Verbales Foul: Peinlo, peinlo!

Charly GöllnerAb und an besäuft sich einer und dann kommen ihm Sachen über die Lippen, die man später besser nicht mehr gesagt haben möchte! Manche schaffen das auch nüchtern. Doch fangen wir von vorne. Es ist der 15. Spieltag der Bundesliga, Hertha BSC empfängt im Olympiastadion den 1. FC Köln, für den es nach einer kurzen Euphoriephase im Moment nicht mehr so gut läuft.

Man steht auf dem 10. Platz, im Niemandsland, die Abstiegsränge sind zwar noch satte achte Punkte weit weg, aber dennoch macht sich schon Nervosität breit, während die Berliner sich ganz oben tummeln. Wir erleben die 82. Spielminute, kurz vor dem Abpfiff, es steht 1:1, da unterläuft dem aus Kamerun stammenden linken Verteidiger Pierre Womé gegen den Berliner Kacar ein krasser Fehler, die Herthaner kommen an den Ball und Pantelic trifft zum 2:1.

Das ist der Neger schuld!“ entfährt es dem FC-Fan Charly Göllner (Foto oben) im Wahlscheider „Aueler Hof“, wo er das Spiel zusammen mit anderen Gästen am Bildschirm verfolgt. Peino, peinlo! Denn Göllner ist im Hauptberuf Politiker der GRÜNEN, also per se auf das Gutmenschentum und political correctness verpflichtet. Doch wenn sein Verein verliert, rutscht ihm das böse N-Wort raus. Und er bereut es nicht!

Auf seine rassistische Entgleisung angesprochen, äußerte Göllner sich wie folgt: Die Verwendung des Begriffes „Neger“ sei für ihn durchaus keine rassistische Äußerung. Den Kameruner Womé „Neger“ zu nennen, sei gerechtfertigt, weil er ein „Angehöriger der negroiden Rasse sei“. Auch früher habe man immer „Neger“ gesagt und schließlich herrsche in Deutschland Meinungsfreiheit.

Offenbar nur für ihn. Was Göllner, dem staatlich anerkannten Anti-Rassisten erlaubt ist, das dürfen andere noch lange nicht. Wenn also jemand das böse N-Wort benutzt, dann sollte man sich erst nach dessen Parteibuch erkundigen, bevor man ihn verurteilt!

(Gastbeitrag von Yaab)