Washington Post verabschiedet sich von ernsthaftem Journalismus

Auf der Webseite der Washington Post fanden wir die folgende Stellungnahme des ‘palästinensischen Journalisten’ Daoud Kuttab (Foto). Dieses hasserfüllte Machwerk enthüllt in erschreckender Offenheit die Denkstrukturen im (gebildeten) arabischen Teil des Nahen Ostens.

Israel wird als Sündenbock für jedweden muslimischen Terror überall in der Welt missbraucht, es scheint, dass selbst die Vorgänge in Mumbai, Bali oder selbst in Darfur (mit 200.000 Toten während der letzten vier Jahre) auf die Existenz Israels zurückzuführen sind. Grad heute wieder hat Hamas in Teheran erklärt, dass man Israel niemals anerkennen wird. Im Kommentarbereich unterhalb des Artikels fällt ein wichtiger Satz:

“Amerika hat eine Verpflichtung gegenüber Israel, garantiert – so hatten es Frankreich und Grossbritannien 1938 gegenüber der Tschechoslowakei. Es hat nicht wirklich geholfen, damals das Monster zu füttern. Jetzt Israel den Islamisten auszuliefern, würde diese nur ermutigen.”

Indem die Vereinigten Staaten Israel unterstützen, unterstützt man die Demokratie in dieser Region. Und beschützt uns vor arabischen Machtbestrebungen – denn, Israel wäre nur ein Meilenstein auf dem Weg zum Weltkalifat.

Daoud Kuttab in der Washington Post:

Die USA haben eine Verantwortung in Israel

Nach dem Rückzug von Rumsfield und Bolton aus der politischen Szene, dem von den beiden Parteien Baker und Hamilton vorgelegten Bericht und der offenen Rede Jimmy Carters, weisen alle Zeichen darauf hin, dass die Amerikaner endlich zu erkennen beginnen, dass Israel eine Verantwortung und kein Guthaben in ihren globalen Interessen darstellt. Dennoch denke ich, dass wir noch weit entfernt vom Ende der US Vorherrschaft im palästinensisch-israelischen Konflikt sind. Israel ist leider noch immer eine inländisches Thema in den USA und AIPACs Stärke wurde noch nicht geschwächt, trotz Versuchen von US Akademikern, diese zu enthüllen.

Die übertriebene und unglaublich blinde Unterstützun Israels wird offenkundig gemacht. Hoffentlich wird dies einer vernünftigeren US-Aussenpolitik den Weg zeigen, welche dann berücksichtigt, was der Rest der Welt denkt. Bisher sind wir weit entfernt von dem, was notwendig wäre, um die Misere zu beenden, welche durch die Ungerechtigkeit von fast 40 Jahren Besetzung Palästinas ausgelöst worden ist. Notwendig ist eine aktivere Rolle der USA, die das Gleiche tun kann, was Bush senior und James Baker III bei der Shamir Regierung am Vorabend der 10 Milliarden Dollar Garantie und des Madrider Friedensprozesses getan haben.

Das nächste Jahr oder so wird vielleicht ein kleines Fenster der Gelegenheit öffnen, sollte es zu einer palästinensichen Regierung der nationalen Einheit kommen, die moderaten arabischen Länder ernsthaft handeln und Grossbritannien seine europäischen Partner dazu bringen, von Olmert Antworten für die illegale Besetzung durch sein Land und die Behinderung echter Verhandlungen zu verlangen.

Da kann einem nur noch das Essen wieder hoch kommen …