Klimaerwärmung wird immer realer…

„Kommt jetzt Eisnachten? Bibber-Kälte und Wetter-Chaos in ganz Europa“ titelt heute die BILD und auch Kopenhagen meldet heute Schneefall und Minustemperaturen. Da kann wohl auch der Messias nichts dran ändern, der heute den Klimagipfel „nicht mit Worten“ sondern „mit Handeln“ retten will. Wir veröffentlichen zum Thema einen sehr informativen Text von Bruno Bandulet, den er im Vorfeld der Klimakonferenz für die aktuelle Ausgabe von Eigentümlich frei geschrieben hat.

Klimawahn und Kapitalvernichtung – eine Zwischenbilanz vor Kopenhagen

Je näher der für Dezember in Kopenhagen anberaumte Weltklimagipfel rückt, desto mehr heizt sich zwar nicht die Erde, aber doch die Debatte auf. Konkret geht es darum, wer wie viele Milliarden an wen zahlt, damit die Erde nicht „kocht“, wie das einflussreiche, extrem systemkonforme Wirtschaftsmagazin „Economist“ in seiner Ausgabe vom 17. Oktober unterstellt.

Im „DeutschlandBrief“ vom August/September 2008 (und in eigentümlich frei vom September 2008) habe ich mich schon einmal ausführlich mit der Klimadebatte befasst. Seitdem ist die Kampagne eher noch schriller geworden, und auch die neue Bundesregierung macht keine Anstalten, zu einer rationalen Energiepolitik zurückzukehren. Zeit also, das Thema noch einmal aufzugreifen.

Denn es geht um sehr viel Geld. Im Zeitraum von 2008 bis 2020 werden die klimapolitischen Maßnahmen der Bundesregierung und der EU-Kommission allein die Verbraucher und die Industrie in Deutschland schätzungsweise 420 Milliarden Euro kosten, nachzulesen in der Nummer 8/2008 des „Manager Magazins“. Eine enorme Summe in Zeiten leerer Staatskassen und stagnierender Einkommen, die mit den irrsinnigen Kosten der Bankenrettung auf eine Stufe gestellt werden kann.

Zunächst einige grundlegende Fakten. Erstens ist das Spurengas Kohlendioxid kein Gift, sondern eine Voraussetzung allen Lebens auf der Erde. Zweitens ist der Gehalt in der Atmosphäre in den letzten hundert Jahren von 0,03 auf 0,038% gestiegen, und im selben Zeitraum hat sich die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde um etwa ein Grad Celsius erhöht. Drittens produzieren menschliche Aktivitäten nur einen Bruchteil des CO2, das ständig durch die Natur freigesetzt wird. Viertens wird das Klima auf der Erde durch die Sonne bestimmt, was schon daraus hervorgeht, dass sie auf unseren Planeten mehr als das 10.000-fache dessen abstrahlt, was von der Weltbevölkerung an Energie umgesetzt wird. Fünftens haben sich in der Erdgeschichte auch vor der Industrialisierung kalte und warme Perioden abgewechselt; die mittelalterliche Warmzeit dauerte je nach Region bis zum 14. oder bis Anfang des 15. Jahrhunderts, die darauf folgende Kleine Eiszeit etwa bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Und sechstens zeigt die Erdgeschichte zwar einen losen Zusammenhang zwischen CO2 und Klima – es lässt sich jedoch nicht belegen, dass mehr CO2 die Ursache für höhere Temperaturen war. Die Abfolge war auch schon umgekehrt.

Allein diese Fakten entziehen der offiziellen Klimadoktrin den wissenschaftlichen Boden. Mit anderen Legenden und Irrtümern hat sich jetzt Ian Plimer, Professor für Erd- und Umweltwissenschaften an der australischen Universität Adelaide, in einem neuen Buch befasst. Plimer ist Träger zahlreicher wissenschaftlicher Auszeichnungen und hat zweimal den australischen Eureka Prize erhalten. Seine Gegner beschimpfen ihn als „climat change denialist“, als Klimawandelleugner. Sein Buch trägt den Titel „Heaven and Earth: Global Warming, the Missing Science“ und ist in Europa bei dem britischen Verlag Quartet Books erhältlich.

Erste Feststellung von Professor Plimer: Es gibt kein Problem der globalen Erwärmung. „Sie endete 1998.“ Und dies, obwohl seitdem 25 Prozent mehr fossile Brennstoffe verbraucht wurden. Noch erstaunlicher: Am 16. November durchbrach der „Spiegel“ die selbstverhängte Nachrichtensperre und teilte seinen Lesern mit, dass die globale Durchschnittstemperatur seit zehn Jahren nicht weiter ansteigt und in weiten Gebieten Nordamerikas, im westlichen Pazifik und auf der Arabischen Halbinsel sogar absinkt. Seit zehn Jahren! Dasselbe konnten Sie in eigentümlich frei schon im September 2008 lesen: dass die jüngste Temperaturspitze auf das Jahr 1998 fiel und dass seitdem der globale Temperaturanstieg zeitgleich mit einem Rückgang der Sonnenfleckenaktivität zum Stillstand gekommen ist.

Professor Plimer zitiert dann eine Reihe von wissenschaftlichen Studien, die die Behauptung widerlegen, die Atmosphäre funktioniere wie ein Treibhaus, und er betont, dass die Klimapolitiker keine Erklärung dafür haben, warum sich die Erde in früheren Zeiten – ohne Industrialisierung – überhaupt erwärmen konnte.

Dubios seien auch die Geschichten vom Aussterben der Eisbären, die immer wieder vom Fernsehen wegen ihres hohen Emotionsgehaltes verbreitet werden. Tatsächlich haben die Eisbären über Tausende von Jahren sowohl kalte als auch warme Perioden überlebt. In der kanadischen Baffin Bay, wo die Temperaturen seit einigen Jahren zurückgehen, haben gleichzeitig die Eisbären abgenommen. Und dort wo es wärmer wurde, wie zum Beispiel an der Beringstraße, ist die Anzahl der Eisbären gestiegen. Gefährdet sind die Eisbären nicht durch eine globale Erwärmung, sagt Plimer, sondern durch „Ökotouristen, Bürokraten und Jäger“.

Auch sei der Eindruck falsch, die von den Medien verbreitete Klimatheorie werde durch die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler gedeckt. Allein in den USA haben Tausende von Wissenschaftlern die Oregon-Petition unterschrieben, in der die These von der menschengemachten Erderwärmung abgelehnt wird. Initiator der Petition ist Frederick Seitz, der Vorsitzende des Oregon Institute of Science and Medicine und ehemaliger Präsident der National Academy of Sciences (nachzulesen unter www.oism.org). Ähnlich der Heidelberger Appell, den bis heute über 4.000 Wissenschaftler aus mehr als hundert Ländern unterschrieben haben, darunter 74 Nobelpreisträger und davon wiederum sechs deutsche (siehe auch: www.eike-klima-energie.eu). Frage: Wann haben Sie das letzte Mal in einer deutschen Zeitung von diesen Petitionen gelesen?

Stattdessen stützen sich die Medien unbesehen auf die Berichte einer Regierungsorganisation, des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), die angeblich von 2.500 Wissenschaftlern verfasst werden. „Tatsächlich“, sagt Plimer, „werden die Berichte von 25 Wissenschaftlern geschrieben, die von einer noch kleineren Zahl kontrolliert werden“. Das IPCC gebe Regierungsansichten wieder, nicht aber irgendeinen wissenschaftlichen Konsens.

So entpuppt sich der nicht zuletzt von der „Klimakanzlerin“ Angela Merkel propagierte Mythos als krude Mischung aus Lobbyismus, Halluzination und Ersatzreligion. Mit dem Hinweis auf Fakten ist dieser Manie nicht so schnell beizukommen. Dafür profitieren zu viele davon: die Wissenschaftler, die von Regierungsaufträgen leben; die Mitarbeiter der Umweltschutzorganisationen, die auf Spenden und öffentliche Mittel (auch solche der EU) angewiesen sind; die Lobby der in Deutschland völlig unrentablen Photovoltaik (Solartechnik), die sich auf Kosten der Verbraucher mästet; die Atomindustrie, die mit der CO2-Vermeidung endlich ein schlagkräftiges Argument gefunden hat; multinationale Konzerne wie BP, die sich mit verlogenem Greenwashing als Umweltschützer aufspielen; die Regierungen und ihre Bürokratien, die eine neue Existenzberechtigung darin finden, dass sie den Planeten retten müssen; und die Sozialisten jeder Couleur, die selbstverständlich nach allem greifen, mit dem sich mehr Staatseinfluss, mehr Planwirtschaft und höhere Steuern und Abgaben begründen lassen.

Und schließlich ist die wahnhafte Klimapolitik, die ein nicht vorhandenes Problem zu lösen vorgibt, auch aus moralischer Sicht höchst fragwürdig. Mit den immensen Geldern, die sie versenkt, könnte man Wälder aufforsten, die Überfischung der Meere beenden, die Schwarzafrikaner mit sauberem Trinkwasser versorgen und – besonders wichtig – die Erforschung preiswerter neuer Energiequellen vorantreiben. Ein Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen wäre jedenfalls keine schlechte Nachricht.

Weiterführende Links:

» EIKE: Bericht von der 2. Internationaln Klimakonferenz in Berlin
» EF: Klimakonferenz in Kopenhagen: Skeptiker nennt Krakeeler „Hitlerjugend“
» Antibürokratieteam: Video: Lord Monckton vs. IPCC
» EIKE-Pressesprecher Michael Limburg bei „Harald Schmidt“ am 17.12.2009