Macht Solarenergie uns pleite?

Tech ReviewIn der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Technology Review erscheint ein interessantes Dossier zu der in Deutschland hochsubventionierten Solarenergie. Darin erfährt man, was sie dem steuerzahlenden Bürger tatsächlich kostet – von einem „Fass ohne Boden“ ist die Rede. Offenbar zurecht! Einführend sind auf deren Webseite einige interessante „Details“ (es geht um zweistellige Milliardensummen!) zu lesen.

Zum Beispiel:

Das ist doch einmal eine Wachstumsstory. Mitarbeiterzahl: plus 250 Prozent; Produktion: plus 400 Prozent; Umsatz: plus 550 Prozent; Betriebsergebnis: plus 900 Prozent – und das alles innerhalb der letzten drei Jahre. […]

Allerdings haben all die Erfolgsgeschichten einen entscheidenden Schönheitsfehler: Sie tragen sich nicht selbst, sondern beruhen auf einer Subventionspolitik, die deutsche Stromkunden inflationsbereinigt mit bislang mehr als 20 Milliarden Euro Zusatzausgaben in die Pflicht genommen hat – gesparter konventioneller Strom schon herausgerechnet. Ohne radikale Änderungen dürfte die Belastung in den nächsten Jahrzehnten locker die 100-Milliarden-Grenze überschreiten.

Der Grund dafür ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es verpflichtet die Netzbetreiber, Strom aus nicht-fossilen Quellen zu einer von der Politik festgelegten Einspeisevergütung aufzukaufen. Die Kosten dafür – derzeit etwa ein Cent für jede in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde [!!] – werden auf alle Stromkunden umgelegt. Da aber die Einspeisevergütung für 20 Jahre ab der Inbetriebnahme jeder Anlage fest zugesagt ist und das deutsche EEG obendrein als weltweit einziges den Zuwachs nicht deckelt, ist es in seiner heutigen Form ein Fass ohne Boden.

Wohl nur zu verständlich, dass beispielsweise für den Transrapid in einem Zeitraum von 20 Jahren kein Geld übrig ist!

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(Gastbeitrag von Ocelldefoc)