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AfD-Abgeordnete Müller und Herdt zum Petersburger Dialog in Moskau

Hansjörg Müller, der für die AfD im Bundestag sitzt, sieht es im PI-NEWS-Interview  pragmatisch, dass die AfD natürlich (noch) nicht in der Lage ist, das gesamte bürgerliche Lager zu erreichen. Das auch, weil es in Bayern eben eine Sonderkonstellation gebe, wo man auch die Freien Wähler um Hubert Aiwanger habe, die es schon länger als die AfD gebe.

Er prognostiziert dem bürgerlichen oppositionellen Lager etwa 25 Prozent. Das würde aber, gäbe es die „Freien Wähler“ in Bayern nicht, der AfD zugutekommen. So gesehen werden die Freien Wähler das Ergebnis der AfD wohl schwächen.

Im zweiten Teil des PI-NEWS-Interviews merkt Müller zum „Petersburger Dialog“ an, dass dem erst ein langer Kampf um die Teilnahme vorausging, weil die AfD mit aller Macht ausgegrenzt werden sollte.

An der zweitägigen Veranstaltung am 7. und 8. Oktober in Moskau nahmen etwa 250 deutsche und russische Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und anderen gesellschaftlichen Bereichen teil.

Schon in den Anfangsreden wurde seitens Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Ronald Pofalla (CDU) gegenüber den Russen der drohende, belehrende Zeigefinger aufgefahren, der echte Lösungen schon im Vorfeld gegen AfD-Positionen beeinflussen sollte. Das wurde allerdings seitens der Russen vom Kulturbeauftragten abgeschmettert.

Man möge nicht über Themen wie die Ostukraine und die Krim, über die man sich hier ohnehin nicht einigen werde, reden, sondern über alle anderen wichtigen Themen, wo eine Einigkeit zumindest möglich wäre.

Gleichzeitig gab es Arbeitsgruppen, wo in der Gruppe Wirtschaft ganz klar zum Ausdruck kam, dass man hier sinnvollerweise einfach nur zusammenarbeiten möchte.

Wirklich große Konflikte, die eben auch für den Wirtschaftkomplex kontraproduktiv sind, gab es allerdings wie nicht anders zu erwarten in der politischen Arbeitsgruppe. Für Müller liegt die Schuld dafür aber ganz klar auf deutscher Seite, weil die deutschen Rädelsführer des Konflikts nicht von ihrem moralischen Ross runterkommen wollen und denken, die Russen immer wieder belehren zu müssen.

Müller würde sich freuen, wenn der seitens der anwesenden AfD-Mitglieder gezeigte Pragmatismus sich bei den nächsten Treffen durchsetzen würde, was förderlich für die deutsch-russischen Beziehungen wäre, so Müller.

Auch der AfD-Bundestagsabgeordente Waldemar Herdt, der als Angehöriger der russlanddeutschen Minderheit in der damaligen Sowjetrepublik Kasachstan aufwuchs, hat am Petersburger Dialog, der noch von Ex-Kanzler Gerhard Schröder und dem russischen Staatspräsidenten Putin gegründet worden war, in Moskau teilgenommen. Im PI-NEWS-Interview zieht er eine kurze Bilanz und spricht über wichtige Eckpunkte.

Im Vordergrund sieht er, dass es erst einmal sehr gut war, dass dieser Dialog überhaupt zustande gekommen sei. Überraschend für ihn war aber die Position der deutschen Delegation, die eher einer Konfrontation als einem Dialog geglichen habe. Der Dialog sollte dennoch auch zukünftig weiterbestehen. Herdt sagt, er ist der Meinung, ein schlechter Frieden sei immer noch besser als ein guter Krieg. Denn solange miteinander gesprochen werde, gebe es eine Chance der Annäherung und auch des gegenseitigen Verstehens. Eine Beendigung des Dialogs berge ein Risiko für Europa und die ganze Welt.

Leider habe es sich wie ein roter Faden durch fast alle Gespräche gezogen, dass man offenbar allen Ländern eine gewisse Selbstbestimmung zugestehe, außer Russland. In den Gesprächen sei immer wieder durchgeschienen, dass zum Beispiel die Ukraine und die Deutschen jedes Recht hätten ihre Positionen zum Schutz und zur Verteidigung ihrer Länder zu vertreten, nur Russland wolle man diese Art der Selbstbestimmung nicht zugestehen. So komme man aber nur schwer voran, führt Waldemar Herdt aus.

Auffällig sei gewesen, mit welch großer Geduld die Russen dieser Einstellung begegneten und wie von dieser Seite immer wieder versucht worden war, den Dialog doch noch konstruktiv zu gestalten. Die Kommission für Zivilgesellschaften zum Beispiel habe auf russischer Seite angeregt, man solle darüber nachdenken, die Visafreiheit für junge Menschen bis 30 Jahre so zu lockern, sodass diese weniger Hürden hätten, beide Länder zu bereisen und auch da zu studieren. Seitens der Deutschen gab man zu bedenken, dass so die Kriminalität bei uns weiter steigen könnte. Diese Bedenken gab es aber andererseits gar nicht, als die Reisefreiheit für Ukrainer beschlossen worden war. Deutschland habe rund zwei Millionen Ukrainer ins Land gelassen, ganz ohne derartige Sicherheitsbedenken. Das halte er für doppelmoralisch.

Zur Gaspipeline Nord-Stream sieht Herdt kaum eine Alternative, was aber in Vergessenheit geraten scheint ist, dass es die Ukrainer waren, die seinerzeit Russland drohten, das Gas nicht nach Deutschland weiter zu transportieren. Man müsse daher auch hier mithelfen, die Ukrainer mit an den Tisch zu bekommen, um einen Konsens zu finden. Die Bereitschaft bei den Russen sieht Herdt dafür durchaus. Es kristallisierte sich jedenfalls klar heraus, dass die Russen nicht (immer) die Bösen seien, wie man versuche uns immer vorzugaukeln, sondern ein wichtiger wirtschaftlicher Partner. Das sollte künftig in den Vordergrund gestellt werden, um kommende Zusammentreffen besser zu gestalten, so Herdt.




Herdt (AfD): „Viele, die gekommen sind, sind Christenmörder“

Während angebliche Christen wie Volker Kauder (CDU) alles über die Verfolgung von Christen wissen, aber ihre Unterdrücker hier millionenfach ins Land holen, und genau die Zustände in Deutschland installieren, unter denen Christen vor allem in der islamischen Welt leiden, zeigt die AfD immer mehr „ihr wahres Gesicht“, nämlich das der Gerechtigkeit und der klaren Haltung zum Schutz für die Verfolgung von Christen.

„Der Wohlstand in Deutschland kommt aus der christlich-abendländischen Kultur“

Waldemar Herdt siedelte als Russlandddeutscher 1993 aus Kasachstan nach Deutschland über und vertritt heute u.a. die „Gruppe für Heimatvertriebene, Aussiedler und Deutsche Minderheiten“ der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Herdt spricht über die Zusammenhänge von Werten und Wohlstand auch in Deutschland und einer drohenden Gefahr für die sich noch ausbreitende Verfolgung der christlichen Bevökerung in Deutschland:

„Der Wohlstand in Deutschland steht auf den Wurzeln der christlich-abendländischen Kultur. Wenn das Thema Christentum aus Deutschland weg diskutiert wird, glaube ich nicht, dass auch der Wohlstand bleibt. Die Geschichte zeigt uns etwas anderes. Deshalb ist es der AfD wichtig, dass christliche Werte nicht nur in Form der ‘Kirche im Dorf’, sondern auch in Wirtschaft, Lebensweise und Art weiter praktiziert werden. Dazu gehört, über den Tellerrand zu schauen, wie Christen in der Welt leben, welche Gefahren drohen.”

Statt Christen zu helfen, füge ”die Argumentation der Altparteien den Christen im Orient noch Schaden zu.” Das Thema werde behandelt wie eine “Vogel-Strauß-Taktik”, wenn man nicht drüber rede, existiere das Problem nicht. Die Wahrheit sei aber: “Jahr für Jahr, Monat für Monat nimmt Christenverfolgung Fahrt auf. Man kann auch von einem Christen-Genozid sprechen, was in vielen Ländern der Welt betrieben wird”. Irak 1 Mio., Syrien 1,5 Mio. verfolgte Christen. Dies geschehe „nicht nur in afrikanischen Ländern, wo Christen zu Unmenschen erklärt, ermordet, getötet, enteignet werden.”

Schleichende Christen-Unterdrückung in Deutschland

Herdt weiter: „Wenn wir weiter auf diese Prozesse schauen und nichts tun, dann werden diese auch bald bei uns sein. Die schleichende Christen-Unterdrückung findet auch in Deutschland statt. Keine christliche Demonstration oder Aktion ist mehr ohne Polizeischutz möglich”. Wenn die Muslime sich wegen einer Karikatur erheben, werde das überall hingenommen, wenn Christen sagen “So geht es nicht weiter” wird das nicht ernst genommen. Damit schadet man den christlichen Geschwistern im Ausland und fährt falsche Strategie. „Das muss diskutiert werden, die Leute müssen aufgeklärt werden, auch um zu verstehen, wen wir in unser Land aufgenommen haben. Viele von denen, die gekommen sind, sind Christenmörder.”

Organisationen wie Open Doors, die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die HMK Hilfsaktion Märtyrerkirche, die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ und der AVC „Aktion für verfolgte Christen” bestätigen diese Einschätzungen und mahnen die Politik seit Jahren, auch was die muslimischen Gefahren für Christen in Deutschland angeht.




AfD-Russlanddeutsche im Visier der Medien

Im Januar 2016 meldete der Russlanddeutsche Heinrich Groth anlässlich der damals im Raum stehenden Entführung und Vergewaltigung der 13-Jährigen Lisa eine Demonstration vor dem Kanzleramt in Berlin an. Der Fall zog weite Kreise bis nach Russland. Heinrich Groth ist Mitarbeiter im Büro des AfD-Bundestagsbgeordneten Waldemar Herdt. Der Focus berichtete am 24.2.2018, dass die AfD-Bundestagsfraktion deshalb in „den Blick des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV)“ gerät und dass Groth den deutschen Sicherheitsbehörden bereits seit Längerem bekannt sei. Im Artikel wird der Verdacht geäussert, der Mitarbeiter könne ein „sogenannter Einfluss-Agent“ sein. Waldemar Herdt nimmt dazu im Interview mit PI-NEWS Stellung.