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Kardinal Meisner rügt Kanzlerin Merkel

Wenn ein weltlicher deutscher Herrscher in der Vergangenheit meinte, über die Ausübung des Papsttums bestimmen zu können, mussten schon ganz andere nach Canossa zu Kreuze kriechen. Angela Merkel steht als Protestantin nicht in Gefahr, exkommuniziert zu werden wie Heinrich IV. 1077, dennoch hat auch sie sich mit ihrem öffentlichen Kirchenkampf anlässlich des „Piusbrüder-Skandals“ einen herben Imageverlust eingefahren.

Was auch immer Williamson getan hat, es war nicht an Merkel darüber zu befinden, lautet das Urteil Kardinal Meisners. Viele, die blindwütig Papst-Bashing betreiben, sind sich zudem nicht bewusst, welcher Lächerlichkeit sie Deutschland mit ihrem Gehabe preisgeben – oder es ist ihnen einfach egal.

Im Interview mit der BILD erklärt Meisner, die öffentliche Papstschelte der Bundeskanzlerin sei eine ihrer größten Fehlleistungen gewesen. Sie hatte eine „Klarstellung“ eingefordert, die bereits erfolgt war und müsste jetzt selbst die Größe besitzen, sich zu entschuldigen.

„Viele Deutsche merken gar nicht, wie lächerlich wir uns in aller Welt mit dieser Papstmäkelei machen“

betont Meisner. Das Betrifft die Williamson-Frage genauso wie die Berichterstattung über den Papstbesuch in Afrika.

„Dem Papst wurde unterstellt, er habe alle Welt aufgefordert, keine Kondome zu benutzen. Das hat er aber gar nicht getan. Der Papst hat keinen Mann, der wahllos mit Frauen schläft, aufgefordert, jetzt auch noch auf Kondome zu verzichten. Vielmehr hat er darauf hingewiesen, dass man dafür sorgen muss, dass solche Männer auf ihren unverantwortlichen Umgang mit Sexualität verzichten.“

„Wenn man bloß Kondome verteilt und dann meint, das AIDS-Problem gelöst zu haben, dann ist das unglaublich naiv und kann das Problem tatsächlich dadurch verschlimmern, dass der frauenverachtende Lebensstil mancher Machos bloß noch hemmungsloser um sich greift. Meinen Sie übrigens, dass ein solcher Macho sich ernsthaft vom Papst zur Benutzung von Kondomen überreden lassen würde? Das ist doch völlig realitätsfern!“

Realitätsfern, moralistisch und propagandistisch wie die deutsche Medienlandschaft eben ist. Aber solange die Schafherde willig hinterherläuft und sich nicht zu blöken traut, wird sich daran auch wenig ändern.




Schon wieder Holocaustleugner rehabilitiert

ZEIT rehabilitiert Holocaust-Leugner AhmadinedschadDer Ersatzpapst für alle, denen das Original in Rom nicht unfehlbar genug ist, US-Präsident Barack Hussein Obama, rehabilitiert den Holocaustleugner Ahmadineschad. Vor wenigen Wochen hatte sein römischer Kollege  einer kleinen Gruppe von exkommunizierten Piusbrüdern die Kirchentüren wieder geöffnet. Darunter befand sich einer, der dummes Zeug geredet hat, aber, wenn man den gesunden Verstand urteilen lässt, weder den Willen noch die Möglichkeit hat, Menschen im Diesseits Schaden zuzufügen. Dennoch gab es ein Geschrei, als habe der Papst die Seligsprechung Adolf Eichmanns eingeleitet. Ganz anders sind die Reaktionen jetzt.

Nach einem Moment atemloser Stille ergeht sich die deutsche Kriecherpresse über Obamas „Charmeoffensive“ in Richtung der iranischen Frauensteiniger in stehenden Ovationen, wie man sie von deutschen Journalisten seit  Erich Honeckers letztem Auftritt beim Parteitag der SED nicht mehr vernommen hat.

Das iranische Regime reagiert, wie man es von muslimischen Verbrechern auch in unseren U-Bahnen nicht anders kennt: Statt auf das Angebot einzugehen, wird weiter gepöbelt, um zu sehen, ob man dem verachteten Feind, der Schwäche zeigt, nicht noch mehr Unterwerfung abpressen kann.

Das macht Eindruck bei deutschen Journalisten. Denn in den Cordjacken der postdemokratischen Linksjournalisten steckt noch der alte Untertanengeist aus den blauen und braunen Hemden ihrer Vorgänger. Und so steht man zitternd stramm vor den zornigen Orientalen und beleuchtet die Pöbeleien der gespenstergläubigen Analphabeten wie Edelsteine staatsmännischer Traktate.

In der ZEIT winselt Martin Gehlen um die verdiente Züchtigung mit der orientalischen Rute. Zu lang ist die Liste westlicher – nein,  noch besser: amerikanischer – Verbrechen gegen das große Kulturvolk im Osten, als dass der Iran sich mit gutem Willen allein zufrieden geben könne:

Die Dämonisierung Irans als Mitglied einer Achse des Bösen war nur das letzte Kapitel einer langen Liste politischer Fehlgriffe. Für viele Iraner ist der 1953 von den USA inszenierte „Regime Change“ noch unvergessen. Das Land wäre heute vielleicht eine funktionierende Demokratie, hätte der CIA damals nicht auf Befehl von US-Präsident Dwight Eisenhower den ersten vom Volk gewählten Regierungschef Mohammad Mossadeq gestürzt und Schah Reza Pahlevi an die Macht geputscht.

Mossadeq wollte die iranischen Ölfelder verstaatlichen, weil westliche Firmen damals praktisch den gesamten Gewinn außer Landes schafften. Im dem achtjährigen Krieg zwischen Irak und Iran unterstützten die Vereinigten Staaten Saddam Hussein mehr oder weniger offen – mit Satellitenfotos und günstigen Milliardenkrediten für seine Waffenkäufe. Über 20.000 iranische Soldaten starben durch irakisches Giftgas, ohne dass sich in Washington jemals dagegen Protest erhob. Schließlich schoss im Juli 1988 eine amerikanische Fregatte über dem persischen Golf aus Versehen einen iranischen Airbus mit 290 Menschen an Bord ab.

Kein einziges Wort fällt dem ZEIT-Experten zu möglichen Kritikpunkten auf der anderen, der iranischen Seite ein: Die Leugnung des Holocaust und Verhöhnung der Opfer durch einen Karikaturenwettbewerb, jahrelange Verstöße gegen Abkommen und Täuschungen der internationalen Atomaufsichtsbehörde, Urananreicherung zum Bau von Atomwaffen und Entwicklung und Test von Trägersystemen unter gleichzeitiger Ankündigung der Vernichtung Israels, die Ermordung tausender eigener Kinder, die – versehen mit Plastikschlüsseln für das Paradies – im Krieg gegen den Irak  in Mienenfelder getrieben wurden, Unterstützung des islamischen Terrorismus und Anzettelung von militärischen Angriffen auf Israel, die Steinigung von vergewaltigten minderjährigen Mädchen und das Aufhängen von Homosexuellen an Baukränen, öffentliche Auspeitschungen und Folterungen von Andersdenkenden und Andersgläubigen, die Verfolgung von Kurden und Bahai oder die monatelange Besetzung der amerikanischen Botschaft durch Terroristen … um nur das aufzuzählen, was jedem an der Thematik Interessierten spontan einfallen muss.

Zu den Bücklingen der deutschen Kriecherpresse sollen diese Schwerverbrecher „einen Platz als respektiertes Mitglied im Kreis der Völker“ erhalten, während sich in Israel Angst breitmacht, den tobsüchtigen Judenhassern demnächst schutzlos ausgeliefert zu werden, wie dieser Tage bei Israel heute zu lesen war.

Leider fehlt dieses Mal ein Charlie Chaplin, der die Groteske in passenden Bildern verewigt. So könnte es passieren, dass nach dem nächsten Untergang die Überlebenden der Katastrophe glauben, man habe es wieder einmal nicht wissen können.

» leserbriefe@zeit.de




Joseph Intsiful – zu deutsch und zu katholisch

Joseph IntsifulZwei Monate hat es gedauert, bis der Kölner Zeitungsmonopolist Neven Dumont darauf reagiert hat, dass sich mit Joseph Intsiful (Foto) ausgerechnet ein in Liberia geborener Kölner Bürger politisch von der Bürgerbewegung Pro Köln vertreten fühlt. Der 65-jährige hatte bei der Mahnwache von Pro Köln am 13. Dezember eine vielbeachtete Rede gehalten, in der er leidenschaftlich vor der Islamisierung Deutschlands warnte.

Auch im Gespräch mit Floriam Joacham vom Kölner Express hatte Intsiful die Menschenrechtsverletzungen im Islam ausführlich angesprochen und kritisiert. Doch im Express-Artikel vom 12.2. ist darüber kein Wort mehr zu finden. Vielmehr steht Intsifuls Nähe zur Pius-Brüderschaft im Mittelpunkt des Beitrags:

Ein ausgedienter Büroraum, PVC-Boden, Raufasertapete. Mea maxima culpa raunt es durch den Saal: Die „Kapelle heilige Dreikönige“. 32 Anhänger der umstrittenen Bruderschaft St. Pius X. feiern hier ihre Messe nach „tridentinischem Ritus.“ Es wird lateinisch gepredigt, der Priester spricht mit dem Rücken zur Gemeinde…

Sie lehnen die Liturgie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) ab, weil es die Messordnung zwecks besserer Verständlichkeit refomierte. „Ein Priester, der zum Publikum spricht, liturgische Texte auf Deutsch, ein nur dreifaches Erbarme dich… – all dies ist für uns kein Gottesdienst“, sagt Piusbruder Joseph Intsiful (65). Die Priestervereinigung wird von der Kirche nicht anerkannt, weil sie rebellisch Bischöfe weihte – ohne Genehmigung des Papstes.

Von Prior Matthias Grün sieht man bei der Messe fast nur den Rücken. Nachdem er die Hostie emporgehoben und wieder abgelegt hat, muss er Daumen und Zeigefinger stets zusammenhalten.

„Es könnten sonst Brösel vom Leib Christi zu Boden fallen“, erklärt Intsiful später. „Das darf nicht passieren.“ Erst nachdem der Priester seine Hände gewaschen, das verwendete Wasser getrunken hat, nimmt er die Finger wieder auseinander. Einmal wendet sich der Priester seinen Schäfchen zu, spricht auf einmal deutsch: „Jetzt ist die Zeit, in der der Teufel versucht, die Kirche zu zerstören.“

Intsiful kann diese Art der alten Liturgie erklären: „Gott ist da, wo der Altar steht. Der Priester muss sich ihm zuwenden, die Gemeinde zu ihm führen.“ Und so etwas werde in den Messen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil immer falsch gemacht. Auch die Sache mit den Bröseln.

Ab und an ginge er trotzdem in die „neue“ Messe in St. Maria in der Kupfergasse. „Aber es tut mir sehr weh, was ich da sehe.“ Nur in der Kapelle nahe dem Eigelstein finde er den „wahren Gottesdienst.“

Wer die Neven Dumont-Presse kennt, weiß, dass deren linksgerichteten, islamfreundlichen Zeitungen bei nächster Gelegenheit eine Verbindung nach dem Motto herstellen werden: Pro Köln pflegt auch Kontakte mit Mitgliedern der Piusbruderschaft, von denen einer den Holocaust leugnet…

Etwas direkter ist da schon die Antifa und die derzeit heillos zerstrittene Kölner Linkspartei, deren Altkommunist Jörg Detjen dem dunkelhäutigen Deutsch-Afrikaner nach dessen Rede bei der Pro Köln-Mahnwache „rassistische Äußerungen“ vorwarf. Hier noch einmal Intsifuls Rede vom 12.2.:

Dazu erklärt die pro-Köln-Fraktionsvorsitzende Judith Wolter:

Über die abwegigen Äußerungen von Herrn Detjen haben wir uns im Stadtrat schon öfters wundern müssen. Nun schießt aber Detjen selbst für seine Verhältnisse den Vogel ab. Herr Intseful ist ein gern und regelmäßig gesehener Gast auf pro-Köln-Veranstaltungen, der aufgrund eigener Erlebnisse in Afrika ein profunder Kenner der islamistischen Gefahr ist. Die Mitgliedschaft von Joseph Intseful in der Pius-Bruderschaft stellt für uns überhaupt kein Problem dar, pflegt pro Köln doch verschiedenste gute Kontakte auf allen Ebenen zu konservativen katholischen Kreisen, in- und außerhalb der offiziellen Amtskirche. Diese vielfältigen Beziehungen werden seit Monaten durch unseren Arbeitskreis Christen pro Köln noch deutlich ausgebaut und verbessert. Insbesondere der Ehrenfelder Pfarrgemeinderätin Ellen Sänger sei hier unser Dank ausgesprochen! Pro Köln kann daher zurecht sagen, die politische Heimat für alle konservativen und traditionsbewußten Katholiken in der Domstadt zu sein!

Für kurzentschlossene PI-Leser: Am Samstag (14.2.) findet erneut eine Mahnwache von Pro Köln in Köln-Ehrenfeld statt. Beginn: 11 Uhr Ecke Innere Kanalstr. / Venloer Str.




Holocaust-Skandal ein Anti-Papst-Komplott?

Ali Fegan mit Richard WilliamsonDie Rehabilitierung des Holocaustleugners Richard Williamson in den Schoß der katholischen Kirche hat innerhalb und außerhalb der Christenheit zu Irritierungen geführt, die in direkten Anschuldigungen von Leuten gegen Papst Benedikt XVI. gipfelten, die gut daran täten, den Antisemitismus erst einmal vor der eigenen Haustür zu bekämpfen. Ein interessantes und bisher wenig diskutiertes Detail: Der schwedische TV-Interviewpartner von Richard Williamson war der türkische Muslim Ali Fegan (Foto).

Wurde der Papst am Ende doch reingelegt? Schließlich waren sich der jetzige Papst und die Bruderschaft Pius X. in früheren Zeiten alles andere als einig. Der Eklat könnte ein Versuch sein, alte Rechnungen mit Joseph Ratzinger zu begleichen. Ganz von der Hand zu weisen ist ein Komplott nicht: Koalitionen zwischen Judenhassern des rechts- und linksextremen Spektrums mit Muslimen gegen einen gemeinsamen Feind hat es schon öfters gegeben. Man denke nur an die Palästina-Fans bei der Antifa und der NPD.

So oder so könnte man einem deutschen Papst kaum vernichtender schaden als mit in Hochglanzmedien aufgebauschten Vorwürfen, er würde Holocaustleugnung dulden, was er nach eigenen Angaben nicht tut. Wer Bendikt XVI. seine Solidarität ausdrücken möchte, kann dies hier tun.