IDF-Girls als „zu Männern Verkleidete“ diffamiert

IDF GirlsSelbstbewusste, hübsche, junge Frauen, die Militäreinsatz leisten, um ihr Land zu verteidigen – daran stört sich so mancher westliche Chauvinist fast so sehr wie ein patriarchalisch eingestellter Moslem. Doch nicht selten sind die ärgsten Feindinnen von Frauen andere Frauen, wie im Fall des Zürcher Tagesanzeigers die antisemitische „israelikritische“ Journalistin und Soldatinnenhasserin Claudia Kühner. Für sie sind die IDF-Soldatinnen in die Armee gezwungene, „als Männer verkleidete Frauen„.

Frau Kühner, die sich auf den ersten Blick pro-israelisch gibt und erst im zweiten Schritt den jüdischen Staat verurteilt (wie an diesem Beispiel zu sehen), stellt das „Schicksal“ der Soldatinnen so dar, als wären sie unschuldige Mädchen, die gegen ihren Willen ins Militär gezwungen werden und eigentlich auf Seiten der armen Palästinenser stünden, deren Elend sie als Frauen einsehen würden. Israelkritik der ganz perfiden Sorte also: Frau Kühner tut so, als würde sie die IDF-Girls gegen den Staat Israel verteidigen.

Als Vorzeigejüdin bringt sie das Beispiel einer jungen Kriegsdienstverweigererin und stellt sie im Licht einer guten Feministin, die sich dem Militär verweigert, im Gegensatz zu den „als Männer verkleideten Frauen“ (böse Feministinnen) dar:

Am 29. Oktober wurde die 19-jährige Or Ben-David zu 20 Tagen Haft im Militärgefängnis verurteilt. Sie weigert sich, den zweijährigen Militärdienst zu leisten und hat das in einem Brief so begründet:

„Verweigern heißt, Nein zu sagen. Nein zur Militärherrschaft in der Westbank, Nein zur Gewalt als Mittel der Verteidigung, Nein zum Patriarchat, Nein zur Gewalt gegen unschuldige Menschen, Nein zum Missbrauch von Soldaten, Nein zum Krieg und zu einer Gesellschaft, die behauptet, demokratisch zu sein, aber junge Menschen an die Waffe zwingt, zu töten und getötet zu werden.“

Wir erkennen darin die typische Argumentation der Gut-Feministinnen: Eine gute Feministin ist eine Frau nur, wenn sie das Männliche ablehnt, sich in ihrer Einfühlsamkeit allem Männlichen überlegen fühlt und sich für die vermeintlich Schwächeren – hier die Palästinenser – einsetzt. Eine selbstbewusste Frau hingegen, die sich in einer Männerwelt zurechtfindet, das Männliche nicht ablehnt oder sogar eine „männliche Rolle“ übernimmt, gilt den Gut-Feministinnen als Feindbild der vermännlichten Frau.

Genau in dieses Feindbild hinein passt das den meisten Gut-Feministen aus eben diesen Gründen verhasste Israel:

Gerne vermittelt Israels Militär, die Israel Defense Force (IDF), ein anderes Bild seiner Soldatinnen. Bildhübsch, keck das Käppi auf dem Haar, vielleicht noch lässig die Maschinenpistole umgehängt. Klischee und Männertraum in einem. Es gibt auch weniger schöne Bilder, näher an der Wirklichkeit. Die 18-Jährige, die eben noch auf der Schulbank saß, jetzt an einem Checkpoint in der Westbank Dienst tut und die wartenden Menschen nach Belieben ihre Macht spüren lässt. Oder die gelangweilt in einem Büro Papiere hin und her schiebt. Israel ist das einzige westliche Land, das den obligatorischen Militärdienst auch für Frauen kennt. Ausgenommen sind Verheiratete, Schwangere oder religiöse Frauen.

Frauen, die pflichtbewusst Militärdienst leisten für ihr Land darf es nach den Gut-Feministinnen nicht geben – das kann nur ein „Männertraum“ sein, weil die Gut-Feministinnen wissen, was „Frau“ ist, und dies nicht „Frau“ sein darf. Eine Frau als Soldatin ist nicht gleichberechtigt im Gut-Feministinnen tauglichen Sinne. Kühner diffamiert IDF-Soldatinnen daher als vermännlichte Witzfiguren.

Ist eine Frau aber in den besetzten Gebieten stationiert, gilt sie deswegen als Mitglied einer Kampfeinheit. Damit wollte man ihr Selbstwertgefühl heben. Mit einer merkwürdigen Wirkung. Uri Ben-Eliezer: „Auch wenn die Frauen nicht schießen, fangen sie an, männliche Verhaltensweisen zu imitieren, sich rüde zu geben, wüste Witze zu reißen, grobe Sprache zu benutzen, die männliche Körpersprache nachzuahmen, wie man es bei einem bestimmten Typus von Lesbierinnen findet.“

Inbar bestätigt es. Die heute 28 Jahre alte Studentin hat ihren Dienst einst am Checkpoint Erez an der Grenze zum Gazastreifen absolviert. „Wenn ich es in einem Satz zusammenfassen müsste: Die Frauen verkleiden sich als Männer, aber keiner hinterfragt das. Die IDF kann Frauen nicht akzeptieren. Das System ist männlich, die Frauen stören nur.“ Und die Frauen wissen, dass ihnen keine umgehängte Waffe etwas nützt. „Frauen suchen Prestige“, so Ben-Eliezer, „aber den Status des kämpfenden Soldaten werden sie nie erreichen.“

Der gesamte Staat Israel gilt der Journalistin letztlich von so viel „maskuliner Ideologie“ durchsäuert, dass „echte“ Frauen – also Gut-Feminstinnen – darin kaum überleben können. Das Motiv, das die Journalistin bei dieser Einschätzung treibt, ist sowohl „Israelkritik“ und die damit verbundene Palästinenserliebe, als auch die Ablehnung von sich gegen den Feministinnen-Codex verhaltenden Frauen generell. Es ist anzunehmen, dass Frau Kühner auch die Schweizer Soldatinnen, die freiwillig Militärdienst leisten, verabscheut und für verkleidete Männer hält.

Doch das reale Israel ist mit dem Bild, das Claudia Kühner von den Frauen hat, die in Israel angeblich unterdrückt und zum Einsatz gegen die lieben Palästinenser gezwungen werden, überhaupt nicht kompatibel. 73 Prozent der im November 2009 rekrutierten Soldatinnen und Soldaten haben freiwillig darum gebeten, in eine Kampfeinheit eingeteilt zu werden, weil sie vom Sinn der Operation im Gazastreifen selbst überzeugt sind.

Einen Einblick in das echte Soldatinnenleben erhalten Sie hier:

(Spürnase: Sefi)