Attentäterinnen als „Jungfrau Maria“

Terror-MariaEine Kunstausstellung in Tel Aviv erregt die Gemüter. Ähnlich wie die deutsche Bundesverdienstjüdin engagieren sich auch zwei offenbar an Gutmenschitis leidende jüdische Künstlerinnen gegen ihre eigene israelische Heimat. Lilia Chak und Galina Bleikh haben für eine Ausstellung unter dem Motto „Frau, Mutter, Mörderin…“ in Tel Aviv auf Darstellungen der heiligen Jungfrau Maria die Madonnenköpfe mit denen von palästinensischen Selbstmordattentäterinnen ausgetauscht (Foto). Die Familien der israelischen Opfer sind verletzt und entsetzt.

„Haben diese Künstlerinnen kein bisschen Mitleid mit uns?“, fragte Avigail Levi im Gespräch mit der Zeitung. Ihre Tochter Racheli war bei einem Anschlag einer Palästinenserin aus Bethlehem in Jerusalem ums Leben gekommen. „Es sind dumme und böse Menschen, die dies absichtlich tun, weil sie wissen, dass sie so Medienaufmerksamkeit wecken“, sagte sie über die Künstlerinnen. Für sie habe dies alte Wunden aufgerissen.

Rechtsorientierte PolitikerInnen forderten, die Eröffnung der Ausstellung im Journalistenverband in Bet Sokolov in Tel Aviv zu stoppen. „Für tausende Israelis, die unter dem Terror von Selbstmordattentätern zu leiden hatten, ist dies eine schallende Ohrfeige“, sagte der Abgeordnete Ofir Akunis von der regierenden Likud-Partei.

Die „Künstlerinnen“ verteidigen die als Verhöhnung der Opfer empfundene Provokation, ihre Aufgabe bestehe darin, Fragen aufzuwerfen „und wir fragen, wie konnte so eine Frau eine Terroristin werden“. Ob sie die Tragweite dessen wirklich erfasst haben, was sie damit anrichten, ausgerechnet die Gottesmutter als Selbstmörderin darzustellen? Wären die Christen Muslime, wären sie jetzt mehr als beleidigt. Die Ausstellung wird heute 19.00 Uhr eröffnet und dauert noch bis 23. September.

» Kontakt: galina@gala-studio.com

(Spürnase: Martin T.)