. Ihre Akzeptanz als Grundlage für Herrschaft anstelle der Scharia ist geradezu Apostasie.

Apostasie ist ein explosiver Vorwurf. Bei einer anderen Gelegenheit erklärte Scheich Qaradawi, dass „moslemische Juristen einer Meinung darüber sind, dass Apostaten bestraft werden müssen.“ Er räumte weiterhin ein, dass unter diesen Juristen, inklusive der wichtigsten sunnitischen wie schiitischen Schulen ein Konsens besteht, dass „Apostaten hingerichtet werden müssen.“

Qaradawis eigene Ansicht ist nuancierter, wie er der ägyptischen Presse 2005 erklärte. Dies ist es, so vermute ich, wo seine viel gepriesene reformistische Ader ins Spiel kommt. Für private Apostasie, bei der ein Moslem die geheime, persönliche Entscheidung trifft, die Grundsätze des Islam aufzugeben und ruhig seiner eigen Wege geht, ohne Aufregung zu verursachen, hält der Scheich die Verbannung aus der islamischen Gemeinschaft für ein ausreichende Strafe, mit der Einsicht, dass Allah den Apostaten zu einer Zeit seiner Wahl mit der ewigen Verdammnis bestrafen wird. Für öffentliche Apostasie jedoch, da steht Qaradawi mit dem überwältigenden Gewicht islamischer Autorität, „Ist die Strafe. . . Hinrichtung.“

Die traurige Tatsache, die Tatsache, mit der sich niemand befassen will, doch die die Debatte um die Ground Zero Moschee an die Front zwingt, ist, dass Qaradawi ein gemäßigter ist. Genau wie Feisal Rauf, der die Position Qaradawis befürwortet – die etablierte islamische Position – dass die Scharia eine nicht verhandelbare Forderung ist. Rauf gewinnt die begehrte Bezeichnung als „gemäßigt“, da er sich bemüht, zumindest, wenn er für westliche Zuhörer spricht, die Inkompatibilität zwischen Scharia Gesellschaften und westlichen Gesellschaften zu verkleistern.

Qaradawi und Rauf sind gemäßigt, weil wir uns von der Vernunft verabschiedet haben. Unsere meinungsführenden Eliten sind glücklich damit, den Abgrund zwischen „reformerischem“ Islam und „reformerischer“ Zustimmung zu Massenmord zu verkleistern. Das ist es, warum es sie nicht im geringsten stört, dass sich Imam Rauf weigert, sich von der Hamas loszusagen. Wenn Sie Qaradawi, dem Typ, der die Hamasterroristen aktiv unterstützt, einen Ball zuspielen, wie können sie sich dann über einen Typen beschweren, der sich lediglich weigert, diese Terroristen zu verurteilen?

Wenn wir vernünftig sind, haben wir Vertrauen zu unserem eigenen Bezugsrahmen. Wir beurteilen, was gemäßigt ist auf der Grundlage eines abgeklärten, vom gesunden Menschenverstand geleiteten Verständnisses dessen, was „gemäßigt“ bedeutet. Wir manipulieren nicht das Ergebnis, wir wollen nur wissen, wo wir stehen.

Befänden wir uns in diesem objektiven Bezugsrahmen, würden wir leicht sehen, dass eine Kultur der Freiheit die Trennung des Spirituellen vom Säkularen erfordert. Wir würden ebenfalls sehen, dass die Scharia – mit Geboten, die Freiheit und Gleichheit widersprechen, während sie grausame Strafen und den heiligen Krieg billigt – nicht gemäßigt ist. Folglich kann niemand, der die Scharia befürwortet, ein Gemäßigter sein, egal wie wohlmeinend und egal wie innig seine Überzeugung sein mag, dass dies Gottes Wille ist und egal wie hoch er in der Nahrungskette über Osama bin Laden stehen mag.

Stattdessen haben wir, unter Aufgabe der Vernunft, unseren eigenen Bezugsrahmen versenkt und durch den des durchschnittlichen Islam ersetzt. Wenn dieser rückwärts gerichtete Kompass unsere Richtschnur sein soll, dann sind Qaradawi und Rauf gemäßigt. Aber seien Sie sich im Klaren: Wenn Sie vor der Autorität und dem Einfluss Qaradawis und Raufs kapitulieren, dann versetzen Sie einer sinnvollen Islamische Reform den Todesstoß.

Es gibt keinen moderaten Islam im durchschnittlichen moslemischen Leben, nicht im Sinne der Glaubenslehre. Es gibt Millionen moderater Moslems, die eine Reform begehren. Doch die Tatsache, dass sie eher wirkliche eine Reform suchen, als das, was Georgetown als Reform zu bezeichnen geruht, bedeutet, dass sie versuchen, etwas zu erfinden, was gegenwärtig nicht existiert.

Wirkliche Reform kann auch in einigen moslemischen Sekten gefunden werden. Die Ahmadi, zum Beispiel, haben einige unorthodoxe Ansichten und lehnen den gewaltsamen Dschihad ab. Sehen Sie was geschieht: Sie werden von Moslems in Pakistan, in Indonesien und anderen angeblichen Zentren der Mäßigung brutal verfolgt.

Unterdessen werden einzelne Moslemreformer als Apostaten gebrandmarkt, was nicht nur bedeutet, dass sie diskreditiert werden, sondern auch, dass ihr Leben bedroht ist. Das Signal an andere Moslems ist klar: Folgt dem Reformer und ihr werdet dieselbe Raserei erfahren. Wie es Qaradawi in dem Interview von 2005 darlegte, sind öffentliche Apostaten „die gravierendste Gefahr“ für die islamische Gesellschaft; deshalb müssen Moslems sie auslöschen, damit sich ihre Reformen nicht „wie ein Lauffeuer in einem Dornenfeld“ verbreiten.

Heute ist der „moderate Islam“ eine Illusion. Es gibt kaum einen Funken, noch weniger ein Lauffeuer. Um die Mäßigung Realität werden zu lassen, wird mehr von Nöten sein, als fromme Wünsche. Es verlangt nach einer Prüfung unseres Mutes, einer Bereitschaft, nicht nur al-Kaida zu trotzen, sondern auch den Qaradawis und ihrer Scharia-Kampagne. Es heißt zu sagen: Nicht hier.

(Übersetzung: La Valette)




Türken gegen Gewerkschaftsdöner

Als die ersten Anatolen mit Pappkoffern und Plasiktüten aus den Zügen stiegen, war die Hoffnung der deutschen Linksintellektuellen groß, endlich die passende revolutionäre Masse gefunden zu haben, mit der sich nach Austausch der zufriedenen, wohlgenährten deutschen Arbeiterschaft, der sozialistische Umsturz doch noch erreichen ließe.

Aber ach – 40 Jahre später fährt die revolutionäre Masse lieber mit Goldkettchen behangen im dicken BMW zur Moschee, als mit dem Hollandfahrrad zur marxistischen Arbeiterschulung. Und in den eigenen Betrieben der Parallelgesellschaft bekommen Gewerkschafter schon mal einen Vorgeschmack auf das Gewerkschafterleben, wie es in islamischen Ländern üblich ist.

Die junge Welt, Kampfblatt der Arbeiterklasse noch aus den Zeiten des untergegangenen Arbeiterparadieses DDR, berichtet:

Offenbar nur durch Glück ist ein Dortmunder Funktionär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Nacht zum Samstag einem schweren Verbrechen entgangen. Auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz im Dortmunder Hauptbahnhof traf Selahattin Yildirim auf Yalcin Düzgün, den Vertriebsleiter des europaweit tätigen Dönerspießherstellers Düzgün Food GmbH aus dem ostwestfälischen Versmold. Dieser habe ihn sofort unter Todesdrohungen und Beleidigungen angegriffen, so Yildirim gegenüber junge Welt. Allerdings sei der Angriff offenbar zu früh erfolgt, da er ausnahmsweise einen anderen Eingang als sonst zum Bahnhof genommen hatte. So konnten sich die vor dem Bahnhof in zwei Fahrzeugen wartenden fünf Komplizen von Düzgün nicht an den Überfall beteiligen. Düzgün ergriff nach dem Übergriff, bei dem Yildirim Verletzungen davontrug, die Flucht mit einem Mercedes mit französischem Kennzeichen.

Die Polizei hat eine bundesweite Fahndung ausgelöst. Der Überfall war professionell vorbereitet worden. So hatten Unbekannte in den letzten Tagen den Arbeitsplatz von Yildirim, einen Tabakladen am Dortmunder Hauptbahnhof, observiert und sich in Nachbargeschäften nach ihm erkundigt. Wie der Sicherheitsdienst des Bahnhofs mitteilte, waren die Überwachungskameras rund um den Kiosk zum Tatzeitpunkt zugeklebt worden. Hintergrund des Überfalls ist offenbar die gewerkschaftliche Organisationsarbeit von Yildirim im Bereich der Dönerproduzenten, die bundesweit etwa 10000 Menschen beschäftigen. Die Geschäftsführungen versuchen in der Branche, die Gründung von Betriebsräten mit allen Mitteln – wie Namensänderungen und Firmenneugründungen, dem Einsatz von Subunternehmen und Leiharbeit – zu verhindern. Daß manche Dönerproduzenten offenbar auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, zeigte sich bereits vor zwei Jahren, als Mehmet Ali Turan, der Betriebsratsvorsitzende der damals von Yalcin Düzgün in Lünen geführten Firma Düzgün Döner GmbH, von Vermummten vor seinem Haus in Dortmund krankenhausreif geschlagen wurde.

Wir möchten die Genossen in aller Form daran erinnern, dass der beschriebene Vorfall nichts mit dem Islam, den Türken oder gar dem halal geschächteten Döner zu tun hat! Bitte kein Rassismus. Auch in den Bockwurstfabriken Hitlerdeutschlands gab es keine Betriebsräte. Das sollte man an dieser Stelle betonen, um rechten Populisten keinen Vorschub zu leisten. Noch besser wäre es freilich, solche Geschichten, wie die übrige Presse, ganz zu verschweigen. Islam ist Frieden!




Levy: Dämonisierung Israels muss jetzt aufhören

Bernard Henry LévyEinen beachtenswerten Appell des französischen Philosophen Bernard Henry Lévy an die Medien, mit der Dämonisierung Israels aufzuhören, veröffentlichte vor zwei Tagen die linke dänische Zeitung „Politiken“. Die massive Kritik gegen Israel sei heuchlerisch, so der (laut Spiegel 2010) bekannteste politische Intellektuelle Frankreichs.

Aus dem Dänischen übersetzt von PI-Leserin „Alster“:

„Die Dämonisierung Israels muss jetzt aufhören“

Die Medien der Welt wenden sich mit einer Welle heuchlerischer Kritik gegen Israel, schreibt der französische Intellektuelle Bernard-Henry Lévy.

An dem Tag, als israelische Soldaten die Schiffe mit Versorgungsgütern nach Gaza enterten, sagte ich während einer erhitzten Debatte mit einem von Netanyahus Ministern in Tel Aviv, dass es dumm war, „Mavi Marmara“ und die anderen Schiffe des Konvois vor der Gaza-Küste anzugreifen. Und die gewaltlose Inspektion des siebenten Schiffes hat zweifelsohne gezeigt, dass Israel hätte anders auftreten können und so die taktische und PR-mäßige Falle, die die Free Gaza-Bewegung aufgestellt hatte, vermeiden und gleichzeitig das Blutvergießen hätte verhindern können.

Dann muss man aber auch betonen, dass die Welle der Heuchelei, Illoyalität und Falschinformation über die Affäre, die offensichtlich nur auf einen Vorwand wartete, um zu den Weltmedien zu gelangen, ganz und gar unakzeptabel ist. Aber so ist das jedesmal, wenn der jüdische Staat stolpert und einen Fehler begeht. Unendlich viele Male wird wiederholt, dass Israel die Blockade eingeführt hat. Aber wenn man noch ein Minimum an Ehrgefühl besitzt, muss man feststellen, dass diese Blockade gemeinsam mit Ägypten an den Grenzen beider Länder zu Gaza eingerichtet wurde, und dass alle moderaten arabischen Regime das stillschweigend akzeptieren.

Wenn man sagt, dass Israel die Blockade alleine eingerichtet hat, kann das nur als Falschinformation bezeichnet werden. Die moderaten arabischen Regime sind natürlich mehr als zufrieden damit, dass andere den Einfluss dieser bewaffneten Enklave eindämmen, dieser geschaffenen Basis, die möglicherweise eines schönen Tages der militärische Brückenkopf für den Iran in dieser Region sein wird.

Der Zustand einer „totalen und gnadenlosen“ Blockade (Leitartikel im französischen Tagesblatt Liberation vom 5. Juni), dass „die Menschlichkeit als Geisel“ in Gaza genommen wurde (der frühere franz. Premierminister Dominique de Villepin in der Zeitung Le Monde am selben Tag), sind auch Falschinformationen. Wir sollten uns immer daran erinnern: die Blockade gilt nur für Waffen und die Materialien, die zur Waffenherstellung gebraucht werden können. Die Blockade verhindert nicht, dass täglich zwischen 100 und 120 Lastwagen über Israel mit Nahrungsmitteln, Medizin und humanitären Gütern jeglicher Art ankommen. Die Menschlichkeit ist in Gaza nicht bedroht, und es ist eine Lüge zu behaupten, dass Menschen in Gaza Stadt vor Hunger sterben.

Man kann darüber diskutieren, ob eine militärische Blockade die richtige Strategie ist, um Ismael Haniyehs faschislamistische Regierung zu schwächen und eines Tages stürzen zu können. Aber es ist eine Falschinformation, wenn die ganze Welt über die unglaubliche Haltung der Hamas schweigt, jetzt, da der Konvoi seine symbolische Handlung ausgeführt hat: den jüdischen Staat in einer Falle festzuhalten und die Dämonisierung auf ein nie dagewesenes Niveau zu steigern. Mit anderen Worten: jetzt, wo die Israelis ihre Inspektionen durchgeführt haben und die Hilfsgüter zu denen geschickt haben, für die sie gedacht waren, blockiert Hamas diese Hilfe am Kontrollpunkt Kerem Shalom, wo sie verrottet. Darüber wird nicht berichtet.

Denn zum Teufel mit den Waren, die durch die Hände des jüdischen Zolls gegangen sind! Weg mit dem Spielzeug, das gutherzige Europäer zu Tränen gerührt gespendet haben, das aber unrein geworden ist, nachdem es stundenlang in der israelischen Hafenstadt Ashdod gelagert war! Gazas Kinder wurden als menschliche Schilde missbraucht – oder als Kanonenfutter oder Lockmittel für die Medien – von der islamistischen Bande, die vor drei Jahren die Macht durch Gewalt ergriffen hat. Das Spiel der Kinder oder deren Wünsche sind das Letzte, woran man in Gaza denkt, aber wer sagt das laut? Wer zeigt irgendeine Entrüstung?

„Liberation“ hatte kürzlich eine fürchterliche Schlagzeile – „Israel, Piratenstaat“ – die, wenn Worte noch etwas bedeuten, nur dazu beiträgt, die Legitimität des jüdischen Staates zu untergraben. Wer hat den Mut zu erklären, dass, wenn es einen Geiselnehmer in Gaza gibt, einer, der eiskalt und skrupellos die Menschen ausnutzt – besonders Kinder -, das nicht Israel ist, sondern die Hamas?

Es wurde auch eine lächerliche, aber durch den strategischen Zusammenhang katastrophale Falschinformation in einer Rede veröffentlicht, die der türkische Ministerpräsident in Konya in der zentralen Türkei hielt. Er, der selbst jeden inhaftiert, der öffentlich den Völkermord an den Armeniern erwähnt, besaß die Frechheit, vor tausenden rasenden, antisemitische Schlagwörter rufenden Demonstranten Israel Staatsterrorismus vorzuwerfen.

Und noch mehr Falschmeldungen: die Klagegesänge der nützlichen Idioten, die in die Klauen sogenannter humanitärer Kräfte geraten sind, wie im Falle der türkischen Organisation IHH: Jihadbegeisterte, antiisraelische und antijüdische Fanatiker des jüngsten Tages – sowohl Männer als auch Frauen – die wenige Tage vor der Episode ihren Wunsch, „als Märtyrer zu sterben“ äußerten.

Wie kann ein Schriftsteller vom Kaliber des Schweden Henning Mankell zulassen, dass er auf diese Weise benutzt wird? Wenn er erzählt, dass er in Erwägung zieht, seine Bücher nicht ins hebräische übersetzen zu lassen, wie kann er dann den Unterschied zwischen einer dummen störrischen Regierung und den Massen, die sich nicht mit ihr identifizieren, vergessen?

Wie kann eine Kinokette (Utopia) in Frankreich, nur weil der Manuskript-Verfasser und Regisseur Leonid Prudovsky israelischer Staatsbürger ist, die Premiere des Films „Fünf Stunden von Paris“ absagen? Und die Heuchler, die Israels Absage an eine internationale Untersuchung der Affäre kritisieren, verbreiten auch Falschmeldungen. Die Wahrheit ist, wieder einmal, viel einfacher und logischer: Das, was Israel ablehnt, ist eine Untersuchung durch den UN-Menschenrechtsrat – ein Organ, das von so stolzen Demokratien wie Kuba, Pakistan und Iran angeführt wird. Israel will eine Prozedur dieser Art vermeiden, die mit dem berühmten Goldstone-Rapport endete.

Für eine solche unseriöse Untersuchung will Israel nicht Modell stehen. Die Ergebnisse würden vorher feststehen und würden wie gehabt dazu beitragen, die einzige und einzigartige Demokratie der Region auf die Anklagebank zu setzen, ohne Mitangeklagte.

Ich bin selbst stolz darauf, an symbolischen Hilfsaktionen teilgenommen zu haben (Vietnam, Kambodscha 1979, diverse antitotalitäre Boykotte und zuletzt eine Aktion an der Grenze zum Sudan, um die Blockade aufzubrechen, die die Massaker in Darfur verbarg). Mit anderen Worten, ich bin selbst ein militanter Aktivist, um auf humanitäre Missstände und die dazugehörende Medienaufmerksamkeit hinzuweisen, aber diese Geschichte ist erbärmlich.

Umso weniger dürfen wir nicht aufgeben. Wir müssen davon Abstand nehmen, die Bilder zu verwechseln und die Werte rauf und runter umzukehren. Es ist eine verwirrende Zeit, in der wir Demokratien bekämpfen, als wären sie Diktaturen oder faschistische Staaten. Diese Sintflut von Hass und Wahnsinn im Zusammenhang mit Israel. Es werden so auch die wertvollsten Inhalte bedroht, die in den letzten 30 Jahren die Weltanschauung verändert haben, besonders die des linken Flügels.




Roter Halbmond Iran plant Gaza-Flottille 2.0

IKRKNicht nur die Türkei liebäugelt mit dem Gedanken, Kriegsschiffe vor die israelischen Küste zu entsenden. Ähnliche Pläne verfolgt auch der Iran, der ebenfalls zwei Schiffe nach Gaza entsenden will. Dort können sich jetzt Selbstmordattentäter sogar beim Roten Halbmond (dem muslimischen Zweig des Roten Kreuzes) melden, um an der „Friedensmission“ teilnehmen und das Märtyrer-Paradies erlangen zu dürfen. Die Iranischen Halbmondschiffe sollen von einer Militäreskorte begleitet werden.

Die Schweizer Depeschenagentur SDA berichtet:

Die Schiffe würden Ende der Woche aufbrechen, sagte der internationale Leiter des iranischen Roten Halbmondes, Abdolrauf Adibsadeh, nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna.

Eines der Schiffe werde Spenden der iranischen Bevölkerung, vor allem Medikamente und Nahrungsmittel, transportieren, das andere Helfer. Freiwillige, die im Gazastreifen „dem unterdrückten Volk des besetzten Palästinas“ helfen wollten, könnten sich auch auf der Website des Roten Halbmondes registrieren lassen, sagte Adibsadeh.

Die Aktion des Roten Halbmondes ist eine Schande und ein Skandal gegen die Grund-Idee des Roten Kreuzes, das gegründet wurde, Leben zu retten und nicht Attentäter-Hilfe zu leisten.

Wer den IKRK-Hauptsitz in Genf darüber informieren und auffordern möchte, seinem Halbmondzweig einmal kräftig auf die Finger zu klopfen, kann seine Anliegen hier deponieren:

IKRK
19 avenue de la Paix
CH 1202 Genf
Fax: ++ 41 (22) 733 20 57
Telefon: ++ 41 (22) 734 60 01
Mail: cid.gva@icrc.org




Englands Fahne weht über der Moscheebaustelle

Einige EDL-Anhänger sitzen gegenwärtig verbarrikadiert auf einem Dach neben der geplanten 18 Millionen Pfund teuren Megamoschee im britischen Dudley. Die EDL-Leute verfügen über Nahrung und Wasser für Wochen, außerdem über eine Lautsprecheranlage, um Reden zu halten. Die Dachbesetzer wollen die Passanten mit dem Muezzinruf beschallen, damit jene, die jetzt noch nicht wissen, was auf sie zukommt, aufgeklärt werden, bevor es zu spät ist.

Aufgrund der schwierigen Umstände vor Ort musste der Live-Stream auf 15 Uhr (14 Uhr GMT) verschoben werden. Sobald aktuelle Bilder gestreamt werden, sehen Sie diese hier:

Die Dudley News berichten über die Dachbesetzung:

Etwa 20 EDL-Mitglieder mit verdeckten Gesichtern sind angeblich in den Protest verwickelt, der auf der Facebook-Seite der Gruppe angekündigt worden war.

Ein Augenzeuge sagte: „Sie schwenken England-Fahnen und plärren islamische Musik aus einem Lautsprecher.“

Die Polizei hat angekündigt, die Demonstranten vom Dach verscheuchen zu wollen. Tausende von Muslimen laufen gegenwärtig in Dudley Amok, um gegen die Dachbesetzung mit den Englandfahnen zu protestieren. In den Medien herrschst ohrenbetäubendes Schweigen. Lokale Quellen berichten, das Dudley Radio behaupte, die Straßen der Stadt wären wegen eines „polizeilichen Zwischenfalls“ gesperrt.

Aktuelle Aufnahme aus Dudley:

Mosque-Site

Aufs Dach für die Freiheit:

» Bericht von Gates of Vienna




Kein Frühstück für Göttinger Beamtin

Das Kommunistencafé „Kabale“ im roten Göttingen ist im Kampf gegen Rechts ganz vorne. Eine Beamtin der Ausländerbehörde beschwert sich jetzt über Diskriminierung und will klagen, weil sie unter Hinweis auf ihre Tätigkeit dort nicht bedient wurde. Das wird interessant, denn als Ossi nicht eingestellt zu werden oder als Rechter kein Kölsch und kein Taxi zu bekommen, hat bekanntlich nichts mit Diskriminierung zu tun. Letzteres wird sogar von höchster staatlicher Stelle als besonderes Bürgerengagement belobigt.

Das Göttinger Tageblatt berichtet:

Das Café Kabale hat einer Frau ein Frühstück verweigert und sie rausgeschmissen, weil sie Mitarbeiterin der Göttinger Ausländerbehörde ist. Die Stadt sieht darin einen „Verstoß gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz“, der zum Entzug der Gaststättenlizenz führen könnte.

[…]

Unter den Beschäftigten der Verwaltung herrsche „Entsetzen und Traurigkeit“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Die Stadt habe den Trägerverein des Kabale mehrfach aufgefordert, sich zu dem – möglicherweise diskriminierenden – Fall zu äußern. Mehrere Gesprächsangebote seien nicht angenommen oder kurzfristig abgesagt worden. Vor diesem Hintergrund „prüfen wir auch, ob die Sache gaststättenrechtlich behandelt werden muss“, so Johannson.

Sollte die Klage Erfolg haben, könnte das empfindliche Folgen für den Kampf gegen Rechts haben, in dem die Verweigerung von Hotelzimmern, Taxis, Nahrungsmitteln und Getränken für zu „Rechten“ erklärten Menschen zur bereits standardisierten Bürgerpflicht gehört. Letzlich braucht Deutschland wohl wieder ein Gesetz, das regelt, wem Bürgerrechte zustehen, und wer vogelfrei der Verfolgung ausgesetzt werden darf. Nur so kann man verhindern, dass wieder Zustände wie im dritten Reich einkehren. Oder?




Christenverfolgung als Strafe Gottes

Wenn Christen von Muslimen verfolgt und gehasst werden, dürfe man nicht von Christenverfolgung sprechen, erklärt der Pressesprecher des lutherischen Missionswerks in Niedersachsen, Klaus Hampe (Foto). Die Muslime seien keine Christenverfolger, weil sie „ja selbst religiös“ seien, vielmehr prallten unterschiedliche „religiös-soziale Räume“ aufeinander.

Die Schuld dafür, dass die Christen immer mehr zu Opfern werden, gibt Hampe den Ermordeten selbst, respektive der westlichen Kultur und ihrem Kolonialismus.

Laut Hampe hat Christenverfolgung verschiedene Gesichter. … Auch in anderen Fällen dürfe man nicht von Christenverfolgung sprechen. Wenn etwa muslimische Hirten christliche Krankenschwestern hinrichteten, würden nicht Menschen verfolgt, weil sie religiös sind, denn die Verfolger seien ja selbst religiös. Vielmehr prallten unterschiedliche „religiös-soziale“ Räume aufeinander. Hampe nimmt damit Bezug auf die Ermordung von drei Christen, darunter zwei deutschen Pflegehelferinnen, im Juni im Jemen. Von der mit ihnen verschleppten fünfköpfigen Familie aus Sachsen und einem britischen Ingenieur fehlt bis heute jede Spur.

Die meisten Fälle von „Christenverfolgung“ ziehen laut Hampe bei genauer Betrachtung ihre Nahrung aus sozialen und kulturellen Konflikten: „Christen gehören hier zu den vornehmlichen Opfern, weil das Jahrhunderte alte Unrecht des Kolonialismus und das wirtschaftlich-moralische Zerrbild des westlichen Lebensstils mit dem Christentum gleichgesetzt werden.“. Die Botschaft der Christen müsse deshalb sein, Andersgläubigen Liebe und Respekt entgegenzubringen.

Wenn Sie das nächste mal von einem Rechtgläubigen bedroht werden, beruhigen sie sich, er hat nichts gegen Sie persönlich. Es prallen einfach unterschiedliche „religiös-soziale Räume“ aufeinander. Falls er Sie verletzt oder umbringt, bringen Sie ihm bitte Liebe und Respekt entgegen, denn unsere westliche Zivilisation und unser Kolonialismus hat ihn zu dieser Tat getrieben, ansonsten R.I.P.

» Kontakt: k.hampe@elm-mission.net

(Spürnase: Peter H.)




Plädoyer im Sauerland-Prozess

Im Prozess gegen die im Sauerland festgenommenen islamischen Terroristen hat Bundesanwalt Brinkmann heute sein Plädoyer gehalten. Die Mohammedaner hätten sich auf den Massenmord gefreut, stellt der Ankläger fest. Allerdings bevorzugt er den Ausdruck Islamisten – denn dem Islam habe dieses Verhalten geschadet.

Die WELT berichtet:

Die Angeklagten hätten sich an der Vorstellung erfreut, 150 Amerikaner zu töten. Dass es auch Frauen und Kinder hätte treffen können, „tat ihrer Freude auf einen Massenmord keinen Abbruch“, sagte Brinkmann im Plädoyer.

Auf der anderen Seite hörten ihm Fritz Gelowicz, Adem Yilmaz, Daniel Schneider und Attila Selek regungslos zu. Die 24- bis 31-Jährigen haben umfassende Geständnisse abgelegt, so dass er der Prozess erheblich verkürzt wurde. Eine „geständige Einlassung“ hat in der Rechtsprechung gemeinhin günstigere Auswirkungen auf das Strafmaß, weshalb Brinkmann erklärte, die Angeklagten wollten sich eine „Strafmilderung erkaufen“.

„Selbst der härteste Gotteskrieger will nicht im Gefängnis sitzen und den heiligen Krieg an sich vorüberziehen lassen“, sagte Brinkmann. Was wie Polemik klang, wurde durch weitere Einschätzungen weiter unterfüttert. Nach Ansicht des Bundesanwalts hätten die Angeklagten eine erschreckende Menschenverachtung offenbart. Sie hätten weder Reue gezeigt noch empfunden. „Emotionale Regungen sind ihnen fremd“, sagte Brinkmann.

Das Mammutverfahren füllt 530 Aktenordner. Rund 2000 Asservate wurden sichergestellt, davon allein 800 Datenträger mit Unmengen an Informationen. Es gebe ein „erdrückendes Beweisergebnis insbesondere durch technische Aufzeichnungen“, sagte Brinkmann und lobte die Überwachung bis zur Festnahme der Bombenbauer am 4. September 2007.

Rund 400 Beamte mehrerer Bundesländer waren im Einsatz gewesen. Die Gespräche der Terroristen im Auto und im Ferienhaus im sauerländischen Medebach-Oberschledorn wurden aufgezeichnet. Wer über solche Maßnahmen die Nase rümpfe, „der hat die Dimension des Krebsgeschwürs islamistischer Terrorismus nicht erkannt“, sagte Brinkmann. Die Arbeit der Nachrichtendienste sei unverzichtbar geworden, um dschihadistische Strukturen zu erkennen.

Die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus sei nicht fassbar und dadurch allgegenwärtig. „Es gibt bei der Wahl der Mittel keine Tabus mehr. Die Auswahl der Opfer wird beliebiger“, betonte der Bundesanwalt. Die Islamische Dschihad Union (IJU), die das Quartett in einem Ausbildungslager im pakistanischen Waziristan angeworben hatte, wolle den „Heiligen Krieg“ auch auf die Bundesrepublik ausweiten.

Die Gefahr erkennt der Bundesanwalt richtig, und versucht gleichzeitig die Ursachen des Terrors zu verschleiern:

Der Bundesanwalt sprach auch über die „religiöse Verblendung“ der Angeklagten. „Sie haben dem Islam geschadet. Sie haben den Vorbehalten gegen die zweitgrößte Religionsgemeinschaft der Welt neue Nahrung gegeben“, betonte er.

Tatsache ist: Terror, Gewalt und Massenmord haben in seiner 1400-jährigen Geschichte bis zum 11. September dem Islam niemals geschadet, sondern seine Verbreitung unterstützt. Auch die willkürliche Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus, die niemand bislang an islamischen Quellen belegen konnte, ist letztlich ein Erfolg des islamischen Terrors und der dadurch erzeugten Angst, den Islam zu provozieren. Man darf gespannt sein, ob die Angeklagten es auf sich sitzen lassen, von einem Ungläubigen wie dem Staatsanwalt Brinkmann Belehrungen über den in Wahrheit friedlichen Islam hinzunehmen.




2000 Euro Belohnung

Für Hinweise, die zur Ergreifung einer fünfköpfigen Migrantenbande führen, die am Weihnachtsmorgen einen jungen Deutschen zusammen schlugen, ist jetzt von dessen Vater eine Belohnung ausgelobt worden, die von dessen Arbeitgeber auf 2000 Euro aufgestockt wurde.

Der WESTEN berichtet:

Christian H. wurde am Weihnachtsmorgen zusammengeschlagen, weil er seinem Freund helfen wollte. Mittlerweile kann er wieder sprechen. Und erzählen, wie das war in jener Nacht.

„Ich habe in diesem Moment gar nichts gedacht”, sagt Christian H. (23). Als der junge Oberhausener seinen Freund ein paar Meter weiter vor sich auf dem Boden liegen sah und drei Typen, die auf den Kumpel einschlugen, da wollte er nur helfen. Sein engagierter Einsatz am frühen Weihnachtsmorgen endete mit einem doppelten Kieferbruch und zwei Operationen (wir berichteten). Mittlerweile kann Christian H. wieder sprechen. Und erzählen, wie das war in jener Nacht. „Ich habe versucht, die Männer von meinem Freund weg zu ziehen”, sagt er. Und dann war er derjenige, der auf dem Boden lag. Der Schock, das Adrenalin. Auch am Boden denkt Christian H. nicht, hat später keine Erinnerung mehr, an das, was geschah. „Ich weiß nicht mal mehr, wie das hier passierte”, zeigt er auf seinen Kiefer. (…)

Christian H. ist wütend auf diese Typen, fünf Männer mit Migrationshintergrund, wie es heißt. „Die haben grundlos zugeschlagen”, versteht der 23-Jährige nicht, wie man so etwas tun kann. Nein, Angst habe er nicht, sagt er. Wobei ihm das Sprechen immer noch nicht leicht fällt. Vollständig in Ordnung ist der Kiefer nach wie vor nicht. Feste Nahrung kann Christian H. erst demnächst wieder zu sich nehmen.

Thomas Dörr (49), Christians Vater, schränkt ein: „Ob da nicht doch Ängste aufkommen, muss man abwarten.” Als Arzt hat er selbst schon viele Opfer von Gewalttaten erlebt. Genauso wie sein Sohn möchte er, dass die Männer gefasst und bestraft werden. Und er, der seine Söhne zur Zivilcourage erzogen hat, gerät ins Grübeln: „Warum fordern wir die eigentlich? Der Staat ist es doch, der uns schützen soll.” Wenn er das nicht mehr könne, fördere das die Selbstjustiz, fürchtet Dörr. Was Christian gut getan hat: Die Anteilnahme vieler Menschen. Sein Chef stockte sogar die vom Vater ausgesetzte Belohnung zur Ergreifung der Täter auf 2000 Euro auf. Wer etwas gesehen hat , kann sich bei der Polizei in Essen melden unter 0201 829 46 01.

Belohnungen für die Ergreifung von Gewalttätern mit Migrationshintergrund sind in Deutschland eine Seltenheit. Da die Staatsanwaltschaften von dieser Möglichkeit fast nie Gebrauch machen, bleibt es privaten Initiativen überlassen, dieses Mittel einzusetzen. Hilfreich wäre es alledings, wenn zu der spärlichen Information der Polizei eine Täterbeschreibung oder ein Phantombild veröffentlicht würde. Aber wenn das Schule machen würde, könnte es zu ungewollter Unruhe in der nichtkriminellen Öffentlichkeit führen.

Aus den Kommentaren zum Beitrag im WESTEN:

Hallo ,ich klaube das diese ,schlägertrupps ,nur auf so was aus sind , auch mein sohn wurde kurz vor weinachten ,auf den nachhauseweg mit seinem arbeitskolegen ,ohne grund niedergeschlagen ,einfach so,er war so zusammengeschlagen wurden ,und lag auf der intensiv,auch sein kolege ,hier in Emmerich ,und was schrieben die in der zeitung ,harmlose schlägerei ,er woltte doch nur nach hause zu frau und kinder ,alles an papieren wurde geraubt ,und er wurde mit schuhen geschlagen ,mein sohn währe heute nicht mehr ,hätte sich sein kolege ,nicht auf ihn geworfen ,aber die täter haben sie verhört ,sind vorbestraft ,und haben sie wieder laufen lassen ,bis zur gerichtsverhandlung ,das finde ich so abscheulich ,das dürfte es hier nicht geben , das wird immer schlimmer ,und die kommen frei ,gibt es nicht ,naja so ist das eben .

#5 von marichen, am 08.01.2010 um 21:16
jo ,so ist das hier ,man kann nur zuschauen ,es pasiert nix ,die städte schauen zu ,uns spielen solche schlägereien noch runter ,wegen der toristen ,zum beispiel emmerich reihnpromenade ,da brauchen die nicht so was ,aber das mein sohn fast gestorben währe ,da schreiben die nix ,abends traut man sich eh kaum noch auf die strasse , man wird nur angemacht ,und solche läst man laufen ,das kann nicht sein , irgendwas läuft hier verkehrt ,der bürger soll ja geschützt werden ,die werden ja dafür bezahlt , aber da sieht man nix ,das kann nicht so weiter gehen ,die 4 leute sind frei ,und können jeder zeit wieder zuschlagen ,sind eh vorbestraft ,das wissen sie ,und unser staat schaut zu , es vergeht ja kein tag ohne überfälle ,und gewalt.

Was nicht in Ihrer Zeitung stand …




Der Vernunftkult, die dunkle Seite der Aufklärung

AufklärungIn der heutigen Zeit erscheinen nur wenige Bücher, die einen zweiten Blick wert sind, aber The Suicide of Reason von Lee Harris ist eine Ausnahme. Viele Beobachter glauben derzeit – meiner Meinung nach zu Recht -, dass etwas grundlegend falsch gelaufen ist in der westlichen Welt, aber sie unterscheiden sich erheblich in ihrer Analyse der Ursachen dafür. Der Erste und Zweite Weltkrieg waren schrecklich, und die meisten denkenden Menschen sind sich darüber einig, dass etwas schief gelaufen ist mit der westlichen Kulturrevolution der 60er- und 70er- Jahre, die sich im Gegensatz zur chinesischen Kulturrevolution, institutionalisiert hat. Aber bedeutet dies, dass in den 50er-Jahren alles in Ordnung war?

(Von Fjordman)

Das „Kommunistische Manifest“ wurde bereits im Jahre 1848 von Karl Marx und Friedrich Engels geschrieben und Marx veröffentlichte „Das Kapital“ im Jahre 1867. Es gibt diejenigen, die glauben, dass sich der Marxismus nur in einer christlichen Umgebung entwickeln konnte, und es gibt auch diejenigen, die behaupten, dass der leibliche Vater des Kommunismus eigentlich Platon im antiken Griechenland war, und nicht Karl Marx. Also, was genau hat die westliche Gesellschaft falsch gemacht, und wie weit müssen wir zurück gehen, als alles noch „richtig“ war? 1950? 1850? Vor die Zeit der Aufklärung und der Industrialisierung? Vor das Christentum? Vor Plato?

Sogar der christlich-konservative Schriftsteller Lawrence Auster räumt ein, dass der moderne Liberalismus „nicht zustande gekommen wäre ohne das Christentum, und den Liberalismus kann man getrost als einen säkularisierten Ableger des Christentums beschreiben“, aber er glaubt, dass dies nicht zwangsläufig bedeutet, dass alle Formen des Christentums in jedem Kontext selbstzerstörerisch sein müssten, das mag wahr sein.

Das Urteil steht noch aus, ob der christliche Universalismus für Europäer zur Selbstzerstörung führt, in einer Welt der globalen Kommunikation, in der die meisten Christen nicht-europäisch sind, aber ich bin davon überzeugt, dass wir einen Blick auf die dunkle Seite der Aufklärung werfen müssen, die man auch mit dem Begriff „Vernunftkult“ umschreiben kann.

In einigen westlichen Ländern – insbesondere in den Vereinigten Staaten – wird der Begriff „jüdisch-christlich“ häufig beschworen. Dies macht, in manchen Zusammenhängen durchaus Sinn, aber nicht in allen. Das europäische, künstlerische Erbe aus dem Mittelalter könnte man genauer mit dem Begriff „hellenisch-christlich“ beschreiben, da die bildende Kunst in der traditionellen jüdischen Kultur keine herausragende Rolle gespielt hat. Es ist zwar möglich, dass Elemente des jüdischen Gesangs Bestandteil der frühen christlichen, religiösen Musik waren, die Tradition der Polyphonie, die zu Bach, Mozart und Beethoven führte, war eine einzigartige, christlich europäische Entwicklung des Mittelalters, ohne direkte Entsprechung im Judentum.

Obwohl das Christentum von seiner griechisch-römischen und germanischen Umgebung stark beeinflusst war, besteht kein Zweifel daran, dass es eine Reihe von wichtigen philosophischen Ideen und ethischen Konzepten übernahm, die eindeutig jüdischen Ursprungs waren und die keine wirklichen Vorgänger in den heidnischen europäischen Religionen hatten, zum Beispiel die Vorstellung von Geschichte als einem linearen Fortschrittsprozess in Richtung auf ein bestimmtes Endziel hin. Der Autor Henry Bamford Parkes schreibt in seinem Buch „Gods and Men – The Origins of Western Culture“:

Das wichtigste Charakteristikum des jüdischen Erbes, war jedoch ihre Auffassung von Geschichte. Andere antike Völker hatten an ein goldenes Zeitalter geglaubt, hatten es aber in der Vergangenheit immer am Anfang der Zeit verortet. Allein Israel freute sich auf ein goldenes Zeitalter in der Zukunft und interpretierte die Geschichte als eine sinnvolle und progressive Bewegung in Richtung dieser messianischen Vollendung. Ursprünglich basierend auf Stammesloyalität und der Reflexion der Bestimmung eines schwachen Volkes, das seine Identität bewahrt, trotz der Eroberung und Versklavung, erhielt die messianische Hoffnung eine universale Geltung durch die Propheten und wurde zu dem Ende, auf das sich alle irdischen Ereignisse hinbewegten. In verschiedenen Manifestationen, religiösen und weltlichen, geistlichen und materiellen, wurde es einer jener dynamischen sozialen Mythen, die dem menschliche Leben Sinn und Richtung geben, und die mehr Einfluss auf das menschliche Handeln haben als irgendeine vernunftbetonte Philosophie. Wenn man seine Bedeutung nicht versteht, wird die Entwicklung, nicht nur diejenige des jüdischen Volkes, sondern auch die der ganzen westlichen Welt, unverständlich.

Lynn White, eine bekannte amerikanische Professorin für mittelalterliche Geschichte, stellt fest, dass „der Sieg des Christentums über das Heidentum, die größte psychische Revolution in der Geschichte unserer Kultur war“ und seine Auswirkungen sind deutlich sichtbar, auch in unserer angeblichen post-christlichen Kultur: „Unsere täglichen Handlungsmuster, zum Beispiel, werden beherrscht durch ein implizites Vertrauen in ständigen Fortschritt, etwas, das in der griechisch-römischen Antike oder im Orient unbekannt war. Es ist tief verwurzelt in, und unbestreitbar ein Teil der jüdisch-christlichen Theologie.“ Die Tatsache, dass die Marxisten dieses Konzept einer nicht wiederholbaren und linearen Progression teilen, in dem sich die Geschichte unaufhaltsam auf ein bestimmtes Ende hin bewegt, beweist für Lynn White, dass der Marxismus „eine jüdisch-christliche Häresie“ ist.

In seinem Buch „Defending the West“, behauptet der Autor Ibn Warraq, dass die „Goldenen Fäden“ westlicher Kultur negative Nebenwirkungen haben können: „Man könnte darüber streiten, dass die drei kennzeichnenden Merkmale der westlichen Gesellschaft – Rationalismus, Universalismus (mit dem ihm zugrunde liegenden oder stillschweigenden Liberalismus) und Selbstkritik – zu ihrem Gegenteil führen können, oder andere unerwünschte Folgen haben können.“

Die niederländisch-somalische Ex-Muslimin und Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali stellt in einer Besprechung des Buchs „The Suicide of Reason“ in der New York Times fest, dass Lee Harris Recht hat, wenn er sagt, dass viele westliche Staats- und Regierungschefs über die islamische Welt total irritiert sind.

Das Problem ist jedoch nicht ein zuviel an Vernunft, sondern zu wenig. Harris verfehlt es auch, die Feinde der Vernunft innerhalb des Westens zu benennen: die Religion und die Romantikbewegung. Aus der Ablehnung der Religion entstand die Aufklärung; die Romantik war eine Revolte gegen die Vernunft. Sowohl die Romantik als auch die organisierten Religionsgemeinschaften haben viel zur Kunst und Spiritualität des abendländischen Geistes beigetragen, aber sie haben eine Abneigung gegen die Moderne. Moral und kultureller Relativismus (und seine beliebte Manifestation, der Multikulturalismus) sind die Markenzeichen der Romantiker.

Obwohl ich großen Respekt vor dem persönlichen Mut von Ali habe, denke ich doch, dass ihr vereinfachendes Verständnis für diesen Zeitraum der fundamentalistischen Aufklärung entspricht, und ihre Herabsetzung der Religion als inhärent anti-rational, ist eine Karikatur. Rémi Brague, ein französischer Professor für Religionsphilosophie, stellt fest, dass die Verbindung zwischen Rationalismus und Irrationalismus ziemlich komplex ist:

Zwei Beispiele: der Höhepunkt der Magie liegt nicht im Mittelalter, sondern kurz davor und kurz danach. Der erste Höhepunkt war der späte Neuplatonismus: Proklos († 485) platziert Magie (oder ‚Theurgie ‚) vor allem menschlichen Wissen, der zweite Höhepunkt lag im Florenz der Renaissance des fünfzehnten Jahrhunderts. Wir sollten auch nicht den Inhalt von Newtons berühmtem Koffer vergessen. Der große Denker war ebenso interessiert an einer Auslegung der Offenbarung des Johannes, wie auch an der Himmelsmechanik. Magie und Wissenschaft sind Zwillingsschwestern, aber während die eine einen Aufschwung erlebte, entwickelte sich die andere zurück. Die wirkliche Gefahr liegt in der Paradoxie deiner Formel: „glaube an die Vernunft.“ Für die Ideologie der Aufklärung, die immer noch unter dem intellektuellen Proletariat weit verbreitet ist, ist es entweder das eine oder das andere: Entweder man glaubt, oder man ist rational. Die Vernunft zerstört den Glauben und ersetzt ihn durch Wissen. Dass die Vernunft selbst das Objekt des Glaubens sein könnte, ist ein bisschen schwer zu schlucken. Dennoch, Nietzsche hatte bereits in dem Glauben an die Wahrheit das endgültige Echo einer Überzeugung identifiziert, das zunächst platonisch war, danach christlich ( „Platonismus für das Volk“). Viele, die sich selbst als Rationalisten bezeichnen [sind], ebenso irrational wie ihre Ziele.

Wissenschaftler wie Edward Grant und David C. Lindberg haben überzeugend dargelegt, dass die europäischen Wissenschaftler eine ungewöhnliche Betonung auf die Vernunft von globalen Standards legten, sogar in der mittelalterlichen Epoche. Diese hellenisch-christliche Betonung der Logik war ein entscheidender Faktor für den Aufstieg der modernen Wissenschaft und das Konzept einer Welt, die durch Naturgesetze geregelt werden könnte, die von Menschen entdeckt und beschrieben werden könnten. Im neunzehnten Jahrhundert fragte sich der deutsche Philosoph und Atheist Arthur Schopenhauer, wo die europäische Vorstellung einer gesetzmäßigen Welt her kam.

Nach Lee Harris,

kann ein Wissenschaftler unmöglich bestreiten, dass die Wissenschaft bewiesen hat, dass das Universum von Gesetzmäßigkeiten regiert wird, durch Raum und alle Zeiten. Wie Kant in seiner „Kritik der reinen Vernunft“ argumentierte, müssen die Wissenschaftler damit beginnen „anzunehmen“, dass die Natur durch und durch rational ist: Es ist eine notwendige Voraussetzung, um Wissenschaft zu betreiben. Aber wo kommt diese Hypothese, die so wichtig für die Wissenschaft ist, her? Die Antwort, nach Schopenhauer, war, dass die moderne naturwissenschaftliche Vernunft abgeleitet sei von einem Modell des Universums, das aus dem christlichen Begriff Gottes als Schöpfer entstand, der in einer rationalen, intelligenten Art und Weise jedes letzte Detail des Universums „ex nihilo“ [aus dem Nichts] entworfen hat. Es war diese christliche Vorstellung von Gott, die es den Europäern erlaubte zu glauben, dass das Universum ein rationaler Kosmos sei. Denn die Europäer waren dazu erzogen worden, sich vorzustellen, dass das Universum, von einer rationalen Intelligenz erschaffen wurde, und natürlich erwarteten sie, für diese Intelligenz Beweise zu finden, wo immer sie sie sahen – und seltsamerweise fanden sie sie.

Harris betont die sokratische Basis des westlichen Denkens. In seinem Essay „Socrates oder Mohammed?“ erklärt er, dass nach Kant, aus der Sicht der modernen Vernunft, alle Religionen gleich irrational seien. Doch wenn der Einzelne die Freiheit besitzt, zwischen Gewalt und Vernunft zu wählen, wird er unmöglich eine Gemeinschaft erschaffen, in der alle Mitglieder sich selbst darauf beschränken, die Vernunft zu benutzen, um ihre Ziele zu erreichen. Die Wahl des rationalen Menschen muss sein, dass

Wenn Sie die Wahl haben sich zwischen den Religionen zu entscheiden, sie immer die Religion bevorzugen, die ihnen die meisten Möglichkeiten zur Schaffung einer Gemeinschaft von vernünftigen Menschen bietet, „auch wenn Sie selbst nicht daran glauben“.

Johann Herder, einer der berühmtesten Studenten von Immanuel Kant, überlegte, welche Art von Kultur notwendig gewesen sei, um die europäische Aufklärung hervorzubringen. Seine Schlussfolgerung war die, dass Europa allein diese „Kulturen der Vernunft“ erreicht hatte. In der überwiegenden Mehrheit der menschlichen Gesellschaften, werden die Menschen entweder von einer blinden Anpassung an Traditionen regiert, oder durch brutale Gewalt. Die moderne naturwissenschaftliche Vernunft war das Produkt von europäischen Kulturen der Vernunft, das Ergebnis einer Begegnung zwischen biblischem Glauben und griechischen philosophischen Fragen „mit anschließender Hinzunahme des römischen Erbes.“

Im antiken China glaubte der führende konfuzianische Denker Mencius, dass die „menschliche Natur“ von Haus aus „gut“ sei, etwas, dem viele westliche Denker nach der Aufklärung zustimmen würden. Ein Echo von Thomas Hobbes’ dunkler Vision eines „Krieges von allen gegen alle” kann man in dem düsteren Roman „Lord of the Flies“ des englischen Schriftstellers William Golding (1911-1993) erkennen, der im Jahr 1954 nach den Gräueltaten des Zweiten Weltkrieges veröffentlicht wurde und der es einem schwer macht, die positiven Einstellungen zur Natur des Menschen aufrecht zu erhalten. In dem Roman, strandet eine Gruppe englischer Schuljungen nach einem Flugzeugabsturz, auf einer einsamen Insel. Ihre Versuche zur rationalen Selbstverwaltung mündet bald in purer Barbarei.

Der ehemalige russische PAT-Autor Alexander Boot, der aus der kommunistischen Herrschaft der Sowjetunion floh, betrachtet die Geschichte des Westens als einen längeren inneren Kampf zwischen zwei verschiedenen Wesen, die er Modman und Westman nennt. Modman sah sich selbst in der Nähe Gottes; Westman hatte einen bescheidenen Respekt für die Tradition, die ihn immun gegen die „Selbstvergötterung“ eines Modman machte:

… die Demut eines Bach ist einem Modman fremd; sein Stolz die Hybris von jemandem zu sein, der sein eigener Gott ist, kann keine Existenz einer Hierarchie akzeptieren, in der er selbst nicht an der Spitze steht.

Während der Schwerpunkt auf menschlicher Vernunft viele Jahrhunderte lang stets ein Schlüsselfaktor des westlichen Denkens war, fanden nach der Aufklärung zwei neue Entwicklungen statt. Der Glaube an das angeborene Gute im Menschen wurde immer mehr verbreitet, im Gegensatz zur christlichen Lehre, und der Glaube an Gott ging zurück. Der Mensch wurde sein eigener Gott mit der Fähigkeit, seine eigene Realität zu schaffen. Die mit Abstand einflussreichste und wohl verheerendste Ideologie der neuen Post-Aufklärung, die süchtig machende „selbst Vergöttlichung des Menschen“, war der Marxismus.

Der große polnische Philosoph Leszek Kolakowski (1927-2009) wurde in der Stadt Radom, südlich von Warschau gelegen, geboren. Nach dem deutschen Einmarsch in das Land, im Jahr 1939 zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, wurde sein Vater, ein politischer Schriftsteller, von der Gestapo getötet und seine Familie wurde in ein primitives Dorf in Ost-Polen verbannt. Dort fand der junge Leszek im Haus eines Edelmanns von niederem Adel, eine Bibliothek, und begann sich selbst zu unterrichten. Nach dem Krieg promovierte er an der Universität Warschau und wurde im Jahre 1964 Professor für moderne Philosophie.

Er begann als orthodoxer Marxist, zog aber dann im Jahr 1968 in den Westen. Seine einflussreiche Arbeit war eine dreibändige Geschichte des Marxismus – „Hauptströmungen des Marxismus“ (1978). Er nannte diese Philosophie „die größte Fantasie unseres Jahrhunderts“ und argumentierte, dass die stalinistischen Repressionen keine Perversionen waren, sondern seine natürlichen Schlussfolgerungen; sie sahen die Abschaffung des Privateigentums und die Unterordnung des Marktes unter staatliche Kontrolle vor „eine gute Blaupause, um die Umwandlung der menschlichen Gesellschaft in ein riesiges Konzentrationslager voranzutreiben“ und der „Glaube an die Gesetze der Geschichte war ein Hegelscher und Marxistischer Wahn.“ Er kritisierte heftig westliche Apologeten, die vorschlugen, dass der (imaginäre) wirtschaftliche Fortschritt in den kommunistischen Ländern das Fehlen von politischen Freiheiten rechtfertige, und er verwarf die Idee eines demokratischen Sozialismus als genauso „widersprüchlich wie einen gegrillten Schneeball.“

Auch Kolakowski betrachtete den westlichen Relativismus als zerfressen. Der nach Nietzsche entwickelte Glaube an die Postmoderne, die besagt, dass es keine Fakten gäbe, sondern nur Interpretationen, „hebt die Idee der menschlichen Verantwortung und der moralischen Urteile auf.“ Nach dieser Auffassung „gibt es keine gültigen Regeln für eine begründete Wahrheit; daraus folgt, dass es so etwas wie Wahrheit nicht gibt. Es besteht keine Notwendigkeit, die verheerenden kulturellen Auswirkungen einer solchen Theorie auszuarbeiten.“ In der Tradition der Aufklärung begegnen wir manchmal einer Missachtung des historischen Wissens, und doch ist „die Geschichte der vergangenen Generationen unserer Geschichte, und wir müssen sie kennen, um uns unserer Identität bewusst zu sein; in demselben Sinne, in dem mein eigenes Gedächtnis meine persönliche Identität ausmacht, macht es mich zu einem menschlichen Subjekt. “

Der Schriftsteller Roger Kimball sagt es so,

in seinem Buch‚ Man Does Not Live by Reason Alone’ (1991) behauptet Kolakowski, dass die ‚Menschheit sich niemals lösen kann von der Notwendigkeit einer religiösen selbst-Identifikation: Wer bin Ich, wo komme ich her, wohin passe ich, warum bin ich verantwortlich, was hat mein Leben zu bedeuten, wie werde ich dem Tod begegnen? Die Religion ist der entscheidende Aspekt der menschlichen Kultur. Religiöse Bedürfnisse können von einer Kultur nicht exkommuniziert werden durch rationalistische Beschwörungen. Der Mensch lebt nicht von der Vernunft allein.’ Er zeigt, dass die Tendenz zu dem Glauben, dass es für alle menschlichen Probleme eine technische Lösung gäbe, ein unglückliches Erbe der Aufklärung ist – ‚sogar’ bemerkt er, ’von dem besten Aspekt der Aufklärung: von seinem Kampf gegen Intoleranz, Selbstgefälligkeit, Aberglauben und unkritischer Verehrung der Tradition.’ Es gibt vieles im menschlichen Leben, das nicht von Menschen zu beheben ist oder verhindert werden kann. Unser Bekenntnis zu einem Ideal des unbegrenzten Fortschritts ist paradoxerweise eine gefährliche moralische Beschränkung, die eng mit dem verbunden ist, was Kolakowski den Verlust des Heiligen nennt.

Im Jahre 1793, während der grausamen Zeit der Französischen Revolution, auch bekannt als der Schreckensherrschaft, wurde die Vernunft [frz.: raison] mit einem großen „R“ buchstäblich in den Status einer Göttin in Paris und anderen Städten erhoben, zu einer neuen Religion oder dem Vernunftkult. Seitdem haben alle Revolutionäre versucht, die alte Welt zu zerstören und eine neue Ordnung aufzubauen, allein auf der Grundlage der Vernunft. Nach dem Autor Lee Harris zeigen

alle modernen revolutionären Bewegungen seit der Französischen Revolution die gleiche unrealistische Selbstüberschätzung in der Macht der reinen Vernunft. Alle revolutionären Bewegungen haben das Ziel, die Menschen von ihren ererbten Traditionen zu befreien und einen neuen Menschen zu schaffen.

Sie erzielen unweigerlich immer dasselbe Ergebnis, eine Rückkehr zum Gesetz des Dschungels, weil ein Vertrauen auf die Vernunft allein immer fehlschlägt. Harris glaubt, dass

der Westen, als einziger versucht hat, mit seinem Verstand die Existenz Gottes zu beweisen, wie dies Anselm im elften Jahrhundert versuchte. Andere Völker nahmen einfach die Existenz der Götter als Selbstverständlich hin. Aber im Westen war es nicht genug zu sagen, dass es einen Gott gibt, wir müssen in der Lage sein, uns selbst zu überzeugen, von der Vernunft allein, dass ein solches Wesen existiert. Welche andere Kultur wurde von solchem Zweifel geplagt?

Dies bedeutet in keiner Weise, dass andere Kulturen keine großen logischen Denker hervorbringen könnten, sondern dass die westliche Tradition der „kritischen“ Vernunft in der Tat einzigartig ist. Konfuzius verwendete die Vernunft dazu, die traditionellen Werte der chinesischen Zivilisation zu verteidigen, aber er wäre nie auf die Idee gekommen, dass die Vernunft alleine die Grundlage für eine ganze Gesellschaft bieten könnten, wie dies die Revolutionäre während der Französischen Revolution dachten. Die westliche Tradition der Vernunft und der Logik ist somit ein zweischneidiges Erbe:

Der Westen ist einzigartig darin, etwas zu erhalten, unbeständig jedoch ist die Tradition der kritischen Vernunft – der Vernunft, wie sie von Sokrates beispielsweise dargestellt wird, in seiner Kritik des griechischen Pantheons der Übersexualisierung und der eher jugendlichen Götter und Göttinnen. Doch der Westen ist auch einzigartig aus der Vernunft einen virtuellen Fetisch zu machen, ihn zu vergöttern, zu glauben, dass Vernunft und nur Vernunft allein in letzter Instanz über alles menschliche Denken und Handeln entscheiden könnte.

Die Betonung von Logik und Vernunft ist einer der goldenen Fäden, die sich durch die abendländische Geschichte ziehen, von der griechischen Geometrie und den logischen Werken des Aristoteles bis hin zur modernen Welt. Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum die alten Griechen eine einzigartige, anspruchsvolle Naturphilosophie entwickelten und warum die moderne Wissenschaft in Europa geboren wurde. Doch traditionell wurde der Verstand von den antiken Griechen als das charakteristische Merkmal einer nur kleinen Minderheit der Menschheit betrachtet. In einer seiner berühmten Reden machte Aristoteles geltend, dass die Sklaverei eine natürliche Voraussetzung für diejenigen war, die ihre Impulse nicht unter Kontrolle hatten. Die Aufklärung erhöhte den Glauben an die Vernunft als vermeintlich universellen, menschlichen Charakterzug, zu neuen, und vielleicht unrealistischen Höhen, auch von westlichem Standpunkt aus betrachtet.

Gerade als die auferlegten Grenzen für die Nutzung der menschlichen Vernunft durch einen Schöpfergott scheinbar entfernt wurden, gab es eine neue Reihe von neuen Einschränkungen, die von Charles Darwin eingeführt wurden. Wenn wir Darwins Theorie der Evolution glauben, dann sind wir in der Tat modifizierte Affen und zumindest teilweise Tiere, wenn auch nicht ganz so. Leserin Eileen kommentierte auf dem Blog „Gates of Vienna“:

Sind wir aber nicht, obwohl wir teilweise Tiere sind. Wenn wir den Menschen aber von einem naturalistischen Gesichtspunkt her diskutieren wollen, dann „müssen“ Menschen komplett Tiere sein. Es gibt keine andere Option.“ Darüber hinaus „sind wir nicht nur modifizierte Affen, wir SIND Affen! Natürlich, ganz außerordentliche Affen, aber dennoch Affen.

„Ape Genius“ ist ein Dokumentarfilm von „National Geographic“, der bestimmte geistige Fähigkeiten, die von Affen gezeigt werden, herausstellt. Nach Meinung des Bloggers Conservative Swede,

äffen Affen nicht gedankenlos nach, aber Menschen können leicht dazu gebracht werden dies zu tun. Was auch immer ein Affe tut, es muss ein Ziel, einen Zweck haben, orientiert an der Realität und seinem biologischen Interesse.

Der Mensch kann von Lehrern lernen und kann mehr Respekt vor Autoritäten haben. Dies

eröffnet ihm eine Vielzahl von Möglichkeiten, einschließlich der Errichtung einer symbolischen Welt des kollektiven Geistes, die eine virtuelle platonische Höhle darstellt, in der Schattenfiguren, die von den Herrschenden gezeigt werden, eher beachtet werden, als die Wirklichkeit.

Genetisch deutet einiges darauf hin, dass die DNA des Menschen zwischen 94% und 99% identisch ist mit der des Schimpansen, unserem nächsten biologischen Verwandten, eng gefolgt von den Gorillas. In Spanien wollen die regierenden Sozialisten den Menschenaffen Menschenrechte gewähren. Das Dilemma ist, dass es dann schwer sein wird zu behaupten, dass die Menschen zu 100% rational sind, während wir zur gleichen Zeit zu 98% oder so identisch mit Schimpansen sind, die dabei beobachtet wurden, wie sie Krieg gegen Mitglieder der gleichen Spezies führten. Wenn man Lee Harris glauben will, erklärt die allgemeine Ablehnung vieler Menschen, die Affen und Menschenaffen beobachten, teilweise den Widerstand gegen den Darwinismus:

Weil die Grundlage dieser Ablehnung nichts anderes ist, als der „Prozeß der Zivilisation“, der uns von Kindheit an eingeflößt wurde. Der Prozeß der Zivilisation hat uns nie gelehrt, unseren Kot auf andere Menschen zu werfen, nicht einmal im Scherz. Er hat uns gelehrt, anderen Menschen keine Nahrung wegzuschnappen, nicht einmal wenn sie viel schwächer sind als wir. Er hat uns gelehrt, nicht mit unseren Genitalien vor anderen Menschen zu spielen, nicht einmal wenn wir sehr gelangweilt sind. Er hat uns gelehrt, nicht hinterrücks auf andere Menschen zu steigen, noch nicht einmal wenn sie hübsche Ärsche haben. Diejenigen, die von unserer Ähnlichkeit mit den niederen Primaten entsetzt sind, reagieren nicht falsch, weil dieses Grauen über den Primaten-in-uns bedeutet, dass die Menschen in der Lage waren, unseren ursprünglichen Primatenstatus zu überwinden. Die Weigerung, unsere peinliche Verwandtschaft mit Primaten zu akzeptieren, hat die Menschen in die Lage versetzt, eine Gesellschaft zu schaffen, in der gerade das verboten ist, was die Art von Affen ausmacht und das zivilisierte Männer und Frauen immer noch abstoßend und widerlich finden. Du sollst dich nicht wie ein Affe benehmen – das ist das Wesen aller höherer Religionen, und die Summe aller ethischen Systeme.

Im Licht der Evolutionsbiologie, kann John Lockes Theorie des „unbeschriebenen Blattes“ aus der Aufklärung nicht vollständig korrekt sein. Die Menschen sind nicht leere Schiefertafeln, biologisch betrachtet. Das bedeutet nicht, dass wir keine rationale und eindeutig menschliche Seite hätten. Die haben wir. Man nennt sie „Zivilisation.“ Das Problem ist, dass nach der Aufklärung – und merken sich an dieser Stelle, dass der Marxismus selbst eine post-aufklärerische Ideologie ist – es im Westen populär wurde, anzunehmen, dass der Mensch von Natur aus gut und vernünftig sei. Dies wiederum ebnete den Weg für einen Vernunftkult, der sich manchmal zur Vergöttlichung des menschlichen Geistes aufschwang. Die Protestanten sprachen von der Sola Scriptura, „Allein die Schrift“, aber die post-aufklärerische Ansicht wurde zu „vom Verstand allein.“ Ich habe keine Ahnung, wie das in Lateinisch heißt, weil mein Latein in diesen Tagen ein bisschen eingerostet ist.

Diese Ansicht ist nicht kompatibel mit dem traditionellen Christentum. Alle christlichen Bekenntnisse gehen davon aus, dass der Mensch sündig und fehlerhaft ist. Das ist jedoch nicht vereinbar mit der Theorie der Evolution. Diese Einsicht ist von tiefer Bedeutung und aus meiner Sicht, erklärt dies die Entstehung von nahezu allen fehlgeschlagenen westlichen Ideologien der vergangenen zweihundert Jahre, vom Kommunismus zur Multikulturalismus: Ihre grundlegenden Annahmen über die menschliche Natur waren und sind grundlegend falsch. Befreit von den Fesseln der Zivilisation werden wir nicht zu „edlen Wilden“. Im Gegenteil, diese Ketten beschränken unsere inneren Affen, der freigelassen wird, sobald sie entfernt werden. Dies ist der Grund, warum alle marxistischen Ideologien am Ende in einer Rückkehr zu den Gesetzen des Dschungels enden: Sie entfesseln unsere inneren Affen, der natürlich versuchen wird, zurück zu kommen, und den Dschungel, aus dem er kommt, wieder herzustellen.

Der englische Biologe Thomas Henry oder T.H. Huxley, bekannt als „Darwins Bulldogge“ und der Mann, der den Begriff „Agnostiker“ prägte, bot eine darwinistische Interpretation von der Lehre der „Erbsünde“ des Heiligen Augustinus an. Im Gegensatz zur biblischen Erzählung vom Sündenfall der Menschen aus dem Buch „Genesis“, als Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, ist für Huxley die Erbsünde, dass wir nicht als Menschen, sondern als Primaten geboren wurden. Noch einmal Lee Harris in seinem Buch „The Suicide of Reason“:

Heute glauben sehr viele intelligente Menschen, dass die Lehre von der Erbsünde irgendein Unsinn ist. Aber welche Argumente könnten Skeptiker vorbringen gegen Huxleys moderne Version von der Erbsünde, die im Gegensatz zu Augustinus’, nicht von uns verlangt an eine Fabel über sprechende Schlangen zu glauben und verbotene Früchte, sondern einfach die nüchterne Annahme eines Gesetzes von der natürlichen Auslese? Wenn, für Huxley, unsere Erbsünde die ist, als Primaten geboren worden zu sein, dann ist die einzige Heilung dafür, sich unserer Primatennatur zu schämen. Es ist eine Schande, dass es nicht die Vernunft ist, die uns über das Tier erhöht. Da Huxley ‚die Realität auf dem Grund der Lehre von der Erbsünde’ akzeptierte, war er gezwungen zu erkennen, dass jede Gesellschaft, wenn sie hoffte, zusammenzuarbeiten und dabei als Gesellschaft zu überleben, interne Abwehrmechanismen entwickeln musste, um das menschliche Tier und seine ‚angeborene Neigung zur Selbstbehauptung’ in Schach zu halten. Für Huxley war der einzige lebensfähige, gesellschaftliche Mechanismus, der diese Aufgabe erfüllen konnte, die Scham – eine emotional verstörende und physiologisch manifestierte Scham. Kindern musste in jungen Jahren beigebracht werden, sich ihres angeborenen tierischen Wunsches, ‚nichts zu tun, als das was ihnen gefällt’, zu schämen.

In meinem Online-Aufsatz „Why Did Europeans Create the Modern World?“ behaupte ich, dass der Westen heute von Darwinisten dominiert wird, die nicht an die Theorie der Evolution glauben, oder vielmehr die logische Konsequenz dieser Theorie nicht akzeptieren, wenn sie auf den Menschen angewandt wird. Ich stehe zu meiner früheren Aussage, dass, wenn Sie glauben, dass Menschen das Produkt eines evolutionären Drucks sind, dann gibt es so etwas wie „Rassismus“ nicht, weil dies ein absolut antiwissenschaftlicher Begriff ist.

Verschiedene Gruppen von Menschen werden sich während der Tausenden und Zehntausenden von Jahren der natürlichen Auslese, den unterschiedlichen natürlichen Umgebungen angepasst haben, mit Ergebnissen, die nicht nur oberflächliche Unterschiede wie Hautfarbe beinhalten, sondern wahrscheinlich auch mentale Unterschiede. Jedoch ist es absurd, dass wenn man dies sagt, man verunglimpft und in den westlichen Ländern heute als „Nazi“ bezeichnet wird.

Ich habe darum gekämpft zu erklären, warum das so ist. Meine Schlussfolgerung ist, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der das Ideal nicht nur die Vernunft selbst, sondern allein der Gedanke ist; wir sollen eine gesamte Gesellschaft schaffen und eine physische Realität allein durch das Denken, das zu perfekter, kosmischer, universeller Gerechtigkeit und Gleichheit für alle führen soll. Alles und jedes, was unserer Fähigkeit, diese Realität zu erstellen behindert, muss als „irrational“ oder „Hass“ verboten werden. Wenn Gott und die Religion uns daran hindern, etwas zu schaffen, was wir wollen, dann müssen Gott und die Religion abgeschafft werden; die Theorie der Evolution wird sich für uns darum kümmern. Wir müssen jedoch darauf achten, dieser Theorie nicht bis zu ihrem logischen Schluss zu folgen, weil dann die Biologie an Stelle von Gott unsere Fähigkeiten zur perfekte Gleichstellung von Männern und Frauen, sowie zwischen den Menschen aller Rassen verhindern würde. Kurz gesagt, wir müssen die Realität verbieten.

Im Wesentlichen ist das der Kern der „Political Correctness“: Jede Diskussion über die Wirklichkeit zu verbieten, so dass wir uns eine perfekte Welt erstellen können, die nur auf bloßen Gedanken basiert. In einem seltsamen Sinn könnte man dies ironisch als den letzten Höhepunkt der Jahrtausende der westlichen Verwendung der Vernunft sehen, bis wir es endlich geschafft haben, eine Gesellschaft zu bilden, die nur auf der Grundlage von Vernunft basiert. Obwohl ich nicht genau herauszufinden vermag, wie ich zu dem Verdacht komme, dass man erfolgreich einwenden könnte, dass es eine Form des Platonismus geben könnte, die diesem mentalen Konstrukt zugrund liegt. Alles in allem waren in der Welt von Plato die perfekten, unveränderlichen Ideen physisch voneinander getrennt von der beobachteten Realität. In gewisser Weise ist dies genau das, was der moderne Westen erschaffen hat.

Der Traum von einer perfekten Welt der absoluten Gleichheit mag ein schöner Traum sein, aber es ist ein Traum, der auf vielen verschiedenen falschen Überzeugungen basiert. Er wird schnell zu einem sehr realen Alptraum, wenn man versucht, ihn umzusetzen. Zu den größten dieser falschen Überzeugungen gehört die Idee, dass der Mensch von Natur aus gut und ein vollkommen vernünftiges Wesen sei. Ich bin persönlich auch nicht bereit, das Gegenteil zu behaupten, nämlich anzunehmen, dass der Mensch von Natur aus böse oder sündig ist. Meine bevorzugte Ansicht ist, dass der Mensch zwar fehlerhaft und unvollkommen ist, aber dass es vollkommen ausreichend ist zu zeigen, dass man niemals eine perfekte Gesellschaft erstellen kann, eine Gesellschaft mit universeller Gerechtigkeit, so wie man auch kein perfektes Gebäude mit unvollkommenen Baustoffen erstellen kann.

Eine perfekte Welt der bloßen Vernunft ist mit allen ihren Symmetrien und ihrer mathematischen Präzision eine schöne Welt. Es gibt nur ein Problem damit: Es ist eine Lüge. Leider sind die Medien, die politischen und geistigen Führer sowie das Bildungssystem leidenschaftlich darum bemüht, diese Lüge als einzige Wahrheit zu bewahren und man wird lästige Dissidenten, die alternative Ideen vorschlagen, rücksichtslos drangsalieren. Dies bedeutet, dass die Realität nicht mehr überprüft wird, bis die gesamte geistige Blase punktiert wird durch einen schmerzhaften Absturz in die tatsächliche Realität. Zu dem Zeitpunkt, an dem das geschieht, kann der Zusammenbruch einen Großteil der Gebäude der westlichen Zivilisation mit sich nehmen.

(Übersetzung: LIZ/die-gruene-pest.com / Original: Fjordman, The Cult of Reason – The Dark Side of the Enlightenment / Bild oben: Daniel Chodowiecki, Aufklärung. Aus: Lindenhahn, Reinhard, Aufklärung. Arbeitsheft zur Literaturgeschichte. Das Bild spiegelt die Erleuchtung, die durch die Aufklärung über die Welt kommen soll. Die aufgehende und strahlende Sonne kündet vom Beginn eines neuen Zeitalters des Verstandes und des Fortschritts)




Grüner Wahlkampf im Knast

Grüner Wahlkampf im Knast

Wenn Sie immer noch nicht wissen, was Sie morgen wählen sollen, sollten Sie auch die GRÜNEN in Betracht ziehen. Besonders, wenn Sie die bisher nicht auf dem Radar hatten, weil Sie glaubten, man müsse Vegetarier sein, um Claudi, Volki und Cemi zu wählen. Das ist definitiv nicht der Fall.

BILD berichtet aus der JVA Kassel, wo die grüne Knastgruppe eine derart hochkarätige Besetzung aufzuweisen hat, dass die draußen schon Ströbele und Fischer aufbieten müssten, um mitzuhalten:

Wahlkampf mit Biss: Im Gefängnis leitet Armin Meiwes (47), der „Kannibale von Rotenburg“, Sitzungen der Knast-Grünen!

BILD zeigt das erste Foto der bizarren Runde in der Justizvollzugsanstalt Kassel I: Rechts von Meiwes sitzt Mörder Volker J. (lebenslänglich mit Sicherheitsverwahrung). Daneben ein Mann, der seine zwei Kinder im Main ertränkt hat.

Die Kriminellen treffen sich jeden Dienstag von 17.30 bis 19.45 Uhr – so kurz vor der Wahl gibt’s viel zu diskutieren …

Meiwes (hatte einen Mann getötet, zerteilt und gegessen) engagiert sich schon seit 2007 im „Arbeitskreis Bündnis 90/Die Grünen“.

Vermutlich besonders für genfreie Nahrungsmittel. Ob zur Sitzung die obligatorischen, garantiert vegetarischen Frikadellen aus biologischem Anbau gereicht wurden, ist nicht bekannt. Schon Meiwes berühmter Kollege Hannibal Lekter pflegte zu sagen: „Wenn ich Ihnen verrate, was drin ist, würden Sie es vielleicht nicht mögen.“ Gilt auch für die GRÜNEN.

(Spürnase: Teddy Mohammed, Foto: Wie die großen Verbrecher: Grüner Stammtisch in der JVA Kassel)