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Einziger Ausweg – Tod in den Flammen

Es gibt heute fast kein schlimmeres Los, als eine afghanische Frau zu sein. Frauen werden systematisch misshandelt und unterdrückt. Viele stecken lieber ihren eigenen Körper in Brand (Beispiel Foto) als ein Leben lang in einer Zwangsehe gefoltert zu werden. Der eigenen Familie sind sie nicht mehr wert als ein Stück Vieh, das man auf dem Markt möglichst gut verschachert. Dem Ehemann nicht mehr als ein Stück Fleisch zum Kindergebären und zur Triebabfuhr.

Die etwa 14 oder 15-jährige Rese Gol wurde Zwangsverheiratet, ist damit nicht fertig geworden und hat sich verbrannt. Doch ist sie in den Flammen nicht gestorben, was ihr Schicksal nur noch schlimmer gemacht hat. Der Schwiegervater meint dazu:

„Das Mistvieh hat sich selbst verbrannt, gestorben ist es aber nicht, es wird eine größere Last sein als vorher.“

Am Bett des Mädchens im Krankenhaus sitzt die Schwiegermutter, aber nicht etwa aus Mitgefühl, sondern um zu überwachen, dass die Kleine nichts über Ihre „Schande“ verrät. Was für ein „Unglück“ für die Familie, dass ihr Fall trotzdem bekannt wurde.

Für den Arzt Dr. Jalali sei die Sache klar: Selbstverbrennung! Jedes Jahr müsse er dutzende Frauen behandeln, die sich mit Benzin übergossen und angezündet hätten. Allein 63 seien es in diesem Jahr. In vier von fünf Fällen stürben die Frauen.

Die Not, die Frauen in ein solch grausames Schicksal treibt, lässt sich nur erahnen: Sie werden gefoltert, bereits als Kinder missbraucht, schikaniert und wie Sklavinnen behandelt.

Die Menschenrechtlerin Sharifa Sahab schätzt, dass acht von zehn Frauen unter Zwang heiraten. 98 Prozent könnten weder lesen noch schreiben.

Dem Flammentod war das Mädchen Rese Gol zwar entkommen, doch dann holten die Schwiegereltern die schwer Verletzte aus dem Krankenhaus.

Niemand weiß, ob das Mädchen noch lebt und wie viele andere ihr Schicksal teilen. So steht es um die Frauenrechte im Reich der Taliban, die sich selbst als islamischste aller Muslime bezeichnen. Und das hat wirklich nichts mit dem Islam zu tun?

(Mit Dank an alle Spürnasen)