Malaysia – Geschichten vom Planeten Islam

Malaysia IslamIm Februar 2007 kam aus Londonistan wieder mal eine klassische Meldung: der Vorsitzende der britischen islamischen Ärztevereinigung hatte im British Medical Journal gefordert, muslimische Kinder nicht mehr in westlichen Ländern impfen zu lassen. Warum? Naja, weil der Impfstoff produktionsbedingt entweder Bestandteile von „unreinen“ Schweinen oder – ebenso dhimmical incorrect – von nicht islam-gerecht geschächteten sonstigen Tieren enthielt. Echt, voll haram!

Die Meldung an sich riss mich nicht gewaltig vom Hocker, da man so einen Irrsinn schon seit Jahren gewöhnt ist. Gegen das, was alles in Londonistan abläuft, ist selbst Köln noch heilig (im christlichen Sinne, versteht sich). Was mich wirklich aufhorchen ließ, war Malaysia, das daraufhin erklärte, „islam-konforme“ Impfstoffe entwickeln zu wollen. Malaysia wird bei uns kaum als islamisches Land wahrgenommen, es ist weit weg, es ist wenig bekannt. Doch genau dieses Land strebt schon seit längerem danach, eine moderne Großmacht, wohlgemerkt eine streng islamische, moderne Großmacht zu werden. Wohin der islamische Zwang, jeden noch so kleinen Bereich des öffentlichen und privaten Lebens zu regeln, führt, kann man wunderschön am Beispiel Malaysias beobachten:

Malaysia entwickelt auch eine „islam-konforme“ Raumfahrt: Weil der malaysische Kosmonaut Muzafar Shukor, der im Herbst 2007 ins All flog, ein streng gläubiger Muslim ist, und seine Mission in den islamischen Fastenmonat Ramadan fiel, gab es einige Fragen zu klären. 150 islamische Gelehrte arbeiteten einen Verhaltenskodex für Muslime in der Schwerelosigkeit aus. Denn die für eine Weltraummission existenziell wichtigen Prozeduren wie das tägliche fünfmalige Gebet kniend Richtung Mekka dürfte in der Schwerelosigkeit des Orbits doch einige Komplikationen bereiten. Selbstverständlich mussten auch Lösungen für die rituellen Händewaschungen sowie die Bereitstellung von „halal“-Speisen gefunden werden.

So entschied das malaysische Religionsministerium, dass Shukor im All zum Beten nicht knien muss. Ebenso erlaubten ihm die islamischen Gelehrten, dass er sein Gesicht vor den Gebeten nicht mit Wasser waschen müsse – ein nasses Handtuch genüge. Auch die Frage der Körperreinigung nach dem Stuhlgang bzw. dem Urinieren klärten die islamischen Gelehrten. Ihre Empfehlung:

Mindestens drei feste Toilettenpapiere verwenden, bevor sich etwas verbreitet oder antrocknet. Benutzt werden soll reines, stabiles und trockenes, aber nicht geheiligtes Material. Die Körperreinigung soll man, wenn es sich um kleine Verunreinigungen handelt, trocken abwischen, indem man beispielsweise beide Handflächen auf einer sauberen Fläche wie einem Spiegel oder einer Wand abschlägt.

Ist im Weltraum gerade kein „halal“-Essen verfügbar, darf ein gläubiger Astronaut sogar „haram“-Nahrung zu sich nehmen, um nicht zu verhungern. Offen ließ das malaysische Religionsministerium allerdings, wie sich Shukor als gläubiger Muslim gegenüber der Kommandeurin Peggy Whitson verhalten soll; darf er ihr die Hand geben? Immerhin ist sie – total haram – eine Frau. Trotz dieser noch ungeklärten Fragen – Shukor nahm die Ratschläge der Gelehrten dankbar an:

„Der Islam ist sehr nachsichtig, er ist eine Lebensart. Und ich möchte ein Beispiel dafür sein, dass ich meine Pflichten als Muslim überall erfüllen kann, auf der Erde wie auch im All.“

Zeit für wissenschaftliche Experimente bleibt islamischen Raumfahrern bei diesen ganzen Regeln wohl nicht. Doch für Malaysia ist das erst der Anfang. Das Land hat sich unter Premierminister Abdullah Badawi zum Ziel gesetzt, bis 2020 das technisch, ökonomisch und wissenschaftlich fortschrittlichste islamische Land zu werden. Für 2020 ist dann auch gleich die erste (islamische) Mondlandung geplant.

Ende 2007 machte Malaysia einen weiteren riesigen technologischen Sprung nach vorn, als es verkündete, gemeinsam mit der Türkei und dem Iran ein „islamisches Auto“ bauen zu wollen.

Geplant ist anscheinend, einen Wagentypen auszuwählen, der in den drei Ländern mit staatlicher Hilfe produziert wird und mit islamischem Zubehör ausgestattet ist. Besonders einfallsreich war man bislang aber noch nicht. So wird daran gedacht, die Autos mit einem Kompass auszustatten, um stets zu wissen, wo Mekka liegt. Es soll auch Fächer geben, um den Koran oder Kopftücher aufzubewahren.

Das wird die Massen selbst sehr religiöser Muslime sicherlich nicht anlocken, allerdings ist schwer vorstellbar, abgesehen vielleicht von einer räumlichen Trennung von Männer und Frauen, was islamisch an einem Fahrzeug sein könnte. Die Technik wohl nicht. Vielleicht ein Halbmond auf der Kühlerhaube oder eine Mohammed-Edition?

Generell dürfte es für Malaysia nicht so schwer sein, bald das fortschrittlichste islamische Land der Welt zu sein, wenn man sich die Konkurrenz in der islamischen Welt so ansieht: Nigeria, Sudan, Syrien, Pakistan… da hat Malaysia gute Chancen. Doch ob der islamische „Fortschritt“ durch strenge religiöse Vorschriften für Astronauten, „schweinefreie“ Impfstoffe oder „islamische Autos“ Malaysia jemals so weit bringen wird, dass es sich mit „ungläubigen“ (weil aufgeklärten) Industrienationen wie den USA, Frankreich oder Deutschland messen kann, lassen wir mal ganz „islamophob“ dahingestellt.

Malaysia zeichnet sich aber nicht nur durch solche enormen Fortschritte islamischer Wissenschaft und Technologie aus. Da der Islam in Malaysia Staatsreligion ist, dürfen selbstverständlich die obligatorischen, islamisch begründeten und für den ignoranten Voll-Dhimmi total lächerlich erscheinenden VERBOTE („haram“) nicht fehlen.

So ist es seit Sommer 2008 den Frauen verboten, Make-up, Lippenstift oder Stöckelschuhe zu tragen. Für Homosexualität gibts 20 Jahre Knast. Die katholische Zeitung The Herald wurde Anfang 2009 zeitweilig verboten, weil sie es wagte, das Wort „Allah“ als Bezeichnung für den christlichen wie den islamischen Gott gleichermaßen zu verwenden. Und der anständige Dhimmi weiß, es ist eine Beleidigung für den islamischen „Allah“, wenn man den christlichen Gott ebenfalls als „Allah“ bezeichnet.

Schon 2001 verbot Malaysia den Verkauf politischer CDs, unter anderen mit Reden von Oppositionsführern, da diese „eine Gefahr für die multikulturelle Gesellschaft des asiatischen Landes darstellen“. Dazu muss man allerdings wissen, dass Malaysia zwar wirklich ein kulturell sehr heterogener Staat ist, der Islam jedoch alles dominiert und die „multikulturelle Politik“ der Regierung vor allem darin besteht, die (muslimische) Volksgruppe der Malaien gegenüber den Chinesen zu bevorzugen, wo es nur geht.

Die chinesische Gemeinschaft in Malaysia hat ihre eigene gemeinschaftliche Identität behalten und gemischte Hochzeiten sind eine Seltenheit, wahrscheinlich weil die Chinesen bei Hochzeiten mit den muslimischen Einheimischen zum Islam übertreten müssen. Zur Zeit der Unabhängigkeit 1957 bestand die Bevölkerung Malaysias zu fast 50 Prozent aus Chinesen. Auch hier dominierten die Chinesen als Folge der britischen Kolonialpolitik die Wirtschaft. Blutige Ausschreitungen zwischen Chinesen und Malaien in Kuala Lumpur 1969 änderten die politische Landschaft in Malaysia. Mit einer Politik, die Malaien erheblich Vorteile gegenüber Nicht-Malaien einräumt, sollte die wirtschaftliche Benachteiligung der Einheimischen behoben werden. Seitdem hat die politische Macht der chinesischen Minderheit erheblich abgenommen. Die positive Diskriminierungspolitik der „New Economic Policy“ sorgt dafür, dass drei Viertel der Plätze in der höheren Bildung, der Stellen in der öffentlichen Verwaltung, der Regierungsverträge und der Wohnungen für die muslimischen Malaien reserviert sind. Trotz einer solchen klaren Bevorteilung der Malaien, hat ihr Anteil an der malaysischen Wirtschaft nur marginal zugenommen. In der chinesisch-malaysischen Gemeinschaft steigt wegen der Diskriminierung die Zahl der Auswanderer. Aus diesem Grund wird in jüngster Zeit die Politik der malaysischen Regierung kontrovers diskutiert.“ (Quelle)

Da die (nicht-islamischen) Chinesen seit jeher ökonomisch wesentlich erfolgreicher sind als die (islamische) Mehrheitsbevölkerung, darf es nicht verwundern, dass es schon seit Jahrzehnten immer wieder mal „Unmutsäußerungen“ der ärmeren, islamischen Bevölkerung gegenüber der gehobenen chinesischen Mittelschicht gibt, die auch mal zum einen oder anderen Pogrom ausarten können. Dann erreichen uns wieder Bilder von zerstörten Geschäften und totgeprügelten Chinesenleichen in den Straßen vom Planeten Islam.

Ganz und gar „unislamisch“ gehts in der malaysischen Gesellschaft und Politik zu. Das vergangene Sylvester machte Malaysia wieder mal Schlagzeilen, weil die Polizei – ganz den islamischen Moralvorstellungen folgend – eine Sex- und Drogenparty sprengten, an der auch mehrere Prominente beteiligt waren. In einem Land, in dem der Islam Staatsreligion ist, kann solch ein westlich-dekadentes Treiben natürlich nicht geduldet werden.

Sex-Skandale scheinen nun in „Allahs own Country“ schon zum Neujahrsritus zu gehören. Anfang 2008 musste der 61-jährige, verheiratete malaysische Gesundheitsminister zurücktreten, weil ein Sex-Video von ihm und seiner „Freundin“ aufgetaucht war.

Munter weiter ging es dann vergangenen Sommer. Im Juli 2008 wurde der Oppositionsführer Anwar Ibrahim wegen Homosexualität verhaftet. Darauf stehen, wie schon gesagt, im islamischen Malaysia 20 Jahre Knast (aber immer noch besser, als an einem Baukran aufgehängt zu werden, wie im Iran). Natürlich geht es nur in zweiter Linie um die Homosexualität. Das ganze ist ein politisches Intrigenspiel zwischen rivalisierenden Gruppierungen. Anwar selbst warf seinem politischen Rivalen vor, in den Mord an einem mongolischen Model (ja, doch, so was gibts) verwickelt zu sein und ließ von einem Privatdetektiv Beweise vorlegen. Dieser Privatdetektiv erklärte jedoch später, die Beweise seien gefälscht. Das hätte er wohl besser nicht sagen sollen, denn kurz darauf verschwanden er und seine Frau spurlos.

Man sieht, das politische Tagesgeschäft in einem islamischen Land läuft doch ein wenig anders ab, als es der Durchschnitts-Dhimmi in Europa gewohnt ist. Man stelle sich nur mal vor, Frank-Walter Steinmeier würde wegen Homosexualität angeklagt werden und dann würde Steinmeier mittels gefälschter Beweise versuchen, Angela Merkel den Mord an einem brasilianischen Call-Boy anzuhängen…

Auf dem Planeten Islam ticken die Uhren eben doch etwas anders.

(Gastbeitrag von Vindex)