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Wie kam Dr. Merkel aufs Pferd?

Von WOLFGANG PRABEL* | Die meisten Denkmäler, die ich gesehen habe, sind definitiv häßlich oder fragwürdig, weil sie Transportmittel von Propaganda sind.

Relativ gut kommen da noch der Goldene Reiter und das Reiterstandbild von Carl August vor dem Weimarer Landschaftshaus weg, weil der Feudalismus schon eine ganze Weile her ist und nicht irgendwie unangenehm in persönlicher Erinnerung.

Die Lügenpresse berichtet über eine einzigartige Geschmacklosigkeit, ein Reiterstandbild mit Dr. Merkel. Ohne Sattel und Zügel hockt sie auf einem Pferd. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie ist sie da raufgekommen?

So wie Cher als Halbblut vermutlich mit einem Kran.

Wir könnten uns ein Denkmal der Skandalkanzlerin als Elephantenreiterin vorstellen. Links Altmaier und rechts Spahn. Etwa so.


*Im Original auf prabelsblog.de




Der Sozialismus des Weltwirtschaftsforums wird scheitern

Von WOLFGANG PRABEL | Die Berliner Angestellten des Weltwirtschaftsforums, des Club of Rome und der amerikanischen Stiftungen wähnen sich kurz vor der Erreichung ihrer Ziele. Klaus Schwab formulierte das kurz und schnörkellos: „You will own nothing. And you’ll be happy!“ (Dir wird nichts gehören und du wirst glücklich sein). Fast 90 Prozent der Wähler werden in Deutschland demnächst der Einführung eines chinesischen Modells der Lebensführung mit staatlicher Bevormundung und Überwachung zustimmen. Viele Freunde sind pessimistisch und glauben, dass ein Orwellstaat in Mitteleuropa machbar sei.

Da hilft ein Blick in den Rückspiegel. 1933 bis 1990 gab es den Versuch nach den Rezepten der international agierenden Jugendbewegung zentralistische Herrschaftsmethoden zu etablieren. An die Endzeit davon gibt es noch lebendige Erinnerungen. Der Widerstand war defensiv. „Privat geht vor Katastrophe“, „Freitag ab eins macht jeder seins“ und „Aus den Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen“ waren die gängigsten Sprüche, die den Freiheitsdrang spiegelten. Kaum jemand hat mehr geleistet, als er unbedingt musste. Die materielle Uninteressiertheit forderte ihre Opfer auf dem Altar der Unproduktivität. Europa hat individualistische Traditionen, was es eben von Afghanistan unterscheidet. Unter der blutigen Kruste des Sozialismus hat es immer oppositionell gebrodelt, außer von 1933 bis 1942. Ohne den Verrat Amerikas an Osteuropa in Jalta wäre das kulturfremde stalinistische System im gesamten Osteuropa nicht etabliert worden und ohne permanenten Druck wäre es schnell zusammengebrochen.

Die wirtschaftlichen Folgen des grünen Resets werden keine anderen sein als die der sowjetischen Planwirtschaft. Wir müssen uns auf wirtschaftlichen Niedergang, sinkende Einkommen, abschmelzende Vermögen, Schattenwirtschaft und kollabierende Außenhandelsbilanzen einstellen. Mitteleuropa wird zum kranken Mann der Weltwirtschaft werden. Die deutschen Konzerne stellen sich schon darauf ein, die im DAX gelisteten erbringen nur noch weniger als ein Viertel ihrer Leistung in ihrer Urheimat, sie sind alle auf der Flucht in etwas liberalere Umgebungen. Der Steinzeitkommunismus der EU ist selbst in Russland Geschichte, man ist dort wieder im Zarismus angekommen, in China im Konfuzianismus, in Indien im Hinduismus. Alle drei sind ökonomisch und kulturell nicht so vernagelt wie die Brüsseler Spitzen.

Es ist durchaus möglich, dass Mitteleuropa von anderen Mächten quasi übernommen wird. Auch denkbar ist eine Reconquista mit Besinnung auf die traditionellen Stärken wie Wettbewerb der Regionen, Innovationskraft, Freiheit der Wissenschaft, Gewaltenteilung. Was kommen wird, wissen wir nicht, sicher ist nur das Scheitern der megalomanen Pläne der Neofaschisten.

Aufhalten lässt sich der im Gang befindliche Niedergang durch die kommende Wahl nicht. Wenn man AfD wählt, kann man später immerhin für sich reklamieren, am ganzen Elend nicht Schuld gewesen zu sein. Was war es 45 und 90 für ein erhebendes Gefühl, nicht in der Partei gewesen zu sein! Man musste vor sich selbst und anderen nichts rechtfertigen und hatte den Kopf schnell frei für praktisches. Man macht das Kreuz am Wahltag nicht zuletzt für die innere Hygiene.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Auf längere Sicht betrachtet ist die Zukunft der abendländischen Menschheit durch nichts, aber auch durch gar nichts, durch keine politische Spannung so sehr gefährdet wie durch die Gefahr der Vermassung, der Uniformierung des Denkens und Fühlens, kurz, der gesamten Lebensauffassung und durch die Flucht aus der Verantwortung, aus der Sorge für sich selbst.“ (Dr. Adenauer)


(Im Original erschienen bei prabelsblog.de)




Gegenwind für Annalena in Weimar: „Schluss mit der Klimahysterie“

Von WOLFGANG PRABEL | Annalena war am 19.08.2021 in Weimar, um für ihre Bundeskanzlerschaft zu werben. Ihre Follower wurden im Freien mit Masken auf distanzgestellten Holzklötzen hingesetzt, die Szenerie wurde durch einen Bauzaun begrenzt. Sah aus wie ein Besuch im Zoo…

Allerdings gibt es zunehmende Spannungen zwischen Klimahysterie und Naturschutz. In Ostthüringen gibt es eine Bürgerinitiative gegen Windmühlen im Holzland, die Ziele des konventionellen Naturschutzes – zum Beispiel des Vogelschutzes und des Erhalts geschlossener Waldgebiete – verfolgt.  Der Auftritt von Annalena in Weimar wurde durch den Bürgerprotest verdorben.

Der Aufruf der Bürgerinitiative: „Liebe Windkraftgegner, Schluss mit der politischen Volksfolklore, die Lage ist ernst! Bitte wacht endlich auf! Und kämpft friedlich und kreativ gegen den Windwahn!

Mit windradfreien Grüßen
Tobias Gruber
Sprecher BI Unser Holzland -kein Windkraftland“

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: Annalena hängt den Mantel nach dem Winde.


(Quelle: Prabelsblog)




Wahlprogramme 2021 im Vergleich

Von WOLFGANG PRABEL | Auf der Achse werden gerade die Wahlprogramme in aller Kürze von Gerd Habermann, einem libertären Wirtschaftsprofessor, verglichen.

Heute sind die Grünen dran: „Diese Partei ist eine Synthese aus messianischem Ökologismus, ebenso radikalem Egalitarismus, besonders auch Feminismus, einer Staatsgläubigkeit, und eines Konstruktivismus die nur noch von der LINKEN überboten wird. Wie schon 2017 wird die sog. Klimafrage zur Existenzfrage der Menschheit erklärt und in den Mittelpunkt aller Politik gerückt. Man traut sich zu, von Deutschland aus das Weltklima steuern und so die Welt retten zu können. (…) Es ist erkennbar, dass diese Partei, die gegen Rechtsextremismus und nur gegen diese Art Extremismus (oder was sie dafür hält) antritt, selbst eine extremistische Partei ist – eine Partei der Wirtschaftsfeindlichkeit, der Auflösung des Privatlebens, und Einschränkung der Meinungs- und Vertragsfreiheit, des krudesten Egalitarismus und Kollektivismus, der Staatswirtschaft und des Wohlfahrtsstaates.“

Vorgestern wurde das FDP-Wahlprogramm seziert: „Das Programm ist eigentumsfreundlich, bietet aber doch keinen Gegenwurf zum Kollektivismus im sozial- und gesellschaftspolitischen Teil, sondern allenfalls – und inkonsequent – eine Verteidigung des Status Quo, Strukturkonservatismus insoweit. Sie ist überdies auch eine Partei des europäischen Zentralismus, eines europäischen Bundestaates und steht in Sachen Gesellschaftspolitik eher links, wenn auch das „Gendern“ sich in Grenzen hält. Aber der seltsamen LGBTQI-Propaganda schließt sie sich an. Die Position der „Mitte“, die sie für sich in Anspruch nimmt („durch die Mitte nach vorn“), ist nichtssagend, denn der Begriff „Mitte“ ist, wie gesagt, ohne konkreten Wertbezug inhaltlich beliebig wandelbar und damit substanzlos. In der Gesellschaftspolitik ist sie häufig links-interventionistisch. Kaum glaublich für eine liberale Partei: „Kultur als Staatsziel“ – was immer das bedeuten mag. Sie dämonisiert aber nicht die Klimafrage und hat umweltpolitisch maßvolle Positionen, ein Pluspunkt.“

Über das CDU-Programm schreibt Habermann: „Es wird ein „kraftvoller Neustart“, ein „Modernisierungsjahrzehnt“ angekündigt – als hätte diese Partei nicht eine lange Regierungszeit von 16 Jahren hinter sich. Positiv an diesem Programm ist, dass es nur mäßig von der Klimahysterie erfasst ist und auch exotische Themen wie die LGBTQI-Agenda nicht angesprochen werden. Die Migrationsproblematik wird andererseits auch nicht grundsätzlich zur Sprache gebracht, außer dass man sich gegen die „Einwanderung in die Sozialsysteme“ ausspricht (aber eben dies geschieht ja täglich). Die Wirtschafts-, vor allem die Steuerpolitik ist vergleichsweise wirtschaftsfreundlich. Die Dramatik der geld- und finanzpolitischen Situation steht freilich nur am Rande. Man belässt es bei Beschwörungen. Auch die in ihren Maßnahmen fragwürdige Coronapolitik mit ihren Folgen bleibt ohne eine kritische Kommentierung.“

Das AfD-Programm wird wohlwollend bewertet: „Sie ist die einzige Partei, die dem egalitären Extremismus und Zentralismus, auch in ihren wirtschafts-, geld-, finanz- und besonders auch gesellschaftspolitischen Ansichten entgegentritt und sich von Überspitzungen auch in der Klimadebatte fernhält, ja dezidiert „klimaskeptisch“ ist, um in dem gängigen Jargon zu reden. Als einzige Partei wagt sie auch eine Kritik an den Ausschreitungen gewisser Anti-Coronamaßnahmen. Sie bietet ferner verfassungspolitisch einige Anregungen. Sie verlangt wie die FDP eine Abschaffung des sog. Netzwerkdurchsetzungsgesetzes, auch der Datenschutz-Grundverordnung. Bene! Sie bekennt sich dezidiert zur „Sozialen Marktwirtschaft“ im Sinne Ludwig Erhards statt „sozialistischer Industriepolitik“. Sie ist steuerpolitisch eigentumsfreundlich, so, wenn sie wie die FDP die Abschaffung oder Ablehnung von Substanzsteuern (Grund-, Vermögens- Erbschaftssteuern) fordert („Es gibt keinen Grund, aus einem Trauerfall einen Steuerfall zu machen“). Einen weitgreifenden Vorschlag zur Steuerreform greift sie mit dem Kirchhof-Modell auf, mit der Konzentration auf Umsatz- und Einkommensteuer und dem Wegfall aller Bagatellsteuern auf allen Ebenen, also auch von Zweitwohnungssteuer, Biersteuer oder Jagdsteuer; ebenso, zur Förderung des Wohnungseigentums: der Grunderwerbssteuer. Daneben fordert sie eine Änderung des Tarifverlaufs und eine Abschaffung der „kalten Progression“.

Habermann über Wahlprogramme überhaupt: Sie „mögen von den Wählern wenig gelesen werden. Im Wahlkampf entscheiden eher Persönlichkeiten und dramatisierte Einzelfragen. Dennoch sind sie wertvoll als Zeugnisse dessen, wes Geistes Kind die einzelnen Parteien sind. (…) Und dann erst noch der Umfang! Programme von mehr als zweihundert Seiten sind keine Seltenheit mehr. Sie zeigen einerseits die wachsenden Finanzmittel unserer teilweise staatsfinanzierten Parteien, andererseits den Umfang des Regulierungsanspruchs. Ein Nanny-Staat kennt eben kaum noch Grenzen seiner Interventionslust, wogegen ein klassisch-liberaler Staat sich mit wenigen Grundsätzen begnügen kann, weil alles andere sich in Markt, Zivilgesellschaft, Konventionen und Bräuchen von selbst ordnet.“

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Wir kämpfen für die Menschenrechte, für ein politisches System, in dem die Menschen die Freiheit haben, sich für eine Ideologie ihrer Wahl zu entscheiden.“ — (Desmond Tutu, südafrikanischer Bischof, 1985)


(Im Original erschienen auf prabelsblog.de)




Seher müssen verrückt sein

Von WOLFGANG PRABEL | Gestern wunderte sich in der WELT ein Autor über die Nachsicht, welche die Medien dem Fehlprognosten Karl Lauterbach angedeihen lassen. Annalena würden Fehltritte angelastet, auch Laschet würde alles mögliche angekreidet, nur Lauterbach würden die dümmsten Vermutungen verziehen, und er ist nach wie vor Talkshowkönig. Nun gibt es einen Unterschied: Laschet und Baerbock wollen Kanzler werden, Lauterbach dagegen ist die düstere Kassandra. Sehern wurden oft Verrücktheiten als Voraussetzung ihres Berufserfolgs zugestanden.

Schon Kassandra hatte eine komplizierte Biografie. Sie wurde von Apollon in die rechte Ecke gestellt, als sie seinem Werben nicht nachgab. Ajax nötigte sie zum Schnackseln und Agamemnon nahm sie als Sklavin mit nach Hause, wo sie von seiner Alten erstochen wurde. Er selbst übrigens auch. Messermorde scheinen im Nahen Osten eine lange Tradition zu haben.

Wer Rasputin wirklich war, ist kaum noch rekonstruierbar, eine Welt von Mythen tut sich auf, insbesondere seine Eskapaden mit Alkohol und Frauen der Oberklasse sind weitgehend unerforscht. Seine Visionen insbesondere vom Ausgang eines Weltkriegs scheinen trotzdem richtig gewesen zu sein, so wie Kassandras Warnungen vor den Trojanern.

Vom Schwärmer Hitler, der zahlreichen Visionen erlag, ist kaum ein Zitat im Netz aufzufinden, alles rausgeputzt, was die Forschung schwierig macht. Von Zeitgenossen wurden ihm gewisse Auffälligkeiten nachgesagt, insbesondere seine unterentwickelte Sexualität gab der Frau auf der Straße Rätsel auf. Oft wurde seine Impotenz mit höheren seherischen Leistungen in Verbindung gebracht.

Ähnlich verhält es sich mit Greta: Ihre Krankheit verbessere ihre prognostischen Fähigkeiten, so die von den Medien gepflegte Mär. Dr. Merkel, die zuweilen keinen geraden Satz herausbringt, und seltsame Zitteranfälle hat, wird von der Tagesschau zugestanden, die technische Welt von 2035 oder 2050 zu erkennen. Bei Lauterbach fällt auf, dass er wie Hitler keine Frau findet. Vielleicht hülfe eine RTL-Serie: Schwarzseher sucht Frau.

Die Wissenschaft, auf die man hören soll, bedient sich zuweilen gestörter Persönlichkeiten als Kommunikatoren, Lauterbach, Greta und Dr. Merkel sind da nur Beispiele. Bei Sehern gehört eine desolate Persönlichkeit und ein kaputtes Umfeld seit Alters her zum Berufsbild.

Grüße an den Geheimdienst: „Von der Vernunftshöhe herunter sieht das ganze Leben wie eine böse Krankheit und die Welt einem Tollhaus gleich.“ (Geh. Rath v. Goethe am 19. 12.1798)


(Im Original erschienen auf prabelsblog.de)




Berliner Höflichkeit gegen Frauen und Kinder

Von WOLFGANG PRABEL | „Gemessen an dem, was vorher gelaufen ist, haben wir einen Riesenerfolg erzielt. Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz.“

So ein grüner Berliner Lokalpolitiker [Anm.v.PI-NEWS: Benedikt Lux] gegenüber „Neues Deutschland“.

Die Stasi hat früher auch Frauen verhauen, in Jugendwerkhöfen wohl auch Kinder. Als 1978 das Pressefest in Erfurt zu Ende war, wurden die Teilnehmer an den Ausgängen mit Gummiknüppeln blutig geschlagen. Frauen auch im Gesicht. Ich würde es nicht behaupten, wenn ich die übel zugerichteten jungen Damen nicht selbst gesehen hätte.

Wir sind also wieder auf dem Nie-Wo der 50er- bis 80er-Jahre. Wenn dieselben regieren wie damals, eigentlich kein Wunder. Senator Geisel soll in der roten NSDAP gewesen sein. Ich verwahre mich eindeutig gegen die Behauptung, der Kommunismus wäre besser gewesen als das Dritte Reich.

https://twitter.com/Alpha_Mind7/status/1422349366602477568?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1422349366602477568%7Ctwgr%5E%7Ctwcon%5Es1_c10&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.prabelsblog.de%2F2021%2F08%2Fberliner-hoeflichkeit-gegen-frauen-und-kinder%2F

Wo bleibt da Mäh Du? Im Gegenteil, dafür gibts von den Grünen wohl ein Gendersternchen. Das Personal der Grünen – Kretschmann, Bütikofer, Trittin und andere – war in der Kampfzeit im Kommunistischen Bund Westdeutschlands, einer Partei, die mit dem blutrünstigen Pol-Pot-Regime verbandelt war. Bei den Kambos wurden Kinder solange an einen Baum geschlagen, bis sie tot waren. Es gibt in Berlin noch Luft nach oben.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: Berlin hätte nie deutsche Hauptstadt werden dürfen. Jetzt ist es zu spät.


(Im Original erschienen auf prabelsblog.de)




Persönlichkeiten sind gefragter denn je

Von WOLFGANG PRABEL | Nach dem Ende der Fußball-EM ist es an der Zeit, etwas über Anführer zu schreiben, die Erfolg hatten, weil sie nicht stromlinienförmig mitschwammen.

Ich beginne mal mit der untersten Ebene. Hajo war in den 70ern FDJ-Sekretär und Leiter eines Studentenclubs. Einmal kam jemand auf die interessante Idee, daß der Bardienst des Klubs Verbandskleidung tragen sollte. Ich gehe mal davon aus, daß es ein Berliner mit Vornamen Egon war, kann mich aber auch täuschen.  Hajo ingnorierte den Befehl und hatte die Mannschaft hinter sich. Es passierte nichts, außer daß er mehr Ansehen hatte. Er hätte natürlich auch parieren können. Dann hätten zwei Drittel des Bardienstes gekündigt und der Rest wäre in die innere Emigration gegangen. Er hätte neue Leute aus dem Beritt der rötesten Arschlöcher rekrutieren müssen. Eine Mannschaft wäre nicht draus geworden.

Auch bei Adolf gab es Führer, die manches selbst entschieden, insbesondere wenn es schnell gehen mußte und man weit genug weg war. So einer war Erwin Rommel. Sein Einsatz als Befehlshaber des Deutschen Afrikakorps, mit deren Truppen er im Juli 1942 bis El-Alamein vorstieß, brachte ihm große Popularität in der Heimat und offenen Respekt im Ausland ein. Sein Auftrag war, Italien bei der Verteidigung zu unterstützen, einen britischen Vorstoß auf Tripolis zu verhindern und bis zum 20. April einen Plan für die Rückeroberung der Cyrenaika vorzulegen. An sich war das deutsche Afrikakorps dem italienischen Oberbefehlshaber vor Ort unterstellt, doch die deutsche Führung hatte sichergestellt, dass das Korps nur als kompletter Verband eingesetzt werden durfte, was Rommel taktische und operative Freiheiten gab, die er extensiv nutzte.

Am 24. März 1941 gelang ihm bei einem Aufklärungsvorstoß überraschend die Besetzung von El Agheila, obwohl das Oberkommando des Heeres ihn vorher mehrfach angewiesen hatte, auf das Eintreffen der 15. Panzer-Division zu warten. Da die Briten die Enigma-Verschlüsselung entschlüsselt hatten, hörten sie die wiederholten Wartebefehle an Rommel ab und erwarteten keine weiteren Schritte von seiner 5. Leichten Division. Daher gelangen ihm weitere Vorstöße und mit der Unterstützung zweier nach Afrika verlegter italienischer Divisionen bis zum 10. April die Rückeroberung der Cyrenaika bis zur Festung Tobruk sowie die Einschließung der Stadt. Nach dem Attentat des 20. Juli 1944 wurde er allerdings von Adolf Hitler der Beteiligung beschuldigt und zum Suizid gezwungen. Sein Ruhm überlebte den Zorn des größten Feldherrn aller Zeiten.

Jedes Jahr in der Weihnachtszeit der 80er Jahre verbreiteten sich im Thürigischen Großraum skurrile Nachrichten aus Jena. Es war der Monat, wo der Generaldirektor von Carl Zeiss Jena in der Leitungsebene wütete. Einmal hatte der Stasi-Rechnungsdirektor Prof. Mütze die Rechnung für ein Planetarium nicht fertig und Biermann schnitt ihm mit der Bemerkung, daß er nun Schlafmütze hieße, den Schlips vor versammelter Mannschaft ab. Nach seinem Amtsantritt im Oktober 1975 wurde erst mal sauber gemacht und aufgeräumt. Das unterschied ihn von seinem Nachfolger Lothar Späth, der ein Überflieger war, fundamental.

Mehrmals konnte der VEB Kombinat Carl Zeiss Jena unter Biermanns Regiment technische Entwicklungen präsentieren, die internationalem Niveau entsprachen, u. a. die Entwicklung der Multi-Spektral-Kamera MKF6 – einer Kamera zur Aufnahme der Erdoberfläche in verschiedenen Spektralbereichen aus dem Erdorbit in den 1970er Jahren oder die Präsentation des ersten 1-MBit-Speicherschaltkreises U61000 im Wirtschaftsraum des RGW am 12. September 1988. Biermann wird ein charismatischer Charakter und ein sehr autoritärer Führungsstil sowie ein beleidigender und schikanöser Umgang gegenüber den direkten Untergebenen nachgesagt, wobei er sich selbst nicht schonte. Regelmäßig soll er täglich mindestens 12 Stunden tätig gewesen sein. Biermann verlangte diese Einsatzbereitschaft unter völliger Zurückstellung privater Interessen auch von seinen unmittelbaren Mitarbeitern und Untergebenen, deren Verständnis er nicht fand und die ihn deshalb oft als Ausbeuter, Sadist und Leuteschinder bezeichneten. Trotzdem war er in Jena beliebt.

Es gab in verschiedenen Regimen ganz unerschiedliche Charaktere, die auf Grund ihres Erfolgs geduldet wurden, und die ihre Freiräume ausweiteten und nutzten. Merkeldeutschland ist bei der Vernichtung von Talenten einen Schritt weiter. Der Niedergang von Herrn Löw hängt mit dem herrischer gewordenen Großklima zusammen. Der Fußball ist seit 2012 sehr politisiert worden und Löw hatte kein Konzept sich dem zu entziehen, außer in sich selbst. Die Auswahl des Kaders, der Kniefall, bunte Bändchen, Gruß des Geßlerhutes und dann soll eine Mannschaft zusammenhalten.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: Das Auswärts-Spielkostüm erinnert mich an die Begebenheit mit der Verbandskleidung siehe oben. Der arme Zeugwart!


(Im Original erschienen auf prabelsblog.de)




Ein Recherchefachmann über den Coronaputsch

Von WOLFGANG PRABEL | Helmut Roewer ist Jurist und ehemaliger Verfassungsschutzpräsident. Er ist also Fachmann für Datensammlung und Recherche, wie er schon in seinem Bestseller „Spygate“ bewiesen hat. Er entfaltet uns in seinem neuesten Buch CORONA-DIKTATUR das Szenario, wie Daten und Horrormeldungen zum Virus entstanden, wie sie mißbraucht werden und wie Kampagnen aus eigentlichen Nichtfakten zurechtgezimmert wurden. Er geht systematisch vor und verliert im Gewirr der Fakten nicht den roten Faden.

Dabei durchleuchtet er das Zusammenspiel von WHO, Gates-Stiftung, Soros-Stiftung, Weltwirtschaftsforum, Weltbank, Robert-Koch-Institut, John-Hopkins-Universität, den Mainstreammedien, Dr. Merkel und ihrer Bundesregierung. Aus den Einzeltatsachen rekonstruiert Roewer den Plan der Eliten, die Gelegenheit zu einem umfassenden Gesellschaftsumbau zu nutzen. Das geht nicht ohne die Außerkraftsetzung der verfassungsmäßigen Ordnung, also nicht ohne einen Staatsstreich, wie man ihn in Thüringen und bei der Notbremse zur Kenntnis genommen hat.

Die Seiten des Buchs werden von sinistren und skurrilen Gestalten mit Allmachtsphantasien wie Gates, Soros, Schwab, Lauterbach, Drosten und Söder bevölkert, deren geschäftliche und institutionelle Beziehungen aufgedeckt werden. Da ist zum Beispiel die Pandemieübung Event 201, die im Oktober 2019 im Umfeld der John-Hopkins-Universität mit den Co-Veranstaltern Soros und Gates durchgeführt wurde, also genau zwei Monate vor dem Ereignis in Wuhan. Das besprochene Szenario: Eine Pandemie rafft weltweit eine riesige Zahl von Menschen hin, ein Lockdown mit Zwangswirtschaft und zentral gesteuerter Informationslenkung sowie Gewalt gegen Ungehorsame soll die Zeit bis zur Entwicklung einer Impfung überbrücken. „Besonderen Wert legten die Teilnehmer auf die Lösung des Problems der Informationslenkung und Informationshoheit. Es komme darauf an, mit Informationskaskaden, die von der zentralen Stelle ausgehen müßten, sehr schnell Gegenstimmen zu übertönen, um sie als Falschnachrichten zu brandmarken und zum Schweigen zu bringen.“

Erklärt das den missionarischen Eifer, mit dem gegen mißliebige Fachleute und Querdenker vorgegangen wurde? „Im März 2021 waren ausgewiesene Maoisten vom Bundesinnenministerium angeheuert worden, um die Strategie des Lockdowns mit Hilfe eines Hororszenarios zu Papier zu bringen. Was – abgesehen von der Bewunderung des chinesischen Wegs – die Expertise der Mao-Jünger war, ist unbekannt“, so Roewer.

Ebenfalls im März 2020 wurde das Bundesinnenministerium damit beauftragt, die Begründung für den Lockdown herbeizuschaffen, eine an die bereits gefallene Entscheidung angepaßte Lagebeschreibung zu fabrizieren. Die Beamten halfen sich mit der Arbeit von Mietwissenschaftlern, die die notwendigen Argumente paßgenau abzuliefern hatten. Der im Ministerium zuständige Oberregierungsrat Stephan Kohn hatte dagegen pflichtgemäß ein Papier erstellt, das die Vor- und Nachteile der aktuellen Maßnahmen der Coronabekämpfung gegenüberstellte und wertete. Seit Adam und Eva hat jede Entscheidung Vor- und Nachteile. Evas Vorteil war es, am Baum der Erkenntnis einen Apfel gelangt zu bekommen, der Nachteil war es, aus dem Paradies zu fliegen. Exakt so war es auch dem Oberregierungsrat ergangen. Sein Drang nach Erkenntnis hat ihn den Job gekostet, wenngleich man das Bundesinnenministerium unter Horst Seehofer nicht mit dem Paradies vergleichen kann und den Minister nicht mit GOTT.

Das regierungsamtliche Worst-Case-Szenario hatte für die Regierung entsprechend den Untersuchungen von Helmut Roewer den Vorteil, beliebige Einschränkungen verordnen zu können. „In jedem Fall kann man behaupten, das Schlimmste verhindert zu haben. Niemand kann das Gegenteil beweisen. Dieses Modell hat nur eine einzige Schwachstelle (…) Es sind die Schweden, die den Vorgaben nicht gefolgt sind.“ Der bei Virenausbrüchen schon öfter hilfswillige Mathematiker Neil Ferguson hatte modelliert, daß bis zum 1. Mai 2020 400.000 Schweden sterben würden, im Folgemonat noch einmal 100.000. Es gab aber nur 2854 Todesfälle im fraglichen Zeitraum. Dichtung und Wahrheit eben.

Die nächste Räuberpistole betrifft die Finanzierung der Virenforschung in Wuhan. Über eine NGO namens EcoHealth-Alliance flossen von 2013 bis 2020 Gelder des US-Departments of Defense im Umfang von 39 Mio US-$ nach Wuhan. Der Chef dieser NGO Peter Daszak gehörte entsprechend am 1. März 2020 zu den Initiatoren eines Schreibens von 26 Wissenschaftlern im Magazin „Lancet“, die jeden Zusammenhang von Covid19 mit dem Virenlabor in Abrede stellten und ins Reich der Verschwörungstheorien verwiesen. Zu den Unterzeichnern gehörte interessanterweise auch Christian Drosten.

Zum Drostentest schreibt Roewer: „Der PCR-Test wurde von Kari Mullis erfunden, der 1993 hierfür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Man solle bereits an dieser Stelle ergänzen, daß der Erfinder sehr wohl wusste, was er tat. Er faßte das in die ironischen Worte: PCR ist ein Prozess, der aus etwas eine ganze Menge macht. Er sagt Ihnen nicht, daß sie krank sind. Und er sagt nicht, dass das Ding, das man findet, Ihnen Schaden zugefügt hätte. Der mögliche Mißbrauch des Verfahrens wäre die Behauptung, dass die gefundenen Resultate Bedeutung hätten.“

Sehr unterhaltsam ist naturgemäß die Recherche zu Karl Lauterbach. 2019 forderte er aus Kostengründen mit Getöse und dem Rückenwind der Bertelsmann-Stiftung (deren Chefin Liz Mohn Aufsichtsrat der Rhönkliniken war) die Schließung kleinerer kommunaler Krankenhäuser. Lauterbach gehörte lange Zeit ebenfalls zum Aufsichtsrat der Rhönkliniken, einem Privatbetrieb mit Milliardenumsatz. 2020 beschwor er nach einer plötzlichen 180-Grad-Kehrtwende dann den Kollaps des Gesundheitswesens: Fehlende Betten und Fachkräfte, Überlastung, Unterversorgung mit Gerät, Kleidung und Masken, Zahlen, Zahlen und nochmals Zahlen wie aus der Pistole geschossen. Statt Geldverschwendung plötzlich Unterfinanzierung. „Seine telegenen Auftritte erinnerten an das Märchen vom Hasen und vom Igel. Wo immer man ankommt im weiten elektronischen Globus von Corona: Karl ist bereits da.“

Auch was Roewer über Dr. Drosten zu berichten weiß, ist nicht schmeichelhaft. Er hat einen eindrucksvollen Falschprognose-Vorlauf. „Falls es zutrifft, was in wenig wohlmeinenden Veröffentlichungen über ihn behauptet wird, dann verantwortet Drosten die in Deutschland 2005 ausgebrochene Schweinepest-Panik zumindest mit, die zum Ankauf riesiger Mengen Impfstoff führte.“ Nach einem Stern-Bericht wurde für 130 Mio € Impfstoff vernichtet. So wie einige Leute vom Fach wundert sich auch Helmut Roewer, dass es Drosten praktisch in Tagesfrist möglich war, ein Testverfahren zu entwickeln. Es sind die interessanten Forschungen zur bewegten Vergangenheit der Akteure, die das Buch CORONA-DIKTATUR lesenswert machen.

Der Autor Roewer ist sehr skeptisch, was die von der Kanzlerin herbeigesehnte Digitalisierung betrifft. Merkel sprach zu den Eliten von Davos von der Digitalisierung der Gesellschaft. Das hört sich nach 1984 und China an. „Die Digitalisierung ist das Goldene Kalb der Gegenwart. Das gilt nicht nur für die Traumgewinne, die auf diesem Geschäftsfeld abgegriffen werden, sondern auch für den Glauben der Herde, die sich ohne Arg den neuen Riten unterwirft. Die Herde sieht ohne zu murren zu, wie der Einzelne zur Nummer wird, und wie diese Nummer über sein Wohl und Wehe entscheidet. (…) Es fehlt nur noch ein einziger Schritt, um die Bürger buchstäblich an die Leine zu nehmen: Die Pflicht, stets das Smartphone am Mann zu haben. Vor Jahren habe ich mich von Amts wegen mit der elektronischen Fußfessel befasst. Hier ging es – das sei klargestellt – um die Überwachung von verurteilten Verbrechern, denen man eine Rechtswohltat gegenüber dem Wegsperren zukommen lassen wollte. Jetzt geht es um den Bürger. Ich füge hinzu, den freien unbescholtenen Bürger.“ Roewer fordert uns auf, sich der Neuen Welt der Superreichen mit Nachdruck zu widersetzen.

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(Dieser Text ist im Original erschienen auf prabelsblog.de)




Freihändler und Neokons am Ende ihres Lateins

Von WOLFGANG PRABEL | Bereits in den 60ern war der Versuch der Umkremplung asiatischer und afrikanischer Gesellschaften grandios gescheitert. Mit der Kolonialisierung gingen im 19. Jahrhundert die Missionierung und die weltweite Durchsetzung europäischer Rechtsvorstellungen einher. Ein bekannter Durchpeitscher des eurozentrischen Weltbilds schrieb 1853: „Die Frage ist, ob die Menschheit ihre Bestimmung erfüllen kann ohne radikale Revolutionierung der sozialen Verhältnisse in Asien. Wenn nicht, so war England, welche Verbrechen es auch begangen haben mag, doch das unbewußte Werkzeug der Geschichte, indem es diese Revolution zuwege brachte.“ So der Globalist Karl Marx. Doch seine Revolution verendete kläglich. Nach dem zweiten Weltkrieg errangen die tradierten Verhältnisse der Despotie, außerökonomischer Gewalt und der Stammeswirtschaft auf dem größten Teil des Globus wieder ihre Geltung. Der Vietnamkrieg scheiterte, ein zweites Korea ließ sich nicht durchsetzen, auch weil die Medien nicht mitspielten.

Das hinderte Neokonservative aller Parteien nicht, immer wieder neue Versuche zu starten, Asien und Afrika mit westlicher Lebensart zu bombardieren. George W. Bush mit seinem Irak- und Afghanistankrieg, Barack Obama, David Cameron und Nikolas Sarkozy mit dem Libyenfeldzug hinterließen keine geordneten Verhältnisse. Auch die Einmischung in Ägypten und Syrien war nicht segensreich.

Das Konzept des Demokratieexports ist auch in Myanmar, Rußland, der Ukraine, in Bosnien, Weißrußland, Mali und China kläglich gescheitert. Derzeit diskutieren die Brüsseler Neokons über einen Einsatz in Mozambik, ein Signal, daß sie in überholte Ideen verbohrt und nicht lernfähig sind.

Es gibt eben verschiedene Kulturkreise, mit denen sich die Globalisten nicht abfinden können: Der islamische, der orthodoxe, der chinesische, der indische, der westliche, der lateinamerikanische, und kleinere in Asien und Afrika. Sie sind in ihrer Selbstbehauptung stark. Der Autor dieser Zeilen ist in der Zeit großgeworden, als Moskau die Welthauptstadt des Proletariats war und „die Wissenschaft“ Märchen vom weltweiten Sieg des Kommunismus hervorbrachte. Das war auch schon gescheiterter Globalismus und arroganter Kulturimperialismus pur. Bereits in der zweiten Hälfte der 80er Jahre fielen alle unterjochten Gesellschaften in ihre Traditionen zurück, auch wenn sie zweihundert Jahre von Rußland beherrscht worden waren. Die Kultur ist immer stärker als aufoktroyierte Verhältnisse.

Die zweite Heilige Kuh ist der freie Welthandel. Viele Länder sind durch ihren Rohstoffmangel auf ihn angewiesen. Es ist auch unbestritten, daß er in den letzten zwei Jahrzehnten den Wohlstand in der Dritten Welt gehoben hat. Aber richtig frei war er natürlich nie. Zum einen haben die Staaten nichttarifäre Schikanen ersonnen, um alles mögliche und unmögliche vor Konkurrenz zu schützen. Waren und Dienstleistungen müssen unzählige Anforderungen erfüllen, um eine Grenze überschreiten zu dürfen. Die EU ist in dieser Hinsicht kein Vorbild. Aktuell ist von der tarifären Klimamauer und vom Lieferkettengesetz die Rede.

Der zweite noch wesentlichere Gesichtspunkt bei der Verderbung der Handelssitten sind Subventionen und Wechselkursmanipulationen. Wenn es dauerhaft einseitige Handelsüberschüsse gibt, stimmt der Wechselkurs nicht. Am Handel zwischen Deutschland und Italien wie auch an dem zwischen den USA und China kann man das exemplarisch studieren. Die Ungleichgewichte im Außenhandel haben ein Ausmaß erreicht, daß ein Handelskrieg begonnen hat. Die deutschen Medien hatten fälschlicherweise damit gerechnet, daß Präsident Biden den scharfen Kurs gegen China beendet, haben sich aber getäuscht. China und die EU haben mit ihrer Währungspolitik den Freihandel an die Grenzen des Scheiterns geführt.

Die Entschärfung vieler Konflikte ist nur über eine Wiederbegrenzung nach Jahrzehnten der Entgrenzung möglich. Die Handelsströme müssen neu geordnet werden. Ein Baustein dazu kann beispielweise die Einführung einer weltweiten Mindeststeuer sein, auch wenn sie aus deutscher Sicht gering erscheint. Und auch die Menschenströme müssen geordnet werden. In Frankreich zeigt sich exemplarisch, daß kulturfremde Einwanderung zu einer rechtlichen Verwahrlosung führt. Man kann dort zum Beispiel ungestraft Juden vom Balkon werfen oder Kirchen demolieren. Präsident Macron will gegensteuern und den europäischen Grenzschutz herstellen, um im kommenden Jahr eine Wahlniederlage bei der Präsidentschaftswahl im April abzuwenden. Er hat Pech, noch ist Merkel am Ruder und in Berlin verhallen seine Worte ungehört. Wenn Merkel am Ende dieses Jahres weg ist, ist das Zeitfenster um ihn zu retten vermutlich zu klein.

Erforderlich ist in Europa die Überwindung des Kulturrelativismus. Die Mißachtung der europäischen Kultur ist der Kern der Disfunktionalität der EU. Mit persönlichen Freiheitsrechten, Marktwirtschaft, Sozialverpflichtungen, Trennung von Religion und Staat, Wissenschaftfreiheit hat Europa gegenüber anderen Kulturkreisen wesentliche Vorteile, die sich in der Vergangenheit in Wohlstand und Sicherheit ausgeprägt hatten. Eine Gleichwertigkeit der Kulturen zu predigen ist idiotisch. Sie sind verschieden, ob man das wertet, oder auch nicht.

Fremde Kulturen verändern oder verbessern zu wollen ist genauso hirnrissig. Verschiedene Kulturen müssen sich voneinander abgrenzen und möglichst friedlich koexistieren. Nachhaltige Änderung von Kulturen ist nur durch innere Entwicklung möglich, nicht durch Entwicklungshilfe im weitesten Sinne. Wir müssen fremde Gebräuche anderswo akzeptieren und im Umkehrschluß zu Hause auf unseren Werten bestehen. Fremde Länder – fremde Sitten.

Ein Beispiel der kulturellen Überdehnung war das Habsburgerreich. Es reichte in Galizien und in der Backa weit in den orthodoxen Beritt herein, in Bosnien auch in den islamischen. Das hat zum Ausbruch des WK I beigetragen und den Zerfall des Reichs bewirkt. Ähnlich geht es auch der EU. Mit der Aufnahme Griechenlands, Bulgariens und Zyperns sind morgenländische Gebräuche in Brüssel eingezogen. Wenn zukünftig als Ersatz für die unreformierbare EU eine Europäische Handelsunion gegründet werden wird, sollte sich diese auf das lateinische Europa beschränken und auf souveränen Nationalstaaten aufbauen.

Unsere Kultur ist europäisch. Europa zwischen Lissabon und Helsinki, zwischen London und Zagreb ist ein relativ einheitlicher Kulturraum. Strategische Interessen dieses Raums – Handelssachen und Verteidigung – müssen nach außen einheitlich vertreten werden, die übrigen Belange sollten die Nationalstaaten regeln.

In Polen, Ungarn, Dänemark, Italien ist man, was die Abgrenzung Europas betrifft, am Umdenken. In Frankreich und Schweden hat dieser Prozeß ebenfalls begonnen. Deutschland isoliert sich derzeit und wird bei künftigen Entscheidungen übergangen werden.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst. „Verfluchtes Volk! Kaum bist du frei, / so brichst du dich in dir selbst entzwei. / War nicht der Not, des Glücks genug? / Deutsch oder Teutsch, du wirst nicht klug.“ (Geh. Rath v. Goethe)



(Im Original erschienen bei prabelsblog.de)




Wer dem Führer vertraute, musste trotzdem in den Gulag

Von WOLFGANG PRABEL | Am Donnerstag war ein verstörender Eintrag in der WELT: „Wer der Demokratie vertraut, braucht nicht ins Gefängnis.“ Es ging um den GEZ-Verweigerer Georg Thiel, der schon Monate im Verlies schmachtet, weil er kein Fernsehen sieht und es nicht einsieht, dafür zu bezahlen.

Der Autor des WELT-Eintrags hat übrigens einen argumentativen Bock geschossen, als er in seinem Eintrag die GEZ mit einer Steuer verglich. Beim Rundfunkbeitrag handelt es sich nicht um eine Steuer, sondern um einen Beitrag im finanzverfassungsrechtlichen Sinn, so das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. Juli 2018. Diese Rechtsauffassung ist zwar haarspalterisch, der WELT-Eintrag zeigt aber, in welcher argumentativen Konfusion sich Merkels Machtmaschine befindet.

Es ist natürlich völlig absurd, das Vertrauen in die Demokratie an den Konsum des Zwangsfernsehens zu koppeln. Demokratie ist ja angeblich ein Zwilling von Freiheit. Zum Zusammenhang von Vertrauen und persönlicher Freiheit zwei Exempel aus dem 20. Jahrhundert:

Viele der Opfer von Stalin waren gläubige Bolschewiken, denen ihr Vertrauen in Väterchen Stalin allerdings nichts nutzte. Sie kamen trotzdem in den Gulag um totgearbeitet zu werden und als Eisbärfutter zu enden. Auch wenn ein Jude sich zum Führer bekannt hätte. Es hätte ihm nichts genutzt. Vertrauen in die jeweils herrschende Ideologie schützt nicht vor Verlies, KZ und Gulag.

Thiel hat einen Brief an die einzige politische Partei geschrieben, die für ihn „etwas tut“. Die AfD hat seinen Brief am Donnerstag in den sozialen Medien veröffentlicht. „Im kommenden Plenum werden wir den anderen Fraktionen erneut die Chance geben, sich zu einem zeitgemäßen Rundfunk zu bekennen, der keine politischen Gefangenen nimmt“, kommentiert der AfD-Abgeordnete Sven W. Tritschler, der Thiel kürzlich im Gefängnis besuchte. „Wir kämpfen weiter für Georg Thiel und unzählige weitere Bürger, die sich vom Staatsfunk nicht länger abzocken lassen wollen.“

Georg Thiel hat nun verläßliche Freunde der einzigen freiheitlichen Partei in unserem Land. Grüße an Georg Thiel. Halte gegen die alte Zwangshexe und ihren perversen Hofstaat durch!

Grüße auch an den Inlandsgeheimdienst: „Das Fernsehen wurde erfunden, um den Analphabeten einen guten Grund zum Brillentragen zu geben.“ (Dieter Hallervorden)


(Im Original erschienen auf prabelsblog.de)




Hasskulisse der Macht: Nur die Harten gehören in den AfD-Garten

Von WOLFGANG PRABEL | Beide Teams, die sich für die Bundestagswahl als Spitzenkandidaten der AfD beworben haben, verdienen Respekt und Dank. Frau Cotar hat bisher im Bundestag auch ordentlich argumentiert, also eine respektable Visitenkarte abgegeben.

Trotzdem habe ich mit voller Absicht Weidel/Chrupalla gewählt. Denn angesichts der aggressiv-feindlichen Haßkulisse der Macht gehören nur die ganz Harten in den AfD-Garten. Jede geringste Geste des Einlenkens ist überaus schädlich.

Kapitulantentum hat keinen Zweck. Derzeit arbeiten sich von NGO-nahen Extremisten wie Böhmermann bevölkerte Medien an Höcke ab. Als der noch keine Rolle spielte, wurde der verbindliche Professor Lucke zum Buhmann erklärt. Nur weil er mal mit seiner Familie in die Kirche gegangen war, wurde er von der abgefahrenen Elitistenpresse als extremistischer Christ ausgeschmiert. Für die Redaktionen ist der tatsächliche politische Standort ihrer Opfer völlig egal. Es wird immer der verfügbare vermeintlich rechteste angegangen, um eine Linksverschiebung der Republik zu erzeugen. Ziel dieser Fanatiker ist der Sturz der Bundesrepublik in die Armut und den blutigen Schaum des menschenverachtenden Sozialismus.

AfD muss Linksverschiebung widerstehen

Bevor es die AfD gab, hat die Linksverschiebung auch gut geklappt. CDU und FDP wurden immer mehr von ihren ursprünglichen Positionen weggedrängt, irgendwann auch die CSU. Der Sturz von Edmund Stoiber war so ein Meilenstein.

Die AfD hat dem NGO-Terror bisher widerstanden, und das ist gut so. Immer wenn die Führung vor den medialen Sturmtruppen einzuknicken drohte, wurde sie ersetzt. Lucke und Petry mußten, nachdem sie zweifellos Verdienste erworben hatten, irgendwann standfesteren Demokraten weichen, weil sich das Klima objektiv verschlechtert hatte. Sie paßten nicht mehr in die immer heftiger klirrende Kälte der Merkeleiszeit.

Anfangs gingen die NGO-durchsetzten Medien und die Reste der roten Gestapo davon aus, daß die AfD eine vorübergehende Erscheinung sei, die mit der Abkühlung der Euro- und Griechenlandkrise ihr Thema verlieren würde und die man mit geringer Mühe wieder loswürde. Aber einerseits kehrt die Finanzkrise auf dem Umweg über die Shutdowns zurück, zweitens ist eine teure und blutige Asylkrise dazugekommen, drittens weitet sich die kombinierte Kohle- und Kernkraftphobie zu einer veritablen Wirtschaftskrise aus. Die grüne Internationale fährt jetzt schwere Geschütze wie die Beobachtung durch den Inlandsgeheimdienst auf und verschärft die Zensur.

Freiheitsbewegungen dürfen sich nie im Geringsten verbiegen lassen

Dabei geraten zunehmend auch Demokraten ins Visier des Systems, die mit der AfD anfänglich eigentlich nichts zu tun haben wollten, weil sie Wahrheitssucher, um ihre Existenz gebrachte Geschäftsleute, Esoteriker, Anarchisten, traditionelle Marxisten oder Querdenker sind. In jedem Krieg gibt es Kollateralschäden, ein übereifriges Bienchen im Kanzleramt verliert wegen hektischem Aktionismus die Kontrolle über ihre Kriegsführung, sei es in Hamburg, Mali oder Stuttgart.

Die Geschichte zeigt, daß sich Freiheitsbewegungen niemals im Geringsten verbiegen dürfen. Gandhi verbrachte in Südafrika und Indien insgesamt acht Jahre in Gefängnissen. Seine Grundhaltung Satyagraha, das beharrliche Festhalten an der Wahrheit, hat er in zahlreichen Schriften dargelegt und immer weiter entwickelt. Die deutsche Sozialdemokratie hat – unabhängig davon ob man ihre Ziele alle teilt – während den Sozialistengesetzen nicht klein beigegeben und wurde für ihre Hartnäckigleit belohnt. Auch Nelson Mandela hatte sich trotz vielen Rückschlägen durchgetrotzt. Trotz Kriegsrecht und Internierungen hat die Gewerkschaft Solidarnosc über die ausländischen Besatzer triumphiert. Die antinapoleonischen Freiheitskämpfer in allen europäischen Ländern von Spanien bis Rußland erlitten zwar viele Rückschläge, blutige Opfer wurden gebracht, letztlich wurden die Franzosen aber zermürbt und vertrieben. Etwa 40 Jahre kämpften die Niederländer gegen Spanien, letztlich mit Erfolg. Ergänzend kann man den Unabhängigkeitskrieg in Amerika, den irischen Aufstand, die Unabhängigkeit der Baltenrepubliken, die Loslösung von Slowenien und Kroatien aus dem jugoslawischen Staatsverband und die Unabhängigkeitsbewegung der Schweiz anführen. Alles Kriege, die nicht von Kapitulanten geführt wurden.

AfD-Mitglieder haben die Botschaft verstanden

Es kommt darauf an, vor den sich gottgleich fühlenden Rechthabern Soros, Gates, Schwab, Schellnhuber und ihren Berliner Angestellten und Vasallen keinen Millimeter zurückzuweichen. Mit jemandem, der die Sonne verdunkeln will, darf man nicht im Traum kooperieren. Es kommt darauf an, mit ruhigem Verstand Kurs zu halten und den grassierenden Linksdrall rückgängig zu machen.

Die große Masse der AfD-Mitglieder hat das verstanden und aus meiner Sicht richtig entschieden. Nach dem Ende der übergriffigen Merkelherrschaft werden Höcke, Weidel, Chrupalla, Gauland und Meuthen sicher neue Überlegungen anstellen, aber derzeit ist eine knallharte Haltung und eisernes Personal die beste Lösung.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ (angeblich Mahatma Gandhi)


(Im Original erschienen bei prabelsblog.de)




Der Wirtschaftswunderbaum: Nachhilfeunterricht für Koboldannalena

Von WOLFGANG PRABEL | Die zukünftige Kanzlerin hat schon wieder mal keine Ahnung, wenn sie der SPD die Soziale Marktwirtschaft andichtet. Dabei hat sich die SPD mit diesem Konstrukt erst 1959 beim Parteitag in Godesberg arrangiert. Notgedrungen, weil das Modell gut lief.

Hier ein zeitgenössisches Video zur Bundestagswahl 1957 mit Wirtschaftsminister Erhard (CDU), Finanzminister Schäffer (CSU) und Oppositionspolitiker Ollenhauer (SPD). Da liefen Erhards Lockerungen schon acht Jahre.

Die Wahl wurde von der CDU gewonnen, wobei die Soziale Marktwirtschaft zweitrangig war. Bundeskanzler Adenauer war kurz vor der 1957er Wahl im Moskauer Wodkadunst die Gefangenenbefreiung gelungen, was den Ausschlag gab. Die deutsche Delegation fettete ihre Gedärme immer mit Speck, bevor die Sauferei richtig losging.

Annalena wird vermutlich demnächst behaupten, daß die Linke den NATO-Beitritt herbeigeführt hat, die AfD die Ostverträge unterschrieben und die FDP die Riesterrente eingeführt.  Nichts ist unmöglich.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Die Organisationswut ist ein Zeichen unserer Zeit. Das Funktionärsunwesen gibt dem gesellschaftlichen Leben sein Gepräge.“ (L. Erhard 1948)


(Im Original erschienen auf prabelsblog.de)