Gegen die Feinde Allahs

schiff-irWenn islamophobe PI-Autoren bei Berichten über die somalischen Piraten auch deren Zugehörigkeit zur Religion des Friedens nicht unerwähnt lassen, gibt es Kritik bis in die Reihen unserer Stammleser. Gewöhnliche Kriminelle seien die Piraten, und ihre Verbrechen hätten nun wirklich nichts mit dem Islam zu tun. In Somalia sieht man das anders.

Die Presse berichtet:

Die Entführer des amerikansichen Kapitäns Richard Phillips, der von US-Elitesoldaten befreit worden ist, waren noch keine 20 Jahre alt – dennoch werden sie für mehrere radikale Islamisten als Gotteskrieger gefeiert. Sheik Hassan Abdullahi Turki, der Anführer einer radikalislamischen Guerillagruppe, hatte die Geiselnahme ausdrücklich begrüßt. „Ich kann sagen, dass die Piraten Teil der Mudschaheddin (Gotteskrieger) sind“, sagte er, wenn er auch die Lösegelderpressung der Seeräuber verurteilte. „Sie führen einen Krieg gegen christliche Nationen, die die somalische Küste missbrauchen wollen.“

Ähnlich sieht es Abu Mansur, ein Sprecher der radikalislamischen Al Schabab-Miliz, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird. „Ausländische Mächte wollen das Land teilen und die Piraten schützen die Küste gegen die Feinde Allahs“, sagte er dem Rundfunksender Garowe.

Gestern griffen die muslimischen Verbrecher erneut einen amerikanischen Frachter mit Hilfsgütern für Afrika mit Panzergranaten an. Als die US-Navy zu Hilfe kam, waren die Gangster aber bereits geflohen. Das Wissen um die Verteidigungsbereitschaft amerikanischer Seeleute zeigt Wirkung.

(Spürnase: Bernd von S.)