Sicherheitsrisiko Feigheit

Feigling

Deutsches Gutmenschsein nach dem Motto: „Nur nicht die Moslems ärgern, dann terrorisieren sie vielleicht nur die anderen“ – man könnte diese Haltung auch Feigheit nennen – entwickelt sich zum Risiko für Deutschland. Denn wir gelten aufgrund unserer lächerlichen Stuhlkreise  inzwischen als schwächstes Glied im Kampf gegen den Terror. Eine Einladung für radikale Muslime, an dieser aussichtsreichen Bruchstelle etwas nachzuhelfen, um die Koalition der freien Welt aufzubrechen.

Nach einem Bericht des SPIEGEL rechnen deutsche Sicherheitsexperten im Vorfeld der Bundestagswahl mit erhöhter Gefahr terroristischer Anschläge durch Moslems in Deutschland. Als Grund wird ausdrücklich die Einschätzung Deutschlands als Schwachstelle genannt. Man erhoffft sich hier den größten Erfolg durch irgendwie betroffenes  Zurückweichen, sollte ein möglichst blutiger Terrorananschlag gelingen. „Pazifistische“ Kräfte wie GRÜNE oder LINKE könnten davon profitieren und die staatlich verordnete Fahnenflucht aus Afghanistan durchsetzen. Die Behörden wollen jetzt verstärkt Ein- und Ausreise verdächtiger Personen überprüfen und bekannte Terrorkandidaten persönlich ansprechen.

Mit dem Maßnahmenpaket reagieren die Behörden auf die gestiegene Terrorgefahr. Konkret fürchtet die Bundesregierung seit mehreren Wochen, dass islamistische Qaida-Terroristen vor der Bundestagswahl im Herbst 2009 einen Anschlag in Deutschland oder auf deutsche Ziele im Ausland ausüben könnten. Die Regierung befürchtet, dass die Terroristen mit einem Anschlag versuchen, den Urnengang beeinflussen oder hierzulande zumindest eine heftige Diskussion um den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr auszulösen. Folglich beorderte die Regierung alle Behörden, an Gegenmaßnahmen zu arbeiten. Innenstaatssekretär August Hanning kündigte an, alle präventiven Maßnahmen einzuleiten. (…)

Speziell der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr erscheint den Sicherheitsbehörden als mögliche Triebfeder terroristischer Umtriebe gegen Deutschland. Sehr genau beobachten die Strategen von al-Qaida die deutsche Diskussion über den Einsatz, in aktuellen Videobotschaften von deutschen Qaida-Rekruten wird immer wieder darauf angespielt. „Die Islamisten versuchen, das vermeintlich schwächste Glied der Kette anzugreifen“, sagte kürzlich Innenstaatssekretär August Hanning. Demnach verfolgen die Aufständischen die Umfragen und die Debatte in Deutschland genau. Mit einem Anschlag könnten sie die Stimmung massiv beeinflussen. (…)

Wie konkret die Gefahr ist, vermag momentan niemand zu sagen, doch zusätzliche Sorge bereitete den Sicherheitsbehörden ein vager Geheimdiensthinweis aus Pakistan, der Anfang Mai einging. Demnach sollen 15 in Terrorlagern ausgebildete Kämpfer, darunter auch Deutsche und andere Europäer, von al-Qaida in ihre Heimatländer zurückgeschickt worden sein, um sich dort für weitere Befehle bereitzuhalten. Bisher konnte der Hinweis der Geheimdienste jedoch nicht bestätigt werden, doch die Behörden haben die Grenzkontrollpunkte sensibilisiert, auf mögliche Pakistan-Rückkehrer intensiv zu achten.

 Wie lange das Maßnahmenpaket aufrechterhalten werden soll, ist derzeit unklar. Zwischen den Behörden gab es vor der Sitzung bereits leichte Unstimmigkeiten über den Zeitrahmen der besonderen Aufmerksamkeit. Die starke Konzentrierung der Anti-Terror-Fahnder auf die beschlossenen Missionen, so jedenfalls der Vorbehalt einiger Behörden, könnte deren Augenmerk von anderen islamistischen Gruppen ablenken. Folglich wollten sie eine zeitliche Begrenzung des neuen Pakets durchsetzen.

Besonderes Augenmerk richten die Behörden dem Bericht zufolge auf muslimische Studenten an deutschen Hochschulen. Man will in den nächsten Wochen Universitäten und technische Fachhochschulen anfragen, ob sich in muslimischen Hochschulgruppen Tendenzen zur Radikalisierung beobachten lassen. Die Sekretariate werden sicher kompetent Auskunft erteilen können.

Immerhin – entgegen den offiziellen Parolen, nach denen Terrorismus nichts mit dem Islam, sondern mit mangelnder Bildung und beruflicher Perspektivlosigkeit zu tun habe, beweist der Staat damit, dass er sich sehr wohl bewußt ist, dass es besonders die gebildeten Muslime und die, die den Koran am besten kennen sind, von denen die größte Terrorgefahr ausgeht.